Zeitpunkt für 2. Tier nach Eingewöhnungszeit

Diskutiere Zeitpunkt für 2. Tier nach Eingewöhnungszeit im Amazonen Forum im Bereich Papageien; Ich habe seit über 3 Jahren eine weibliche 0,1 amazona ecuador lilacina. Sie ist bildhübsch und mein ganzer Stolz. Meine Frage: Welches ist...

  1. ypsilonia

    ypsilonia Guest

    Ich habe seit über 3 Jahren eine weibliche 0,1 amazona ecuador lilacina. Sie ist bildhübsch und mein ganzer Stolz.

    Meine Frage: Welches ist der beste Zeitpunkt für ein 2tes Tier nach einer Eingewöhnugnszeit an den Besitzer? Ich habe gelesen, dass sie mit etwa 5 Jahre geschlechtsreif werden und wegen dem hormonpegel etwas aggressiver werden.

    Hat jemand damit schon Erfahrungen gesammelt?

    Werden sie bissig?

    Kann eine Amazone, die sich schon so sehr auf mich fixiert hat, sich auf ein Partnertier einstellen?
     
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  3. Rinus

    Rinus Guest

    Hallo Ypsilonia!

    Ich habe mir dein Amazonen-Mädchen auf dem Foto angeschaut, und ich finde die Kleine auch bildhübsch. Und jetzt möchtest du ihr einen Partner geben?

    Nun, über die beste Kombination gibt es unterschiedliche Meinungen. Letztendlich kann man als Halter ohnehin nur eine Wahl treffen nach jenen Richtlinien, von denen man glaubt, dass sie den Bedürfnissen aller Beteiligten am nächsten kommen und damit die besten Aussichten auf eine glückliche Verpaarung erfüllen. Aber unterm Strich sind es dann die Amazonen selbst, die entscheiden, ob ihnen der Partner gefällt und wie weit sie sich auf ihn einlassen wollen. Mit anderen Worten: Man wird ausprobieren müssen. Bei den einen klappt die Verpaarung auf Anbieb; die Vögel scheinen nur auf einander gewartet zu haben, während die anderen länger brauchen zum Kennenlernen. Die dritte Gruppe wird sich zwar gegenseitig tolerieren, doch ohne große Anziehungskraft nebeneinander herleben, und die vierte Gruppe schließlich wird sich immer spinnefeind bleiben, so dass man von einer geglückten Vergesellschaftung nicht mehr sprechen kann. Aber so sind Amazonen eben: Sie haben ihre eigenen Vorstellungen von einer schönen Partnerschaft.

    Als Halter kann man jedoch versuchen, bestimmte ungünstige Faktoren von vornherein auszuschließen. So würde ich grundsätzlich einer noch nicht geschlechtsreifen Henne keinen geschlechtsreifen Hahn vorsetzen. Das könnte zu Aggressionen führen, wenn sich der balzende Hahn bei dem noch unbedarften Mädchen sein Recht einklagen will. Ich würde daher die Kombination älteres Weibchen/jüngeres Männchen vorziehen. Das würde ja auch in deinem Fall zutreffen, denn um sicher zu gehen, dass es hier nicht zum Ungleichgewicht kommt, sollte der neue Partner aus dem gleichen Geburtsjahr sein oder - um noch sicherer zu gehen - aus dem Jahr davor.

    Damit habe ich gleichzeitig schon verraten, was ich noch für wichtig halte, nämlich die Kombination "gegengeschlechtliche Partner derselben Amazonen-Art". Es gibt zwar genügend Beispiele von harmonierenden Vergesellschaftungen von zwei Hähnen oder zwei Hennen, wobei der eine vielleicht eine Blaustirn-Amazone ist und der andere eine Venezuela-Amazone, und es gibt keinen Grund, solche Vorlieben zu verurteilen, doch hat man die Wahl als Halter und will man sich möglichst nahe an dem Verhalten in freier Natur orientieren, so wird man mit einem gegengeschlechtlichen Paar derselben Art die besten Chancen haben.

    Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt würde ich bei einem Tier, das sich in seinem Zuhause eingelebt hat, so beantworten: jetzt sofort. Denn für eine Verpaarung ist es ja nicht Vorraussetzung, dass sich der erste Vogel erst gut mit seinem Menschen verstehen muss, bevor er einen Artgenossen bekommen darf. Die beidenTiere sollen ja in erster Linie untereinander klarkommen, und das Verhältnis zum Halter sollte dabei in den Hintergrund rücken. Je eher ein Einzelvogel einen Partnervogel erhält, desto größer ist die Aussicht, dass sie sich rasch miteinander arrangieren. Denn dein Einwand ist nicht ganz unbegründet: Eine Amazone, die lange nur mit ihrem Halter zusammengelebt hat, ist auf ihren Menschen fixiert und wird möglicherweise im ersten Moment nicht allzu viel anfangen können mit einem Artgenossen. Das muss aber nicht heißen, dass damit die gesamte Vergesellschaftung gescheitert wäre. Man sollte sich lediglich auf eine längere Kennenlern-Phase einstellen und den beiden die neue Situation eventuell erleichtern, indem man sich als Halter erst einmal unsichtbar macht, um dem Erstvogel die Fixierung auf den Menschen zu entziehen. Es kann in solchen Fälen natürlich zu Problemen kommen, und es ist realistisch, sich darauf einzustellen, doch fände ich es falsch, daraus jetzt den Schluss zu ziehen, dass man es lieber gleich ganz sein lassen sollte mit dem Verpaarungsversuch. Amazonen sind Schwarmtiere, und deshalb sollte man ihnen immer die Chance geben, mit einem Artgenossen glücklich zu leben.

