Welli "unsicher" auf den Beinen

Diskutiere Welli "unsicher" auf den Beinen im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen! Bei meinem Welli Johnny ist mir gestern schonmal kurz aufgefallen, dass er etwas unsicher wirkte. Da er sich in dem Moment aber...

  1. Zanthia

    Zanthia Guest

    Hallo zusammen!

    Bei meinem Welli Johnny ist mir gestern schonmal kurz aufgefallen, dass er etwas unsicher wirkte. Da er sich in dem Moment aber sehr über Grünfutter gefreut hatte, dachte ich, es ist einfach Übermut, vor allem da es wieder besser wurde.

    Eben war ich wieder länger bei meinen Vögeln. Johnny verhält sich normal, frißt, quatscht etc. Jedoch wirkt er unsicher auf den Beinen, hält den Kopf häufig geneigt. Habt Ihr eine Idee? TA-Besuch folgt natürlich!

    Biene
     
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  3. Evelin

    Evelin Guest

    Hallo Biene,

    Idee habe ich leider keine, aber ich bin ganz Deiner Meinung..... den kleinen Johnny vorsichtshalber baldmöglichst zum TA bringen.
    Die Unsicherheit auf den Beinen und das Schiefhalten des Kopfes sind sicher nicht normal.

    Hoffentlich ist es nichts Schlimmes.
    Alles Liebe für den Kleinen........
     
  4. Zanthia

    Zanthia Guest

    Hallo!

    Ich habe vorhin mit einer TÄ telefoniert, die leider meine Befürchtung teilte. Mein Wellensittich Sunny war vor wenigen Jahren an einem Tumor gestorben, er hatte auch diese Probleme mit dem Sitzen. Ich hatte gleich Angst, dass es bei Johnny auch sowas sein könnte.

    Eine Infektion ist es vermutlich nicht, da er sonst sehr munter ist. Ich werde nun morgen zu einem Tierarzt gehen, der sich mit Vögeln auskennt - und ich hoffe sehr, es hat doch eine andere Ursache. Johnny ist nun 9 1/2 Jahre alt, also auch nicht mehr der jüngste...

    Besorgte Grüße
    Biene
     
  5. Evelin

    Evelin Guest

    Hallo Biene,

    ich hoffe dass sich die Befürchtungen nicht bewahrheiten werden, und dass es vielleicht doch nicht so schlimm ist.
    Jedenfalls drücke ich ganz fest die Daumen für den kleinen Johnny.........
     
  6. Zanthia

    Zanthia Guest

    Hallo!

    Vielen Dank für's Daumen drücken!

    Ich komme gerade vom TA. Johnny hat heute und vor allem auch beim TA nach wie vor den Kopf schief gehalten, die "Greifprobleme" bestehen auch, wobei er Greifreflexe hat und sich auch auf der Fahrt erstaunlich gut halten konnte, einfach nur unsicher wirkt.

    Bei der Untersuchung konnten keine auffälligen Veränderungen festgestellt werden. Pupillenreflex ist normal, keine Atemgeräusche. Aufgrund der Schiefhaltung des Kopfes geht der TA nun von einer Störung des ZNS aus - doch die Ursache dafür ist leider unbekannt. Tumor, ein Schlaganfall oder z.B. eine Infektion kämen da in Betracht.

    Johnny bekommt nun für ein paar Tage Baytril, zudem bekommt er zur Stärkung der Abwehrkraft Alvimun.

