Wölfinnen in Hessen

Diskutiere Wölfinnen in Hessen im Hunde Forum im Bereich Tierforen; Am Montag kam in HR1 im Radio, dass 2 Wölfinnen in Hessen sesshaft geworden sind. Eine ist seit über einem halben Jahr im Vogelsbergkreis immer...

  1. #1 Cyano - 1987, 19.12.2019
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    Am Montag kam in HR1 im Radio, dass 2 Wölfinnen in Hessen sesshaft geworden sind. Eine ist seit über einem halben Jahr im Vogelsbergkreis immer wieder gesehen, oder Spuren gesichtet worden. Vorige Woche sah ich beim Spaziergang mit dem Hund mehrere Spuren im Matsch, die gefroren waren. Am nächsten Morgen nahm ich ein Lineal mit. Von der Ferse bis zur Krallenspitze satte 14 cm. Die Wöfin ist dann, wenn sie weiter in der Richtung schnürte, direkt an der Siedlung vorbei gegangen, etwa 200m von meiner Wohnung.
     
  2. #2 Alfred Klein, 19.12.2019
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    Du wirst Dich aber deshalb hoffentlich nicht fürchten. ;)
     
  3. #3 Sam & Zora, 19.12.2019
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    Was macht dich so sicher, dass die Spuren von einem Wolf bzw. einer Wölfin stammen?
     
  4. #4 Cyano - 1987, 19.12.2019
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    Die Ferse ist nicht nach außen rund, sondern flach, oder nach innen rund. Fotos hat der Förster als Wolfsspuren identifiziert, Außerdem haben Kolleginnen von ambulanten Pflegediensten die Wölfin in der Dunkelheit in der Gegend gesehen. Wie gesagt, das Tier ist offiziell als seit einem halben Jahr im VB-Kreis ansässig anerkannt.
     
  5. #5 speedcats, 19.12.2019
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    Tolle Nachrichten. Wobei dicht besiedelte Gegenden nicht gerade zukunftsversprechend für die Wölfe sind.
    Da wo ich her komme gibt es Wölfe und Bären in freien Wildbahn!
     
  6. #6 1941heinrich, 20.12.2019
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    Auch hier bei uns sind Wölfe bis auf Sichtweite heran gekommen. Leider sind auch schon Schafe gerissen worden.
     
  7. #7 swift_w, 20.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2019
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    Hallo zusammen,

    der obere Vogelsberg ist dünn besiedelt - Naturpark Hoher Vogelsberg.
    Hab gestern in ner Zeitung gelesen:
    Eine Wölfin wurde wohl an verschiedenen Stellen nachgewiesen - u.a. beim hochgelegen bei Ulrichstein,
    Feldatal und Lautertal.
    Wenn sie bis 12. Januar dort bleibt geht man davon aus dass sie Reviere gründen wollen.

    Bestätigt: Wolf riss Kalb bei Ulrichstein - Landwirte üben Kritik an Politik | Ulrichstein

    Ab sofort getraue ich mich nur noch wolfgeschützt mit "Ritterrüstung" in Natur u. Wald im westl. Vogelsbergkreis.
    Kann dann zwar nicht mehr schnell auf den nächsten Baum flüchten - laufe mir aber hoffenlich keinen "Wolf." :D

    VG
    Swift_w
     
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  8. #8 swift_w, 20.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2019
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  9. #9 Alfred Klein, 21.12.2019
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    Ich habe mir den Link von Post 7 mal angesehen. Das Kalb wog mindestens 35Kg und lag außerhalb der Umzäunung. Ob ein Wolf ein derart schweres Tier durch die Umzäunung schleppen kann weiß ich nicht, auch nicht wie viel ein Wolf wiegt. Kommt mir jedoch etwas seltsam vor. Könnte mir vorstellen daß das Kalb irgendwie selbst dahin gelangt war.
    Daß der Wolf vorbei kommt wenn auf dem Feld gearbeitet wird kann ich mir vorstellen. Die Bauern werden wohl wenig zu Fuß arbeiten und irgendwelche Maschinen, Traktoren, werden von Tieren meist nicht oder wenig beachtet da es tote Gegenstände sind.
    Wegen Sicherheitsgefühl: Eine Bache mit Frischlingen kann durchaus gefährlicher sein als ein Wolf. Da braucht man dann echt eine Rüstung. :zwinker:
     
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  10. #10 Alfred Klein, 21.12.2019
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    Um derartiges zu verhindern hatten die Schäfer in früheren Zeiten Hütehunde. Hier Schäferhunde, in Italien etwas größeres, Molosser. Möchte den Wolf sehen der sich auch nur in die Nähe eines solchen italienischen Hütehundes wagen würde. Es gibt auch noch andere Hütehunde, jede Region, jedes Land, hatte welche.
    Aber solche Hunde kosten natürlich Geld. Da nimmt man dann lieber die staatliche Entschädigung mit.
     
