Wie muss ein Züchter sein?

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  1. Koli

    Koli Ich bin's

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    Hallo,

    mal ne Frage Züchter betreffend. Vielleicht sind ja hier einige dabei, die Züchter sind? Welche Ziele verfolgt ein Züchter - klar, dass der Zucht... aber ist es für ihn nur ein "Geschäft" oder auch ein Hobby? Worauf sollte man achten, ob er ein guter Züchter ist? Ist es festgelegt, wie viele Vögel man eigentlich halten kann? Wenn ein Züchter nun züchten möchte, was macht er dann, wenn die Vögel sich danach nicht richten?

    Grund ist der, dass ich mir ein Bild machen möchte, wo zur Zeit zwei Vögel sind... dummerweise sind die einfach so zu ihm hingegeben wurden, ohne mein Mitwissen und ich sorge mich nun um sie, frage mich, ob sie es gut haben dort. Deswegen die ganzen Fragen, woaruf man achten sollte, ob es ein verantwortungsvoller Züchter ist. Bdeutet nicht, dass ich schlecht von jenen Züchter denke, aber ich kenn den eben noch nicht - hab noch keine Meinung über ihm.

    Gruß,
    Koli
     
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  3. raptor49

    raptor49 Foren-Dinosaurier

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    Hallo Koli,
    ich weiß aus eigener Erfahrung, beobachtung etc, das ca 80 % aller "Züchter" keine Hobbylogen sind, sondern reine Kommerzzüchter, deren die Tiere einen Dreck Interessieren, sondern nur das Geld!!
    Ich habe zB auf einer Börse bei Augsburg eine "Verkaufsverhandlung" Belauscht.
    Der Verkäufer war Arbeitslos und hatte extra mehr als sonst Bruten zugelassen!!!(Laut seiner eigenen Aussage)
    Es ging um Gelbe Ziegensittiche, die kosteten damals zwischen 150,- und 200,- DM.
    Der Käufer wollte auf rund 80,- bis 100,- DM herunterhandeln als der Verkäufer sagte "Tut mir leid, ich brauch das Geld ich bin Arbeitslos".
    Bei einem 4-Augen Gespräch bestätigte mir der Verkäufer seine Kommerzabsicht.8(
    Es ist mir klar das NICHT alle Züchter aufs Geld aus sind, doch wenn ich auf eine Börse oder Ausstellung fahre, dann sehe ich genug davon.
    Mir tun nur die Armen Tiere Leid.
    Ich hoffe das sich dieser "Tatbestand"irgendwann zugunsten der Armen Tiere ändert.
    Ich hab überhaupt nix dagegen, wenn ein Züchter oder Halter die Haltungs und Fütterungskosten einigermaßen wieder hereinbekommen will, aber wenn auf einmal Sonnenvögel im Preis steigen, weil sehr viel weiniger Wildfänge reinkommen, dann weiß ich schon was passiert:

    Das gleiche wie bei Zebrafinken, Welli, Großpapageien, Agaporniden etc etc etc.
    Es wird gezüchtet was das Zeug hält, aber wer soll eigentlich die ganzen Überzüchteten teuren Vögel Kaufen????
    Fragen über Fragen.
    Wenn ich jetzt ein paar Leuten auf die Pfoten getreten bin Sorry, is meine Meinung, Überzeugung und Entspricht Leider Leider der Wahrheit.
    cu

    Tom
    :o
     
  4. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Hallo koli,

    tja, das Thema „Züchter“ ist nicht einfach,
    da es immer wieder –schwarze Schafe- darunter gibt.

