Welli einschläfern?

Diskutiere Welli einschläfern? im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo! Meine Freundin hat zwei Wellensittiche, doch der eine hat ein großes Geschwür am Bauch und kann seinen einen Fuß kaum bewegen. Nun frage...

  1. #1 parrotfriend, 11. Oktober 2001
    parrotfriend

    parrotfriend Guest

    Hallo!
    Meine Freundin hat zwei Wellensittiche, doch der eine hat ein großes Geschwür am Bauch und kann seinen einen Fuß kaum bewegen. Nun frage ich, sollte man dieses leidene Tier einschläfern oder nicht. Der Welli wird von dem anderen immer gefüttert, er schafft es aber selber zum Wasser und Futterspender. Er atmet auch ganz schwer. Von den Tierarzt hat er eine Spritze gekriegt, aber geholfen hat es nicht.
    Und, würde der andere Welli es verkraften, wenn seine Freundin stirbt oder würde er vor trauer auch sterben? Denn meine Freundin will keinen neuen Wellensittich kaufen und so wäre der Vogel allein.
     
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  3. Rosine

    Rosine Guest

    Hallo!

    Sowas ist immer keine leichte Entscheidung. Mir ist es bis jetzt immer wie eine Gratwanderung erschienen. Man steckt halt nicht im Vogel drin, und sieht oft nicht wie groß die Qual ist und ob der Lebenswille noch überwiegt. Schweres Atmen, dem keine Abhilfe zu verschaffen ist, wäre für mich allerdings der Punkt, an dem ich mit dem TA über das Thema Einschläfern sprechen würde, wenn er es selbst nicht anspricht. Ich habe leider einmal einen meiner Wellis kläglich ersticken sehen müssen. Er ist in meiner Hand eingeschlafen, ich hab geheult wie ein Schloßhund und mir hinterher bitterste Vorwürfe gemacht, daß ich ihm das nicht erspart hab. Aber es war Wochenende, und die Situation war innerhalb weniger Stunden so schlimm geworden.

    Wenn der Partner nicht lange alleine bleiben muß, dann verkraftet er den Tod des anderen in aller Regel recht gut. Allerdings sollte Deine Freundin sich dann wirklich wieder einen Vogel zulegen. Einzelhaltung ist nicht artgerecht und in meinen Augen Tierquälerei. Wenn sie keinen mehr haben will, dann sollte sie sich lieber vom überbleibenden Vogel trennen und ihm ein neues Zuhause in Gesellschaft gönnen.

    Ich drücke Euch die Daumen für die Entscheidung.
     
  4. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Hallo Parriotfriend,

    ich hatte vor Jahren drei Wellie`s und mein Ältester bekam eines Tages
    ein dickes Geschwür am Bauch.
    Er war der Herr im Haus und hat die anderen Beiden „erzogen“,
    sie haben alles gemacht was er machte und er hat denen sogar das
    Reden beigebracht.
    Ein wahrer Prachtkerl mein Tommy!!!

    Na ja, nun war da das Geschwür, ich also zu DOC und er stellte fest,
    dass Tommy ein riesiges Krebsgeschwür hatte.
    Ich fragte ob er es entfernen könne, seine Antwort:
    „Ja, aber ich kann nicht garantieren, das sich der Krebs nicht schon zu weit
    ausgebreitet hat und nach der OP wieder kommt.“

    Egal..... eine Chance war es.... also OP.....es dauerte fast 1 ½ Stunden......
    Rotlicht......Einzelhaft (da er nicht fliegen durfte) und nach 3 Wochen ging es Tommy
    wieder super.
    Einige Leute haben mich damals für verrückt erklärt, nach dem Motto:
    einen 35,-- Vogel für fast 300,-- operieren zu lassen – tz tz tz .!!!!!!!!!!!
    Die spinnt ja (ja, dann spinne ich eben)

    Er tobte wieder mit Bobby und Kitty in der Wohnung rum und machte wie immer
    seine Späße mit Allen.

    Aber, nach ca. 9 Monaten bemerkte ich, dass er an dem linken Flügelgelenk ein
    neues Geschwür hatte,
    die Diagnose:
    kein OP möglich, nur Amputation !!
    Da habe ich gepasst, denn er war es von Klein an gewohnt frei zu sein
    und da waren ja noch Kitty und Bobby, sollte ich die nun auch einsperren ????
    Ein Vogel der nicht fliegen kann, obwohl er es Jahrelang konnte......
    neeeeee, das durfte ich ihm nicht antun, nur weil ICH ihn behalten will.

