Zahme Wellensittiche durch gezielte Zuchtauslese?

Diskutiere Zahme Wellensittiche durch gezielte Zuchtauslese? im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hast Du denn schon den Eingangscheck gemacht? Sinnvoll ist es oft, den Eingangscheck erst nach ein paar Tagen durchzuführen. Viele Wellensittiche...

  1. arnix

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    Coco ist 12 Wochen alt und die 4 im Schwarm sind 2 Jahre alt. Ich habe aber jetzt echt ein Proplem, denn Coco versucht mit aller Kraft aus dem Käfig zu kommen, besonders wenn er die anderen hört. Er ist total erschöpft durch das ständige hin und her geflattere. Er streckt sogar schon den Kopf durch das Gitter. Wenn Ich das Türchen aufmache und die Hand hineinreiche kommt er sofort auf die Hand knappert daran und Ich kann ihn sogar durch das Zimmer tragen. Aber wehe er muß wieder in den Käfig oder hört die anderen, dann fliegt er los, und da er sich in dem Zimmer noch nicht auskennt macht er oft eine ruppige Landung. Ich weiss echt nicht wie lange ich das noch so lassen kann.
    Den Eingangscheck mache ich schon Morgen.
     
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  3. #22 Le Perruche, 10. Oktober 2010
    Le Perruche

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    Hallo arnix,

    ich habe auch nur geschrieben, dass Bienen nicht zähmbar sind.

    Dass ein Kennzeichen der künstlichen Selektion die Reduzierung der Aggressivität ist, ist doch unbestritten.
     
  4. #23 Le Perruche, 10. Oktober 2010
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    Hallo arnix,

    man steckt in den Tieren nicht drin. Ich habe ja deutlich geschrieben, dass Probleme auftreten können, aber nicht müssen.
    Da Dein junger Mann schon sehr unruhig ist, solltest Du wohl nicht viel länger als bis zum o.K. des vk TA warten.

    Beobachte die Tiere, wie sie sich verhalten und gehe erstmal davon aus, dass alles gut geht. Das wird auch meist der Fall sein.
     
  5. dustybird

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    G'day mates. Einen Wellensittich zu züchten der vielleicht sprechen kann , oder auch auf Zahmheit züchten ( so etwas gibt es nicht) Jeder Vogel hat seinen eigenen Charakter ( eben wie bei uns Menschen ) der eine lernt schnell und der andere langsamer. Da ich ein Schauwellensittich Züchter war und man hat den Wunsch an mich öfters heran getragen wurde , man möchte einen zahmen Wellensittich haben. Dies ist kein Problem gewesen. Als Schauwellensittich Züchter nimmt man die WS Babys sehr viel aus dem Nistkasten , kontrolliert den Zustand und macht die Füsschen öfters sauber vom Kot und so haben die Wellensittich keine Angst mehr vor der Hand. Nach dem flügge werden habe ich diese dann in einen Käfig getan , wenn ich dann die Hand in Käfig gehalten habe , sind die Wellensittich sofort auf die Hand gehüpft , wo ich natürlich etwas Kolbenhirse gelegt hatte. Wenn man dann noch ezwas Glück hatte ? dann können auch einiges etwas Stimmhaftes sprechen. Aber...... dies ist nicht etwas natürliches. Der Wellensittich sollte schon mit seines Gleichen umhertoben können und nicht( vermenschlichst )werden. In Queensland (OZ) gibt es zur Zeit den großen Regen, kindly regards( Gerd)
     

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  6. Carola

    Carola Foren-Guru

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    Ich sehe es wie Ingo. Es ist bisher meines Wissens noch sehr selten unternommen worden, Wellensittiche auf Wesenszüge zu züchten. Es geht doch im Grunde nur um Äußerlichkeiten wie Farbe und Gestalt.
    "Zahmheit" an sich ist natürlich sicher kein Wesenszug, auf den man züchten kann. Aber durchaus auf Gelassenheit, fehlende Angst, Neugierde. Alles Wesenszüge, die zum Zähmen letztlich hilfreich beitragen.

