Wieder einmal: Erdnüsse

Diskutiere Wieder einmal: Erdnüsse im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, das Thema Erdnüsse ist zwar schon zur Genüge behandelt worden. Ich habe nun etwas gelesen, was mich verwirrt. Bisher bin ich davon...

  1. Leuschi

    Leuschi Foren-Guru

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    Hallo,

    das Thema Erdnüsse ist zwar schon zur Genüge behandelt worden. Ich habe nun etwas gelesen, was mich verwirrt. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass nur Erdnüsse in der Schale verpilzt sein können und diese somit eine Gefahr für die Geierlein darstellen. Nun habe ich gelesen, das die Erdnuss überhaupt als ungesunder Pilzsporenträger eingestuft wird, weil sie eben in der Erde, also im feuchten Mileu, heranreift. Deshalb sollte generell auf Erdnüsse verzichtet werden.

    Gruß
    Gisela
     
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  3. D@niel

    D@niel Guest

    Hi,

    soweit ich weiß sollte man am besten die getesten, ungesalzenen Erdnüsse von Ültje verfüttern. Allerdings ist es so, dass bei Erdnüssen in der Schale das Aspergilloserisiko sehr hoch ist.
     
  4. #3 Ann Castro, 9. Februar 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Es kommt auf die Verarbeitung an.

    Wenn Erdnüsse für den Verzehr von Menschen geröstet werden, dann wird die Aussen- und die Innenschale entfernt. Dies geschieht durch verschiedene mechanische Vorgänge. Ich würde auchd avon ausgehen,d ass ein waschvorgang dabei ist.

    Hierbei dürften die meisten Aspergillus-Sporen entfernt worden sein.

    Anschliessend werden die Nüsse im Röst-Prozess erhitzt. Die tötet viele Keime ab (Aspergillus-Sporen sind sehr hitzebeständig - eines der Probleme der Tabak-Industrie).

    Ich denke was dann rauskommt ist ziemlich unbedenklich zum Verfüttern.

    Eines der Hauptprobleme beim Verfüttern von Erdnüssen ist der Sporenstaub, der beim Aufknacken der Schale aufgewirbelt und eingeatmet wird. Dies fällt weg.

    Ein weiteres Problem sind die Stoffwechselprodukte des Pilzes, die durch gründliches Waschen entfernt werden. Dies fällt also auch weg.

    Sonstige Keime werden durchs Erhitzen abgetötet - und wieder eine Gefahrenquelle weniger.

    Die Nüsse werden dann dunkel und luftdicht verpackt, so dass sie nicht wieder kontaminiert werden können.

    Wie Du sehen kannst, ein meilenweiter Unterschied zum Tierfutter.

    Hoffe dies hilft Dir in Deinen Überlegungen weiter.

    LG,

    Ann.
     
  5. Leuschi

    Leuschi Foren-Guru

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    Hallo Ann,

    danke zunächst für die ausführliche Beschreibung. Bedeutet dies im Rückschluss, dass ich also nur für den Menschen behandelte Erdnüsse - sprich die von Ültje - nehmen kann?

    Wir kaufen unsere immer von einem Futtermittelhersteller, geschält, allerdings nicht geröstet. Wir haben jetzt gesehen, dass dieser sie auch blanchiert anbietet. Was hälst Du davon?

    Gruß
    Gisela
     
  6. #5 Ann Castro, 9. Februar 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Gern geschehen

    Wenn du ganz sicher gehen willst - dann ja. Denn diese wurden von der TiHo getestet. Meine Ansicht darüber als Verfahrenstechniker wird also noch durch eine Überprüfung untermauert. Mit beiden fühle ich mich relativ sicher.

    In der FUttermittelherstellung fängt man meist mit Ware minderwertiger Qualität im Vergleich zu den für den menschlichen Verzehr vorgesehenen Rohstoffen an. Die Herstellung und Lagerung unterliegt ausserdem weitaus weniger stringenten Richtlinien und Kontrollen.

    Ich persönlich würde es nicht machen.

    Man spart ein wenig Geld weil das Futter billiger ist, und wirft es mit vollen Händen etwas später dem TA in den Rachen.

    Wenn man das mit Pilz- und anderen Erkrankungen einhergehende Leid der Tiere und der Besitzer mit einrechnet, ist dies eine Kalkulation, die kaum aufgeht. Abgesehen davon habe ich "Futtermittel" in Bioqualität aus dem Reformhaus auch schon oft genug günstiger bekommen als Ware aus spezialisierten Tierläden.

