Zwolle Februar 2015

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  1. Reverse

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    Hallo Forum!

    Ich war dieses Wochenende das erste Mal in Zwolle und wollte mal meine Eindrücke zusammenfassen. Ich war sowieso in Holland, also liess sich das gut kombinieren. Wäre natürlich toll, wenn noch andere was dazuschreiben, die dort waren.
    Die Schlange vor der Halle und die Halle selber waren riesig, irgendwie hat mich das Ganze an eine Party für Alte erinnert. (Das Durchschnittsalter der Vogelzüchter und -halter scheint auch international sehr hoch zu sein, wenn man z.B. mit den Terraristikbörsen vergleicht.)
    Wie auch immer, drinnen angekommen, musste ich mir natürlich jede der unzähligen Reihen genauer ansehen, was teilweise garnicht so einfach war - die Börse war sehr gut besucht. Man hörte im Lauf des Tages alle möglichen Sprachen und Dialekte. Mindestens soviel deutsch wie holländisch, viel italienisch (vor der Halle standen mehrere Reisebusse aus Italien), viel französisch und Sprachen des östlichen Europas, spanisch, englisch sowie ab und zu schweizerdeutsch :D

    Grosspapageien: Die Artenvielfalt war erstaunlich! Der Zustand der Tiere und Unterbringungen war von vorbildlich bis schlimm breit gefächert.
    Ein Verkäufer hatte alle seine Paare in für Börsenverhältnissen grossen, sauberen und soliden Volieren untergebracht, die Tiere sahen auch schön aus. Ein anderer hatte vor allem einzelne Vögel, die gerupft und verhaltensgestört waren, die Preise waren trotz dem Zustand der Tiere keineswegs angepasst. Ein Pärchen Inkakakadus für 5000€ wobei einer der beiden keine Haube mehr hatte und auch sonst gerupft war. Ein Gebirgsara für 2000€ der nur apathisch in der Ecke hing.
    Insgesamt wurden erstaunlich viele Kakadus angeboten, am meisten natürlich Rosakakadus in natur und lutino, aber auch viele Inka-, Nacktaugen-, Goffin-, Gelbwangen-, Triton-, Salomonenkakadus. Jeweils ein einzelner Weisshauben-, Molukken-, Nasen- und sogar ein Brillenkakadu.
    Besonders gefallen hat mir ein Pärchen Rotbaucharas, sie waren zwar ziemlich verängstigt, aber wunderschöne Tiere. Speziell waren die Keas, die neugierig aus ihren Katzenkisten guckten, sie waren mit 3000€ die teuersten Tiere der Börse (die beschriftet waren).

    Grosssittiche: Ingesamt sehr viele Mutationen, die meisten allerdings bei weitem nicht so schön wie die Naturfarbe gewesen wäre :( Vor allem bei Schön-, Glanz-, Ziegen-, Stroh-, und Pennantsittichen habe ich fast oder garkeine wildfarbenen Tiere gesehen, aber hunderte Tiere in Mutationsfarben!! Bei den Südamerikanern war es erheblich besser, obwohl auch hier sehr viele Grünwangenrotschwanzsittiche in Mutationen zu haben waren. Es gab ein wunderschönes Paar Psittacara / Aratinga wagleri, ich weiss leider nicht ob w. wagleri oder w. frontana, auf jeden Fall sehr eindrucksvolle Tiere. Auch Emma's Weissohrsittiche gab es sehr schöne, allerdings sahen die bei verschiedenen Züchtern unterschiedlich aus. Beim einen fast wie pfrimeri, beim anderen fast wie leucotis. Hier fehlt mir leider die Erfahrung, es ist mir nur aufgefallen.
    Es gab ausserdem zwei Goldsittiche, mehr oder weniger verschüchtert, aber hübsch.

    Loris: Alle in mehr oder weniger gutem Zustand, abgesehen von einem Paar Frauenloris. Es gab ausserdem Grünschwanz-, Gelbmantel-, Gebirgs-, Rotnacken-, Gelbkopf-, Veilchen-, Schuppen- (olive Mutation) und Rotloris. Die Rotloris waren in sehr gutem Zustand und richtig schöne Tiere.