    Im Grunde ist es doch sogar eher so, dass Vögel, die diese Eigenschaften aufweisen, eher in Privathaushalten landen, als in der Zucht bleiben, da gerade solche Vögel von Privatkäufern aufgrund dieser "Zutraulichkeit" ausgesucht werden. Züchter, wie gesagt, legen auf andere Dinge wert. Ich kenne jedenfalls keinen ZÜchter, der sagt: Dieser Vogel kommt in die Zucht, weil er so lieb und zutraulich ist. Es sei denn, er hat zufällig auch noch passende äußere Merkmale.
     
  7. DeichShaf

    DeichShaf mfG & mZG ;)

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    Mein Verstand entspricht vielleicht nicht dem "gesunden Menschenverstand", aber er sagt mir trotzdem: Zähmung geht nur über viel Erfahrung. Und damit meine ich sowohl den Halter/Züchter als auch die Tiere. Elterntiere, die im Beisein ihrer Nestlinge keine Angst vor der Hand zeigen, vermitteln den jungen Tieren ein Gefühl von Sicherheit. Das, zusammen mit behutsamem Vorgehen durch den Züchter, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Gewöhnung an die Hand und späteres Vertrauen der Vögel.

    Ich habe kein großes Interesse, mir alles über die Hareschen Füchse anzulesen, möchte nur eine Sache als Anmerkung loswerden: Die Vergleichsgruppe hat weniger Kontakt zu Menschen als die Gruppe "zahmer" Tiere? Wieso wundert mich dann nicht, dass diese Tiere der Vergleichsgruppe auch Nachkommen haben, die nicht zahm sind?

    Es gibt soweit ich das weiß - und ich lasse mich da gern verbessern - keinen Beweis dafür, dass charakterliche Eigenschaften genetisch veranlagt sind. Bei keinem Lebewesen. Entweder es kennt eine Gefahr und verhält sich entsprechend, oder es kennt die Gefahr noch nicht und lässt dann alles mit sich machen (Pinguine zum Beispiel). Und Domestikation ist nicht mit Zähmung gleichzusetzen.
     
  8. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Muss ich was dazu sagen?

    Nur soviel:

    Nimm einen hareschen Fuschwelpen, einen Welpen der Kontrollgruppe, einen Wolfswelpen, einen Dingowelpen und einen Mopswelpen.
    Lass die alle unter gleichen Bedingungen von Hand aufziehen und vergleich dan nim Adultalter das verhalten dem Menschen gegenüber.
    Du wirst einen ganz erheblichen Einfluiss der Domestikation feststellen!
    Nichts spricht dagegen, dass das auch bei Vögeln geht.
    Allerdings müsste man da von vorne anfangen, da Furchtlosigkeit bisher bestenfalls ein mittelbares Selektiosnkriterium der Vogelzüchter ist.
     
  9. Carola

    Carola Foren-Guru

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    Natürlich sind Wesensmerkmale genetisch veranlagt. Sonst würde z.B. die Zucht von Arbeitshunden nicht glücken.
     
  10. DeichShaf

    DeichShaf mfG & mZG ;)

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    Gibts dafür irgendwelche wissenschaftlichen Belege, die ich mir dazu ansehen kann?
     
  11. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Jede jede
    Menge ...und zum Beispiel auch die Auswertung der HArdeschen Fuchsexperimente :)
     
  12. DeichShaf

    DeichShaf mfG & mZG ;)

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    Wenn Du sagst Du weißt von jeder Menge Belegen, dann wärs doch ganz hübsch, mich mal mit einem Link schlau zu machen ;-)
     
  13. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Nur wo anfangen?.....es gibt buchstäblich tausende, eher wohl zehntausende diesbezügliche Publikationen.
    Ausserdem beklagen sich Vogelforenleser sehr gerne, wenn man Primärliteratur in diesen Foren zitiert und akzeptieren das quasi nur, wenn man ihnen die Paper auch gleich als PDF ins Haus schickt. Ich bin aber keine Bibliothek!
    Da Du aber gezielt fragst, suche ich wenigstens nur mal ein paar Quellen aus, die das Thema ähnlich der hier diskutierten Fragestellung angehen. Beispiel ist natürlich vor allem das Haustier, das am stärksten auf "Zahmheit" gezüchtet wurde: Der Hund:
    Einige der Paper sind inzwischen alt genug, dass sei online frei verfügbar sind:

    Byrne RW. (2003)Animal communication: what makes a dog able to understand
    its master? Curr Biol. 29;13(9):R347-8.