    Ich hoffe, das nimmt noch ein gutes Ende, viel Hoffnung hat mir der TA leider nicht gemacht :traurig:

    Viele Grüße
    Biene
     
  7. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Biene,
    sollte die auf mich etwas hilflos wirkende schulmedizinische Behandlung Deines Tierarztes (Baytril? Gegen Tumor?? Oder Schlaganfall???) nicht anschlagen - sowas kann man auch homöopathisch behandeln.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  8. #7 Alfred Klein, 15. November 2004
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Biene

    Das schaut ja wirklich nicht gut aus.
    Da der schlechte Greifreflex dazu kommt sehe ich da auch große Probleme.
    Das kann durchaus ein Defekt im ZNS sein.
    Ich denke mal daß der Einsatz eines Antibiotikums hier nur eine Behandlung auf Verdacht ist. In diesem Stadium einer Krankheit versucht der Tierarzt was er kann.
    Dir ist auch schon klar daß dies nur eine Maßnahme ist welche eine geringe Chance bietet.
    Ich denke daß da entgegen von Thomas Aussage kaum eine homöopathische Möglichkeit besteht. Da die Ursache völlig im Dunkeln liegt kann man schlechterdings dagegen ankämpfen.
    Ich kann Dir leider auch nicht helfen, drücke Dir aber die Daumen.
     
  9. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Lieber Alfred,
    da in der Homöopathie nach der Gesamtheit der Symptome verschrieben wird und nicht nach dem Erreger etc., kann man homöopathisch ggf. auch Krankheiten behandeln, deren "Ursache" schulmedizinisch nicht feststeht. Natürlich auch nur bis zu einem gewissen Grade, wenn nicht bereits irreversible Schädigungen eingetreten sind. Das ist auch eine Frage der Zeit. Wenn z.B. durch einen Schlaganfall bereits große Hirnareale abgestorben sind, kann auch die Homöopathie nicht helfen. Es ist ja schließlich keine "Wunderheilung". Aber bei ZNS-Störungen unklarer Genese, auch z.B. epileptischen Anfällen, habe ich durchaus schon erfolgreich homöopathisch behandelt.

    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  10. #9 Alfred Klein, 16. November 2004
    Alfred Klein

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    Hallo Thomas

    Möchte mal gerne wissen was die Homöopathie bem Menschen bei einem "unklaren Bauch" macht.
    Tut mir leid aber Du übertreibst nach meinem Empfinden doch etwas.
    Du hast so oft geschrieben daß einer Behandlung gleich welcher Art zuerst mal eine Diagnose unbedingt nötig ist. Nun ist das auf einmal nicht mehr wahr.
    So etwas finde ich nicht unbedingt seriös.
    Da ZNS - Störungen etliche Ursachen haben können welche nicht unbedingt behandelbar sind finde ich Deine Aussage einfach nicht gut. Sollten Nervenzellen absterben, aus welchen Gründen auch immer dann kannst Du auch nichts dagegen machen.
    Nun kommt das Argument "das habe ich auch nicht behauptet".
    Dann laß es doch einfach wenn Du nichts wesentliches zum Problem beizutragen hast.
    Einem User Mut zusprechen und ihm auf diese Weise helfen gehört hier auch dazu. Auch wenn ich nicht helfen konnte so denke ich doch daß sich Biene nicht so alleine fühlt mit ihrem kranken Vogel.
    Das ist auch wichtig, nicht nur das herumorakeln wegen Deiner Leidenschaft.
     
  11. Zanthia

    Zanthia Guest

    Hallo zusammen!

    Danke für Eure Antworten.

    Es ist mir klar, dass der TA selbst etwas hilflos ist. Ich halte schon seit vielen Jahren Nager und Vögel, daher kenne ich leider diese gewisse Hilflosigkeit bei kleinen Tieren, gerade wenn eben die Symptome nicht klar zu deuten sind. Ich denke, ich sehe die Chancen meines Johnny's auch recht realistisch, aufgeben möchte ich natürlich auf gar keinen Fall. Da tut natürlich Zuspruch oder einfach "nicht alleine sein" gut!

    Mit Homöopathie habe ich bei Kaninchen mit nicht ganz klaren Symptomen schon gute Erfahrung gemacht, das würde ich also nicht vollkommen ablehnen. Je nachdem wie er nun die Behandlung verträgt und wie es ihm geht, kann ich mir das an sich schon vorstellen.

