Wildvögel und H5N1

Diskutiere Wildvögel und H5N1 im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; Global Patterns of Influenza A Virus in Wild Birds 1,2 3 4,5 6 Bjo¨rn Olsen, Vincent J. Munster, Anders Wallensten, Jonas Waldenstro¨m, 3 3...

  1. #1 Gänseerpel, 5. März 2007
    Gänseerpel

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    Global Patterns of Influenza A
    Virus in Wild Birds
    1,2 3 4,5 6
    Bjo¨rn Olsen, Vincent J. Munster, Anders Wallensten, Jonas Waldenstro¨m,
    3 3
    Albert D. M. E. Osterhaus, Ron A. M. Fouchier *
    The outbreak of highly pathogenic avian influenza of the H5N1 subtype in Asia, which has subsequently spread to Russia, the Middle East, Europe, and Africa, has put increased focus on the role of wild birds in the persistence of influenza viruses. The ecology, epidemiology, genetics and evolution of pathogens cannot be fully understood without taking into account the ecology
    of their hosts. Here, we review our current knowledge on global patterns of influenza virus infections in wild birds, discuss these patterns in the context of host ecology and in particular birds’ behavior, and identify some important gaps in our current knowledge.

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  3. #2 Vogelklappe, 5. März 2007
    Vogelklappe

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    Even in areas with significant outbreaks in poultry, virus prevalence in wild birds is low (32)...

    Hoffentlich sickert das langsam 'mal durch.
     
  4. Redcap

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    Der Schreiberling war nicht mal in der Lage eine aussagekräftige Literaturliste zu erstellen.
    Nr. 32

    H. Chen et al., Establishment of multiple sublineages of H5N1 influenza virus in Asia:Implications for pandemic control. pnas.0511120103 - http://www.flu.org.cn/upfile/attachment/200621385146.pdf
     
  5. #4 Gänseerpel, 9. März 2007
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  6. Redcap

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    Vogelgrippe-Verbreitung: Geflügel*handel bedeutsamer als Zugvögel

    Wenigstens auf den Standard ist Verlass ... http://derstandard.at/?url=/?id=2821519
     
  7. #6 Gänseerpel, 27. März 2007
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    Das ist im Ibis noch nicht veröffentlicht. Man muss erst den OT haben, um zu sehen, was dran ist. Im BOU gibt es zu dem thema reichlich Literatur.
     
  8. Redcap

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  9. #9 Gänseerpel, 21. Mai 2007
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    Ob die "weitreichenden Schutzmaßnahmen" wirklich so grosse Wirkung hatten, sei dahingestellt. Mit Sicherheit hatten die Massnahmen aber keinerlei Einfluss auf die Entwicklung von H5N1 in WV Beständen. Vermutlich waren und sind die Entwicklung einer Teilimmunität, mangelnde Kompetitivität der hier kursierenden Varianten, sowie ungünstige Ausbreitungsbedingungen massgebende Parameter für den bisherigen Verlauf.
     
  10. #10 Gänseerpel, 18. Juni 2007
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    Neue Arbeit versucht zu belegen, dass die Vogelgrippe durch Zugvögel nach Ägypten eingeschleppt worden ist.

    Grundlage ist starke Ähnlichkeit eines 2005 bei einer Krickente ("teal") festgestellten H5N1 HPAI Isolats mit den Funden 2006 bei österreichischen Schwänen und Katzen. (ca 99% Identität)

    Vorausgegangen war ein LPAI Isolat ebenfalls von einer Ente in Ägypten, das seinerseits wiederum hohe Ähnlichkeit mit einem Entenisolat aus Bayern hat.

    Da die HPAI Isolate gut 89 % (je nach Berechnung) Identität mit den früher aufgetretenen LPAI Isolaten haben, wäre es möglich, dass eine Immunisierung stattgefunden hat, die anfang 2006 dann zu einer Teilimmunität der Wildvögel bei der Epidemie in Europa (und Ägypten) geführt hat.