    Aus vorherigen Postings von mir, weisst Du, dass ich größtenteils einen Riesenbogen, um die Futtermittelindustrie mache. Wie ich meine aus gutem Grund.

    LG,

    Ann.
     
  7. Leuschi

    Leuschi Foren-Guru

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    Hallo Ann,

    es geht mir nicht um das Geld für das Futter, wenn ich dafür den Gegenwert, nämlich wirklich gutes Futter bekomme. Wir kaufen das Futter bei Rico oder Hungenberg. Bei den unbehandelten Erdnüsse bin ich davon ausgegangen, etwas Gutes zu tun, weil eben unbehandelt. Geröstet wird ja oftmals mit Zusatz von Ölen.

    Wie stellst Du denn das Futter zusammen?

    Gruß
    Gisela
     
  8. #7 Ann Castro, 9. Februar 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Morgens Obst und Gemüse.

    Dies meist in großen Säcken tiefgefroren, da es

    a) frischer ist als das Zeug, das um die halbe Welt gekarrt wurde und noch ein paar Tage im Supermarkt oder im Kühlschrank rumlag
    b) ich mir damit das leidige Schnippeln ein wenig reduziere

    Sobald aus meinem Garten Dinge frisch wachsen, ist dies natürlich die präferierte Alternative

    Abends diverse Nüsse, plus geschälte SB- und Kürbiskerne und Mariendistel samen

    Hin und wieder Pasta, Kartoffeln, Legumes. Alles gekocht.

    LG,

    Ann.
     
  9. Leuschi

    Leuschi Foren-Guru

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    Hallo Ann,

    hört sich lecker an. Unsere bekommen auch viel Obst, allerdings schnippel ich noch - mit dem Gefrorenen ist eine Alternative.

    Bei unseren Loris habe ich mit Obst und Gemüse auch keine Probleme. Die Agas haben sich auch langsam dran gewöhnt. Nur bei den Grauen ist es extrem schwierig. Aber ich bin ja geduldig, lernfähig und stur - was das anbelangt. Obwohl Karl meine Geduld schon manchmal auf eine harte Probe stellt. Alles, was er nicht kennt, wird nicht angerührt - und er scheint außer Apfel gar nichts zu kennen. Und wenn etwas im Futternapf liegt, was er nicht kennt, rührt er diesen gar nicht an!! Vor Kartoffeln hat er Angst, vor Erdbeeren flüchtet er, Möhren wirft er aus dem Napf (aufgespießt zerlegt er sie zumindest) etc, etc. Erdnüsse werden genommen, Walnüsse und andere aus dem Napf befördert. Palmnüsse im Napf bedeuten große Gefahr - nichts was im Napf liegt, wird mehr angerührt.

    Hoffentlich ist es bald wieder soweit, dass man im eigenen Garten ernten kann. Leider sind unsere Obstbäume noch sehr klein, so das die Ernte immer noch sehr spärlich ausfällt.

    Gruß
    Gisela
     
  10. #9 Ann Castro, 9. Februar 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hi Gisela!

    Habe gerade im "Pellet-Thread" detailliert beschrieben, wie man sie an anderes Futter gewöhnen kann.

    LG,

    Ann.
     
  11. Leuschi

    Leuschi Foren-Guru

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    Hallo Ann,

    schon gelesen :freude:

    Ich bin ja schon einige Zeit dabei. Ich habe wohl den Fall erwischt, wo es Monate dauert :idee: .

    Gruß
    Gisela
     
  12. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Nicht bei allen Tieren funktioniert das Gleiche. Es sind halt Individuen. Deswegen habe ich drei verschiedene Methoden aufgeschrieben. Manche Tiere kann man auch einfach mit dena nderen zusammen setzen und sie schauen es in Kürze ab.

    Man muss halt rumprobieren, frei nach dem Motto "und komm ich nicht durch die Vordertüre rein, probiere ich es halt durch die Hintertüre".

    Und sie überraschen einen immer wieder. So habe ich an einem Abend zwei neue Graue, den Rotbugara und den Blaustirnsittich dazu bekommen aus der Spritze zu nuckeln. Alles nur deshalb weil ich Jack Bene Bac gegeben hatte und er mehr wollte und deshalb von mir warmen Früchtetee bekam, während ich in der Wanne sass.