    Wenn ich zu einem Züchter komme, dann achte ich auf folgendes:

    Wie sind die Tiere untergebracht:
    * Käfige groß genug
    * Beschäftigungselemente in den Käfigen/Volieren
    * Sauberkeit ( habe schon gesehen, dass der Kot sich über 10cm türmte)
    * Zustand der Tiere (Federkleid, Schnäbel, Gemütszustand u.s.w)
    * Futternäpfe (einige sind so vollgeschissen, dass sie nicht mehr an die Körner kommen)
    * Trinkwasser (glasklar muß es sein)

    Wie verhalten sich die Vögel gegenüber dem Züchter:
    * kommen sie wenn er ruft oder Leckerlies bringt
    (Freude der Tiere kann man erkennen, selbst bei Wilden)
    *haben sie Angst wen er in ihrer Nähe ist (schlecht)

    Wie geht der Züchter mit der „Ware“ Vogel um:
    * wie bietet er an
    * stellt er fragen über der „neuen Besitzer“ wie er das
    Tier halten will oder ist es ihm egal
    * informiert er über die Ernährung und Unterbringung
    * weist er darauf hin dass man keine Einzeltiere halten sollte
    bzw. erkundigt er sich ob schon Artgenossen da sind.
    * bietet er an, bei „Nichtgefallen“ das Tier zurückzunehmen

    Das sind einige Kriterien auf die ich achte, wenn ich es mit
    einem Züchter zu tun habe.
    Sind die Unterbringungen der Tiere bei ihm nicht
    sauber und „artgerecht“,
    ist es ihm egal ist wer ich bin, wohin das Tier kommt,
    wie es gehalten wird und was aus ihm wird, sage ich
    NEIN zu diesem Züchter!

    Das ist meine persönliche Meinung und damit bin
    ich bisher auch super gefahren,
    habe dadurch auch Superzüchter kennen gelernt.

    Ich hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben

    Liebe Grüße
    Petra
     
  5. a.canus

    a.canus Papageienfreak

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    so sehe ich es auch.
    Aber ich weiß gar nicht auf welche Seite du mich schlagen würdes.
    Ich bin ganz klar Hobbyzüchterin.
    Halte Vögel in Wohnungshaltung.
    Ich freue mich an ihnen und sitzte oft stundenlang im Vogelzimmer und beobachte.
    ICh hab aber auch schon auf Börsen Vögel gekauft oder verkauft. Letzteres mit wehem Herzen.
    Auch bei Vögeln die teurer verkauft werden muß man nicht nur die Futterkosten sondern auch die Anschaffung der Vögel, die Käfige und neben den Futterkosten die laufenden Kosten berechnen. Da steigen die Kosten schon und wenn man arbeitslos ist dann braucht man halt auch was um weiter seine Vögel halten zu können.
    Auch Zuchtanlagen sind sehr teuer, oder wenn extra was angemietet wird.
    Soviel zu Kosten.
    Aber ich denke auch man sollte sich den Züchter anschauen mit ihm ausführlich reden um seine Ansichten etwas raus zubekommen.
    Manchmal stelle ich richtige Fangfragen um etwas mehr zu wissen.
    Und wie schon oben erwähnt es gibt überall schwarze Schafe.
    Ich war heute erst wieder mal bei 2 Züchtern die es aus Hobby machen aber beide über 100 Vögel haben.
    ICh war begeistert, obwohl da natürlich nicht mehr mit allen Vögeln so der Kontakt gehalten werden kann wie ich mit meinen.
    DAs ist aber auch nicht die Intension. Sie haben auch Freude daran und der eine sagte es ist für ihn wie eine Sucht.
    Wenn er Vögel sieht die ihm gefallen, dann wird schnell sein Herz weich.
    Das ist für mich kein Kommerz, auch wenn nicht immer alles optimal gemacht werden kann und manchmal ein nein zu Vögeln besser wäre, aber uns geht es doch auch manchmal so, oder ?
     
  6. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Ach meine Liebe,
    Du kennst mich doch mittlerweile schon….oder?!
    Ich denke, die besten Züchter sind die, die sich mit den
    Tieren identifizieren, egal wie viele sie haben.