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  11. #11 Geiercaro, 21.12.2019
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    Hier ist auch noch ein anderes Problem ,was die Hütehunde betreffen würde. Wenn Otto Normalo mit seinem Fiffi spazieren geht,der in der Regel null hört,denn er will ja nur spielen...:D da gäbe es dann wieder das nächste Problem. In der Türkei bewachen Kangals ihre Herden gegen Wölfe und auch Bären. Das sind keine Spielhunde das klappt super. Und da hat auch keiner Zäune oder so was. Aber hier ,in unseren Regionen ist das gar nicht mehr machbar. Da frisst dann ein Gesetz das andere auf und der Ärger ist vorprogrammiert.Und die Dämlichkeit mancher Zeitgenossen ist auch noch zu beachten. Das jetzt alles zu erläutern würde zu lange dauern...aber ihr wisst ja wohl,was ich damit sagen will :idee:
     
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  12. Ingo

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    Die Hunde sind ohne Zweifel ein starker Schutz und sehr sinnvol , da Beutegreifer es meiden, Beute zu reissen, wenn Verletzungsgefahr besteht.
    Aber unterschätz die Wölfe auch nicht. In -ich glaube Bulgarien- hatte sich mal ein einzelner Wolf darauf spezialisiert, die Herdenschutzhunde (ja, große, starke, in Gruppen auftretende) zu reißen und zu fressen.
    Die Schafe hat er in Ruhe gelassen.
     
  13. #13 Sammyspapa, 21.12.2019
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    Nicht umsonst haben viele Herdenschutzhunde in den jeweiligen Ländern große stabile Stachelhalsbänder an, da sonst der Schwund an Hunden allem Anschein nach zu hoch ist.
     
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  14. #14 Cyano - 1987, 06.01.2020
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    Ich habe heute an derselben Stelle wieder Wolfsspuren in die gegengesetzte Richtung, Mücke-Bernsfeld gesehen. Die Wölfin hat dann wohl in meiner Nähe die A5 unterquert.
     
  15. #15 Cyano - 1987, 10.03.2020
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    Am 8.3.2020 habe ich in ca 300m Entfernung von den beiden ersten Spurensichtungen wieder Spuren gesehen.
    GW1166f, so die Bezeichnung der Grauwölfin, wurde bisher durch DNA-Spuren an gerissenen Tieren bei Ulrichstein in über 6 Monaten Abstand (zuerst am 21.02.2019 bei Kathus im Landkreis Hersfeld-Rotenburg) nachgewiesen und gilt damit, als in der Region, v.a. im Landkreis Vogelsberg ansässig. Sie wurde auch schon mehrmals fotografiert.
     
  16. #16 terra1964, 10.03.2020
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    Naturschutz hin, Naturschutz her. Wenn das erste Kind vom Spielplatz weggefressen wurde wird die gute Stimmung gegenüber dem Wolf kippen .
    Gruß
    Terra
     
  17. Gin

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  18. #18 Friedhelm, 10.03.2020
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    Was passiert mit den alten Hunden denn es werden ja wenigstens zwei Hunde bei der Schafsherde sein, werden die dann getötet und ersetzt?
    Herdenschutzhunde sind auch für Menschen nicht ungefährlich weil sehr viele Menschen überhaupt nichts von den Hunden wissen.
    Bald fängt die Lammzeit an, es gibt nichts niedlicheres als kleine Lämmer, viele Kinder und auch Erwachsene haben das Bedürfnis die Kuscheltiere anzufassen, kommen dem Zaun immer Näher, ich weiß das aus Erfahrung weil wir selber Familien Schafe halten.
    Herdenschutzhunde sind in einsame Gebiete sicherlich hilfreiche, aber bei uns nicht für jeden Schafhalter geeignet.
    Was nützt eine finanzielle Entschädigung wenn man Morgens die toten Schafe findet, besonders wenn vielleicht auch noch Flaschenlämmer dabei waren.
    Ich habe nichts gegen Wölfe, das sind wunderschöne Tiere und sollten nicht ohne triftigen Grund abgeschossen werden.Friedhelm
     
  19. #19 Alfred Klein, 10.03.2020
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    Friedhelm, es müssen ja nicht unbedingt Hunde sein. Da gab es mal einen Bericht über Alpacas und Lamas in Südamerika. An die traut sich auch so schnell kein Wolf, die weichen einfach nicht.
    Gib mal "alpacas und wölfe" bei Google ein. Und Lamas sind keine Hunde, wohl keine Gefahr für Menschen.
     
  20. Gin

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    Interessant Alfred!

    Vom letzten Sardinien Urlaub kenne ich den riesen Schreck von Wachhund und Spaziergang an einer Feigenplantage entlang. Hui...
    Ein Alpaka hätte Herzklopfen anderer Art hervor gebracht.
     
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