    Völlig bekloppt eigentlich, aber das wird jetzt schön mit all den neuen weiter geübt. Wird man ja vielleicht mal brauchen können.

    Also halt die Ohren steiff und probier es weiter.

    Grad fällt mir noch was ein - Du könntest auch Lieblingsleckerbissen in Obst/Gemüse verstecken. Also zB SB-Kerne in kleine Löcher in Möhren reindrücken oder Nüsse in einen Kürbis oder Apfel. So dass sie es sehen können, aber an das Obst/Gemüse ran müssen, um den Leckerbissen rauszubekommen.

    LG,

    Ann.
     
  13. Leuschi

    Leuschi Foren-Guru

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    Hallo Ann,

    für eine Überraschung sind sie immer gut. Von Karls Vergangenheit ist uns ja nicht viel bekannt, deshalb müssen wir eben sehr viel beobachten. So nimmt er zum Beispiel Möhren nur, wenn sie in 2 cm Stücke im Obstnapf liegen oder aufgespießt sind (dann werden sie aber eher zerstört). Auch der Apfel muss im Obstnapf in schnabelgerechten Häppchen sein. Wenn man ihm aus der Hand Apfel gibt, muss es eine Spalte sein. Aber das scheint alles zu sein, was er an Obst kennt.

    Ein paar Tricks habe ich auch schon ausprobiert. So habe ich in einen 20 cm langen Baumstamm Löcher gebohrt und darin Obst- und Nussstückchen reingetan und dann in die Voliere gehängt. Da es ein Prototyp war, hat Karl ungefähr 10 Minuten gebraucht, es rauszupulen. Aber es hat ihm sichtlich Freude gemacht und nachher wurde noch genüsslich die Rinde abgepult. Demnächst werde ich noch ein paar Schwierigkeitsstufen eingebauen, damit er etwas länger zu tun hat.

    Seine Partnerin Olga ist noch viel schwieriger. Sie ist ja ein Wildfang und absolut schüchtern. Bei ihr bin ich gerade so weit, dass sie morgens ein Stückchen Hirse (ins Gitter gehängt) nimmt und Abends ein Stück Apfel. Sie holt es sich jetzt schon, wenn man 1 m Abstand von der Voliere hält - und das ist schon ein Riesenfortschritt. Letzens war dieses Stück doppelt so groß wie sonst, weil ich mich vertan hatte - sie hat es nicht geholt! Erst als ich es ausgetauscht habe, wurde es genommen. Sie ist offenbar sehr genau.

    So, nun doch noch eine Frage. Du hattest mal etwas von Futter in einem Handtuch verstecken geschrieben. Leider kann ich darüber nichts mehr finden - habe mir schon die Finger wund gesucht. Könntest Du mir noch mal beschreiben, wie man es am besten darin einbaut?

    Danke. Gruß
    Gisela
     
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  15. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Man nehme:

    - 3 Küchenhandtücher (nicht Frottee oder lose gewebtes Material, weil sie darin mit den Krallen hängen bleiben können)

    Diese werden oben zusammengebunden und dann fixiert (an Mann oder türklinke :D). Dann werden die Handtücher zu einem festen Zopf verflochten. In diesem Zopf kann man überall Leckerlies verstecken.

    Viel Spass beim Basteln.

    Bitte Zopf immer wenn die Suche beendet ist rausnehmen und inspizieren. Falls sie die Tücher zerfressen, können sie hängenbleiben, sich aufhängen oder Fäden können sich um die Zehen wickeln und diese zum absterben bringen.

    All dies kann mit allem möglcihen anderen Spielzeug auch passieren. Darum Vorsicht! Und alles Spielzeug regelmässig auf Gefahrenstellen kontrollieren!



    LG,

    Ann.
     
  16. Leuschi

    Leuschi Foren-Guru

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    Hallo Ann,

    danke, im Flechten, Bohren und Sägen bin ich mittlerweile richtig gut.

    Mit dem Aufhängen habe ich bzw. Leo, auch schon meine Erfahrungen gemacht - zum Glück (Zufall oder Vorsehung) war ich rechtzeitig da. Nun wird immer alles inspiziert. Leo hatte sich ein Band an dem eine Sonnenblume hing um den Hals gewickelt.

    Gruß
    Gisela
     
Thema:

Wieder einmal: Erdnüsse

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