"Zwangsverpaarung?"

Diskutiere "Zwangsverpaarung?" im Plattschweifsittiche Forum im Bereich Sittiche; Hallo, ich habe heute einen Termin bei einem Penanntenzüchter (*freu*), von dem ich vielleicht ein Pärchen kaufen möchte. Jetzt wollte ich mal...

  1. Andrea77

    Andrea77 Stammmitglied

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    2. Juni 2003
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    Hallo,

    ich habe heute einen Termin bei einem Penanntenzüchter (*freu*), von dem ich vielleicht ein Pärchen kaufen möchte.
    Jetzt wollte ich mal fragen, ob man schon bei den "Babys" überhaupt ein Pärchen ausmachen kann??
    Wenn sich zwei gut verstehen, sie sich kraulen und miteinander spielen, soll ich dann "einfach" diese beiden nehmen??
    Ich werde wahrscheinlich vorher eine Federanalyse wegen dem Geschlecht brauchen, oder?
    Hält eine Freundschaft, die schon vor der Geschlechtsreife besteht auch nach der Geschlechtsreife an?
    Eigentlich würde ich gerne ein blutsfremdes gegengeschlechtliches Paar nehmen.
    Dann können die sich nach der Geschlechtsreife auf austoben :D

    Noch was anderes: Brauche ich für Penannten irgendwelche Papiere, Cites etc.??

    Ach, es wäre schön, wenn das heute klappen würde und ich könnte mir ein Pärchen aussuchen :)
    Dann müsste ich nur noch die Voliere bauen und einrichten und könnte sie vielleicht schon nächste Woche holen :D

    Also, ich bin für Tips sehr dankbar, weil ich bisher "nur" Wellis hatte und alles was ich über Penannten weiss weiss ich über Bücher oder dieses Forum.


    LG

    Andrea
     
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  3. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Andrea!

    Zunächst zur einfach zu beantwortenden Frage:
    Eine Mledepflicht für Pennantsittiche gibt es nichht, auch keine Citespflicht. Ein Herkunftsnachweis bsapw. in Form eines Kaufvertrages, in dem Name und Adresse des Züchters (event. Züchternummer) sowie Ringnummer der Vögel steht solltest Du aber immer haben.

    Nun zur nicht so eindeutig zu beantwortenden Frage:
    Kann sein, kann auch nicht sein, aber die Chancen, das es sein wird, sind groß.;)

    Gehe ich von meinen Erfahrungen mit Wellis, Nymphen und Agas aus, so hat sich gezeigt, das die noch nicht geschlechtsreifen Jungvögel oft noch keine festen Paarbeziehungen im Jungtierschwarm eingingen, sondern wechselnde Partner hatten.
    Im Laufe der Zeit haben sich dann feste Partner herauskristallisiert und mit der Geschlechtsreife entstand dann erst die feste Partnerschaft und Paarbindung. (Auch von Graupapageien habe ich schon häufiger Berichte gehört, das mit der Geschlechtsreife noch einmal ein Partnerwechsel stattfand).
    Allerdings habe ich nur selten die Vögel solange behalten, in aller Regel wurden sie schon vor der Geschlechtsreife möglichst paarweise und möglichst jene Vögel abgegeben, die "befreundet" waren. Und soweit ich weiß, hat das auch in fast allen Fällen gut geklappt.
    Entsprechernd gibt es zahllose Berichte, dass sich vor der Geschlechtsreife befreundete Vögel nach der Geschelchtsreife als Paar zusammenblieben.
    Einschränkend muß ich allerdings sagen: in der Mehrzahl sind das auch jene Fälle, in denen die Vögel keine andere Partnerwahl mehr hatten, weil sie nur paarweise gehalten wurden.
    Jedoch würde das ja auch bei Diur der Fall sein. May<n kann nur spekulieren, wie es wäre, wenn den Vögeln doch noch andere potentielle Partner zur Verfügung gestanden hätten.

    Also: das beste wäre sicherlich, einen Jungvogelschwarm bis zur Geschlechtsreife zu haben und erst dann eventuelle Paare abzugeben.
    Allerdings stehen dieser Vorgehensweise einige praktische Überlegungen entgegen:
    Auf Seiten des Züchters ist es sicherlich auch eine Frage des Platzes und des Geldes (je nach Art müßten die Vogel ja auch mehrere Jahre weiterversorgt werden).
    Auf Seiten des Interessenten ist zu beachten, das, je Länger die Vögel mit geringen Menschenkontakt im Schwarm leben, desstso
    stressiger wird für die Vögel die Gewöhnung an menschen und die veränderten Haltungsbedingungen (bspw. der Wechsel von einer Außenvolierenhaltung in eine Wohnungshaltung). Hier ist auch im Interesse der Vögel es oftmals besser, jüngere Tiere zu nehmen.

    Von daher denke ich, das es der beste und gangbarste Weg ist, junge Tiere, die bereits der Geschelchtsreife ein Paarverhalten zeigen bzw. "befreundet" sind, zu nehmen, wie Du es auch planst.
    Die Chnacen, das sie auch nach der Geschlechtsreife ein (harmonisches) Paar bilden sind dann sehr hoch.
    Natürlich kann es auch passieren, das sie sich dann doch nicht vertragen - eine Garnatie gibt es selbstverständlich nicht. Es gibt schon Berichte von Paaren, die 10 und mehr Jahre zusammen waren, selbst erfolgreich zogen und dann plötzlich sich nicht mehr vertrugen.
    Inwieweit hier auch die Haltungsbedingungen oder Veränderungen der Haltungsbedingungen eine Rolle gespielt haben, kann ich allerdings nicht sagen.

    Und gerade bei Plattschweifsittichen wird manchmal aufgrund der Dominanz des Hahnes empfohlen, einen jüngeren, eventuell noch nicht geschlechtsreifen Hahn zu einer älteren, erfahreneren Henne zu setzen, damit so die Dominaz des Hahnes ausgeglichen wird. Allerdings gibt es auch bei dieser Vorgehnsweise keine Garantie, insofern empfehle ich Dir, so virzugehen, wie Du es auch geplant hast und Dir zwei hübsche gegengeschlechtliche Vöge auszusuchen, die bereits ein Paarverhalten zumindest im Ansatz zeigen.

    Viel Erfolg und viel Spaß!
     
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