    Ich sehe also keinen Grund, deiner Kleinen nicht jetzt sofort einen Partner zu suchen. Ich selbst war damals in einer ähnlichen Situation wie du. Mein Mädchen, mit dem ich erst allein gewesen bin, war 2 Jahre alt, als Max zu uns kam. Er ist genau ein Jahr jünger. Mein Pärchen gehörte leider nicht zu der Liebe-auf-den-ersten-Blick-Gruppe, sondern im Gegenteil, es hat sich gekloppt und über die Voliere gejagt, und zwar mit einer Ausdauer, dass ich dachte, das würde nie was werden mit den beiden. Ich war damals ziemlich ratlos. Doch nach etwa vier Monaten hat sich das Hierarchie-Gerangel gegeben, und heute gehen beide nicht mehr ohne grüne Begleitung vor die Tür. Sobald der eine den andern nicht mehr sieht, ist das Geschrei groß. Für diese schöne Gewissheit, dass die zwei sich etwas bedeuten, hat sich der problembeladene Verpaarungsversuch allemal gelohnt.

    Meine Mia ist mit genau zwei Jahren in die Pubertät gekommen und lebt erste erotische Anwandlungen aus. Das geht aber ohne weitere Störungen ab, denn was kann sie schon ausrichten, außer dem verdutzten Max ihren Hintern hinzuhalten? Er geht nicht darauf ein - fertig. Mias Anwandlungen verpuffen einfach im Nichts. Wäre es umgekehrt, würde bei dem stürmischen Selbstbewusstsein, das Max an den Tag legt, hier sicher die Hölle los sein. Ich bin heilfroh, dass der Junge bei uns jünger ist als das Mädchen.

    Auf eine Sache sollte ich doch noch aufmersam machen: Es gibt, wie du sicher weißt, Amazonen aus Wildfängen, aus Naturbruten und aus Handaufzuchten. Ich persönlich lehne es ab, bei diesem großen Angebot an Amazonen, die bei uns in Deutschland geboren sind, einen Vogel zu kaufen, der in seinem Heimatland eingefangen und exportiert wurde. Aber diese Gewissensentscheidung muss jeder für sich selbst beantworten. Ich bevorzuge Naturbruten, weil diese ihr Amazonen-Latein noch von den eigenen Eltern gelernt haben und sich daher wahrscheinlich problemloser auf andere Artgenossen einstellen können. Zahm werden sie in der Regel auch. Ich halte es für ein Ammenmärchen, dass Naturbruten nur einen schlechten Zugang zu ihrem Halter fänden. Meine Mia z.B. ist eine Naturbrut, und von den drei Amazonen, die ich bisher als Kinder bekommen habe, war sie die freundlichste, gelehrigste und pflegeleichteste. Handaufzuchten dagegen werden gerne genommen, gerade weil sie von Anfang an auf den Menschen geprägt sind und daher wahrscheinlich am wenigsten Zeit brauchen werden, um auch bei ihrem neuen Halter zahm zu werden. Das ist sicher ein schöner Vorteil, aber Handaufzuchten bergen auch den Nachteil, dass ihre Menschenfixierung sie vielleicht daran hindert, sich mit einem plötzlich dazugesetzten Artgenossen zu beschäftigen. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Ich will Handaufzuchten nicht pauschal verurteilen, denn es kommt darauf an, wie diese Amazonen ihre früheste Kindheit verbracht haben. Mein Max z.B. ist mit einem Geschwister aufgewachsen. Die beiden lebten zwar nicht zusammen mit den Eltern in einer Voliere, sondern im Haus des Züchters, aber der Kontakt zu einem Artgenossen war von Anfang an da. So hatte Max dann auch keinerlei Probleme, mit Mia zu kommunizieren, als er zu uns kam. Verständigungsprobleme im Sinne nicht gelernter Amazonen-Regeln gab es bei den beiden nicht.

    Du siehst, Amazonen sind komplexe Tiere mit individuellen Vorstellungen und manchmal kapitalen Dickschädeln, doch wie ich aus deinen eigenen Worten herauslese - sie sind soooooo liebenswert! Gönne deiner süßen Maus einen Partner, und du wirst sicher bald nicht nur auf eine Amazone stolz sein, sondern auf zwei.

    Viele Grüße
    Rinus.
     
  4. Kuni

    Kuni Guest

    hallo!

    erst mal herzlich willkomen hier bei uns!

    du hast den lateinischen namen geschrieben (hab sicherheitshalber mal meinen "hoppe" "amazonen" befragt). darin wird die art auf deutsch als ecuadoramazone, eine unterart der gelbwangenamazone (amazona autumnalis autumnalis) genannt. der lateinische name ist amazona autumnalis lilacina. ich will damit nicht angeben was ich für tolle bücher habe ;) sondern ich will auf einen anderen punkt hinaus: wenn du keine zuchtabsichten hast, kannst du bei der verpaarung auch auf andere arten/unterarten der gelbwangenamazone gehen. ich kenne so manche amazone, die trotz vorhandenseins eines passenden unterartgleichen gegengeschlechts einen vogel der gleichen art gewählt hat. somit kämen für deinen vogel die folgenden amazonen in frage: a. autumnalis autumnalis (gelbwangenamazone), a. autumnalis diadema (diadem amazone, sehr selten), a. autumnalis lilacina (ecuadoramazone), und die a. autumnalis salvini (salvins amazone, auch nicht sooo häufig, aber auch wunderschön).

