Wird die Lebenserwartung durch Medikamente vermindert?

Diskutiere Wird die Lebenserwartung durch Medikamente vermindert? im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo, stelle die Frage so, wie sie oden im Satz steht und zwar: Wird die Lebenserwartung durch Medikamente beim Welli vermindert? Natürlich ist...

  1. #1 cindy+freddy, 13. Januar 2007
    cindy+freddy

    cindy+freddy Guest

    Hallo, stelle die Frage so, wie sie oden im Satz steht und zwar:
    Wird die Lebenserwartung durch Medikamente beim Welli vermindert?
    Natürlich ist es wichtig das man zum Arzt geht wenn das Tierchen was hat, wir gehen ja auch zum Arzt wenn uns was weh tut, von dem her eine Selbstverständlichkeit. Aber sind die Medikamente so gut für den Vogel? Ich weiß das sie zum Beispiel ungebetene Gäste abtöten können aber schadet dieses Medikament dem Welli nicht? Im allgemeinen meine ich das jetzt, gibt ja sicher schon ein paar Medikamente.
    Mich würde das mal sehr interessieren.

    Hoffe, es ist nicht schlimm das ich deswegen einen neuen Thread eröffnet habe, aber seit längerem denke ich schon darüber nach und ich glaube, hier gute Antworten zu bekommen.

    Viele liebe Grüße
     
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  3. D@niel

    D@niel Guest

    Hallo,

    fast alle Medikamente haben Nebenwirkungen. Antibiotika haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie neben den pathogenen Erregern auch die ''guten'' Bakterien vernichten. Viele Pilzmittel sind sehr leber-/nierentoxisch, d.h. sie gehen auf die Leber (bei einigen Antbiotika wird das nicht anders sein) und es wäre denkbar, dass dadurch Leberschäden oder dergleichen entstehen.
    Zusammenfassend gesagt belasten sie den Körper schon. Dass sie aber die ohnhin nicht wirklich hohe Lebenserwartung der Vögel beträchtlich senken, glaube ich nicht.
     
  4. Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Im Wesentlichen sehe ich es wie Daniel. Wenn die Medikament aber überdosiert werden bzw. zu lange gegeben werden oder auch falsch augewählt sind und das passiert bei der Behandlung von Vögeln nach nicht selten, dass häufig erstmal ins Blaue hinein verschrieben wird, dann senken sie m.M. nach die Lebenserwartung.
     
  5. D@niel

    D@niel Guest

    ... oder der Vogel fällt gleich von der Stange, wenn mans mal drastisch ausdrückt ...
     
  6. #5 cindy+freddy, 13. Januar 2007
    cindy+freddy

    cindy+freddy Guest

    Danke für eure Beiträge, das klingt logisch.
    Vor längerer Zeit war ich mit meinen Vögeln Cindy und Freddy beim VK TA wegen Verdacht auf Milben. Er hat die Milben genauer unter die Lupe genommen und eine Diagnose gestellt. Danach wurde meinen Piepmätzen ein Medikament in den Nacken geträufelt. Nach einer Woche musste ich dann nochmals hin zur Bekämpfung der Milbeneier. Leider kenne ich mich mit Medikamenten nicht so aus, würde aber gerne Wissen in wiefern das Medikament für die Vögel schädlich ist, oder auch nicht.
    Was mich auch noch interessiert:
    Mir ist aufgefallen das die Wellis vor ca. 15 Jahren älter geworden sind als heute. Meine Mutter hatte früher ein Wellipärchen, das ein stolzes Alter von 16 Jahren erreicht hat8o Sie sind beide an Altersschwäche gestorben, so der damalige TA, es wurden keine Tumore o.ä. entdeckt. Danach holte sie sich wieder einen kleinen Schwarm an Wellis, die allesamt nicht einmal ein Alter von 10 Jahren erreicht haben. Sie wurden gleich gut behandelt wie die Ehemaligen, nur auffällig war, das sie viel häufiger erkrankten und dementsprechend auch mit Medikamenten behandelt wurden.
    Auf was ist dieser Altersverlust zurückzuführen? Evtl. auf die Züchtung? Warum erkranken Wellis hauptsächlich an Tumoren bevor sie sterben?
    Kann man anhand dieses Beispiels davon ausgehen, das bei dem 2. Wellischwarm Medikamente der Auslöser zum Tod waren?

    Sorry, dass ich so viele Fragen stelle, aber mich besorgt das ganze ein bisschen, weil ich selber erlebt habe wie der 2. Wellischwarm von dannen gegangen ist und es war sehr traurig mitanzusehen, wie sie quasi an Krankheiten gestorben sind. (Natürlich wurden sie eingeschläfert um ihnen den Leidensweg zu ersparen)
     
  7. #6 Andrea 62, 13. Januar 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Januar 2007
    Andrea 62

