Weniger Vögel in Privathaushalten 2006

Diskutiere Weniger Vögel in Privathaushalten 2006 im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo habe einen Artikel gefunden, der die Entwicklung auf dem Heimtiersektor analysiert. Dabei ist der Bereich Vögel der einzige, der abnimmt....

  1. #1 tomduesseldorf, 10. Juni 2007
    tomduesseldorf

    tomduesseldorf Mitglied

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    Hallo habe einen Artikel gefunden, der die Entwicklung auf dem Heimtiersektor analysiert. Dabei ist der Bereich Vögel der einzige, der abnimmt. Meint Ihr das liegt nur am Importverbot?

    Viele Grüße sendet Tom

    PS.:

    Heimtierpopulation leicht gestiegen
    21. März 2007

    Die Gesamtanzahl der Heimtiere in deutschen Haushalten ist 2006 auf 23,2 Millionen gestiegen (ohne Zierfische und Aquarien), ein Zuwachs von 0,4 Prozent gegenüber 2005. Dies ergab eine Untersuchung des Industrieverbandes Heimtierbedarf e.V. (IVH). Damit werden weiterhin in mehr als einem Drittel aller Haushalte Heimtiere gehalten.

    Während die Hundepopulation mit 5,3 Millionen Tieren stabil blieb, gab es 2006 rund 200.000 Katzen mehr unter deutschen Dächern als im Vorjahr, ein Zuwachs von 2,6 Prozent auf insgesamt 7,8 Millionen. Immer beliebter wird die Haltung von Kleintieren: Mit rund 100.000 neuen Tieren gab es 2006 1,6 Prozent mehr Mäuse, Meerschweinchen und Co. in Deutschland als 2005. Die Gesamtzahl wuchs damit auf 6,3 Millionen. Bei den Ziervögeln setzte sich die rückläufige Tendenz fort, es wurden ca. 100.000 Tiere weniger als 2005 ermittelt, ein Rückgang um 2,6 Prozent auf 3,8 Millionen.

    Die Anzahl der Aquarien stieg um 1 Prozent auf 1,95 Millionen, die der Gartenteiche um 7,7 Prozent auf 1,4 Millionen. Die Zahl der Terrarien blieb mit 420.000 unverändert.

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  3. #2 die Mösch, 10. Juni 2007
    die Mösch

    die Mösch Guest

    Guten Abend, Tomduesseldorf,

    nein, ich glaube es hängt wirklich damit zusammen, dass heutzutage überhaupt weniger Vögel gehalten werden und nicht am Importstopp. Die (Freizeit-)Interessen liegen doch mittlerweile woanders.

    Welche Vögel am meisten gehalten werden, sieht man doch schon hier an den Usern im Forum: Die meisten im "Krummschnabel"-sektor, bei den Kanarien, Zebrafinken, Gouldsamadinen, Japanische Mövchen etc. Alles Vögel, die auch von Otto/Liese Normalverbraucher in den Zoogeschäften gekauft werden (können) und größtenteils Nachzuchten sind.

    Die anderen Vögel waren in den letzten Jahren meiner Meinung nach "unter ferner liefen" bzw. im Vergleich zu den o.g. verhältnismäßig seltener.

    Aber wie ist der Grundsatz bei den Statistiken (lt. W. Churchill): Glaube nur denen die Du selber erstellst.
     
  4. a.canus

    a.canus Papageienfreak

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    Ich denke zu dem Interessenwandel den Ulrike hier beschreibt kommt sicher auch noch die Panikmache um die Vogelgrippe... wieviele Vögel fand man vor Tierheimen, ausgesetzt, irgendwo abgestellt. Da hat man sich lieber was anderes ohne Virus geholt als sich so zu gefährden.... Richtig informiert wurde man ja nicht, es wurde nur die Panik gefördert.

    Importverbot denke ich spielt wirklich wenn dann eine Minimalrolle.
     
  5. Kismet

    Kismet Guest

    Schau auch mal in welchen Bereichen in den letzten Jahren verstärkt Werbung für den Kleintierbedarf gemacht wurde: Hunde und Katzen sowieso, aber auch mehr Heimtiere und Reptilien.
    Vögel und Aquaristik waren ganz klar nicht mit dabei.
     
  6. stbi

    stbi Foren-Guru

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    Diesen Trend beobachtet man schon seit längerer Zeit, auch schon vor der Vogelgrippe.

    Allerdings kann man sagen das die noch verbliebenen Vogelhalter zahlenmäßiger weniger aber wertvollere und exotischere Vögel halten.

    Auch sind sie bereit mehr Geld in die Haltung zu investieren das bewusstsein für die Artgerechte Haltund ist auch gestiegen.

    Die Tendenz geht bei den Privaten Haltern zur Haltung in Volieren und Vogelzimmern.
     
  7. Taoran

    Taoran Guest

    Liegt es am Importverbot?