    Viele Grüße
    Biene
     
  12. MelS

    MelS Guest

    Hallo Zanthia,

    ich weiß nicht wie das bei Wellensittichen ist, doch weiß ich von kaninchen, dass bei Probelemen mit dem Gleichgewicht häufig Vitamin B Präparate gegeben werden. Du kannst ja gegebenenfalls Deinen TA mal darauf ansprechen.

    Gruß Mel
     
  13. #12 Thomas B., 17. November 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. November 2004
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Homöopathie-Medizin der Zukunft

    Lieber Alfred,
    Deine Kritik ist unberechtigt, aber das mache ich Dir nicht zum Vorwurf. Das liegt einfach daran, daß Du Dich zwar schulmedizinisch recht gut auskennst, Dich aber noch nicht ausreichend mit den Grundgedanken der Homöopathie beschäftigt hast und deshalb immer versuchst, die Homöopathie und die Schulmedizin an der gleichen Elle zu messen, was aber nicht geht, da es völlig unterschiedliche Medizinsysteme sind. Du hast mit einem Recht: Ich argumentiere zuweilen auch immanent schulmedizinisch, wenn ich mich z.B. darüber aufrege, daß ein TA ein AB ohne Erregernachweis und Antibiogramm verordnet hat. Das liegt daran, daß dieses Verhalten auch innerhalb der Schulmedizin Pfusch ist und dieser Pfusch von mir, der ich auch über schulmedizinische Kenntnisse verfüge, als solcher gebrandmarkt wird. Wenn schon AB, dann bitte (immanent) kunstgerecht!
    Ich würde mich aber nicht aufregen, wenn ein Homöopath ohne Erregernachweis behandelt, wenn er nur eine gescheite homöopathische Anamnese macht. Da würde ich mich nur aufregen, wenn er bei der Anamnese pfuscht. Jedes Medizinsystem erfordert die ihm gemäßen Diagnosemethoden.
    Ich will versuchen, nochmal einiges klarzustellen, ohne daß es in eine Grundsatzdiskussion ausartet, die in einem solchen Forum nicht zu leisten ist.
    Man muß unterscheiden, ob man schulmedizinisch behandelt - da braucht's unbedingt eine klinische Diagnose, Erregernachweise und die ganze Arie.
    Für eine homöopathische Behandlung ist die klinische Diagnose, wenn überhaupt, von allenfalls untergeordneter Bedeutung, da die Homöopathie nicht nach den klinisch-schulmedizinischen "Ursachen" (welche Bakterien, welche Viren etc.) fragt, sondern nach der Gesamtheit des Symptombildes. Deshalb braucht man in der Homöopathie viel ausführlichere Anamnesen als in der Schulmedizin (oft 20 Seiten Fragebögen und mehr).
    Bei Gelenkschmerzen interessiert den Homöopathen überhaupt nicht, ob der Schulmediziner das "Rheuma" oder "Gicht" nennt; auch sind die schulmedizinisch interessanten Blutwerte hier nebensächlich. Es interessiert dagegen (was Dich kein Schulmediziner je fragen wird), wie die Art der Schmerzen ist, ob das Gelenk geschwollen ist, ob es sich heiß oder kalt anfühlt, ob sich die Beschwerden bei Nässe, Trockenheit, Wärme oder Kälte verbessern oder verschlechtern, ob es nachts oder tagsüber oder vor oder nach dem Essen besser oder schlechter ist und so fort.
    Bei einem "akuten Abdomen" oder "unklaren Bauch" frage ich den Menschen, wie sich die Schmerzen anfühlen, ob, von wo und wohin sie ausstrahlen, schaue auf die Modalitäten (vgl. oben: Tageszeit, Wetter, 1000 andere Dinge), ob die Schmerzen durch Druck besser oder schlechter werden, ob sie mit oder ohne Blähungen sind, ob sie sich durch Essen oder durch kalte oder warme Getränke verbessern oder verschlechtern, ob eine warme oder eine kalte Kompresse als angenehm oder unangenehm empfunden werden und so fort. Danach erfolgt die Verschreibung. Und ob die Krankheit schulmedizinisch das Etikett "Sigmadivertikulitis" oder "Morbus Crohn" oder "Reizdarm" (sagt der Schulmediziner, wenn ihm die präzisen Diagnosen ausgehen) trägt, ist mir dabei ganz egal.