    Andrea 62 Guest

    Tja, das traurige Thema hatten wir schon einige Male hier. Es ist so, dass das Durchschnittsalter der Wellensittiche wohl nur noch bei ca. 6 Jahren liegt. Gründe: Inzucht, Verpaarungen wg. best. Merkmalen und deshalb Summierung von genetischen Defekten, Massenzuchten unter schlechten Bedingungen usw. und deshalb erhöhte Anfälligkeit. Die WS heute bekommen häufiger Tumore, schon im jugendlichen Alter.
    Als weiteren Faktor würde ich noch die häufig falsche Fütterung ansehen. Während es früher nur einige Saatenmischungen gab, wird heutzutage die Palette an Futter immer größer. Futter mit künstl. Vitaminen und sonstigen Zusätzen, die ganze Palette Knabberzeugs ect., zusätzlich noch Vitaminpräparate, viele Vögel werden damit dick und krank gefüttert (Leber- u. Nierenschäden).
    Die Vögel werden häufiger krank und häufiger behandelt, das stimmt. Ist aber nicht nur bei Vögeln so, sondern auch bei anderen Kleintieren und Zierfischen. Die Gründe sind m.M. nach die gleichen wie oben.
    Das Milbenmittel, dass Dein WS bekommen hat, war bestimmt Ivomec (Wirkstoff: Ivermectin http://www.vetpharm.unizh.ch/wir/00007028/8867__F.htm siehe "Toxizität"). Haben meine auch schon bekommen. Das Mittel ist natürlich eine Belastung für den Körper, denn es ist ja ein Gift, aber die Milben müssen ja weg. Wenn der Vogel ansonsten gesund ist, wird der Körper (Leber) das aber verkraften. Es kommt auch dabei auf die richtige Dosierung an und dass es nicht allzu häufig gegeben werden muss.
     
  8. kace63

    kace63 Foren-Guru mZg

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    Nicht die Medikamente senken die Lebenserwartung sondern die Krankheiten wegen der man sie verabreichen muß!
    Ein gesunder Vogel , der Zeit seines Lebens keinen Tierarzt sehen muß , wird logischerweise älter als einer der dauernd irgendwelche Krankheiten hat
     
  9. #8 cindy+freddy, 15. Januar 2007
    cindy+freddy

    cindy+freddy Guest

    Da stimme ich dir zu!
    Nur leider gibt es kaum einen Welli der Zeit seines Lebens keinen TA sehen muss. Selbst wenn man die Haltungsbedinungen strikt einhält, ist das leider keine Garantie dafür das der Welli immer fit und gesund ist.
    Daher war die Frage ja auch an den Ernstfall gerichtet, inwiefern Medikamente schaden falls eine Erkrankung auftaucht und darauf sind ja auch schon ausführliche Antworten eingegangen. Ich denke, es gibt eine ganze Palette an Erkrankungen die nicht auf Haltungsfehler zurückzuführen sind, sondern auf die o.g. Zeilen.
     
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  11. Lemon

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    So drastisch ausgedrückt ist das gar nicht, hab' ich leider selber schon erlebt. Mein zweites Wellimännchen, Ferdi II, war mal krank und ich bin mit ihm zum TA. Da wusste ich noch nicht, dass es extra vogelkundige TAs gibt und welche Tests sinnvoll/notwendig sind. Da habe mich natürlich auf das Urteil meines Docs verlassen.
    Das Ende von Lied? Ein falsch dosiertes, auf Verdacht verabreichtes Antibiotikum, Ferdi starb noch in der Nacht nach dem TA-Besuch.

    Seitdem musste ich (toi toi toi) zu keinem TA mehr, habe mir aber schon vorsorglich eine vk TÄ gesucht. :)
     
  12. Saskia137

    Saskia137 Foren-Guru

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    Also die "drastische" Ausdrucksweise hatte auch mein Schatz schon erleben müssen. Nicht vkTA, Welli bekam auf Verdacht ne Vitaminspritze und überlebte danach keine 24 Stunden. Diese Erfahrung mußte mein Schatz als Jugendlicher früher leider mehr als einmal machen.

    Mit unseren waren wir bisher nur mit unserem flugunfähigen Asterix beim TA und sie meinte, bei ihm wäre die Milbenbehandlung mit Ivomec für die Leber zu schädlich und ich sollte lieber die Milben mit Öl/Fett (z.B.Vaseline) ersticken. Asterix kam aus sehr schlechter Haltung und hatte extremen Mineralien- und Vitaminmangel, weshalb die TÄ meinte, bei ihm wäre es eindeutig besser, die langwierigere Milbenbehandlung (tägl. über ca. 3 Wochen einölen der betroffenen Partien und später ab und an nochmal Nachbehandlung, weil ab und an vereinzelte Milben an anderen Stellen des Vogelkörpers überleben) zu wählen, als die Chemikeule. Da neben Asterix noch 3 weitere Wellis Grabmilbenbefall hatten (konnte ich am Anfang auch nicht wirklich identifizieren und er war noch relativ schwach, so dass es nicht als was ungewöhnliches optisch aufgefallen war), hab ich dann alle prophylaktisch über 2 Wochen und die befallenen Wellis über fast 4 Wochen behandelt.

    Bzgl. dem Krank werden, was Kace auch schon angesprochen hat, gibt es aber schon Möglichkeiten, der Prophylaxe. Z.B. beim Futter auf Fettmacher (z.B. Knabberstangen mit Honig und Bäckereinebenerzeugnissen, Mauserhilfe, Sprechperlen, ...) zu verzichten. Möglicherweise bei leicht kränkelnden Tieren ab und an mal mit homöopat. Mitteln das Immunsystem stärken (Propolis, Echinacea) oder auch mit Kräutern und bestimmter Nahrung (Zwiebel, Knoblauch, ...) den kleinen auf die Sprünge helfen.
     
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