    Ich habe ihm dann seinen Frieden gegeben und er ist in meinen Händen
    eingeschlafen – glaub mir – das war echt schwer – aber wer weiß ob der
    Krebs immer und immer wieder gekommen wäre – neeee... der arme Kerl.

    Übrigens habe ich danach Kitty und Bobby weggegeben, bin einfach nicht
    damit fertiggeworden, dass ausgerechnet mein Tommy gehen musste !!!


    FAZIT: Laß Dich vom TA beraten, ob er eine Chance sieht, dass der Kleine
    nach einer OP (egal wie teuer) wieder völlig gesunden kann und wenn eine
    echte Chance besteht, mach es bitte.
    Ansonsten, laß den Kleinen nicht unnötig leiden – auch wenn es schwer fällt.

    (eine in alten –schrecklichen- Erinnerungen kramende Petra)

    Ich wünsche Dir viel Kraft, egal welche Entscheidung Du treffen musst!
     
  5. Micha_S-O

    Micha_S-O Guest

    Lebensqualität statt Lebensquantität, wenn auch schwierige Entscheidung :(

    Hallo parrotfriend,

    sollte es sich um ein malignes Geschwür handeln (leider recht häufig bei Wellis), dann existieren meist schon Metastasen im Körper, die nur noch nicht erkennbar sind.
    Solange er Lebensqualität hat, frisst, fliegt, sich von dem anderen Artgenossen nicht abwendet, würde ich ihm noch ein schönes Leben gewähren und beide verwöhnen.
    Sobald er aber anfängt, nicht mehr zu fressen, aufgeplustert, apathisch in der Ecke zu sitzen...na, Du wirst wissen, was ich meine...
    Selbstverständlich kann man einen Tumor auch, wenn noch abgekapselt, entfernen, aber Du kannst eigentlich meistens davon ausgehen, daß es bereits Metastasen im Körper gibt , sobald ein großer Tumor bereits sichtbar ist.
    Oftmals stört ein Krebsgeschwür auch den Vogel nicht, schlimm wirds spätestens dann, wenn er platzt (egal ob nach innen oder nach außen).
    Zu dem Gedanken der OP:
    Bedenke bitte, daß das Aufpäppeln eines frisch operierten Vogels für manche Menschen (ich kenne Deine Freundin nicht) zeitlich zu aufwendig ist oder sie sich der Sache nicht gewachsen fühlen.

    Also, den Zeitpunkt muss alleine Deine Freundin entscheiden.
    Ich denke, Sie wird es fühlen, wenn er ruhiger etc. (siehe oben) wird.

    Auf jeden Fall sollte sie ihrem Zweitvogel eine lange Trauerphase ersparen und ihn wieder versuchen zu verpaaren, wenn es soweit ist.

    Und sie sollte einen Vet kontaktieren, der sich mit Vögeln wirklich gut auskennt und die entsprechenden OP-Möglichkeiten hat.

    Viele Grüße und alles Gute für das Federbällchen Deiner Freundin,


    Micha
     
  6. AndreaH

    AndreaH Guest

    Hi parrotfriend,

    die Entscheidung, vor der deine Freundin steht, ist keine leichte. Es sind hier aber einige sehr gute Entscheidungshilfen genannt worden.

    Ich möchte noch eine hinzufügen. Wenn der liebe Kleine eingeschläfert werden muss, möchte deine Freundin keinen Welli mehr holen. Du hast doch einen einzelnen, kannst du ihn nicht zu deinem dazusetzen? Somit wäre euch beiden bzw. euren Wellis im schlimmsten Fall geholfen.

    Gruß Andrea
     
  7. #6 parrotfriend, 12. Oktober 2001
    parrotfriend

    parrotfriend Guest

    Hallo Andrea!
    Das habe ich mir auch schon überlegt. Hoffentlich nimmt sie meinen.
     
  8. Sybille

    Sybille Foren-Guru

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    23. September 2001
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    Hallo Parrotfriend,