    Wenn sie es schaffen 100 im ordentlichen Rahmen
    zu betreuen, dann ist das OK.
    Aber lieber sind mir die, die ihre Kleinen eher wehleidig
    weggeben als das sie die Dollarzeichen in den Augen haben.

    Ich werde nun wohl auch (notgedrungen) zu den Züchtern
    gehören, aber ich werde NICHT, auf Teufel komm raus
    meine Vögel darauf ansetzten Nachwuchs zu produzieren,
    damit ich wieder was in die Kasse bekomme.

    Ich bin mir noch nicht einmal sicher,
    ob ich die Kleinen tatsächlich weggeben kann.
    Werde ich wohl müssen wenn es mehr als eines werden.

    Nein, aber mal wieder zurück zum Thema:
    Die Kleinen sind ja immerhin ca. 12- 14 Wochen bei dem
    Züchter und dann ist es schon hilfreich, wenn man weiß,
    dass er mit Respekt und Fürsorge mit den Tieren umgeht.
    Die ersten Lebenswochen sind ja ausschlaggebend für die
    Weiterentwicklung der Kleinen.
    Wenn man nun einen „einfühlsamen“ Züchter findet empfinde ich
    es als besser, als wenn einer nur „des Geldes wegen“ züchtet.
    Deine Art gefällt mir sehr, denn Du befasst Dich
    mit den Kleinen und gibst sie auch nicht jedem dahergelaufenen mit.
    Egal, auch wenn Du nun noch weitere Interessenten auflaufen
    lassen must.

    Was meinst Du, was denen blüht, die meine Baby`s haben wollen,
    hehe, die werden erst mal auf Herz und Nieren geprüft,
    bevor die eines bekommen.

    (Ich bin allerdings auch keine echte Züchterin)

    Liebe Grüße
    Petra
     
  7. Koli

    Koli Ich bin's

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    Hi und danke für die vielen Infos. Was ich gehört habe, dass der Mensch viele Arten haben soll... weiß nicht, wie es sonst ist und aussieht. Werde mich aber umschauen, wenn ich dahin komme.

    Gruß,
    Koli
     
  8. j-c-w

    j-c-w Foren-Guru

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    Hi
    Nur ein paar Dinge aus einer anderen Sicht:

    Wenn jetzt zur Brutzeit die Volieren sehr verschmuzt sind, heißt dass nicht, dass sie nicht gepuzt werden, aber viele Vögel reagieren sehr empfindlich auf Störungen, also werden diese unterlassen! Ich putze meine Voliere zur Brutzeit auch nicht mehr, da sonst die Vögel doch leider oft die eier aufgeben!

    Und noch was zu dem Verhältniss zu den Vögel, ich finde es eigentlich besser, wenn ein Züchter nicht so viel Kontakt zu den Vögel hat (soll nicht heißen, dass er sie schlecht behandel soll, oder nur auf profitgier hat!) Ich denke mal ihr geht jetzt sehr von Graupapageien aus, die in der Wohnung gehalten werden sollen, da ist es schön, wenn die Tiere keine scheu haben und sogar schon zahm sind.
    Sollen die Tiere aber mal zur Zucht eingesezt werden, wäre dies ein absolut schlechtes Verhalten, wenn sie zahm wären.
     
  9. #8 ole olesson, 5. März 2002
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2002
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    Züchter

    Moin ihr alle

    an f-c-w:

    "Sollen die Tiere aber mal zur Zucht eingesezt werden, wäre dies ein absolut schlechtes Verhalten, wenn sie zahm wären".

    <= Zitat fcw (vielleicht kann mir ja jemand von Euch erklären, wie man aus einen Beitrag ein Zitat ordentlich ausschneidet)

    Warum? Weil sie sich dann nicht genug für ihren tierischen Partner interessieren?