    bleibst du im bereich der gelbwangenamazonen kannst du von ähnlichen verhaltensweisen und kräfteverhältnissen ausgehen. eine verpaarung beispielsweise zwischen einer venezuelaamazone und einer blaustirnamazone hat von vorneherein schon aufgrund der unterschiedlichen größe und des unterschiedlichen aggressionspotentials schlechte karten. (mensch, bin ich heute technisch ;) )

    generell ist, wie rinus ja schon schreibt eine gegengeschlechtliche verpaarung , bei der der hahn etwas jünger als die henne ist, am aussichtsreichsten, allerdings auch keine garantie.

    aber mit ziemlicher sicherheit wird die verpaarung schwieriger je länger du wartest und je mehr der vogel auf dich bezogen ist.

    solltest du eventuell mal zuchtabsichten haben, ist auf jeden fall eine unterartengleiche verpaarung zu wählen, da es leider eh schon viel zu viele mischlingsvögel gibt.

    zum thema aggression: ja es kann sein, daß deine ama oder auch später mal beide, in der brutzeit aggressiv werden, allerdings hast du dir nicht unbedingt eine art ausgesucht, die für ihre aggression berühmt ist (wie z.b. die blaustirns). ich habe auch den eindruck, daß handaufzuchten eher zu angriffen auf den menschen neigen, ganz einfach weil sie überhaupt keine angst vor dem menschen haben, demzufolge ist auch die beißhemmung oft viel geringer. besonders da deine ama ja wohl schon zahm ist, kannst du auf jeden fall eine nicht-zahme dazu nehmen, aller wahrscheinlichkeit wirst du auch diese zahm kriegen, denn die vögel gucken sich untereinander ne menge ab ( das geht hin bis zum gegenseitigen sprachunterricht*ggg*)

    wie rinus schon schreibt, bitte keinen wildfang kaufen! solltest du schwierigkeiten haben, eine züchter der passenden art zu finden, dann melde dich bei mir per pn (kann ein paar tage dauern bis ich antworte), ich gucke dann mal in die "papageien" zeitung bzw den dortigen kleinanzeigen teil, wo immer viele amas angeboten werden.
     
  5. ypsilonia

    ypsilonia Guest

    Hallo Rinus,

    lieben Dank für Deine ausführliche Antwort damit hatte ich jetzt echt nicht gerechnet. Das ist total toll, sich hierüber einmal über die Vogelwelt auszutauschen. Bisher kannte ich keine Papageienbesitzer.

    Ja, ich finde auch, dass mein Bonnie bildhübsch ist, es war einfach damals Liebe auf dem ersten Blick bei mir, als ich sie gesehen hatte. Dabei hatte ich nicht einmal vorgehabt, eine Amazone mir zuzulegen. Tage danach bin ich dann immer zu ihr gefahren, zu der Zoohandlung, wo sie war, um sie mir anzuschauen. Es vergingen einige Tage und der Vogel ging mir nicht aus dem Kopf. Ich habe mir dann schliesslich eine Woche diese schöne weibliche Amazone angeschafft. Vor allem zur Vergesellschaftung meinerseits.

    Zu Bonnie:
    Meine Amazone ist eine deutsche Handaufzucht. Sie war aber anfangs nicht so zahm, wie man vermutet hätte, sondern wurde mit mehreren anderen Papageien, vor allem Graupapageien, dort gehalten. Es brauchte eine Zeit, bis sie sich mir öffnete, ca. eine Woche. Danach habe ich ihr dann die "Stubenreienheit" versucht beizubringen. Es funktioniert fantastisch, so lange ihr Käfig in der Nähe steht und sie in der Wohnung umherfliegt.

    Für ein zweites Tier kommt in Frage:
    - eine männliche Ecuador Amazone, keine anderen Amazonenarten
    - sollte nicht älter nun dann als 3 Jahre alt sein
    - aus glücklichen Händen, oder Naturbrut.

    Ich kann mir denken, dass sich meine Bonnie erst sich einstellen muss, dass sie ein Papagei ist.
    Wollte mich hier erst einmal erkundigen. Ich danke Dir, Rinus, für die "klasse Antwort" und bin froh, dass es so etwas wie Vogelforum.de gibt und so tolle User wie Dich!

    Vielen Dank und sonnige Grüße an Deine Papageien!
    Ypsilonia
     
  6. roterfuchs

    roterfuchs Foren-Guru

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    Hi ,,Ypsilonia"

    Ecuadoramazonen sind nicht häufig zu finden bei uns.
    - Mit Ausnahme, daß hin- u. wiedermal dessöfteren aus Privathaltung nach einigen Jahren was abgegeben wird. Diese sind dann allerdings festzustellenderweise größtenteils nicht Geschlechtsbestimmt!!
    - Aufgrunddessen wäre hier empfehlenswert sich jetzt schon auf die Suche zu machen!
    Möglichst eine ebenso Ecuadoramazone (1,0) im selbem Alter dazu holen.
    Sollte ich was Wissen das abzugeben ist schicke ich Dir gerne mal eine PN.
     
  7. ypsilonia

    ypsilonia Guest

    Oh, das wäre toll, lieben Dank!
     
  8. ypsilonia

    ypsilonia Guest

    @Kuni:
    Hallo Kuni!
    Das Forum ist super! Ich freu mich, Gleichgesinnte hier wiederzufinden.

    Ja, ich hatte es mir eine Weile auch überlegt, sollte ich gar keinen passende Ecuador Autumnalis lilacina finden, werde ich mir das andere nochmals überdenken.
    Ich weiss bereits von den Größenunterschieden der Amazonen Bescheid, deshalb möchte ich für die Vegesellschaftung meiner Bonnie auch genau denselben Gegenpart haben.

