Hi Evy,
ich glaube, da können meine "Wilden" locker mithalten ! Wie vielleicht schon bekannt, hier in der Runde, verfüttere ich nur ein Futter, und das sind:"lebende Mehlwürmchen". Na gut, noch ein Napf mit Walnüssen. Der REWE bei uns, bietet schon seit langem, fast das ganze Jahr über, große Tüten mit ungeschälten Erdnüssen, auch ganze Walnüsse in 500g Tüte, ca. 30 mm große. Jetzt komme ich wieder zu den lebenden Mehlwürmchen, die bekomme ich vom Züchter, leider in viel zu kleiner Größe geliefert, so das ich sie mindestens 1,5 Wochen, erst mit groben Haferflocken und Karottenscheibchen groß ziehen muss, damit sie die gewünschte Größe haben. Die, die versteckt irgend wo außerplanmäßig zu groß, d.h. zu fett geworden sind, die verfüttere ich NICHT mehr, die friere ich dann zusammen mit den starren Larven und Käferchen ein. Die tun mir zwar leid, ein jedes mal, aber anders kann ich es nicht machen. Der Aufwand, ist riesig und dies kann wahrscheinlich nur ein Rentner wie ich es bin machen. Nun zur Fütterung selbst: In den letzten Jahren, blieb ich meistens am offenen Badefenster stehen, so das die Bibis ( Meisen und Rotkehlchen) sich schon trauen mussten, mir näher zu kommen, so bis auf 80 cm. Blieb ich weiter weg, war die ganze Spatzenklique da und räumte in Nullkommanix, beide Näpfe leer, also wieder dabei stehen bleiben, sonst gucken die Bibis in die Röhre. Seit das Amselmännchen kommt, muss ich wegen ihr, auf 2,5 m Abstand halten, sonst dreht sie wieder um. Zum Glück, kommen, aus irgend einem Grund, die Spatzen und nun auch die Tauben gar nicht mehr hier zu mir. Bis auf 2 Ausnahmen, aber es war eine ewige Hetzjagd, zwischen 2 Fenstern hin und her. Aber bestimmt, spätestens im Frühjahr, werden alle wieder da sein. So, nun zum Appetit der Bibis, also der Meisen, Rotkehlchen und Amsel. Morgens nach der Dämmerung, werden die beiden Würmchen-Näpfe gefüllt, jeweils mit ca. 40 großen Mehlwürmchen, meist ist das Rotkehlchen als erstes zur Stelle, ist auch die flinkeste im Abräumen, so schnell kann man gar nicht verfolgen, auf den Fensterrahmen, mich kess angesehen, 2 Knickschen gemacht, wie ein Mädchen, das sich artig bedankt, und der Zugriff und Abflug, ist fast eins. Das geht irre schnell. Manches mal, kommt sie gleich noch einmal, wenn nicht gerade die Amsel schon Platz genommen hat, denn die nimmt, etwa 2 auf, herum drehen und sichern, eine Zeit lang beobachten, ob sie einen Angreifer sieht, denn hinten hat sie ja keine Augen, dann wieder zum Napf und so geht das weiter, etwa 8 bis 10 Würmchen, dann der Abflug, runter zur Hecke, oder in den kl. Baum. Die Bibis, also die Meisen, die kommen dann ununterbrochen, das geht wie am Flugzeugträger, das An und Ab-Fliegen. Mittlerweile hab ich dann schon einmal nachgefüllt, denn in den ersten 8 Min. ist meistens alles weg. Dann geht es nur noch langsam, denn sie sind alle satt. Der weitere Rhythmus das nachfüllen in den nächsten 20 - 40 Minuten ist dann unterschiedlich und gegen Mittag, meist 12:30 und 15°° Uhr, ist fast tote Hose. Da sind sie weiter weg und sie kommen nur vereinzelt vorbei. Bibi-TUCK-TUCK, mein geliebtes Amselmännchen, kommt auch unterschiedlich, mal morgens nur 1 x, mal alle 30 oder 60 Min. bis zu 3 bis 4 x vorbei. Sie blieb aber auch schon mal 2, einmal 5 Wochen ganz weg, ( da war sie in der Mauser, sah ganz gerupft aus, als sie wieder kam.
Ich hatte schon an anderer Stelle berichtet, das ich die Vogelzählung vom NABU für total daneben halte, auch ein Ornithologe wollte nicht zuhören, aber es ist so, wenn die die Bürger bitten, mal zu zählen, ist das praktisch nichts aussagend, denn diese Ergebnisse, mal Samstags gegen Mittag zu zählen, wenn die meisten mal Zeit haben, das ist Unfug und eben total daneben. Eine Vogelzählung, muss meiner Meinung nach, immer in den frühen Morgenstunden stattfinden, - ich als gelernter Handwerker, hasse Pfusch, und diese Zählungen, sind nun mal Pfusch, das kann man auch sein lassen. Alles Liebe, zu deinen Wilden und viel Vergnügen, wünsche ich euch. L.G. vom Ingmar.