Wellen- oder Nymphensittich?

Diskutiere Wellen- oder Nymphensittich? im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Liebe Vogelfreunde Bin sonst eher bei den Wildvögeln "zuhause". Aber seit einiger Zeit liebäugle ich mit dem Gedanken, mir "Exotische" zuzulegen....

  1. lota

    lota Mitglied

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    Liebe Vogelfreunde
    Bin sonst eher bei den Wildvögeln "zuhause". Aber seit einiger Zeit liebäugle ich mit dem Gedanken, mir "Exotische" zuzulegen. Ich bin ein absoluter Anfänger bei Ziervögeln. Platz wäre auf jeden Fall vorhanden, eine grosse Voliere in einem Vogelzimmer (wohne in einem Einfamilienhaus) könnte ich auch einrichten.
    Nun weiss ich nicht, ob der "Familienzuwachs" aus Wellis (2 Paare) oder Nymphies (1 Paar) bestehen soll? Könnt ihr mir Verhaltens- und Charakterunterschiede nennen, damit ich herausfinden kann, welche Vögel am besten zu mir passen? "Zahm" müssen sie nicht sein, es wäre schön, wenn sie keine Angst vor der Hand haben, ansonsten sollten sich die Vögel jedoch so natürlich wie in Heimhaltung eben möglich verhalten können.
    Wie schon gesagt, im Moment ist das Ganze noch Gedankenspielerei. Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen. :)
     
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  3. Lemon

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    Ich habe ja jetzt auch schon ein paar Monate Nymphenerfahrung sammeln können und schreibe jetzt einfach mal, was ich bisher so erlebt habe.

    Ich halte 13 Wellis und ein Paar Nymphen in einer AV.
    Die Wellis sind sehr quirlige Zeitgenossen, spielen viel, sind flugtechnisch sehr aktiv und quatschen den lieben langen Tag. Echte Ruhepausen sind eher selten.
    Auch als Wohnungsvögel habe ich sie nie anders erlebt. Wer sich also Wellis ins Haus holt, hat fast rund um die Uhr eine gewisse Geräuschkulisse und Aktion um sich.
    Wellis allgemein haben sich bei mir immer als sehr neugierige Vögel gezeigt und es ist selten ein Gegenstand unbeachtet geblieben (die eingeschlossen, die eigentlich tabu waren... :~). In der Regel sind sie also recht leicht zu zähmen.

    Die Nymphen dagegen habe ich, die meiste Zeit jedenfalls, als sehr ruhige Tiere kennengelernt. Mag vielleicht auch damit zusammenhängen, dass sie bei mir eben nur zu zweit sind. Von den beiden hört man fast den ganze Tag nichts außer, Pablo hat Hunger oder den Sichtkontakt zu seiner Pauline verloren.
    Dann können die beiden, im Vergleich zu den Wellis, irre laut werden.
    Ansonsten schnäbeln die zwei viel und sitzten gerne draußen zum dösen.

    Ich persönlich empfinde beide Arten als relativ pflegeleicht und auch gut zu händeln. Meine Tiere sind auch, bis auf 2 Ausnahmen, alle soweit zahm, dass sie für Futter auf die Hand kommen. Pablo lässt sich auch mal auf der Schulter durch die Gegend tragen und verlangt ab und an sein Küsschen auf den Kopf. Ich habe ihn allerdings schon so zahm bekomen, kann dir also nicht aus erster Hand sagen, ob Nymphen von Natur aus neugieriger oder leichter zu zähmen sind als Wellis.


    Wenn solche Posts auftauchen rate ich immer dazu sich die Arten mal irgendwo live anzuschauen. Nur so kann man sich ein echtes Bild vom den Tieren machen und auch mal den Geräuschpegel "probehören". Grade bei so häufig gehaltenen Arten sollte das ja kein großes Problem sein. :)
     
  4. #3 Steffchen79, 8. Oktober 2008
    Steffchen79

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    Ich kann dazu leider nichts sagen, überlege auch schon lange, mir zu meinen Wellis noich 2 Nymphen zu holen ;)

    @ Lemon: Ich dachte, die Zahl der Wellis sollte nicht höher sein als die der Nymphen weil diese sonst "untergebuttert" werden? Könnte ich 4 Wellis und zwei Nymphen zusammen halten?
     
  5. isika

    isika Guest

    Hallo Lota,

    die Entscheidung liegt ja letztendlich bei dir.