    habe ähnliches mit meinen Wellis durch. Ein Weibchen hatte auch eine Geschwulst am Bauch. Ich wollte ihr eine OP ersparen und habe sie leben lassen, solange es ging, denn sie flog noch, aß, war nie aufgeplustert und fühlte sich auch sonst wohl. Von jetzt auf gleich ging es ihr ganz schlecht (lag am Boden) und ich fuhr mit ihr sofort zum TA, um sie zu erlösen. Sie bekam erst eine Narkose und anschließend das Mittel, das sie vom Leiden erlöste. Lieben heißt auch loslassen können!
    Zum zweiten Punkt: Mein Welli, 11 Jahre (leider vor 2 Monaten verstorben), konnte nie fliegen (Fußgänger), hat im Laufe seines Lebens 3 neue Partner bekommen. Ich will dir damit sagen, dass ein Partner wichtig ist. Nach jedem Todesfall begrüßte er sofort einen neuen Partner und war glücklich! Dieser Fußgänger kam zu mir, da war er schon 2 Jahre alt und hatte nie einen Partner. Ich sah im Fernsehen einen Bericht über Wellis in Freiheit. In dieser Doku wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass Wellis Schwarmvögel sind und Einzelhaltung Quälerei sei. Also ging ich am nächsten Tag in die Tierhandlung und holte mir ein junges Männchen. Seit der ersten Stunde waren beide ein Herz und eine Seele. Leider verstarb dieses junge Männchen nach 4 Jahren, wie ich später erfuhr an Vergiftung (Schimmel in der Blumenerde). Könnte mich heute noch darüber ärgern, habe aber zu dem Zeitpunkt noch nichts über die Gefährlichkeit des Schimmels gewusst.
    Noch am selben Tag bekam mein Fußgänger eine Partnerin ( 1 Jahr alt, lebte bei einem alten Herren, kannte kein Grünzeug, kein Bad, keinen Freiflug). Schon nach 10 min bei mir war dieses Mädchen aus ihrem Käfig raus und wurde von meinem Bubi überschwänglich begrüßt. Leider musste ich dann dieses Weibchen im letzten Jahr einschläfern lassen (siehe oben).
    Gleich am nächsten Tag holte ich ein junges Männchen vom Züchter. Und was glaubst du, machte mein Bubi? Genau, gleich wieder Liebe auf den 1. Blick!
    Nun starb aber, wie schon erwähnt, mein Bubi. Was tun? Ich konnte doch den kleinen Welli nicht alleine lassen? Also zog am nächsten Tag wieder ein junges Männchen bei uns ein. Und? Genau, wieder Liebe auf den 1. Blick. Nun habe ich allerdings zwei fliegende Wellis und da ist ganz schön was los. Sie haben den ganzen Tag Freiflug und sind abends, wenn die Amazone und der Graue Freiflug haben, nur am Ärgern der Großen.
    Also ich hatte und habe immer 2 Wellis, weil ich der Meinung bin, dass Einzelhaltung Tierquälerei ist! Und ich denke, dass ich dir hiermit gezeigt habe, wie wichtig ein Partner ist und dass die Vergesellschaftung der Wellis bedeutend problemloser geht als bei großen Papas. Zumindest zeigt mir das die Erfahrung mit meinen Wellis.
    Ob die Wellis um einen Partner trauern, weiß ich nicht, denn man kann ja leider nicht in sie hineinsehen. Aber auf alle Fälle sind sie dankbar für einen neuen Partner.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Und für den kranken Welli deiner Freundin wünsche ich das Beste! Sollte er doch sterben, gebt dem anderen einen neuen Partner! Lasst ihn nicht allein, er wird es euch danken!

    Viele liebe Grüße Sybille K und die Geier
     
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  10. #8 Rosenköpfchen, 17. Oktober 2001
    Rosenköpfchen

    Rosenköpfchen Guest

    Es ist sicher die schwerste Entscheidung doch deine Freundin muss sich entscheiden. Wenn sie am besten zum Tierarzt geht und mit ihm redet fällt ihr die Entscheidung sicher leichter. Mir ist auch mal ein Welli zugeflogen der am bein ein Geschwür hatte. Ich hatte es nicht bemerkt und nchts getan. Am nächsten Morgen lag er tot am Boden des Käfigs. Ich habe mir starke Vorwürfe gemacht da er warscheinlich gelitten hat. also wenn er zu sehr leidet,bitte erlöse ihn. ok ?
    :?
    Grüsse von Rosenköpfchen:?
     
  11. Darkdream

    Darkdream Guest

    Hallo Parrotfriend,

    Ist es denn sicher, das es ein bösartiges Geschwür ist? Es könnte ja auch "nur" ein Fettgeschwür sein und da stünden die Chancen gut und eine OP wäre möglich.

    Ansonsten kann ich mir nur allen voran anschliessen, es ist eine schreckliche Qual über ein Leben zu entscheiden aber man muß halt auch abwägen wie es für das Tier besser ist.

    Alleine soll sie dann bitte den Übriggebliebenen Welli in keinem Falle lassen, schon allein aufgrund der Trauer die er vermutlich verspüren wird...

    Lieben Gruß

    Nadja
     
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