    Ich habe ausdrücklich geschrieben, daß auch die Homöopathie ihre Grenzen hat, nämlich da, wo größere Gewebeareale irreversibel geschädigt sind. Hat ein Schlaganfall 50% Deines Hirns oder ein Magenkrebs Deinen Magen zerstört, helfen auch Globuli nichts mehr. Aber ansonsten sind, wie dargelegt, die schulmedizinischen "Ursachen" für die Auswahl der richtigen homöopathischen Arznei weniger interessant. Ich habe einen Ara mit epileptischen Anfällen homöopathisch geheilt, nur nach den Symptomen, ohne daß jemals die Ursache, die Tierärzte auch nicht herausfinden konnten, geklärt worden wäre. Ich habe zwei Amazonen in Behandlung, die chronische Polyurie haben, und sie waren nacheinander bei drei schulmedizinischen Koryphäen, wirklichen Größen der Vogelmedizin, in Behandlung. Dr. Janeczek, Prof. Dr. Korbel und Dr. Manderscheid haben klinisch nichts Relevantes gefunden - keine pathologisch veränderten Blutwerte, keinen Nierentumor, keine Entzündung, nichts. Und trotzdem die anhaltende Polyurie. Da gibt die Schulmedizin ganz schnell auf. Wenn sie nichts "Handfestes" im Sinne ihrere klinischen Duiagnosen "findet", fällt ihr auch zur Behandlung nichts ein, die ja immer entweder GEGEN etwas, nämlich Erreger, gerichtet, oder palliativ (Schmerzmittel) oder Mangelsubstitution ist. Finde ich aber keinen Mangel und keinen Erreger oder bin ich machtlos gegen ihn (Viren etc.), habe ich als Schulmediziner nichts mehr zu bestellen. Die Homöopathie kommt auch dann weiter, vorausgesetzt, die Lebenskraft des Individuums reicht noch aus. Dann kann aber nicht nur Unterdrückung von Erregern oder Symptomen, sondern echte Heilung stattfinden.
    Rosina Sonnenschmidt sagte mal, was ich sehr gut fand:
    "Die moderne Schulmedizin ist nicht schlecht oder unzureichend. Sie ist zu 50% großartig und zu 50% gar nicht vorhanden."
    Die Schulmedizin ist großartig z.B. auf den Gebieten der Notfallmedizin und der Chirurgie. Aber auf dem gesamten Gebiet der chronischen Erkrankungen und der funktionellen Beschwerden hat sie fast nichts anzubieten, außer Linderung und Unterdrückung durch z.T. lebenslange Medikamenteneinnahme. Da werden dann auch Patienten, bei denen man klinisch "nichts findet", allzuoft als Simulanten oder psychisch Labile mit "vegetativer Dystonie" etc. abgestempelt. Die Homöopathie fängt da erst an, wo die Schulmedizin aufhört. Wobei ich die Schulmedizin nicht ablehne. Das tun nur Dogmatiker. Niemand, der bei Verstand ist, kann bezweifeln, daß eine abgetrennte Hand wohl durch die Wunder der modernen Chirurgie wieder anwachsen kann, aber nicht durch Globuli (die können die Heilung nur vorbeeiten und anschließend unterstützen, wenn der Chirurg fertig ist).
    Aber zurück zu unserem Fall: Ein Vogel mit klinisch unklaren ZNS-Beschwerden. Bei einem Menschen würde man u.a. EEG und CT oder MRT machen. Und eine Liquoruntersuchung. Hast Du da für einen Kanari z.B. überhaupt Referenzwerte, gesetzt den Fall, solche Untersuchungen wären technisch überhaupt machbar? Wie dignostizierst und behandelst Du ein Virus, das evtl. für eine Encephalomeningitis verantwortlich ist? Wie behandelst Du eine hirnorganische Unregelmäßigkeit? Machst Du beim Vogel eine Liquoruntersuchung? Und wenn ja, was dann?
    Mut zusprechen reicht mir nicht. Ich will helfen, und nicht in den allgemeinen Mitleidschor nach Art eines "Kuschelforums" (Oh, Du ärmste, tut mir ja sooooo leid in 25 Varianten) einstimmen. Nichts grundsätzlich dagegen, obwohl das nicht mein Ding ist, das hat auch seinen Platz, aber das können andere auch besser als ich. Aber ich finde es fahrlässig, nicht einmal eine homöopathische Therapie versucht zu haben, wenn der Schulmedizin nichts einfällt oder sie mit ihrem Latein am Ende ist. "Da kann man wohl nichts machen" sagen, kann man immer noch. Vorher versucht man zu helfen. Und das hat weder mit Orakeln noch mit einer spleenigen Leidenschaft zu tun, sondern mit jahrelanger Beschäftigung mit der Materie, Wissen und Erfahrung.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  14. #13 Dresdner, 17. November 2004
    Zuletzt bearbeitet: 17. November 2004
    Dresdner