    Ich habe nun Erfahrung mit beiden Arten machen können. In den Sommerferien bekam ich einen Urlaubsgast für drei Wochen. Es war ein Nymphensittich, der meiner Kollegin gehört. Nun, ich nahm ihn mit gemischten Gefühlen, da ich davon ausging, dieser Vogel würde die ganze Zeit über schreien. Sie brachte ihn und es es war wohl so, dass die Chemie zwischen dem Vogel und mir stimmte. Wenn ich da war, habe ich ihn, zunächst im Käfig durch das Haus getragen, damit er wenigstens den Kontakt zu mir hat, er hatte ja leider keinen Artgenossen. Dann, nach ein paar Tagen, konnte ich ihn problemlos ohne Käfig überall mit hinnehmen. Abends saß er dann mit knartschendem Schnabel auf meiner Schulter oder auf meinem Knie. Die drei Wochen mit dem netten kleinen Kerl haben mir so gut gefallen, dass ich das einer Freundin erzählte und auch sagte, ich wäre echt traurig ihn wieder abgeben zu müssen.
    Diese Freundin züchtet Wellis und hatte einen zahmen Abgabevogel, den "Joshi" da, der dann bei mir einzog. Da ich keine Vögel einzeln halte, zog dann vier Tage später der "Henry" bei mir ein. Auch ein Abgabevogel,der seine Besitzerin,ein kleines Mädel gezwickt hat.8( Beide sind tolle Vögel, ich habe mich für die Wellis entschieden.
    Klar, die beiden quatschen wirklich den ganzen Tag, doch mich stört es nicht. Beide Vögel kommen gerne zu mir, sitzen auf der Schulter oder es kommt nur einer und es wird sich lautstark zum Partner unterhalten. Mir wären persönlich sind die Nymphis eine Nr. zu groß.

    Mittlerweile ist der Kollegin noch ein Nymphensittich zugeflogen und die beiden scheinen sich sehr gut aneinander zu gewöhnen.

    In meinem anderen Raum sind da noch die Beobachtungvögel.

    Berichte mal bitte weiter, für welche Art du dich entscheidest.
     

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  6. Reika

    Reika Mitglied

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    Ich bin reine Wellihalterin und habe keine Erfahrung mit Nymphensittichen.

    In meiner Achterbande gibt es sehr neugierige und zahme und eher zurückhaltende Wellis. Sie können eine beachtliche Lautstärke haben, wenn Mal alle miteinander quaseln. Am Nachmittag kehrt meist etwas Ruhe oder gar Stille ein.

    Wellis können bis 16 Jahre alt werden, selten wohl auch älter. Viele sterben leider schon früher, trotz richtiger Haltung. Meine Henne wurde nur 1 1/2 Jahre alt.

    Ich hatte bis jetzt noch nie Probleme, dass sie Möbel oder sonst etwas angenkabbert hätten. Einzig die Pflanzen. Aber da habe ich an einem in die Erde gesteckten Ast Alufolie befestigt :D:freude:

    Ich für mich persönlich, würde mich wieder für Wellis entscheiden. Aber ich finde es eine gute Idee, Mal bei jemanden vorbei zu schauen, wie diese Vögel live sind.

    LG
     
  7. Lemon

    Lemon Moderatorin
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    Habe ich auch mal gehört, kann es aber so nicht bestätigen. Wellihahn Fiete geht den beiden im Moment etwas auf den Keks, aber dass kann man bedenkenlos auf "jugendlichen Übermut" schieben. :)
    Ansonsten ignorieren sie sich gegenseitig. Gefuttert wird auch ohne Streit nebeneinander.
    Meine Geier wohnen aber wie gesagt in einer AV und haben entsprechend Platz, sich aus dem Weg zu gehen. Auf engerem Raum könnte ich mir schon vorstellen, dass die quirligen Wellis die Nymphen mehr nerven. Praktische Erfahrungen in die Richtung habe ich aber keine.
     
  8. lota

    lota Mitglied

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    Ganz lieben Dank für eure Antworten! :freude: Ich werde ganz bestimmt die Wellies und auch Nymphies mal live beobachten. Guter Tipp! Noch eine absolute Greenhorn-Frage: Ich möchte den Vögeln ganz sicher im Vogelzimmer, später aber auch im ganzen Haus Freiflug gestatten. Nun, bei uns ist im Erdgeschoss alles offen (Küche/Wohnzimmer, ich habe gelesen, Küche ist wegen Dämpfe, Pfannen etc. eine heikle Sache). Geht das überhaupt? Finden die Vögel abends von sich aus wieder in ihr Zimmer zurück (im 1. Stock) oder ist dann jedesmal eine "Einsammel-und-ins-Vogelzimmer-bring-lock-Aktion angesagt?
    Vielen Dank noch einmal für eure Tipps!
     
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  10. #8 Steffchen79, 9. Oktober 2008
    Steffchen79

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    Das mit dem Freiflug im ganzen Haus würde ich mir gut überlegen. Klingt zwar erstmal wie eine tolle Sache für die Wellis, aber die Verletzungsgefahr ist meiner Ansicht nach doch recht groß wenn man nie weiß, wo die Vögel sich gerade aufhalten. Auch könntest du ja nirgends lüften.
    Vielleicht kannst du den Freiflug auf die obere Etage beschränken (ich würde eh bezweifeln, dass sie Treppen hoch und runter fliegen). Damit sind die Wellis sicher auch mehr als zufrieden :)
     
  11. Lemon

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    Ich würde es auch auf das Vogelzimmer beschränken. Ein ganzes Haus vogelsicher zu machen halt ich für unmöglich. Von den Gefahren in der Küche etc. mal abgesehen.
     
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