    Mir ist es nicht wichtig, dass meine Amazone sprechen kann, sie hat es bis heute nicht gelernt, auch wenn ich fleissig geübt habe. Aber sie bringt mir täglich viel Freude! Und gerade das, ist das Schöne daran. Wenn sie eines Tages sprechen lernt, gerne, dann ist es sicherlich zur Belustigung meiner Gäste. Ich glaube, dann werde ich kaum noch ein Auge zumachen können ;-)

    Nein, Wildfang kommt für mich auch nicht in Frage, da ich keine Tiere aus dem natürlichen Raum entnehmen möchte, die sich der Natür entwöhnen müssen. Ich glaube, das wäre eine reine Quälerei für das Tier. Wenn Du Infos zu Amazonen dieser Art hast, wo es einen Züchter gibt, freue ich mich jederzeit über Infos!

    Lieben Dank im voraus!
     
  9. roterfuchs

    roterfuchs Foren-Guru

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    :jaaa: :jaaa: :jaaa: :jaaa: :jaaa:
    Liebe Kuni (& Co.),
    man sollte grundsätzlich eine Unterartengleiche Verpaarung vorziehen, auch wenn man nichtmal von vornherein eventuelle Zuchtabsichten hat.

    - Dies hat mehrmalig seine trichtigen Gründe, ....

    zum einen, wie Du selbst schreibst, dass es leider eh schon viel zu viele Mischlingsvögel gibt.

    zum anderen, haben viele Privathalter Anfangs ja keine Zuchtbeabsichtigung. Doch irgendwann nach auch 7 oder 8 Jahren Paarhaltung kommt es schonmal vor, dass das Vogelpaar selbst ein intensives Interesse an Nachwuchs zeigt. Na sodann wünscht sich auch mal der Privathalter Nachwuchs von seinem Lieblingen (Paar) - Dies sehen wir hier im VF doch alltäglich schon;)

    Jedenfalls muss man eben keine Zuchtabsichten von Anfang an haben und vergesselschaftet ein Paar dann Unterarten-Ungleich, wie von Dir oben beschrieben, z.B. Ecuadoramazonenweibchen mit GW-Salvin´samazonenmännchen. => Nun muss dieses Paar nach einigen 7 oder 8Jahren als Beispiel dann dringlichst abgegeben werden, warum auch immer es sein mag, unbegründete Gründe hierfür haben wir ebenso alltäglich hier im VF zu finden. Angenommen dieses Ungleiche Paar kommt dann zur Züchterhänden. So und nun, ich würde das vor etlichen Jahren Unter-Arten-Ungleich verpaarte Paar heute dann von einem Tag auf dem anderen voneinander trennen, unzwar ohne Rücksicht darauf, ob sich das Paar gern hat und unzertrennlich harmoniert.

    Hieran wäre nicht ich Schuld. :mukke: Hieran wäre der Vorbesitzer Schuld, der diese so verpaart hatte, weil er mal vielleicht dachte, sie auch spätermal nicht abzugeben, bis beide Tiere bei ihm eingehen. :nene:
    Aber irgendwann kommt doch immer die eigentlich unerwartete Zeit, dass man plötzlich seine "Lieblinge" abgeben muss, weil man arbeitsbedingt umzieht, in eine kleinere Wohnung zieht, oder die Großmutter grad ins Altenheim gekommen ist und und und , Beipiele hierfür haben wir ja etliche!!
    Nicht der Rede Wert ;)
     
  10. Kuni

    Kuni Guest

    hallo roterfuchs!

    natürlich ist die unterartengleiche verpaarung vorzuziehen, vielleicht ist das in meinem beitrag nicht ausreichend klar geworden.

    aber wie du selber geschrieben hast, sind ecuadors sehr viel seltener zu finden als z.b. blaustirns.

    sollte also in absehbarer zeit kein unterartengleicher partner zu finden sein, sind die anderen lediglich als akzeptabler ersatz zu sehen.

    sollte es, was wir nicht hoffen, mal zu einer abgabe kommen, sind kuschelzahme amas bei züchtern eh nicht sehr beliebt, da sie oftmals nicht so zuverlässig in der brut sind wie "wilde". die wahrscheinlichkeit ist also relativ hoch, daß sie auch in dem fall wohnungsvögel bleiben würden.
     
  11. Rinus

    Rinus Guest

    Hallo!

    @ Ypsilonia:
    Es freut mich, dass du mit meinem Beitrag etwas anfangen konntest. Hier sind alle Amazoen-verrückt. Alle Amazonen-Halter haben irgendwie einen an der Klatsche, wenn man bedenkt, was man alles tut für seine Grünen, damit es ihnen gut geht. Ich glaube dir also versprechen zu können, dass du hier immer ein offenes Ohr finden wirst. Dafür ist dieses Forum ja da: zum Austausch, zum Fragen, zum Antworten, zum Geschichten erzählen und zum Bilder zeigen und Bilder anschauen. Dass mein Beitrag etwas lang geworden ist, liegt einfach daran, dass ich mich nicht kurz fassen kann: Wozu mit Worten geizen, wenn es auch mit vielen geht? Es handelt sich hierbei also nicht um eine Tugend, sondern um einen genetischen Defekt, gegen den ich täglich anzukämpfen versuche.

    @ Roterfuchs:

    In der Aussage teile ich deine Meinung, nämlich einer unterartgleichen Verpaarung den Vorzug zu geben, doch kann ich deinen Spekulationen für die Zukunft andersartiger Paare nicht folgen.