    Wir haben die Möglichkeit einer Immunisierung durch cirkulierende LPAI Viren mit nachfolgendem Schutz gegen HPAI H5N1 Infekte hier im forum ja schon öfter thematisiert, jetzt scheint sich diese Hypothese zu materialisieren.

    zum Originalbeitrag
     
  11. #11 Gänseerpel, 30. Juni 2007
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    Risikobewertung FLI

    Zu beachten ist, dass bisher nur ein kleiner Teil des Genomsatzes, nämlich der HA 1 Anteil des Ha sequenziert ist. Hinsichtlich der Übereinstimmungen im Gesamt HA könnten sich noch Verschiebungen ergeben, während hinsichtlich des Gesamtgenoms Überraschungen nicht ausgeschlossen sind. Reassortment wäre ein Hinweis auf gemeinsames Vorlkommen unterschiedlicher Strains, wurde allerdings bisher nur in Africa (Nigeria) beobachtet.

    Die vom FLI kalkulierte Prävalenz von 01 %- 0,2 % stimmt mit den hier im Forum angegebenen Werten gut überein.
     
  12. #12 Vogelklappe, 1. Juli 2007
    Vogelklappe

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    Du meinst "Prävalenz von 0,1 bis 0,2 %". Immer vor dem Hintergrund der Zahl untersuchter Vögel und veröffentlichter Zufallsbefunde wie diesem (Stand 24.06.07):

    Tolles Reservoir. Gekaufte und zusammengepferchte Wildvögel, die in völlig ungeeignetem Habitat (zum Sterben) freigelassen werden...
     
  13. aday

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    Verstehe ich jetzt nicht ganz. Was willst du uns damit sagen? Es handelt sich doch hier um einen Singvogelmarkt genauso wie hier bei uns die Geflügelmärkte, nur von der Tradition viel älter. Der Hinweis das einige Vogelhalter vielleicht auf die Idee kommen ihre Vögel einfach freizulassen weil sie vielleicht Angst vor der Vogelgrippe haben ist auch nicht viel anders als bei uns, wobei da öfters schon mal der Käfig aufgemacht wird, weil man keine Lust mehr hat die Käfige zu säubern usw. Finde es aber schon mal einsichtig von dir, das du nicht mehr die Wildvögel als auslöser für einen Ausbruch ausschliesst. Einige dieser Vögel sind sicher auch Zugvögel und somit schließt sich der Kreis.
    Wobei wir ja wieder beim Thema Singvögel und Vogelgrippe wären und warum bei uns keine mit Ausnahme der wunderschönen krächzenden Rabenvögel eigentlich Routinemäßig untersucht werden?
     
  14. #14 Vogelklappe, 1. Juli 2007
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2007
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    Aday, hast Du 'mal wieder nur die Hälfte gelesen ?
    Vögel aus Gefangenschaft werden als buddhistisches Ritual regelmäßig gekauft und freigelassen (siehe Link oben). Lange vor Vogelgrippezeiten und bestimmt nicht aus Angst davor. Letztere führte zum Glück eher dazu, daß diese Tradition zunehmend unterlassen wird.

    In 2005 wird die Zahl "freigelassener" Vögel auf eine halbe Million geschätzt (nur in Hong Kong). http://depts.washington.edu/einet/?a=printArticle&print=3025
    Die Herkunft dieser Vögel ist uneinheitlich, aber Wildfänge und unzertifizierte Importe sind verboten.

    Wie kommst Du denn auf Wildvögel als Auslöser ? Es scheint mir nach wie vor erheblich sinnvoller, Wildvögel vor Kontakt zu Nutzgeflügel zu schützen als umgekehrt, wie Experten schon 2005 empfohlen haben, weil die Infektion einzelner Wildvögel nachweislich nicht zu (über)regionalen Seuchenzügen unter ihnen führt. Anders als bei unserem üblichen Nutzgeflügel. Sonst klär' mich doch einfach 'mal über die aktuellen Zugrouten auf: http://gamapserver.who.int/mapLibra...ubNat_H5N1inAnimalConfirmed_2007_20070627.png
    ??? Wurden sie doch ! Allein das ILAT in Berlin hat im Frühjahr 2006 Hunderte (u.a. Spatzen, Stare und Tauben) untersucht, ausnahmslos alle, die abgegeben wurden, aber es schließlich gelassen, weil kein einziger H5-positiver Befund dabei war. Warum erkundigst Du Dich nicht erst 'mal, bevor Du so eine Behauptung losläßt ?
     