    Miklósi A, Kubinyi E, Topál J, Gácsi M, Virányi Z, Csányi V. (2003)A simple reason
    for a big difference: wolves do not look back at humans, but dogs do. Curr Biol.
    ;13(9):763-6.

    Gácsi M, Gyori B, Miklósi A, Virányi Z, Kubinyi E, Topál J, Csányi V.(2005)
    Species-specific differences and similarities in the behavior of hand-raised dog
    and wolf pups in social situations with humans. Dev Psychobiol.;47(2):111-22.

    Hare B, Tomasello M. (2005) Human-like social skills in dogs? Trends Cogn Sci. (9):439-44.

    Nikulina EM. (1991)Neural control of predatory aggression in wild and domesticated
    animals. Neurosci Biobehav Rev. ;15(4):545-7

    Lewejohann L, Pickel T, Sachser N, Kaiser S. Wild genius - domestic fool?
    Spatial learning abilities of wild and domestic guinea pigs. Front Zool, online Vorabveröff.

    Jakovcevic A, Elgier AM, Mustaca AE, Bentosela M. (2010) Breed differences in dogs'
    (Canis familiaris) gaze to the human face. Behav Processes. 84(2):602-7.
     
  14. Hobbit

    Hobbit Hauptsache Federn!! :-)

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    Danke für die ganze Recherche!

    Ja, ich werde sie mir alle angucken-mal sehen wie viele ich ganz lese.
    Aber das Thema interessiert mich jetzt.
     
  15. D@niel

    D@niel Guest

    Interessantes Thema; zumal mein Wissen offenbar nicht auf dem aktuellsten Stand war. Danke für die Infos!

    Selbst wenn sich beim Wellensittich eine verminderte Angstschwelle im Bezug auf den Menschen herauszüchten ließe - letzten Endes sind doch Sozialisierung, Prägung und die Erfahrung, die das einzelne Tier mit dem Menschen macht, ausschlaggebend, wie zutraulich ein Vogel wird, oder?

    Die Vorstellung, dass sich wirklich komplette Charaktareigenschaften vererben, fällt mir immer noch ein wenig schwer. Klar, die Ansätze zu den eigenen Charakterzügen vielleicht, aber durch o.g. Dinge ''entsteht'' der Charakter immerhin erst, würde ich behaupten.
     
  16. arnix

    arnix Mitglied

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    Vielleicht züchtet ihr einbfach mal von den zahmsten Vögel nach. Es wird wahrscheinlich einige Jahre dauern bis sich Erfolg einstellt. Wenn dann aber der Erfolg da ist, währe das eine feine Sache weniger ängstliche Wellis zu bekommen.
    Einfach mal ausprobieren.

    mfg
    arnix
     
  17. #36 Le Perruche, 12. Oktober 2010
    Le Perruche

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    Nun auf jeden Fall hast Du mit diesem Thread eine sehr spannende Frage gestellt.

    Ich bin allerdings von Deiner Position noch nicht überzeugt.
    Wie ich schon mehrmals gesagt habe, ist ein Grundmerkmal der Domestikation, dass es den Tieren möglich ist stressfrei in menschlicher Umgebung zu leben. Mich@el hat ja schon für die Wellensittiche das Stichwort Fluchttiere genannt.

    Das durch Selektion die Fluchtschwelle gezielt minimiert werden kann, scheint mir nicht zweifelhaft. Das aber eine Zahmheit durch Zucht herausgebildet wird, die soweit geht, dass die Vögel die menschliche Nähe geradezu suchen, möchte ich doch bezweifeln. Dieser vielfach gewünschte handzahme Vogel wird nur durch Zähming erreicht. Abgesehen davon, dass das nichts mehr mit meinem Wellensittichbild zutun hätte.
     
  18. Stephanie

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    Hallo,
    mir ist nur aufgefallen, dass einige Vögel, die ich über die Jahre gekauft haben, am Anfang schon recht zahm waren.
    Bei meinem ersten Vogel dauerte es drei Monate, bis er handzahm war, zweit später gekaufte waren von Anfang an schon sehr zutraulich.