    Hallo Zusammen,
    ich denke jebenfalls nicht, dass es am Importverbot liegt. Bei meiner ehrenamtlichen Arbeit im Tierheim höre ich so einige Vorbehalte gegen die Haltung von Vögeln. Der Hauptgrund dabei ist die Verschmutzung, die die Vögel durch die Nahrungsaufnahme oder den Kot verursachen. Viele trauen sich auch nicht, da die Tiere ein sehr hohes Alter erreichen können. Das Kanarien, Wellensittich und Zebras so beliebt sind, hängt schätzungsweise an der Größe der Tiere und an der Einfachheit in der Haltung.
    Die andere Seite liegt darin das es kaum Nachwuchszüchter für die Vogelzucht gibt, da es einfacher ist einen Hund, eine Katze oder ein Nagetier nachzuzüchten. Ich sehe das schon allein bei den Vereinsfotos z.Bsp. des DKB und seinen LV. Alles ältere Leute. Bei dem Hobbyclub für Meerschweinchen in Hamburg statt dessen gibt es genügend Jungzüchter.

    Alles in allem spielen wahrscheinlich viele Faktoren eine Rolle, aber ich glaube das die Vogelzucht sich langsam wieder in das Gedächtnis der Bevölkerung rufen sollte. Was der beste Weg dafür ist, ist nicht sicher, aber passieren sollte schon etwas. Ich habe mir vorgenommen, mit einer ortsbezogenen Interessengemeinschaft anzufangen. Mal sehen ob es funktioniert.

    :zustimm: :prima:
     
  8. Kismet

    Kismet Guest

    Was mir in letzter Zeit aber auch aufgefallen ist: viele Drogerien und Supermärkte haben nicht mal mehr das "Standard"-Vogelfutter und Sand im Angebot. Ich hab mehr den Eindruck das Vögel einfach nicht mehr als 08/15-Heimtiere gelten. Was mir persönlich aber irgendwo auch ganz recht ist ;)
     
  9. Köbes

    Köbes Stammmitglied

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    Eigentlich sehr schade. Vögel sind tolle Heimtiere und im Vergleich mit den meisten anderen Kleintieren (Nager, Reptilien etc.) bekommt man von Vögeln eigentlich das größte Feed-back. Das war einer der Gründe warum ich mich für Vögel entschieden habe. Ein Nachteil für Kinder ist allerdings, daß man Vögel nicht "knuddeln" kann, wie z.b. Hasen und Meerschweinchen.

    Die "Überalterung" der Züchter ist auch ein großes Hemmnis für jüngere Einsteiger. Meine Erfahrung ist jedoch, daß die älteren Vogelzüchter sehr aufgeschlossen sind und sich freuen, wenn sich junge Menschen für ihr Hobby interessieren.

    Noch schlimmer sieht es bei Waldvögeln aus! Da ist die Hemmschwelle mitlerweile extrem hoch, da viele fürchten bei der Waldvogelhaltung Probleme mit dem Gesetz zu bekommen.
     
  10. #9 megaturtle, 20. Juni 2007
    megaturtle

    megaturtle Welliverrückte ;-)

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    Dem kann ich mich nur anschliessen :zustimm:
     
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  12. Köbes

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    Naja, das ist aber kein so großer Verlust. Normalerweise kauft man das Futter ja sowieso im Fachhandel, oder nicht? Wer etwas anderes außer Kanarien und Wellensittichen hält muß das ohnehin ja tun.
    Meine Erfahrung (zumindest mit Winterfutter für freilebende Vögel) ist, daß die Vögel das Standardfutter aus der Drogerie ohnehin nicht so gern mögen wie das aus dem Fachhandel.

    Aber in der Tat ist das schon ein Indiz für den Stellenwert von Vögeln als Heimtiere, da gebe ich Euch recht.
     
  13. Kismet

    Kismet Guest

    Mich stört das auch nicht, schon allein weil das klassiche "Marken"futter überwiegend mit Zusätzen versehen ist, weshalb man das Futter nicht keimen lassen kann, und so eine kleine Packung für die meisten von uns hier auch nicht wirklich lange hält ;)
    Außer um den Sand find ich es etwas schade, hab den jetzt doch ganz schön weit zu schleppen *gg*

    Aber es zeigt ja daß die Nachfrage diesbezüglich nicht mehr so vorhanden ist. Hab letztens auch meine selbstzusammengestellten Infomappen wiedergefunden, die ich vor 6 - 7 Jahren aus div. Zeitschriften zusammengesammelt hatte. Damals wurde sehr viel über Prachtfinken und exotische Weichfresser geschrieben, kurz darauf erschienen auch noch einige Standard-Ratgeber für Prachtfinken. Das alles ist heute abgelöst von exotischen Säugern und Reptilien, entweder, weil der Trend vorbei oder es gar nicht erst einer geworden ist, trotz aller Versuche.

    Da ich ja nun beruflich mit Kleintieren zu tun habe bin ich eh kein großer Freund von Modetieren. Die traurigen Endresultate seh ich tagtäglich. Da sind mir die "Spezialisten"-Kreise weitaus lieber, auch wenn es dann mit vielen Hürden verbunden ist, sollte man Interesse haben. Nur ist man da eher gezwungen sich auch ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen, was dann ja den Tieren zu Gute kommt.

    Was den Spezialisten-Nachwuchs betrifft geb ich Dir allerdings recht, es ist ja auch ein kleiner Teufelskreis: Wer von den jüngeren geht schon gern zu einem Stammtisch, wo nur alte Männer sitzen? ;)
    Ich ärgere mich immer noch schwarz daß ich mit den Afrikanern aus gesundheitlichen und daraus resultierenden finanziellen Gründen vor 4 Jahren aufhören mußte. Und jetzt ist der Zug abgefahren :(
     
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