  15. #15 Gänseerpel, 1. Juli 2007
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    Ich erkenne hier keinerlei Bezug zu den Ausbrüchen in Mitteleuropa unter Wildvögeln und Nutzgeflügel. Es handelt sich um einen bericht aus Hongkong. Bei staren wurden schon mehrfach H5N1 Viren festgestellt. Die in Hongkong zirkulierenden Stämme gehören einer anderen Subgruppe (Klade) an als die aus Europa/Vorderasien/Afrika, und sind westlich von China noch nie nachgewiesen worden.

    Die hier auftretenden Viren lassen sich zurückverfolgen auf einen ausgedehnten Ausbruch unter Wildvögeln am Qinghai See im Frühjahr 2005. Qinghai Isolate weisen genetische Besonderheiten auf, insbesondere Eigenschaften, die bisher nur bei Säugerstämmen regelmäßig nachweisbar sind. Bei dem Ausbruch kam es zu Verlusten bei zahlreichen Arten, auch lang Streckenzugvögeln, besonders betroffen waren die Bestände der Steifengänse (anser indicus). In der Folge kam es - erstmals westlich von China- zu Ausbrüchen in der Mongolei, Kasachstan und Russland.

    In der Zeit vom Herbst 2005 bis Frühjahr 2006 wurden zahlreiche Ausbrüche zunächst in Osteuropa, dann in Europa, Afrika und dem vorderen Orient gemeldet. Mittlerweile sind mehr als 40 Länder betroffen. In allen Fällen handelte es sich um H5N1 Isolate, die genetisch den Qinghai Viren zugeordnet waren, und die vorher nie in diesen Regionen aufgetreten waren. In vielen Ländern bestanden die Ausbrüche ausschließlich unter Wildvögeln. In Mitteleuropa waren auch Geflügelbetriebe betroffen, aber erst nach dem Auftreten von Wildvögelfunden.

    Ende 2005, noch bevor Ausbrüche in Europa auftraten, wurde in Ägypten eine lebende, H5N1 infizierte Wildente entdeckt. Die Sequenzierung zeigt enge Verwandtschaft mit Isolaten, die später in Österreich aufgetaucht waren.

    Obwohl alle Isolate genetisch verwandt sind, (im durchschnitt zwischen >98,5 %) ist ein weiteres Charakteristikum der Ausbruchsserie seit 2005 die bemerkenswerte, durch unterscheidbare geographische Merkmale geprägte genetische Vielfalt der Isolate. Der Fund aus Ägypten und diese Tatsache lassen nur den Schluss zu, dass H5N1 in mehreren aufeinanderfolgenden Wellen im bereits im Hebst 2005 nach Europa gelangt sein muss.

    Nach fast 12 monatiger Pause kam es jetzt wieder zu einer Serie von Ausbrüchen bei Wildvögeln in Deutschland und Südtschechien, sowie in Geflügelbetrieben in Osttschechien.

    Trotz vielfältiger Funde bei Wildvögeln wurden in Europa nie H5N1 Infekte bei lebenden Vögeln festgestellt. Dies lässt den Schluss zu, dass die derzeitige Beprobungspraxis ungenügende Sensitivität aufweist.

    H5N1 dürfte gegenwärtig eine endemische Verbreitung zukommen, die weit über die jetzt betroffenen Gebiete hinausreicht.

    Als Reaktion hat Frankreich in weiten Gebieten jetzt die Aufstallung angeordnet.
     
  16. #16 Vogelklappe, 1. Juli 2007
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    Es ist ja nicht so, daß - auch aktuell - keine anderen Vogelarten (zumindest Totfunde) untersucht würden:
    Und bei einzelnen Schwänen, u.a. auf Gewässern, wo sich bis zu 200 aufhalten (Eschefelder Teiche), kann man nicht von einem seuchenartigen Verlauf (unter Wildvögeln) sprechen, gerade nicht nach fast 12monatiger Pause" und uneinheitlicher patholigischer Befundung zur "untypischen" Jahreszeit.

