Wer mit dem Gedanken spielt sich einen Wildfang zu kaufen.

Diskutiere Wer mit dem Gedanken spielt sich einen Wildfang zu kaufen. im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Ich kann das Video nicht sehen...

  1. Anja12

    Anja12 Foren-Guru

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  3. Ticklie

    Ticklie Guest

    geschichte rocky

    Diese Geschcikte habe ich im Internet gefunden.
    Ich kotzte echt.
    ROCKY

    Lebens- und Leidensgeschichte eines Graupapageien

    Nie werde ich diesen Tag im November vergessen: meine Frau Rica und ich saßen in der warmen afrikanischen Sonne, satt von Beeren, Grassamen und Heuschrecken als Leckerbissen. Als wir zum Versammlungsplatz starteten, verspürte ich nur einen heftigen Ruck. Mein Fuß hatte sich in einer Schlinge verfangen. So sehr ich auch zappelte, ich konnte mich nicht befreien. Ich schrie nach meiner Frau, als plötzlich zwei riesige Gestalten einen dunklen Sack über mich stülpten. Rica war schnell genug weg geflogen. Ich hatte panische Angst, biss um mich, damit die großen Tiere mich losließen, aber sie drückten nur noch fester zu und mir wurde die Luft knapp. Ein rasender Schmerz fuhr mir vom Fuß durch den gesamten Körper: eine Zehe war abgerissen worden. Ich wurde in eine Holzkiste zu vielen anderen Graupapageien gesperrt. Drinnen war es viel zu eng für uns alle, stickig und stockdunkel. Nach unendlichen Stunden wurde die Hitze unerträglich !! Wir hatten Hunger und Durst – das Futter reichte nicht mal für die Hälfte von uns. Die unbekannten Geräusche machten uns Angst, wir konnten nichts sehen und die Luft wurde immer schlechter: ein Freund nach dem anderen starb.

    Auf dem tagelangen Transport nach Europa mussten wir auf den Toten stehen, die noch Lebenden fingen aus Verzweiflung, Stress, Panik und Angst vor dem Hungertod an, die toten Körper anzunagen.

    Beim Großhändler angekommen, mussten wir bittere Antibiotika im Futter fressen, die unseren Organismus schlauchte. Hier starben ca. 80% der Vögel an Schwäche und Entkräftung, oder sie verhungerten weil sie die Futteraufnahme schlicht verweigerten.

    Eine Blaustirnamazone aus Südamerika erzählte mir, dass ihr Mann halb tot geschlagen und liegen gelassen wurde, als er das Nest gegen die Fänger verteidigen wollte. Die Jungen kamen in einen winzigen Drahtkorb und ihr selbst wurden die Flügel zur Hälfte abgehackt, weil sie einem der Männer aus Protest ins Gesicht flog !

    Nach einer Odyssee – ich wohnte innerhalb weniger Monate bei mehreren Händlern und Züchtern – bekam ich ein Zuhause. Dachte ich ! Der Käfig war so klein, dass ich den Kopf nur zwischen den Schultern halten konnte. Die Sitzstange war vollkommen rund, glatt und schrecklich hart – ich musste mich immer krampfhaft festhalten weil meine Füße abrutschten. Innerhalb kurzer Zeit waren sie wund und bekamen Druckgeschwüre. Und das Futter !! Igitt !! Ranzige, alte Körner, die ich nicht kannte. Die Erdnüsse schmeckten mir noch am besten von allen, etwas muffig vielleicht. Wie konnte ich ahnen, dass der muffige Geschmack von Schimmelpilzen kommt, die sich bei uns Papageien im Luftsacksystem und Lunge unbemerkt ausbreiten und uns zum Ersticken bringen können ?? Die Aspergillose ist nicht heilbar – man kann die Krankheit lediglich eindämmen.
    Ich stand in einem Raum ohne Sonne, nur von links kam etwas Licht durch die Tür. Den ganzen Tag war ich allein – keine Waldgeräusche, keine Gespräche auf papageiisch. Ich wusste schon bald nicht mehr, wie es im Urwald klingt. Monatelang. Das konnte doch nicht sein ?! Ich sagte diesen schnabel- und federlosen Wesen ( man nennt sie Mensch ) Bescheid. Es passierte nichts. Nach einiger zeit sagte ich noch einmal etwas. Wieder nichts. Vielleicht war ich nur zu leise ? Ich schrie so laut ich nur konnte und so lange ich konnte. Plötzlich kam ich dort weg ! Hurra !! Zu vielen anderen Papageien in eine Aussenvoliere. Ich freundete mich mit Bonnie an, eine entzückende junge Graupapageienfrau aus meiner afrikanischen Nachbarschaft sogar. Wir mochten uns sehr gern und bekamen im Sommer einen Nistkasten. Bonnie legte auch Eier, die aber unbefruchtet waren. Im Nächsten Sommer hatten wir leider wieder keinen Nachwuchs. Im Jahr drauf kam der Mensch mit seinem Käscher, fing mich ein und sperrte mich in eine enge, dunkle Kiste ( das kannte ich nun schon zur Genüge ). OHNE Bonnie !! Ich hörte sie noch verzweifelt rufen... dann nichts mehr.