    Zugegeben, dann kam Twitch.

    Wie ist denn das mit der Standard-Diskussion:
    Denen werden doch bestimmte Charaktereigenschaften (ruhig, eher zurückhaltend) nachgesagt - spräche das nicht für die Vererbarkeit dieser Eigenschaften?

    INteressant wäre ja in dem Zusammenhang mal zu wissen, wie sich ein neuer Wellensittich in den 50er Jahren verhalten hat und wie das Verhalten von einem heutigen abweicht.

    Ich würde vermuten, dass man Zahmheit insofern durch Zuchtwahl verstärken kann, als das Mut und Neugier selektiert werden.
    Mutige neugierige Tiere sollten doch schneller zahm werden, oder?

    @ Ingo
    Als ich diese Literaturangabe sah
    Lewejohann L, Pickel T, Sachser N, Kaiser S. Wild genius - domestic fool?
    Spatial learning abilities of wild and domestic guinea pigs. Front Zool, online Vorabveröff.

    musste ich an eine TV-Doku denken, die vor ein paar Monaten lief.
    Dort zeigte man Experimente mit einen Wolfsjungen und gleichaltrigen Hundewelpen.
    Fazit war, dass der Hund quasi in der Welpenentwicklung stehen bleib, nicht so schnell lernte wie der Wolf bzw, sich mehr nach außen (Mensch) orientierte und dort Hilfe für die Lösung des Problems suchte.

    Falls das stimmt, wäre Zahmheit bzw. Domestikation für das Tier von Nachteil, weil es damit in seiner Entwicklung zurück bliebe?
    IN dem Beitrag wurde gesagt, dass erwachsene Hunde Züge zeigten, die bei Wölfen nur im Welpenalter vorkämen und Wölfe schon sehr früh in ihrer (Individual-) Entwicklung mit den spielenden Hundewelpen nichts mehr anfangen könnten, während es in früheren Entwicklungsstadium, dem "gemeinsamen Welpenalter" (sage ich jetzt mal) keine KOmunikationsprobleme gegeben hätte.
     
  19. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Nun ja,

    das ist der bekannte Neotenie Effekt. Viele Haustiere -und auch der Mensch, der sich sozusagen selbst domestiziert hat- verbleiben lebenslang in einer kindlichen Verhaltensphase. Der Vorteil ist, dass "kindliche Neugier", Lernbereitschaft, Lernfähigkeit und Flexibilität lebenslang erhalten bleiben.
    Wer lebenslang lernt, kommt besser mit unerwarteten Situationen zurecht und verfügt mit wachsendem Alter über ein wachsendes Portfolio an vielfältigen Erfahrungen. Gerade das hat den Menschen so erfolgreich gemacht und gerade das erleichtert den Haustieren den Umgang mit uns.
    Beim Wildtier ist das im Jugerndalter ziemlich genauso, ändert sich aber im Adultalter oft dramatisch. Deshalb erscheint uns der Wolfswelpe auch so hundeähnlich und der erwachsene Wolf so fremd. Selbst, wenn es sich um das selbe Individuum handelt. Dem erwachsenen Wolf sind vor allem die sozialen Beziehungen in der Gruppe und der Erfolg beim Jagen wichtig. Was er dafür braucht, hat er als Welpe gelernt, als Adultus steht er allem neuen skeptisch gegenüber. Das ist sinnvoll, da ein erwachsenes Wildtier nicht mehr den Schutz und die Anleitung der Eltern geniesst. Neugier und Ausprobieren geht also auf eigenes Risiko und konservatives Verhalten ist in einer konstanten Umwelt viel sicherer (Curiosity killed the cat!). Zum Nachteil wird das, wenn sich die Lebenssituationen dramatisch ändern. Dann sind den Adulti solcher Arten oft zu enge Flexibilitätsgrenzen gesetzt.
     
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  21. Hobbit

    Hobbit Hauptsache Federn!! :-)

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    Hallo Stephanie,

    da sprichst du ein heißes Thema an.