    Auslöser ist aus meiner Sicht menschliches Verhalten, gerade auch eine weitere Konzentrierung hochgefährdeten Nutzgeflügels durch Stallpflicht, obwohl in der Umgebung betroffener europäischer Geflügelbetriebe und auch dem Dresdner Zoo eben kein H5N1 bei Wildvögeln - trotz intensiver Suche - gefunden wurde.
     
  17. #17 Gänseerpel, 1. Juli 2007
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    Von Seuchenartigem Verlauf ist ja auch keine Rede. Bei Schwänen wurden bei verschiedenen Anlässen Anitkörper gegen H5 nachgewiesen. Wenn auch derzeit noch Problem mit der Validierung der Tests bestehen, so ist dies ein weiterer Hinweis, dass H5N1 bei Wildvögeln vorkommt und überlebt wird. Dass subklinische Verläufe möglich sind, ist im übrigen durch zahlreiche Arbeiten belegt. Statt einem "seuchenartigen Verlauf" ist vielmehr ein überwiegend subklinischer Verlauf mit gelegentlichen, von diversen Umständen getriggerter Verlauf anzunehmen. Anders wäre das bunte Gemisch aus ähnlichen, miteinander verwandten, aber sich charakteristisch unterscheidenden Sequenzen sowie die zahlreichen H5N1 Wildvogelfunde ohne begleitende Geflügelfälle gar nicht erklärbar.

    Womit ist das zu begründen? Bei Nutzgeflügel kam es ja zu gar keinen Ausbrüchen. Die Gründe für die durchweg negativen Ergebnisse der Beprobungen haben wir bereits ausführlich erörtert. Offensichtlich sind die angewendeten Testverfahren, der Probenentnahmemodus, oder beides, nicht ausreichend sensitiv, um H5N1 nachzuweisen.

    Das würde in Europa nur Sinn machen, wenn es Hinweise gäbe, dass H5N1 bei Geflügel zirkuliert, und wäre ein klares Plädoyer für die Aufstallung. H5N1 wurde in Europa auch bei Geflügel jedoch nur im Rahmen der wenigen, bekannt gewordenen Ausbrüche nachgewiesen.

    "Nachweislich" ist nur, dass es in Europa zu keiner seuchenartigen Verbreitung mit entsprechender Erkrankung gekommen ist. Gerade das spricht aber angesichts der molekulargenetischen Befunde für eine schleichende, unmerkliche, durch überwiegend subklinische Verläufe geprägte, sukzessive Ausbreitung.

    Übrigens ist es bislang nicht gelungen, auch nur ein Element einer Ausbreitung durch Geflügelimporte, Dünger, Futter etc durch Positivproben zu belegen.

    Auch die Verbindung England Ungarn wurde ja, wohlgemerkt, molekulargenetisch und nicht etwas durch Identifizierung der Vektoren belegt.
     
  18. #18 Vogelklappe, 2. Juli 2007
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    Die Hong Kong-Klade ist doch nicht weniger gefährlich für den Menschen als die Quinghai- ? Um so mehr verwundert das laxe Vorgehen der Behörden:
    Bestenfalls kann man daraus schließen, daß die Gefährdung von Menschen durch Wildvögel als äußerst gering eingeschätzt wird, und die Praxis (fehlende Humaninfektionen aus dieser Quelle) bestätigt dies sogar. Nur ein positiver Vogel im Markt war jetzt wohl einer zu viel...
    Das kann doch nur heißen, daß sich das Virus in (über)lebenden Wirten verändert hat.
    Sehe ich nicht so, denn es ist ja wohl davon auszugehen, daß die gängigen Tests an Proben von lebenden, infizierten Vögeln validiert wurden (woran sonst) ? Es kann genauso gut bedeuten, daß in den gängigen (Kot-, Tracheal-, etc.) Proben mangels ausreichender Virusdosis nichts gefunden wird und die akut erkrankten zu schnell sterben. Eine horizontale Übertragung ist damit unwahrscheinlich, weil eine nicht auffindbare Virusmenge über die Ausscheidungen auch nicht für eine Ansteckung ausreichen muß, es sei denn, das Tier wird in toto (an)gefressen. Das würde die vereinzelten Greifvogelfunde erklären, die aber bestimmt keine Enten und Schwäne verzehrt haben.
    Es kam doch zu Ausbrüchen (Todesfällen) bei Nutzgeflügel, nur nicht in örtlichem Zusammenhang mit Wildvögeln, deshalb mußte ja plötzlich potentiell kontaminierte Einstreu herhalten (und führte damit die Aufstallung ad absurdum). Bei Geflügel, das innerhalb von Stunden in großer Zahl verstirbt und dessen Testergebnis besätigt wird, sind die gängigen Verfahren offenbar ausreichend. Außerdem wurde vor kurzem in Tschechien H5N1 in (noch) nicht erkrankten Hühnern gefunden, dazu lautete meine Frage, ob dies innerhalb der Inkubationszeit war. Das vereinzelte Auftreten bei intensiver Geflügelhaltung spricht für immer neue Einträge.
    Und auch nicht eine Direktübertragung auf Stallgeflügel durch Wildvögel.
     
