Wunden unter Fluegeln

Diskutiere Wunden unter Fluegeln im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hi, ich habe ein Rosenkoepfchenpaar bei dem ich allmaehlig annehme, dass die Verpaarung nicht so richtig gut ist. Aber dazu spaeter. Einer der...

  1. Amelie

    Amelie Guest

    Hi,
    ich habe ein Rosenkoepfchenpaar bei dem ich allmaehlig annehme, dass die Verpaarung nicht so richtig gut ist. Aber dazu spaeter. Einer der beiden (Piep) hat vor einem Jahr angefangen sich die Schwanzfedern (und auch die kleinen drumherum) auszureissen, und die Federn, die neu kamen abzubeissen. Dadurch hatte er sehr lange eine recht grosse Wunde die schwer zuheilte, weil er immer dran rumgeknabbert hat. Nun ist ihm noch eine einzige Schwanzfeder geblieben, an Fliegen ist nicht mehr zu denken.
    Im Sommer hatte er sich dann Wunden an den Beinchen geknabbert, die aber zum Glueck recht schnell wieder verheilt sind. Dann ging es aber unter den Fluegeln los, zuerst unter dem linken und seit dem letzten Wochenende auch so richtig schlimm unter dem rechten. Zuerst war es nur eine kleine Stelle am Fluegelansatz und geroetete Haut und jetzt sind es Wunden, die sich unter dem ganzen Fluegel langziehen. Ich creme sie taeglich mit einer Lebertransalbe ein, und Antibiotika-Spritzen bekommet Piep auch. Hat jemand Erfahrung mit solchen Wunden und vielleicht ein paar Tipps, wie man sie zum Heilen bringt? Rotlichbestrahlung gibt es schon, und Piep geniesst das. Ausserdem setze ich ihn tagsueber in einen Extrakaefig, weil seine "Partnerin" (Maja) ihn nicht in Ruhe laesst, staendig durch den Kaefig jagt und hackt. Abends kommen die 2 wieder zusammen, kuscheln und schlafen friedlich ein. Und das ist das 2te Problem: Ist Piep vielleicht so ein selbstzerstoererisches Nervenbuendel, weil die 2 falsch verpaart sind? Maja ist eine Zicke und Piep ziemlich unterwuerfig, dh wehrt sich nicht und krault sie, wenn er dazu "aufgefordert" wird etc. Sie laesst ihn im Gegenzug in letzter Zeit noch nichtmal mehr ans Futter, so dass er trotz grossen Appetits auch noch ziemlich abgenommen hat. Kennt Ihr so ein Verhalten? Ist das eher auf falsche Verpaarung oder auf das Schwaecheln eines Vogel zurueckzufuehren, auf dem dann rumgehackt werden kann?

    Viele Gruesse erstmal,
    Amelie
     
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  3. #2 claudia k., 6. Oktober 2003
    Zuletzt bearbeitet: 6. Oktober 2003
    claudia k.

    claudia k. Moderatorin
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    hallo amelie,

    wenn ich sowas lese gehen direkt meine persönlichen alarmlampen an. 8o

    das kann sehr gut sein, dass piep so drangsaliert wird, weil er schwach ist und sich nicht richtig durchsetzen kann. genau das habe ich bei meinem rosenköpfchenpaar auch beobachtet, und sie getrennt (zumindest stundenweise).


    aber worauf ich eigentlich hinaus will,

    bring piep bitte unbedingt zu einem vogelkundigen tierarzt. es muss eine ursache für seine selbstverstümmelungen geben, und ich tippe mal ganz stark auf die leber.
    geh bitte schnell zum ta.

    gruß,
    claudia

    p.s. kann sein, dass ich falsch liege, aber die sympthome (füße aufbeißen und unter den flügeln aufbeißen sind ganz typisch für eine vergrößerte leber. da die leber nicht richtig entgiften kann, entgiftet der körper über die haut, und das juckt und/oder brennt, deswegen picken sie sich auf.
    ein ta kann das mit einem röntgenbild, oder einer blutuntersuchung feststellen.
     
  4. Spatz1967

    Spatz1967 in dubio pro animale

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    Hallo,
    neben einer Funktionsstörung der Leber kann auch das erwähnte gestörte Fortpflanzungsgeschehen Ursache des
    Federpickens sein. Auch ein Mangel an Vit.B, Methionin (!), Cystin oder Zink kann Juckreiz durch verlangsamtes
    Federwachstum auslösen (Federn bleiben dann zulange in den Federscheiden). Auch eine innrere (chronische) Erkrankung kann
    diese Symptome bewirken (bei Luftsackentzündung z.B. werden-wie von Dir beschrieben-die bepickten Areale mit der Zeit
    immer größer). Auch endokrine Störungen oder Hypothyreodismus kommen in frage.
    Ich würde Dir auch dringend raten, einen Vogeltierarzt aufzusuchen-auch,wenn er vielleicht ein bißchen weiter weg wohnen
    sollte.