    Das mit der Säuberei der kükenbesetzten Voliere (vor allem von der Hinterlassenschaft der Jungtiere) lasse ich auch lieber, weil es mir zu gefährlich ist.
    Schließlich müsste ich dabei meist das Nest abbauen, weil sie dessen Umgebnung immer ganz besonders arg verschmutzen.

    An a.canus

    Das mit den Fangfragen würde mich schwer interessieren. Vielleicht kannst Du mir ja einige mal als e-mail stellen.

    -----------------------------------------------------------------------------------

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Kosten (nicht einmal die Futterkosten, wenn man das Ei- und Mineralfutter, Grünzeugs usw. dazu rechnet) für die Tiere durch den Verkauf der Jungtiere nicht "hereinbekommt".

    Da ich 1999 arbeitslos geworden bin, war ich damals gezwungen, meine Ausgaben drastisch einzuschränken. Um herauszubekommen, wohin mein Geld immer so schnell verschwindet, habe ich angefangen, ein Haushaltsbuch zu führen, in das jede Ausgabe eingetragen wurde.

    Mittlerweile, nach fast vier Jahren dieser Buchführung, gebe ich im Durchschnitt immer noch nach Abrechnung der durch den Verkauf der Jungtiere erzielten Erlöse noch immer ca. 50 Euro für meine 11 Alttiere und ihren Nachwuchs aus. Die drei Zimmervolieren haben dabei natürlich 1999 und 2000 gehörig ins Kontor geschlagen.

    Da die größte der Volieren (NP 1000 DM) bereits munter rostet (musste schon zweimal nachbehandelt werden, ist da bald schon wieder was neues fällig, kaum dass die monatlichen Belastungen sich in "vernünftige Bahnen" begeben haben.

    Dass das teuerste Stück an den Seitenteilen unterhalb der aufgehängten Badehäuschen rostet, hätte ich ja noch verstanden, die andere Seite rostet aber an der gleichen Stelle auch (obwohl da nie mit Badewasser gespritzt wurde).

    Was ich damit sagen will, ...

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man erfolgreich mit Gewinnerzielungsabsicht Vögel züchten kann. Vielleicht mal zwischenzeitlich in einer Saison, wenn man das Glück hatte, sich frühzeitig auf schwer zu züchtende Vögel spezialisiert hat, die dann auch noch "in Mode kommen".

    Ich habe aber auch noch keine Vogelbörse besucht!!!

    Den Züchtern, die ich kenne, gebe ich meine Jungtiere gern, weil sie sich anständig um ihre Tiere kümmern. Ich habe aber auch noch keinen Züchter mit mehr als 50 Vögeln gesehen.

    Einmal jedoch suchte ich einen Importeur in Brühl auf, um mir für meinen überzähligen Silberschnabelmänne eine Partnerin zuzulegen. Da war ich schwer entsetzt wegen des verdreckten Zustandes der Verkaufsvolieren.

    Der Mann hat während seiner Verkaufsgespräche (alles Wildfänge mit den unterschiedlichsten "Futterbedürfnissen") unentwegt in aller Seelenruhe weiter seine Käfige gereinigt.

    Er hatte sicher über 500 Tiere zu versorgen, aber auch nur 2 Hände und sein Tag hat ebenfalls nur 24 Stunden.

    Wenn man von der "Vögelei" leben muss, scheint das Wohl der Tiere zwangsläufig darunter leiden zu müssen.
     
  10. j-c-w

    j-c-w Foren-Guru

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    Hi
    Also dass die Vögel bei großen Züchtern leiden, hatte ich nihct so das Gefühl, ich kenne einen Züchter der hat ca 5000 Halsbandsittiche (!) und noch einige Großsittiche und Aras.
    Dessen Vögel sind alle kerngesund und leben in großen Volieren.
    Z.B die Aras haben mehr Platz als im Zoo oder bei vielen anderen Züchtern zusammen. Und auch die Halsbandsittiche haben alle Platz.
    Dass er sich nicht um jedes Tier mehr einzeln kümmert ist ja wohl klar, aber er magt jedes seiner Tiere, so hatte ich zumindest den Eindruck!
    UND er ist der einzige Züchter, der davon leben kann (Vogelzucht), ich denke wenn man soviele Junge zieht und Vögel hat wie er und davon leben kann. Da müssen sich die Vögel wohlfühlen, sonst hätte er nie solche Erfolge.
     