    Wieder ein neues „Zuhause“ ganz allein im winzigen Käfig in dem ich gerade vier Schritte nach links und vier Schritte nach rechts tun konnte. Wieder das ekelhafte Futter. Das Wasser war meistens schon grün, bevor es gewechselt wurde – wenn überhaupt. Oft hatte ich tagelang schrecklichen Durst. Ich durfte den Käfig nicht verlassen, nicht ein einziges Mal. Was hätte ich darum gegeben, die Flügel auszubreiten und mich in meinem Element tummeln zu dürfen. Wieder sagte ich Bescheid. Wieder schrie ich. Der Mensch schlug mit lautem Getöse gegen den Käfig, goss mir kaltes Wasser ins Gesicht. Warum ?? Ich sprach sogar in ihrer eigenen Sprache. Nichts geschah. Da schrie ich weiter. Und bekam plötzlich kein Futter ! Warum ?? Verstehen die Menschen mich nicht ? Ich musste bestimmt viel lauter schreien. Nun kam ich raus: ohhh Schreck, ohhh Graus !! Er schlug mich windelweich. Diese Schmerzen, diese Angst ! Ich habe ihm doch nichts getan, oder ?

    Innerhalb von 15 Jahren bin ich 18 mal umgezogen; ständig neue Menschen, die ich lernte zu fürchten, misstrauen und zu hassen. Ein Käfig war schlimmer als der vorherige, die Luft trocken und stickig, der Himmel ewig weit weg. Und nie einen Papageienfreund. Bei der letzten Familie hielt ich es nicht mehr aus. Die Enge und Einsamkeit erdrückten mich und ich sehnte mich nach frischem Obst und nur ein Wort „Papageiisch“. Aus Langeweile fing ich an, mir die Federn anzuknabbern. Sie bemerkten es nicht. Ich riss mir alle Federn aus. Sie verstanden mich immer noch nicht. Da biss ich mir ein Loch in die Seite unterm Flügel, bis Blut kam. Ob sie mich jetzt endlich verstehen ? So maßlos dumm kann doch kein Lebewesen auf der Erde sein ! Nun verstanden sie mich endlich. Den Papageiengöttern sei dank.

    Ich musste zum Tierarzt. Der wusste aber nicht, was mir fehlte. Er verpasste mir einen Kragen, der leider falsch angelegt wurde. Ich konnte mich kaum rühren, geschweige dann schlafen. Noch eine ( Verlegenheits- ) Vitaminspritze und die Empfehlung, mich zu Menschen zu bringen, die sich mit Papageien auskennen und bloß schnell raus aus der Praxis.


    Ein letztes Mal zog ich um nach Hannover. Der Mensch und ich fuhren stundenlang im Zug. Dort angekommen, traute ich meinen Augen kaum: so viele andere Papageien. Graupapageien, mit denen ich schwatzen konnte. Wie wunderbar! Aber zuerst musste ich gesund werden. Viele male war ich beim Tierarzt, der nach sechs Monaten mit seinem Latein am Ende war. Dann folgte eine homöopathische Behandlung und ich spürte, wie endlich die Schmerzen nachließen und die Haut hörte auf, so entsetzlich zu jucken.


    Die Frau und der Junge behandelten mich sehr vorsichtig und ich fasste allmählich Vertrauen zu ihnen. Das Loch wuchs langsam zu und ich fand abermals eine Freundin. Wir wohnten in einer schönen großen Voliere mit Sitzstangen aus Kirschholz.




    Die konnten wir wunderbar abknabbern. Bei gutem Wetter, kamen wir nach draußen an eine geschützte Stelle unter den Apfelbaum in den Halbschatten; wie schön, endlich mal die Sonne zu spüren, eine Brise durchs Gefieder pusten zu lassen !! Es gab gründlich gewaschenes frisches Obst und Gemüse, regelmäßig Naturjoghurt und manchmal warme Kartoffeln oder Nudeln ohne Salz. Die Körner waren erstklassig (aber ohne Erd- und Zirbelnüssen.... na ja, kann Vogel auch mit leben). Meine Freundin Cora durfte regelmäßig fliegen, nur ich konnte nicht, denn meine Federn wuchsen nicht mehr durch die lange Rupferei. Damit es uns nicht langweilig wurde, hing hier und da in der Voliere Papageienspielzeug: extra für uns angefertigt.

    Nach sieben Monaten aber musste ich doch für immer gehen: die schlechten Haltungsbedingungen der Vergangenheit forderten ihren Tribut.