    In Amerika werden oft noch Hybriden zwischen Hunden und Wölfen gehalten. Das ist ein Spiel auf Leben und Tod, denn man weiß vorher NIE ob der Mischling mehr vom Wolf oder mehr vom Hund hat- und das erkennt man nicht nur am Aussehen!

    Wölfe die in die Pubertät kommen wollen vom Menschen nichts mehr wissen, während hingegen Hunde den Menschen immer als Teil des Rudels anerkennen und auch als Chef akzeptieren (sofern der Mensch weiß wie er das zu tun hat).
    Wölfe sind ausgelegt auf Überleben, Jagen, Kämpfen- Hunde haben all diese Instinkte zwar auch, aber sie werden überlagert durch das kindliche Wesen, was ihnen immer anhaften bleibt, auch im hohen Alter.

    Selbst ein völlig verwilderter Haushund ist immer noch ein HUND und niemals so "wild" ein Wolf!
    Das hat nichts damit zu tun ob er menschenscheu ist oder gut jagen kann-er ist und bleibt ein Hund, er wird niemals wie ein "ganzer" Wolf werden.

    Du hast recht; Hunde bleiben quasi ewige Wolfswelpen. Wobei "Welpe" auch nicht ganz zutrifft; eher eine Mischung aus Welpe und Jungwolf. Ewige Welpen hingegen bleiben Kastraten, die zu früh unters Messer kamen, weil hier die nötigen Hormone zum Erwachsenwerden niemals aktiviert werden.
    Warum wohl werden gerade die Rüden so oft kastriert? Weil ihr typisch männliches Verhalten störend sein kann und somit bei früher Kastration völlig unterdrückt wird!
    Der Rüde wird nie ein Rüde, er bleibt ewig ein Mittelding zwischen Welpe und Junghund, auch wenn sein Körper älter wird!

    Aber zurück zum Wolf-Hund-Vergleich:
    Ein erwachsener Wolf hat zum Beispiel viel mehr verschiedene Arten und Signale, wie er seine Rute hält oder wie er sein Gesicht verziehen kann (Mimik) als ein Hund im selben Alter!


    Einiges haben unsere Hunde aber dennoch vom Wolf behalten: wenn unserer Hunde etwa ein halbes Jahr alt werden, kommen auch sie in die "Pubertät" und alles andere ist dann interessanter als beim Besitzer brav an der Seite zu bleiben; andererseits zeigen sie auch plötzlich Angst vor Dingen, vor denen sie vorher nicht Angst hatten.
    Wieso?
    Weil es das Alter ist, in denen ihre wilden Vorfahren das Rudel verlassen müssen, weil sie geschechtsreif werden (Inzucht vermeiden!) und in dem sie vorsichtiger werden müssen, um nicht Feinden zum Opfer zu fallen, weil ihnen der Schutz des Rudels fehlt (und viele Hundehalter wundern sich, warum der liebe süße Kleine plötzlich "schwierig" wird- er folgt nur seinem Instinkt!!).

    Wenn dich das näher interessiert, empehle ich sämtliche Literatur von Günther Bloch, einem anerkannten Wolfsforscher, der nichts anderes betreibt als vergleichende Verhaltensforschung.


    Nun aber was anderes1
    NATÜRLICH hängt es AUCH von den Umweltbedingungen ab, ob ein Vogel eher zahm wird oder nicht-aber eben nicht nur!

    Wie ein Vogel vom Wesen her wird, hängt zum einen eben von seinen Anlagen (Genen) ab und zum anderen von seiner Umwelt.
     
  22. Mich@el

    Mich@el Foren-Guru

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    Für was?
    Ich sehe da keinen Sinn drin in Jahren so etwas heran zu züchten, was ich in der kurzen Zeitspanne weiterhin bezweifel, das es funktioniert.

    Nur die Vögel die die besten Erbanlagen haben und damit meine ich nicht nur Farbschlag oder Farbintensität sondern auch Größe, Haltung, Flugeigenschaften ect ect pp, setze ich an und mein Zuchtziel ist nicht der Standart. Wobei jetzt hier keine Diskussion pro/contra Standart Ws losgehen sollte.
     
Thema:

Zahme Wellensittiche durch gezielte Zuchtauslese?

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