  11. a.canus

    a.canus Papageienfreak

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    Hy die Fragen ergeben sich aus der Art, der Haltung die der Züchter hat, .... da müsste man schon was sehen oder mehr wissen.
    @ Piwi:
    Ich habe nicht dich gemeint mit meinem Beitrag:D
    die Antwort war auf oben gemünzt, obwohl ich deine Meinung im vielem teile.
    @j-c-w
    Ich denke schon, dass man zu den Vögeln einen Kontakt aufbauen kann, nur nicht zuviel, obwohl ich genug sehr zahme Zuchtvögel kenne.
    Bei vielen Züchtern herrscht aber die Meinung vor, mit zahmen Vögeln kann man nicht züchten, das stimmt nicht immer.
    Aber auch wenn man keinen so engen Kontakt hat sollte man die Vögel nicht leichtfertig hergeben.
    ICh weiß dass du dies nicht meintest, aber wollte das nur noch mal anders formulieren.
    Außerdem habe ich leider nur einen Grauen und sonst Wellis, Pyrrhuras, Mohrenköpfe, Grauköpfchen, Sperlingspapageien.
    Ich denke ich sehe es also nicht nur von Grauen aus.
    Die Vögel die ich schweren Herzens hergab waren übrigens nicht zahme Rotflügelsittiche.
     
  12. Piwi100

    Piwi100 Guest

    Ja, das ist doch klar,
    aber es sind ja nicht in allen Vollieren Jungtiere und der Kot muss
    sich auch nicht cm hoch türmen.
    Aber wenn die Näpfe schon Zapfen aus Kot aufweisen und die
    Holzstäbe so vollgeschissen sind, daß man das Holz
    nicht mehr sehen kann, dann dürfte die letzte Reinigung
    schon Monate zurückliegen.

    Ich meinte auch nicht, daß alle seine Geier (welche Art auch immer)
    zahm sein soll, aber an der Art wie sich die Tiere verhalten wenn er sich nähert
    kann man doch schon erkennen, ob er sie mag oder nur als Ware behandelt.

    nein, die Züchter von denen ich spreche, halten ihre Tiere nur
    zum Teil im Haus.
    Die meisten werden in Vollieren und Schutzhäusern gehalten.

    Selbstverständlich ist es leichter "Wilde" Vögle zum Züchten einzusetzen, aber auch bei denen gilt: diese Tiere ganz genau zu kennen und zu berteuen, will damit sagen,
    er muß die Tiere im Wesentlichen kennen um schnellstens merken zu
    können wenn mit einem Tier was nicht stimmt.
    Leider gibt es viele Züchter, denen ist das egal und wenn ein Tier
    erkrankt, merkt er es nicht einmal.
    Dann stirbt der Vogel und ab in die Mülltonne, raus aus seinem Bestandsbuch und gut.

    Gruß Petra
     
  13. #12 ole olesson, 5. März 2002
    ole olesson

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    Zuchterfolg

    Hi j-c-w

    Mich würde einmal interessieren, wieviel Leute der Züchter beschäftigt, der die 5000 Tiere hält, mit denen er züchtet.

    Ich habe ja nur 11 - max. 30 Tiere, aber die "kosten" mich schon jeden Morgen "eine Stunde früher aufstehen" für füttern, "wässern" und wenigstens grob sauber machen. Die meiste Zeit geht zwar für das selbstgemachte Eifutter und Salatwaschen drauf, dafür sind aber die Desinfektion, Sandtausch, EK, TA usw. dabei nicht mitgerechnet.