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  20. #19 Gänseerpel, 2. Juli 2007
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    Die Sequenzen aus Hongkong sind nicht veröffentlicht. Da kein direkter Bezug zu den Ausbrüchen in Europa ersichtlich ist, schlage ich vor, die beiden Themen in getrennten Threads zu erörtern.

    Genau das ist ja die hier jetzt schon vielfach dargestellte Schlussfolgerung.

    Wenn man weiter oben feststellt, "dass sich das Virus in (über)lebenden Wirten verändert hat", wird man konzedieren müssen, dass das Virus auch vorhanden und damit nachweisbar sein muss. Wer die Behauptung aufstellt, die ausgeschiedenen Virustiter seinen unter den Dosen, die für eine Transmission erforderlich sind, bewegt ich auf dünnem Eis, denn dafür gibt es kaum Belege. Weiter oben wurden Arbeiten zitiert, in denen Daten vorgelegt werden, die für Klade 2.2 bei vielen Vogelarten das Gegenteil belegen. Auch die vielzitierten Angaben bei Tauben sind widersprüchlich. Darüber hinaus ist der Rückschluss, leichte Erkrankung führe zwangsläufig zu einer geringeren Virusausscheidung aus mehreren Gründen falsch. Im übrigen müsste dann das gleiche zumindest prinzipiell auch für Geflügel gelten. Ein offensichtlicher Irrtum.

    Der Kernpunkt ist, dass es weitaus mehr Ausbrüche bei Wildvögeln kam als bei Geflügel, denen häufig Funde bei Wildvögeln vorausgingen. Viele Länder verzeichneten Ausvrüche ausschliesslich bei Wildvögeln. Dies ist mit der Behauptung, die Infektion ginge überwiegend oder ausschliesslich von Geflügel aus, nicht in Einklang zu bringen.

    Jedenfalls ist ein vorgeblicher Schutz von Wildvögeln vor Infektion durch Hausgeflügel ein starkes Plädoyer für eine dauernde Aufstallung und letztlich das Verschwinden der Freilandhaltung. Und dies nur auf der Basis weitgehend unbewiesener Überlegungen der Verbreitung von H5N1 über Futter, Dünger und Geflügelhandel.
     
  21. Redcap

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    Ein weiterer Schutzfaktor könnte eine Impfung zumindest von Freilandgeflügel sein.
    Wäre es nicht sinnvoll eher dafür zu plädieren? Speziell Wassergeflügel wird man nicht dauerhaft einsperren können. Da es auch in "geschlossenen" Systemen zu Ausbrüchen kam, spricht eine "Indoor-Haltung" nicht gerade für eine sichere Lösung.

    OT: Achso ... kann man heute die genaue/direkte Homologie der Wildenten in Joyeux und der Puten-farm in der Nähe bestimmen?

    Zwischen der Streifengans aus Qinghai und der Wildente in Joyeux und den Puten gibt es nach der OIE ja nur 99,3% Übereinstimmung - was ja nicht viel heißt.
     
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