    Nun meine letzte Bitte an die Menschen: kaufen Sie Ihre Papageien nur bei seriösen Züchtern, die aus Liebe zum Vogel züchten und nicht des Geldes wegen. Nur so werden Rica, Bonnie und alle in freier Wildbahn lebenden Papageien von diesem Schicksal verschont und unseren Erdball erhalten bleiben. Und geben Sie Ihrem Papageien einen Partner. Mein Tod wäre dann nicht umsonst gewesen

    Rocky.
    Gestorben 10.09.1995

    Autorin: Webmaster[​IMG]
    [​IMG]

    Die Homepage wo ich es herhabe
    http://papageienfreunde-im-web.de/rocky.htm
     
  4. #43 crowlover, 26. Juni 2004
    crowlover

    crowlover Guest

    :heul: :heul: :heul: :heul: :heul: :heul: :heul: :heul: :heul: :heul:
     
  5. #44 highlander_xf, 26. Juni 2004
    highlander_xf

    highlander_xf Mitglied

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    2. Juni 2004
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    Hab mir auch die anderen Geschichten durchgelesen ""very sad" ich glaube wenn man noch intensiv danach sucht wird man überall fundig.
     
  6. minia

    minia Guest

    Menschen sind echt Schweine und selbst das ist echt noch zu nett ausgedrückt. Unser erster Grauer ist auch ein Wildfang. Wir haben ihn aus Unerfahrenheit und Unwissen gekauft. Sollten wir jemals noch einen Vogel holen (was ich stark bezweifle, bei 4Stück), würden wir inzwischen auch keine Nachzucht mehr kaufen, denn es gibt genügend Tiere, die nicht mehr gewollt werden und denen man ein schönes Leben bereiten kann.
    Man muss nicht fördern, dass bewusst noch mehr Tiere in die Welt gesetzt, abgesehen davon, dass doch nicht alle verkauft werden, weil es viel zu viele gibt, und ich möchte mir gar nicht vorstellen, was man mit denen macht, die keiner will. So schön es auch ist ein kleines süßes Vögelchen zu haben, ich finde auch das ist rücksichtslos und egoistisch gehandelt.

    Zu den Wildfängen ist folgendes zu sagen: Selbst wenn man es verbieten würde, würde so was nur sehr wenig zurückgehen. Denn die Menschen dort tun das nicht aus Spaß an der Freude (das hoffe ich doch zumindest), sondern weil sie Geld brauchen. Ansonsten würde nämlich ihre eigene Familie verhungern. Somit wäre ein Verbot ziemlich erfolglos.
    Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Lebensumstände in solchen Entwicklungsländern verbessern sich so, dass die Menschen es dort nicht mehr nötig haben Tiere zu fangen, sie zu quälen, zu töten und was weiß ich nicht noch alles oder die Menschen in den reichen Industrieländern werden sich selbst bewusst, was sie damit unterstützen und lassen es bleiben. Ich weiß nicht, was wahrscheinlicher ist, oder soll ich sogen, was unwahrscheinlicher ist!

    Aber eines sollte einem doch klar sein, ein Wildfang ist zwar billiger aber kann auch sehr problematisch sein. Ich hab mal von einem gehört, der starb einige Wochen, nachdem er verkauft wurde an einer Lungenentzündung oder so. Die Menschen hatten ihn wohl an die frische Luft gestellt, jedoch nicht beachtet, dass es in Afrika etwas wärmer ist als in Deutschland. Wem es wirklich nur ums Geld geht, der kann, wie gesagt, auch einen aus Deutschland kaufen, der warum auch immer, nicht mehr gewollt wird.
     
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  8. Balu

    Balu Guest

    Oh mein Gooooooooottttttt!!!!!
    dass ist ja alles so schrecklich!bei dem video kommen mir fast die tränen.-die armen kleinen dinger!oh,man!!!wass gibt es nur für ,,menschen"!!!!!Tz..d akm mal ne bericht über tiger:der titel: die monster und wir. eher müsste es doch heißen:die tiger und wir monster!!!!gr....ohman ey,wenn ich sowas hör und sehe da wird mich übel.....die armen tiere!!!!!!!!!!!!! :( :( :( :( :( :( :heul: 8( 8(
     
  9. Sagany

    Sagany Guest

    Die Menschen in solchen Ländern die das machen,also die kleinen Tiere aus den Nestern klauen usw. die sind oft seeehr arm und werden dann von den "Geschäftemachern" dazu beauftragt für ein wenig Geld das sie ja auch brauchen um zu überleben,die wahren Übeltäter sind dann wohl eher "Die Großen Bosse" aber wohl nicht mal richtig die, allein Schuld daran sind doch nur die Menschen die die Nachfrage antreiben,nämlich die welche sich Wildfänge kaufen! 0l
     
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Wer mit dem Gedanken spielt sich einen Wildfang zu kaufen.