    Es ist in der Tat so, dass laufend Amazonen von Privathand angeboten werden, sonst wären die entsprechenden Medien ja nicht voll von ihnen. Es gehört also doch wohl zum Lebensrisiko einer in Deutschland gehaltenen Amazone, dass sie im Laufe ihres Lebens eventuell den Halter wird wechseln müssen. Das ist das Los jeder Kreatur, die von Menschenhand abhängig ist. Und wiederum der Halter selbst wird nie garantieren können, dass die Amazone, die er sich zulegt, ihr natürliches Ende bei ihm finden wird. Das mag zwar bedauerlich sein, ist aber nun mal so, weil wir Menschen nicht in die Zukunft schauen können und immer damit rechnen müssen, dass Umstände eintreten, die es uns unmöglich machen, diese Amazone weiter bei uns zu behalten.

    Ich finde es daher nicht fair, von "unbegründeten Gründen" zu sprechen, erst recht nicht als Außenstehender, der - wie wir alle hier - nur im Forum mitliest, aber niemanden dieser Leute, die ihre "Lieblinge" plötzlich abgeben, persönlich kennt, nicht mit deren Situation vertraut ist, mit deren Motiven, Hindernissen oder sogar mit deren möglichen Gewissensqualen.

    Ich weiß nicht, aus welchem Forum du deine Kenntnisse von diesen ... sagen wir mal ... leichtfertig abgeschobenen Vögeln hast, denn hier bei den Amazonen sehe ich genau das Gegenteil. Hier machen sich Halter große Gedanken, welchen Partner sie ihrem (noch) Einzelvogel am besten geben könnten. Hier ist ehrliche Auseinandersetzung mit dieser Frage zu spüren und auch ehrliche Besorgnis, es als Halter auch ja richtig zu machen im Interesse der Vögel. Von späten und dringlichen Zuchtabsichten bei ehemals aus anderen Gründen verpaarten Amazonen kann ich hier ebenfalls nichts feststellen, und sollte es tatsächlich mal vorkommen, dass sich Halter von ihren Amazonen trennen müssen, dann gebietet es meine Definition von Respekt, diesen Haltern erst einmal verantwortungsvolles Handeln zuzusprechen, ihnen aber nicht egoistische Leichtfertigkeit zu unterstellen, nur weil ich aus der Entfernung vielleicht nicht verstehen kann, warum dies alles geschieht.

    Veränderungen gehören zum Leben. Leider auch die unerwünschten. Wir werden sie auch nicht verhindern können, indem wir grundsätzlich nur unterartgleiche Verpaarungen vornehmen. Denn wer kann heute schon prophezeien, wo diese Vögel wirklich einmal landen werden im Ernstfall? Vielleicht landen sie tatsächlich bei einem Züchter, der ein harmonierendes Pärchen auseinanderreißt. Aber mit derselben Berechtigung, mit der du dieses negative Beispiel annimmst, kann man die positive Prognose stellen, dass sich ein Privathalter oder ein Züchter finden wird für, dem es daran gelegen ist, die beiden Vögel beisammen zu lassen.

    Dasselbe betrifft artungleiche Verpaarungen, die zur Abgabe stehen. Auch hier wird niemand versprechen können, dass sie nicht auseinandergerissen werden. Doch mit der gleichen Chance können sie darauf hoffen, gemeinsam liebevolle Zweithalter zu finden. Ich sehe das Problem also weniger in der Verpaarungskombination als in der Fähigkeit der einzelnen Individuuen, sich notfalls später auf eine neue Partnerschaft einzustellen. Eine Amazone, die bisher in einer vorbildlichen artuntergleichen Verbindung gelebt hat, aber nun allein dasteht und (aus welchen Gründen auch immer) nicht mehr kompartibel ist mit einer anderen Amazone, wird unterm Strich also kein Aushängeschild sein für das Argument "Leute, verpaart nur unterartgleiche Amazonen". Im Gegenteil, hier wird jene Gelbscheitel-Amazone besser wegkommen, die bisher zwar nur mit einer Gelbstirn-Amazone in nicht ganz korrekter Gemeinschaft gelebt hat, die sich aber ihre Fähigkeit bewahrt hat, nach dem Verlust des ersten Partners einen zweiten Partner zu akzeptieren.

    Wie gesagt, ich persönlich würde auch immer die unterartgleiche Verpaarung vorziehen, einfach weil sie dem natürlichen Auswahlprozess am nächsten kommt. Trotzdem verurteile ich nicht jene Halter, die ihrer Venezuela-Amazone beispielsweise einen andersartigen Amazonen-Partner anbieten. Sie machen das ja nicht, weil sie ein möglichst buntes Völkchen zu Hause haben wollen, um damit anzugeben, sondern weil sie ehrlich bemüht sind, eine harmonische Zweisamkeit zu ermöglichen. Und wenn's passt? Wenn sich zwei Männer lieben? Oder eine Blaustirn bestens mit einer Müller-Amazone klarkommt? Ich finde es grausam und übertrieben, schon an dieser Stellung zu unken, wie es mit ihnen enden könnte.

    Müssten wir alle erst ausschließen, dass wir uns doch eines Tages einmal zwingenden Verpflichtungen zu beugen hätten, dann dürfte keiner von uns Amazonen halten. Aber auch keine Hunde und keine Katzen. Dann lebten unsere Amazonen noch immer (oder wieder) da, wo sie ursprünglich beheimatet sind. Das wäre schön für unsere Vögel, aber auch schön für uns? Seien wir doch ehrlich, wir leben doch mit unseren Amazonen zusammen, weil wir sie brauchen zu unserem Glück. Die Vögel können ohne uns glücklich sein, aber umgekehrt doch sicher nur schwer.