    Dresdner seltener online

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    Komisch Thomas B. ,

    bei mir wächst immer mehr der Eindruck das Du mit Deinen sehr ausführlichen "Rezepten" außer Acht läßt, daß ( bis auf die bekannten angehenden Tierärzte :0- die hier ab und an Rede und Antwort stehen) sich viel zu leichtfertig auf die augenscheinlichen Beobachtungen und meist sehr unklaren Symptome verlassen und munter draufloß "verordnet", "verschrieben" und "verabreicht" wird.

    Was gibt Dir den die Gewissheit, daß (von den teilweise recht "jungen" Benutzern) richtig beobachtet und beschrieben wird?

    Die Vogelforen schätze ich als Ort des Erfahrungsaustausches, doch mache ich mir einige Gedanken darüber, daß hier "hochmedizinisch- bzw. hochhomöopathische" Therapievorschläge, kein Ersatz für einen Besuch beim Tierheilpraktiker bzw. vogelkundigen Tierarzt sein können.

    Also brauchen wir uns nicht zu Wundern, wenn immer mehr nur "vermutet" wird (was Du ja selbst erst vor kurzen hier "moniert" hast).

    Manchmal ist aber gerade das notwendig, wenn urplötzlich ein geliebtes Haustier schwer erkrankt und der Halter im ersten Schreck nicht so richtig weiß, was er machen soll und hier von Leuten (die vielleicht gleiche Erfahrungen machen mußten) Rat und eine erste Auskunft erhoffen.

    In diesem Sinne bitte weiter so :zustimm:
     