    Ines
     
  5. Amelie

    Amelie Guest

    Wunde unter Fluegel

    Hi,

    bei einem vogelkundigen Tierarzt bin ich mit Piep ziemlich regelmaessig seit einem Jahr, das Blut wurde noch nicht untersucht, bei der Kotuntersuchung wurde aber wohl der Lebererkrankungsverdacht beruecksichtigt. Ich weiss nat. nicht, ob man das damit auch rausfinden kann. Haben die Piepser nicht eigentlich zu wenig Blut, um es ihnen fuer eine Untersuchung abnehmen zu duerfen? Ich werde mal nachfragen. An Vitaminen bekommen sie immer frisches Obst etc und jetzt auch Vitacombex V ins Trinkwasser.
    Solange Piep weiter so schwach ist, bleiben die 2 erstmal tagsueber getrennt, habe mir eine Kaefig-Konstruktion ueberlegt, bei der sie, wenn sie unbedingt wollen, trotzdem zusammenhocken koennen. Mal sehen, ob es funktioniert :-)

    Gruss und danke,
    Amelie
     
  6. #5 claudia k., 9. Oktober 2003
    claudia k.

    claudia k. Moderatorin
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    hallo amelie,

    wenn der ta diesen verdacht schon hat, warum untersucht er nicht dementsprechend weiter?! :?
    der vogel muss geröntgt werden, und wenn sich der verdacht bestätigt, muss er eine leberunterstützende behandlung bekommen.

    durch nichts tun wird nichts besser, höchstens schlimmer, wenn es an der leber liegt! diese krankheit kann lebensbedrohlich werden.

    deinen ta verstehe ich überhaupt nicht.

    was du für deinen pieps auf jeden fall tun kannst, was ihm auch nicht schadet, falls die leber doch gesund sein sollte:
    gib ihm mariendistelextrakt übers futter.
    ich habe mir z.b. die kapseln für menschen aus der apotheke geholt, alle geöffnet und das pulver in einen salzstreuer gefüllt. so kannst du jeden morgen damit das futter bestäuben, so wie ein frühstücksei. ;)
    so bekommt die leber zumindest schon mal unterstützung ohne irgendwelche nebenwirkungen. der gesunde vogel kann dieses pulver ruhig mitfressen, falls sie beide aus einem napf fressen.

    falls du noch mehr wissen möchtest, wie du piep's leber unterstützen kannst, sag bescheid.

    gruß,
    claudia
     
  7. #6 claudia k., 9. Oktober 2003
    claudia k.

    claudia k. Moderatorin
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    huch! nicht richtig gelesen!
    "der verdacht wurde berücksichtigt", steht da ja. :~

    hmmm, ob man das nur am kot feststellen kann? wäre mir neu.

    die züchter sagten damals für diese diagnose bedarf es nur einen tropfen blut.

    mein ta hat es damals zweifelsfrei durch ein röntgenbild festgestellt.

    je nach größe der leber kann der ta sie auch ertasten.

    gruß,
    claudia
     
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  9. Amelie

    Amelie Guest

    Hallo mal wieder - update,
    danke fuer den Mariendistel extrakt-Tipp, habe ich besorgt. Du (Claudia) hast gesagt, dass Du noch mehr Infos auf Lager hast?
    Im Lauf der letzten Woche hatte sich Pieps Zustand von Tag zu Tag verbessert, die Wunden heilten supergut ab, keine Naessen mehr, kein Schorf mehr, und er wurde immer lebendiger, so dass ich dachte, dass er nun die Kurve kriegt. Puh! Als ich gestern dann nach Hause kam, sass ein zerzaustes Federhaeufchen auf der Stange, und es war zu sehen, dass es unter den Fluegeln wieder schlimmer geworden ist. Ausserdem ist ein Beinchen auch wieder "befallen". Ich glaube nun eher nicht mehr, dass er sich die Wunden selbst zufuegt. Hautkrankheiten sind bei Voegeln wohl noch nicht erforscht, was? Seit gestern sitzt Piep (weiterhin alleine) in einem fuer ihn neuen grossen Kaefig. Ich habe die Voliere geteilt, so dass die Piepser sich naeher sein koennen, wenn sie wollen. Vielleicht hat ihn das zusaetzlich aufgeregt ...

    Bis denn erstmal,
    Amelie
     
  10. claudia k.

    claudia k. Moderatorin
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    hallo amelie,

    du schriebst "der lebererkrankungsverdacht wurde berücksichtigt". was heißt das jetzt genau? wurde er ausgeschlossen, oder steht er noch im raum?

    wenn er ausgeschlossen wurde hat pieps offensichtlich dieses bei agas und wellies häufig vorkommende ema-syndrom.
    da kann man meines wissens tatsächlich nicht mehr tun als die symphtome behandeln, weil man noch zu wenig über die ursache und heilung weiss.
    wenn du das mal bei google eingibst, bekommst du jede menge infos.

    wenn der verdacht der lebererkrankung noch im raum steht, solltest du das deffinitiv durch einen eventuell weiteren vogelkundigen ta feststellen lassen.
    mich hat man damals auch nicht ernst genommen, erst der dritte ta hat meine berta geröntgt und diese befürchtung bestätigt!

    in diesem fall muss die leber geschont werden, also möglichst fettloses futter (keine sonnenblumenkerne!, kein keimfutter), und außerdem unterstützt werden. meine berta bekommt nun schon seit ca. 3 jahren phytorenal-f ins trinkwasser (immer eine woche im wechsel). dieser saft ist pflanzlich und untersützt leber und nieren.
    berta hat er sehr gut geholfen und sie bekommt ihn für den rest ihres lebens.

    ich habe phytorenal-f hier im forum schon einmal weiterempfohlen, und diesem vogel ging es damit auch besser.

    aber wie gesagt, du solltest die leber untersuchen lassen, nicht einfach auf gut glück behandeln, damit kann man auch viel falsch machen.

    um deinen pieps ein wenig aufzupeppeln kannst du ihm hartweizengrießnudeln salzlos weichkochen und kleinschneiden.
    dass ist energiereich aber fettlos.
    falls er die nudeln nicht mag, kannst du zerkleinertes obst oder babybrei reinrühren.

    gruß,
    claudia
     
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