    Viele Grüße
    Rinus.
     
  12. #11 roterfuchs, 14. Februar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2005
    roterfuchs

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    Hallo Kuni - Hallo Rinus

    Nun, ich denke mal, auch wenn ich hier gesagt habe, Ecuadoramazonen seien schwer zu kriegen, bitte nicht gleich damit verwechseln, dass ein bestimmtes Geschlecht schwer zu finden sei.

    Beispielsweise bei Kuba- und Blaukappenamazonen, da wüsste wirklich fast keiner ein Weibchen für sein Hahn zu finden.

    Bei der Ecuadoramazone hier und vielen anderen Unterarten ist es jedoch ganz anders, da ist nämlich alles einmal die frage des finanziellen rahmens und auch eine organisationstaktik gefragt.
    Finanzielle Rahmen: Es gibt Züchter, die besonders hohen Preis ansetzen, und die Zeit auch haben auf einen entsprechenden Kunden bei diesem Festpreis zu warten. Ecuadoramazonen werden imübrigen zwischen 400 und 600EUR/Stückpreis gehandelt. Wenn ich mein einzelnes Weibchen zu einem einzelnen Hahn abgeben müsste, weil ich selbst keinen Hahn gerade fand, und weder mein Weibchen noch der Hahn noch länger ,,alleine" bleiben sollen, so würde ich für das Weibchen 400,-EUR verlangen. Wenn aber einer für sein Hahn 600,-EUR möchte und zu seinem Abgabe-Hahn auch nicht das Weibchen von mir haben will, also es ausschliesslich nur abgeben möchte, so würde ich diese 600,-EUR auch wenn etwas mit schweren Herzens dann einfach bezahlen :D Am Ende zahlt es sich mir den Züchter sicher wieder lohnend aus, aber das widerum ist wieder eine ander Sache!!
    Organisationstaktik: Wie schon erwähnt werden viele einzelne Ecuadoramazonen aus Privathaltung mal angeboten. Allerdings ist bei der Abgabe das Geschlecht dieses Tieres nicht bekannt. Also kann und soll der Interessent dem Verkäufer folgendes Angebot machen. Das Tier wird bei dem Verkäufer noch Geschlechtsbestimmt (DNA) und sollte das Tier, in diesem Fall die Ecuadoramazone männlich sein, so muss der Interressent das Tier erwerben. Somit hat man wenn man geschickt nachgeht auch eine Ankaufsvoruntersuchung wegen PBFD+Polyoma und allem restlichem machen lassen. Die Untersuchungskosten trägt ebenso der Interessent, soweit das Tier freilich auch nicht PBFD-&-Co.-Positiv ist!! => Mit diesem Vorschlag erreicht man eigentlich fast schon alles im allgemeinen!!

    Liebe/r Rinus,
    aus irgendeinem Forum habe ich da nichts..... Ich habe letzlich Beispielsweise
    1-Blaustirn-Hahn mit 1-Venezuela-Weibchen
    sowie von woanders dann
    1-Blaustirn-Weibchen mit 1-Venezuela-Hahn
    bekommen => So habe ich diese 2 ungleichen paare gleich zertrennt und entsprechend auch artenrein verpaart. Venezuela´s behielt ich - Blaustirnpaar gab ich ab.

    Schwieriger wäre es, und ist es auch, wenn du zwar solch ungleiche paare ausseinander reissen tust aber hierbei sie nicht weiter beobachtest - das ist für die vögel schon etwas arg radikal, kann sogar mit dem Tod des einzelnen enden. Sprich: Wir haben Blaustirn-Männchen und Gelbscheitel-Weibchen bekommen. Zurgleichen Zeit haben wir auch schon jemandem für das einzelne Gelbscheitel. Wenn wir die Gelbscheitel einfach so abgeben, kann es nicht gut enden. Eher müsste erstmals der Gelbscheitel-Hahn von dem Interessenten zu uns, dann wird dieser bei uns mit unserer Gelbscheitel-Weibchen vergesselschaftet. So wird gleichzeitig auch der Blaustirn-Hahn mit einer Blaustirn-Weibchen vergesselschaftet. Jetzt kann der Interessent des Gelbscheitel, dann beide Tiere als Artgleich und Unterartgleichespaar unbesorgt mitnehmen.
    Allerdings geschieht die Verpaarung nach der Zertrennung nicht von heut auf morgen - jedoch meist dennoch ohne jegliche anstartproblematik ;)
    Das habe ich langejahre mal so gemacht - doch irgendwie ist es schon sehr zeitraubend, und wenn man sich mal für sowas auch wenn nur ungewollt bzw. unbewusst "geopfert" hat, so wird es mit der Zeit doch so sehr kompliziert, dass man selbst kein Platz hat. Drum lehme ich nun von Anfang an etwaige Artungleiche Paare gleiche ab.
     