  15. #14 Thomas B., 18. November 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. November 2004
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo "Dresdner",
    ich kann Dir über weite Strecken nur zustimmen. Du hast natürlich Recht mit Deinem Monitum, daß oft zu ungenau oder gar falsch beobachtet oder beschrieben wird, um darauf Therapievorschläge gründen zu können. Deshalb wäge ich auch immer sehr genau ab, wann ich hier "Tips" geben kann und wann nicht. Eigene Patienten behandle ich natürlich nur, wenn ich sie entweder selbst untersuchen kann, oder wenn ich Untersuchungsbefunde, Röntgenbilder, Laborberichte von vorbehandelnden TÄ habe (das ist kein Widerspruch zu meiner These, daß schulmedizinische Diagnosen für die homöopathische Behandlung sekundär sind - oft gibt mir aber der Befund eine klarere Idee von den Beschwerden als die ungenaue Beschreibung des Halters) und zusätzlich sehr ausführliche Fragebögen ausgewertet und ggf. ein ergänzendes Anamnesegespräch geführt habe. Selbst da noch stelle ich oft fest, daß Deine Vermutung zutrifft: Auch in noch so "eindeutig" formulierten Fragebögen sind oft in den Antworten Formulierungen enthalten, die mich zweifeln lassen, ob der Halter die Frage überhaupt verstanden hat. Da heißt es dann persönlich oder telefonisch so lange nachfragen, bis man ein klares Bild hat. Das Risiko eines Tips aus der Ferne ist immer gegeben - das bezieht sich genauso auf dieses Forum wie auf Dr. Marcellus Bürkles Onlineberatung. Der Therapeut muß immer sehr genau wissen, wann und was er noch als Ratschlag verantworten kann und was nicht. Vor Fehleinschätzungen bei Grenzfällen ist man leider nicht gefeit. Trotzdem - wenn das Bild so klar ist wie "ist gegen die Scheibe geflogen, ist jetzt benommen", oder: "hat sich den Flügel gezerrt" kann man auch homöopathische Erste-Hilfe-Tips geben, die mit Sicherheit nicht verkehrt sind. Wenn ich mal etwas Zeit habe, plane ich einen Beitrag für die FAQs, der solche typischen Notfallsituationen mit homöopathischen Sofortmaßnahmen thematisiert.
    Bei zentralnervösen Störungen, die der Anlaß für diesen Thread waren, würde ich so etwas nie tun, ohne sehr genau präzise und zahlreiche Informationen einzuholen. Deshalb habe ich hier auch nur geschrieben, daß man so etwas gut homöopathisch behandeln kann, aber nicht: Gib dies oder das Mittel. Das wäre hier unseriös gewesen. Ich bekomme auch zahlreiche PNs mit Anfragen, auf die ich leider die Hilfe verweigern muß, weil es mit einem Tip nicht getan wäre. Entweder der Patientenbesitzer entschließt sich dann dazu, sein Tier richtig behandeln zu lassen (ob von mir oder einem anderen vogelkundigen Therapeuten, ist egal), oder man kann auch nicht weiterhelfen. Das muß man von Fall zu Fall entscheiden.
    Und gegen das Trostspenden habe ich mich ja nun wirklich nicht ausgesprochen. Ich weiß, daß das sehr wichtig ist. Es ist für mich nur immer unbefriedigend, wenn das alles gewesen sein soll. Wenn es irgendwie geht, versuche ich doch, auch in der Sache und nicht nur der betrübten Seele zu helfen.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  16. Zanthia

    Zanthia Guest

    Hallo!

    Finde es schade, dass es jetzt hier so vom Thema abkommt....

    Kurze Meldung: Johnny geht es glücklicherweise sehr gut, er quatscht, frißt, trinkt, flattert ganz normal umher. Er macht also nicht den Eindruck, als ginge es ihm schlecht. Bin froh und hoffe, er hat tatsächlich keine Schmerzen!

    Biene
     
  17. MelS

    MelS Guest

    Freut mich!!

    Gruß Mel
     
  18. Evelin

    Evelin Guest

    Hallo Biene,

    wirklich schön, dass es dem kleinen Johnny momentan wieder besser geht :freude: :freude: :freude: .
    Weiterhin alles Liebe für den kleinen Mann.................. :0- :0- :0-
     
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  20. Zanthia

    Zanthia Guest

    Hallo!

    Obwohl es ihm die letzten Tage wirklich gut ging, ist Johnny leider am Samstag gestorben :( Ich danke Euch trotzdem für's Daumen drücken!

    Biene
     
  21. Nymphis

    Nymphis Tierliebhaberin

    Dabei seit:
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    Dortmund
    Hallo Biene!

    Das tut mir wirklich sehr leid für dich und natürlich für Johnny.. :(
    Leider ist es oft so, dass man den Eindruck hat es geht dem Tier besser und wenig später ist es verstorben. Du hast mein Mitgefühl, und ich glaube, jeder hier hat sowas schon durchgemacht.

    Aber läßt du Johnny denn wenigstens obduzieren? Ich finde es schon wichtig zu wissen was denn jetzt wirklich die Ursache war. Du kannst ja daraus auch nur lernen und, wenn wieder so ein Fall auftreten sollte, evtl. schneller reagieren.

    Dir alles Gute!!

    Gruß
    Sonja :trost:
     
Thema:

Welli "unsicher" auf den Beinen

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