Wie steht es im nationalen Vergleich um die Compliance Biosecurity/Hygienemaßnahmen einzuhalten?

Diskutiere Wie steht es im nationalen Vergleich um die Compliance Biosecurity/Hygienemaßnahmen einzuhalten? im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; Vor etwa 10 Jahren habe ich auf der Basis einer Studies des National Animal Health Monitoring System (NAHMS) in den USA im Hüfo eine Umfrage zu...

  1. #1 Redcap, 28.12.2016
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2016
    Redcap

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    Vor etwa 10 Jahren habe ich auf der Basis einer Studies des National Animal Health Monitoring System (NAHMS) in den USA im Hüfo eine Umfrage zu dem Hygiene & Quaränteverhalten in der Geflügelhaltung der Forenuser gestartet
    Bündnis Gegen Keulung - Infos
    Viel desaströser sah/sieht es auch in Asien aus. Dort werden je nach Land 70-90 % des Geflügels in Freilandhaltung gehalten.

    Das soll also die Alternative zur Massentierhaltung sein, bei der es viel höhere Biosecurty-Standards gibt, aber selbst die nicht ausreichen, die Verbreitung von Influenza zu verhindern.
    Einen kleinen Eindruck können folgende Texte bringen, wie es auch bei uns aussehen/ablaufen würde.
    https://de.shttps://www.ncbi.nlm.ni...33644911/Brutstatten-der-Vogelgrippe-in-Asien
    Wild Birds and Increased Transmission of Highly Pathogenic Avian Influenza (H5N1) among Poultry, Thailand
    Risk Factors for Infectious Diseases in Backyard Poultry Farms in the Poyang Lake Area, China
    Bangladeshi backyard poultry raisers' perceptions and practices related to zoonotic transmission of avian influenza. - PubMed - NCBI

    Die Compliance ist dürftig und die Geflügelhalter sind überfordert!

    Der Traum vieler, dass die Massentierhaltung in geschlossenen Ställen einer flächendeckend kleinstrukturierter Freilandhaltung weichen soll, könnte in einem Horrorszenario enden. Der Praxistest in Asien hat gezeigt, dass man durch die regelmäßigen Kontakte mit wildem/halbwildem Wassergeflügel (wie Streifengänse) eine wahre Brutstätte für die tödlichen Viren geboten hat.
    Der gierige Fleischhunger der Weltbevölkerung auf schätzungsweise 100 Mrd. Tieren kann 2050 nicht mit einem kleinstrukturierten System gedeckt werden. Heute werden jährlich schon 60 Mrd. Masthähnchen "geopfert".

    Können das die "Kleinen" wirklich besser und sicherer? Wenn man es gründlich durchdenkt, muss man zu dem Schluss kommen: Wohl kaum!

    Auch wenn das beste versucht wird, kann man es nie perfekt genug machen.
    Practical Backyard Chicken Biosecurity
    Siehe Bespiel Salmonellen
    Advice to Consumers and Retailers | Multistate Outbreak of Salmonella Infections Due to Live Poultry | May 2016 | Salmonella | CDC
     
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  3. #2 Hennchen, 28.12.2016
    Zuletzt bearbeitet: 28.12.2016
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    Sicherlich ist eine Kleinhaltung nicht automatisch die bessere, wenn sie die Bedürfnisse der Tiere missachtet.
    Diese Missachtung sehe ich in der Massentierhaltung aber an der Tagesordnung. Ein bestimmter Prozentsatz an Todesfällen ist dort doch schon eingepreist.
    In einer "guten" Freilandhaltung, wirst Du mit vielen Krankheitserregern weniger Probleme haben.
    Zum einen werden Tiere , die nicht auf schnellstmöglichen Fleischansatz gezüchtet werden und nicht zudem noch mit Antibiotika vollgepumpt werden (wie praktisch, dass die gleichzeitig wachstumsfördernd sind) ein viel besseres Immunsystem haben.
    Zum anderen sind viele Erreger unter natürlichem Licht (UV-Anteil) viel weniger lebensfähig als in den nur künstlich beleuchteten Stallungen. Und je dichter Tiere beieinander zusammengepfercht werden, umso schneller kann ein Erreger auch den Bestand ergreifen.

    Es wäre eher an der Zeit, einmal diesen wachsenden Fleischhunger in Frage zu stellen, als danach zu fragen, wie er wohl am besten gestillt werden kann. Und zwar dort, wo er schon am weitesten entwickelt ist, hier , in den westlichen Ländern.

    Statt immer wieder zu subventionieren, am besten gleich noch für den Export, müsste der wahrhafte ökologische Preis für diesen Wahnsinn bezahlt werden, anstatt Fleisch-und Milchalternativen höher zu besteuern als die zusätzlich noch subventionierten "Produkte" (ich schreibe das bewusst in Anführungsstrichen, weil diese "Produkte" fühlende Wesen sind).

    Ich denke, wir sind hier in einem Tierforum, in dem es um das Tierwohl gehen sollte und nicht um Wirtschaftsinteressen.
     
  4. Redcap

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    Mir geht es ganz bestimmt nicht um Wirtsschaftsinteressen. Wenn Du das unterstellen willst, das eine bodenlose Frechheit!
    Mein obsteres Ziel ist auch das Tierwohl. Das sieht man schon an den Diskussionen zum Heizen (besser gesagt temperieren) von Hühnerställen. Dass Kälte schädlich ist, sollte man einfach nicht mehr beweisen müssen. Das ist einfache Logik. Aber auch da gibt es "kämpferisch" anders denkende. Ich therapiere auch nicht meine Tiere mit Globuli oder Zwiebeln zu Tode. Sondern damit, was wirklich Tierleben rettet.

    Wenn Du glaubst, dass Du den Fleischsüchtigen, das Recht auf die Befriedigung ihrer Bedürfnisse absprechen zu können, dann schalt mal Deine Phantasie ein, was passiert, wenn Fleischhungrige übers Land ziehen, weil die Fleischtheken in den Städten leer sind.
    Auf Seite 2 wird beschrieben, dass in so einer Welt, die Pferdeställe und garantiert alle anderen auch bewacht werden müssen.
    Die kostbaren Hühner müssten ebenso ein Leben im Hochsicherheitstrakt fristen, um ihr Leben zu schützen.
    Siebeck: Falscher Hase
    Wie war meine Signatur im Hüfo nochmal?

    "Lineares Denken führt zu Scheinlösungen" (Frederic Vester, Neuland des Denkens)
     
  5. #4 Hennchen, 28.12.2016
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    Wenn sich die ganze Welt einen solchen Fleischkonsum leisten will wie dieses Land, dann geht sie schlichtweg zu Grunde.
    Genauso, als wenn sich die ganze Welt soviel Autos pro Kopf leisten will wie hier.
    Deshalb muss hier das Umdenken stattfinden.
    Schrecklich, sollten die Carnivoren wirklich so süchtig sein.

    Offensichtlich hältst du ja Hühner (?). Wie hältst Du sie?
     
    Winterurlauber gefällt das.
  6. Redcap

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    Das habe ich im anderen Thread geschrieben. In einem großen Stall, bis die Stallpflicht zu Ende ist (31.01.2017). Vorausschauend denken und bauen spart viel Stress! Wir hatten, so lange ich denken kann, immer einen überdimensionierten Stall auf dem Hof.
     
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