Wellikauf

Diskutiere Wellikauf im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Ich hätte da mal eine frage: ein kumpel von mir würde sich so wie ich sehr gerne ein Pärchen Wellensittiche anschaffen, nun aber das problem:...

  1. kili

    kili Stammmitglied

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    Ich hätte da mal eine frage:
    ein kumpel von mir würde sich so wie ich sehr gerne ein Pärchen Wellensittiche anschaffen, nun aber das problem:
    seine Mutter ist strickt dagegen das er Wellis hällt, jedoch ist er schon 16.
    Also meine Frage darf er schon Wellis mit 16 Jahren kaufen bzw halten, auch ohne das seine Mutter einverstanden ist?
     
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  3. #2 Flitzpiepe, 6. April 2010
    Flitzpiepe

    Flitzpiepe Guest

    Hi,

    Geschäftsfähig ist er sicherlich, aber ob das bei Tieren zutrifft?

    Eher sollte er sich die Frage stellen, ob er den Stress mit seiner Mutter wirklich haben will. Denn er geht zur Schule, Ausbildung usw. da hätte die Mutter die Vögel den ganzen Tag um sich, auch wenn er sie in seinem Zimmer hält: Wellis können laut sein und für Menschen, die sie nicht mögen, erst recht.

    Da sind bei solchen Sachen plötzlich offenstehende Fenster und verschwundene Vögel keine Seltenheit.

    Er sollte versuchen, seine Mutter zu überzeugen, solange er daheim wohnt.
     
  4. #3 DeichShaf, 6. April 2010
    DeichShaf

    DeichShaf mfG & mZG ;)

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    Es gibt zwei gegensätzliche Gesetzesteile, die das einerseits erlauben, andererseits verbieten. Zu bedenken ist: Man ist erst ab 18 Jahren uneingeschränkt geschäftsfähig. Vorher abgeschlossene Verträge sind trotz sogenanntem "konkludentem Verhalten" (also etwa Bezahlung der Rechnung) "schwebend unwirksam" - der Erziehungsberechtigte kann jederzeit widersprechen und bereits vom Jugendlichen geleistete Zahlungen zurückfordern und erhaltene Ware zurückgeben.

    Besonderes Augenmerk hat der Gesetzgeber bei solchen Verträgen, die für den Jugendlichen nicht sofort erkennbare Folgekosten nach sich ziehen. Der sogenannte Taschengeldparagraph regelt, dass eingeschränkt geschäftsfähige Jugendliche von ihrem Taschengeld Dinge weitgehend unbeeinflusst kaufen können, so lange obiger Grundsatz unberührt ist.

    Die zweite und schwerwiegendere Gesetzeshürde ist die, dass der Erziehungsberechtigte bestimmen kann, ob ein Jugendlicher Haustiere anschaffen darf. Zum einen gilt obiger Taschengeldparagraph dabei nicht mehr, weil ein Haustier unweigerlich mit unabsehbaren Folgekosten verbunden ist. Wichtiger ist aber das Hausrecht und noch wichtiger das Familienrecht, die dem Vormund eben dieses Recht gewährt.

    Um es kurz zu machen: In Deutschland kann sich Dein Freund zwar ein Paar Wellensittiche kaufen, aber er muss damit rechnen, dass seine Eltern da nicht mitspielen und dass das Paar zurückgegeben wird.

    Abgesehen davon: Ich würde es nicht drauf ankommen lassen und gegen den Willen der Eltern doch ein Paar kaufen. So ganz ohne Käfig und andere Utensilien dürfte das auch schwer werden - um die 200 Euro muss man für eine Grundausstattung schon anlegen.

    Es gibt aber vielleicht eine Lösung für das Dilemma (denn ich vermute mal, dass die Eltern befürchten, am Ende mit einem Paar Wellensittiche dazusitzen, an dem Dein Freund das Interesse verloren hat): Einen Vertrag. Dein Freund verpflichtet sich, sich um die Wellensittiche zu kümmern. So lange er das ohne Probleme macht, darf er sie behalten. Vernachlässigt er die Tiere, wird sein Taschengeld gekürzt und die Tiere weggegeben. Das kann man auch mit einer Probezeit koppeln.

    Wichtig ist dabei auch eine großzügige Frist zum Überlegen - ein guter Monat hilft da durchaus, sich darüber klar zu werden, ob man wirklich Wellensittiche haben will.
     
  5. #4 Fantasygirl, 7. April 2010
    Fantasygirl

    Fantasygirl -Federbällchen-Freundin-

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    Ganz von der gesetzlichen Seite abgesehen, die DeichSchaf sehr schön erläutert hat, würde ich an seiner Stelle keine Wellis holen, ohne dass die Mutter (bzw. die Mitbewohner) einverstanden sind.

    Erstens ist der Stress vorprogrammiert. Und eine Tierhaltung will gut überlegt sein. Das ist nichts, was man zwischen Tür und Angel und auf Gedeih und Verderb durchziehen sollte, nur weil man es gerade will. Was, wenn der Stress mit der Mutter so weit geht, dass er die Tiere danach doch wieder abgeben muss? Nee, besser nicht!

    Zweitens geht man mit der Tierhaltung auch immer eine große Verantwortung ein, egal ob es nurkleine Wellis sind oder ein größeres Tier. Diese Verantwortung drückt sich neben vermehrtem Putzaufwand und Zeitinvestition insbesondere finanziell aus. Ein Käfig ist nicht ganz so günstig, es fallen laufende Kosten für Futter und Einstreu usw. an. Und ein TA kann gut und gerne auch mal im dreistelligen Bereich kosten, wenn es hart auf hart kommt. Ich denke, dass das ein 16jähriger nicht immer so leicht schultern kann. In diesem Fall sollten die Eltern dann einspringen, was die Mutter aber sicherlich nicht gerne tut, wenn sie von Anfang an gegen die Tierhaltung war. Weiter ist ein vogelkundiger Tierarzt meist ja nicht gleich um die Ecke und ein 16jähriger ist nicht in der Lage, mal eben ins Auto zu springen und dahin zu fahren. Da müssten dann also wahrscheinlich auch wieder die Eltern aushelfen.

    Deshalb: Solange nicht alle Mitglieder der Familie (insb. die Eltern) mit der Vogelhaltung einverstanden sind und bereit sind, sie zu unterstützen, sollte die Sache erst einmal nicht durchgezogen werden. Aufgeschoben ist ja aber auch nicht aufgehoben. Im schlimmsten Fall, sollte er die Mutter nicht überzeugt bekommen, muss er halt noch die paar Jahre warten, bis er nicht mehr daheim wohnt. Aus Sicht der Tiere, die eventuelle Machtspielchen zwischen Mutter und Sohn austragen müssten, ist das aber auf jeden Fall der bessere Weg.
     
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