  13. Kuni

    Kuni Guest

    hallo!

    roter fuchs, bu bist ja scheinbar recht fix beim trennen bestehender paare, egal welcher artenzusammenstellung sie auch sind! warum nimmst du denn erst paare auf mit denen du nichts anfangen kannst? es gibt bestimmt auch privathalter denen es nichts ausmacht, wenn die vögel unterschiedlicher arten sind, dort müssten keine paare auseinandergerissen werden. du reißt paare auseinander und gibst zumindest teilweise die neuen zusammenstellungen weiter. vielleicht gehen sie dann zu einem züchter mit wenig geduld und 1 oder 2 jahre später werden sie dann wieder weitergereicht, wenn die tiere nichts gezogen haben. wissen das die leute die dir ihre vögel geben? in wieweit bei deinem tun finanzielle interessen im vordergrund stehen kann ich nicht beurteilen.

    außerdem, erst schreibst du daß ecuadors sehr selten sind, dann sind sie nicht so selten, was solls denn nun werden? ich habe eben in der "papageien" zeitschrift mal im kleinanzeigenteil geguckt und nur eine einzige männliche ecuador steht drinnen NZ04. sonst kein einziger ecuadorhahn. und das auf 2 einhalb seiten nur mit amazonen. in den az nachricten habe ich keinen einzigen ecuadorhahn gefunden. das würde ich nicht gerade nen massenvogel nennen.

    sorry ypsilonia, wir schweifen vom thema ab, aber ich wollte meine gedanken dazu schreiben.

    roter fuchs, sollte hieraus eine weitere diskussion werden, dann laß uns einen neuen thread aufmachen, denn hier machen wir sonst ypsilonia's thema kaputt
     
  14. #13 roterfuchs, 15. Februar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 15. Februar 2005
    roterfuchs

    roterfuchs Foren-Guru

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    Hallo Kuni, habe Verständnis für Deine Meinung hinsichtlich eines anderen Thread´s, soweit hier vom Thema Ecuadoramazonen-Hahn für ,,ypsilonia" abgeweicht wird.

    Nun deshalb gleichmal zu der "Seltenheit" der Ecuador´s!
    Es gibt einige andere Arten, die in Händen bzw. in Haltung von Privatleuten noch viel seltener sind.
    Doch die Ecuador findet man trotzdem.

    Das meiste Problem ist diese hier, und dass ist auch nicht nur bei dieser Amazone der Fall, sondern überall anders auch zu beobachten. Beispielsweise wird ,,ypsilonia" nun zu ihrer Ecuador-Dame eine andere Amazonen-Knaben hinzutun, weil sie einen entsprechenden Ecuador-Hahn nicht gefunden hat 0l DAS IST HÄUFIG ZU BEOBACHTEN UND SICHERLICH AUCH SCHON VIELEN VORGEKOMMEN nun hat sie schon seit ein zwei Monaten eine andere Amazonenart zu ihrer und diese verstehen sich auch recht gut UND JETZT KOMMTS :D sie wird ganz zufällig dann auf ein oder sicher sogar auf zwei männliche Ecuador´s stoßen, die zu ihrer Dame gepasst hätten 0l :D ist leider so......

    Deshalb, bei dieser Ecuador-Dame, hier kann sie definitiv noch bis zu 6Monate (solange kann es noch dauern) warten, bis sie einen entsprechend passenden Ecuador-Hahn findet.
    Und liebe Kuni,
    glaube mir, man findet auch männliche, die bereits Geschlechtsreif sind bis dahin.
    - Mit der "Seltenheit" als ich schrieb ,,sie sind nicht häufig zu finden bei uns" ,da habe ich nichts anderes gemeint als, dass sie bei uns nicht grad sehr beliebt sind => weiß auch nicht warum, aber wir sehen sogar Mülleramazonen sind häufiger anzutreffen als diese (für mich) überaus schönen Ecuador´s!
    - Auf der anderen Seite gibt es eben häufig aus Privathaltung welche abzugeben. Diese sind meist aus langjähriger Einzelhaltung und ohne vorhandener Geschlechtsbestimmung!
    Liebe/r ,,ypsilonia" wenn Du Dich einwenig noch auf meine PN geduldest, so wirst Du sicherlich eine Vermarktungsanzeige von mir vermittelt bekommen, da ich Dich mit Sicherheit nicht vergessen werde!!
    - Desweiteren solltest Du immer wiedermal unter www.dhd24.com und insbesondere unter www.quoka.de nachschauen! Zusätzlich kannst Du dir die Zeitschrift ,,GefiederteWelt" alle zwei Monate zulegen und hier sind auch häufiger welche auch wenn nur vereinzelnt angeboten.
    Mit, nur bester Empfehlung !..
     
  15. Rinus

    Rinus Guest

    Hallo Ypsilonia!

    Ich nehme an, die obige Diskussion geht ein wenig an deinen augenblicklichen Interessen vorbei. Du willst ja schließlich deinem Mädchen einen Partner beschaffen, und da dürfte es von untergeordnetem Rang sein, wie man diese Angelegenheit von Züchterseite sieht. Ich möchte aber trotzdem einen Punkt aufgreifen, den Roterfuchs - zu Recht - angesprochen hat: Man sollte bei aller Bemühung, die Verpaarung voranzutreiben, sich nicht hetzen lassen oder gar vorschnell unnötige Kompromisse eingehen.

    Ecuador-Amazonen sind schwierig zu bekommen; das ist ein Fakt, den du ja selbst schon angesprochen hast. Vielleicht hilft es dir, wenn ich erzähle, wie es mir damals ging. Ich habe Gelbnacken-Amazonen. Die werden in Deutschland relativ selten gehalten, entsprechend dürftig ist das Angebot auf dem Markt. Es ist zwar nicht ganz so schwer, an Gelbnacken heranzukommen wie an Ecuador-Amazonen (behaupte ich jetzt einmal), doch nach Abzug jener zum Verkauf stehenden Tiere, die nicht das gesuchte Geschlecht haben oder im unpassenden Alter sind, bleibt auch hier nicht viel Auswahl. Folglich habe ich damals, als ich nach dem männlichen Gegenstück für meine Mia suchte, ein halbes Jahr herumgucken müssen, ehe ich Max fand. Ich bin einige hundert Kilometer gefahren, um ihn beim Züchter abzuholen. Mir war von Anfang an klar, dass ich meinen Treffer nicht bequem in der Nachbarschaft würde landen können, sondern dass ich mich erstens auf einen saftigen Preis einstellen musste, und zweitens, dass ich notfalls sogar bis nach Österreich hätte fahren müssen von Norddeutschland aus. Auch wäre mir eine Naturbrut lieber gewesen, aber die gab es nicht, also ist es eine Handaufzucht geworden. Ich bin darüber zwar nicht gerade böse, aber ich will damit ja nur deutlich machen, dass man sich von Anfang an auf einige Abstriche einstellen sollte. Wer eine seltene Amazonen-Art zu Hause hat, tut gut daran, von vornherein Unbequemlichkeiten einzuplanen.