    Nach meiner Einschätzung muss jeder, der 100 Vögel allein anständig betreuen will, Rentner sein.
     
  14. j-c-w

    j-c-w Foren-Guru

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    der Mann macht das seit 10 Jahren nur mit seiner Frau und einer Angestellten zusammen!!!
     
  15. #14 ole olesson, 5. März 2002
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    Hi j-c-w

    Ich glaub, dann mach ich was falsch oder bin wenigstens schlecht organisiert!

    Kriegt er denn alles palettenweise geliefert? Was für einen Bodenbelag hat er den in seinen Volieren?

    Wenn er Sand als Einstreu verwendet, braucht er doch nen Bagger für mindestens 2000 qm Bodenfläche. Ich habe keine Ahnung, wieviel Platz die 5000 Vögel in einer Voliere brauchen, daher ist das eine wahrscheinlich völlig falsche Schätzung.

    Wenn er aber normalen Boden bepflanzt hat, muss er doch wenigstens einmal im Jahr nach Ende der Zuchtsaison den Boden komplett mindestens 30 cm tief (wahrscheinlich
    mehr) austauschen?

    Na ja, das muss man sicher gesehen haben, um das beurteilen zu können.

    Verstehe mich bitte nicht falsch, ich will den Mann nicht angreifen, seine Arbeitsorganisation würde mich aber schon sehr interessieren. Vielleicht kann man sich davon ja was abgucken!
     
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  17. #15 papageienweb, 5. März 2002
    papageienweb

    papageienweb Guest

    Hi!

    Ich weiß zwar nicht, wie es der Züchter handhabt, den Jan meint.

    Aber sicher sind die Volieren betoniert oder gefließt, mit einem Ablauf für Wasser.
    Bevor die Geier ins Freie (morgens) kommen, wird alles mit einem großen Gartenschlauch abgespritzt und das Wasser und der Dreck laufen in den Ablauf.

    Futternäpfe müssen natürlich doppelt vorhanden sein. D.h. alten Napf raus, neuen mit Futter/Obst rein.

    Die benützten Näpfe in große Wannen mit Desinfektionsmittel gelegt und nach einiger Zeit mit klarem Wasser (Schlauch) abgespritzt.

    So benötigt man pro Voliere nur einen Bruchteil dessen, was vielleicht du und auch ich in meinen Zimmervolieren an Zeit benötigen (Hab ja keinen Ablauf etc.)
     
  18. #16 ole olesson, 7. März 2002
    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2002
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    allmorgendliche Zeitersparnis - aber wie???

    Hi papageienweb

    Also doppelt habe ich die verwendeten Badehäuschen und Futterschälchen aber mindestens.

    Von den kleinen Klarsichtschälchen für selbstgemachtes Eifutter (da sehe ich im Sommer schon aus einiger Entfernung, wenn es bräunlich wird), Traubenzucker, Vogelkohle und Mineralfutter habe ich 15 - 20 in Gebrauch und 20 für den nächsten Tag (Gesamtbestand 50 Stück).

    Die Dinger werden morgens ersetzt und dann heiß gespült und trocknen bis nachmittags: Desinfizieren tue ich aber nur einmal die Woche richtig (AMO-DES ist schweineteuer).

    Vielleicht gibt es da ja einen "Spartrick" von Euch Lesern für mich!!!

    Und so viel Zeit kostet mich der wöchentliche Sandwechsel (für den dicksten Dreck reicht, wie für die Spelzen morgens der Staubsauger - die Meinigen haben schon lange keine Angst mehr vor dem Gebrumme) und die monatliche Grunddesinfektion der Zimmervolieren nun auch nicht!

    Wieviel Zeit brauchst Du denn morgens für Deine Viecher und wieviele Vögel hast Du?
     
Thema:

Wie muss ein Züchter sein?

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