    Ich unterstütze daher Roterfuchs' Apell, nicht so schnell aufzugeben, falls einem nicht sofort das Passende über den Weg läuft. Ich halte ein halbes Jahr suchen (und sogar noch länger) für durchaus angebracht. Man sollte eventuelle Fahrtkosten gleich mit ins Sparschwein tun und sowieso damit rechnen, dass man tiefer in die Tasche wird greifen müssen als jemand, der eine Blaustirn-Amazone sucht.

    Es wäre zwar schön, wenn deine kleine Maus schon baldmöglichst einen Partner bekommen könnte, doch das soll ja nicht heißen, dass es in einem halben Jahr dafür zu spät wäre. Innerhalb eines halben Jahr wird aus einer Amazone mit Potential zum Umlernen nicht plötzlich eine, die keinen Artgenossen mehr neben sich duldet.

    Wie ich dich verstanden habe, ist es die erste Suche, auf die du gehst. Gerade deshalb möchte ich dich ermuntern, dich nicht irritieren zu lassen, wenn du zwischendurch denken solltest, das wird ja nie was. Anderen Haltern geht es oft ebenso. Man braucht Geduld. Doch du stehst ja nicht allein da. Roterfuchs und Kuni haben dir ja schon wertvolle Tipps gegeben, wohin du dich wenden kannst. Und wir hier im Forum würden uns freuen, ebenfalls von dir zu hören, wie es mit deiner Suche steht. Also - halte uns bitte auf dem Laufenden.

    Viele Grüße
    Rinus.
     
  16. #15 roterfuchs, 15. Februar 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Februar 2005
    roterfuchs

    roterfuchs Foren-Guru

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    Hallo ,,ypsilonia" - Äquador-Amazone

    Wegen dem genauerem Alter und dem Geschlecht müsstest dort Dich selbst mal telefonisch in Verbindung setzen. Sollte das Geschlecht nicht bestimmt sein, so bespreche und Regele dies mit dem Verkäufer doch bitte eben im vornherein schon. Alles auch im Sinne z.B. einer Ankaufsvoruntersuchung www.geschlechtsbestimmung.de
    - Auf sowas wie Verdacht-Hahn würde ich mich an Deiner Stelle bei Ecuadoramazonen nicht einlassen.
     
  17. Anzeige

    schau mal hier [hier klicken]. Bestimmt findest du dort etwas feines.
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  18. ypsilonia

    ypsilonia Guest

    Hallo an alle lieben hier im Amazonennetzwerk :0- !
    dies ist meine erste suche gewesen. ich habe schon einmal menschen kontaktiert, z. b. die eine zoohandlung, woher ich meine amazone habe, wie auch noch selbst im netz vor einigen monaten aus interesse nachgeschaut. ich fand ich einen 7 jahre alten hahn. ich rief den halter an, aber bei den vielen problemen, die er mir dem vogel hatte, wollte ich den auch nicht haben.

    ich hoffe, ich finde einen züchter, der einen jungen amazonen hahn abgeben kann. ich weiss, dass es nicht einfach wird und es geht mir auch nicht um diese wenigen monate.

    falls die bestimmung nicht da ist, werde ich eine feder anfordern und sie ggf. selbst zur dna probe einschicken. durch die laboruntersuchung werde ich die geschlechtsbestimmung schon erfahren.

    die kosten für eine equador liegen beträchtlich höher als bei den regulären blaustirns und venezuelas, aber ich lass mich deswegen nicht von abbringen. ich wusste nicht - bei der anschaffung - dass diese art nicht so oft gehalten wird. habe es später bei der suche nach einem hahn erst erfahren. ich habe wahrscheinlich für meine kleine bonnie aus eurer sicht eine horror summe bezahlt.

    ich halte euch auf den laufenden, was meine suche betrifft ;-).
     
  19. roterfuchs

    roterfuchs Foren-Guru

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    Ich weiß grad zwar nicht was für Deine ,,Bonnie" ausgegeben Du hast damals, doch als sehr glücklicher Besitzer von ihr, da kann hier kein Erwerbspreis der Welt wohl als sehr hohe Summe bezeichnet werden ;)

    Im Augenblick wüßte ich genaustens 4 Züchter, die ebenso jeweils einen also insgesammt 4 junge Hähne (Equadoramazonen) abzugeben haben. Da Deine ,,Bonnie" jedoch schon weit über 3Jahre alt ist werde ich einen Jungen Hahn zu einem bereits sogut wie Geschlechtsreifen Weibchen nicht unterstützen. Hoffentlich hast auch Du hier großes Verständnis hierfür liebe/r ,,ypsolonia" :)

    Solltest Du jedoch weiterhin einen vielleicht gleichaltrigen Hahn vor haben zu Deiner ,,Bonnie" zuzulegen, so schicke ich Dir hier gerne weitere PN´s, soweit ich wieder was weiß ;)

    Alles Gute dennoch schonmal :zustimm:
     
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