    Agapornis: Ich wusste garnicht, was es alles für Rosenköpfen-Mutationen gibt... Nun weiss ich es. Sie waren in allen möglichen und unmöglichen Farben vertreten. Ausserdem auffallend viele fischeri, hier aber auch viele wildfarbene Tiere. von personata habe ich praktisch keine wildfarbenen Tiere gesehen, aber allgemein viel weniger Tiere als fischeri. Die übrigen Arten waren vertreten, auch ein wunderschönes Paar pullarius für 700€, ich stand dahinter, als es nach Italien verkauft wurde.

    Wellensittiche: von Hansi-Bubi bis fast Nymphensittichgrösse gab es alles, ein Aussteller hatte welche mit Haube, auch die Federn auf dem Flügelbug hatten einen Wirbel (!?), sah sehr gewöhnungsbedürftig aus.

    Weichfresser: Die Auswahl war beeindruckend. Vor allem wenn man bedenkt, dass es seit Jahren ein Importverbot gibt, wobei ich mir manchmal nicht ganz sicher war, ob das wirklich alles Nachzuchten waren. Ich bin nun nicht wirklich Weichfresser-Experte, es gab zugegebenermassen Arten, die ich nicht kannte (Frei übersetzt - Palmdrossel?). Die meisten waren in gutem Zustand, nur der List (Ich glaube Braunkopf) sah bedauerlich aus, auch viele der Brillenvögel hatten kahle Köpfe.
    Nur mal was ich noch im Kopf habe (unvollständig): Am. & Europ. Stelzenläufer, Säbelschnäbler, verschiedene Regenpfeifer, Lappen-, Sporn-, Waffenkiebitz, Strichelracke, Afrikanischer Pirol, Weissohr- & Glanzhaubenturako, Langschwanz-, Purpur-, Dreifarben-, Königs-, Grünschwanzglanzstar, Rotschwingen-, Bali-, europäischer Star (inkl. Mutationen), Mittelbeo, Hauben- & Hirtenmainas, Kronenatzel, Amsel (inkl. Mutationen), Blau-, Bart- (inkl Mutation) & Schwanzmeise, Niltava, Diadem-, Flammenkopf- und Furchenschnabelbartvogel, Grünarassari, Haubenhäher (wow!), Silberschnabeltangaren, Prachtpipra, Karmin- (ausgebleicht?), Weisskehl-, Rotkehlspint, Elsternwürger, Blauelster, Rotschnabelkitta, diverse Schnäpper, Drosseln, Häherlinge und Bülbüls, Chlorophoneus sulphureopectus (keine Ahnung was das war?)

    Exoten: Beeindruckende Schönheit und Auswahl, aber wieder kam es mir so vor als seien das möglicherweise nicht alles Nachzuchten? Ich dachte die Nachzucht des Wellenastrilden sei relativ schwierig? Es gab auf jedenfall sehr viele. Vor allem im Verhältnis zum Grauastrilden, wovon ich genau ein (sehr schönes) Paar gesehen habe. Es gab auch Dominikanerwitwen zu kaufen, da habe ich dann den Züchter gefragt, wie er die nachgezüchtet hat. Er meinte das sei über Wellenastrilden durchaus möglich. Sie waren auch nicht überrissen teuer. Ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach zu bewerkstelligen ist mit Wirtsvogel und Witwe, aber er klang glaubhaft. Auch (unberingte) Amaranten gab es sehr viele.
    Viele Arten habe ich zum ersten Mal live gesehen und war erstaunt über die Winzigkeit und Schönheit dieser Tiere.
    Es gab auch Rotbrust-Samenknacker, was meines Wissens nach ziemlich speziell ist?

    Cardueliden: Hier kenne ich mich leider zu wenig aus, war aber beeindruckt von der Vielfalt der Kardinäle. Rote, Grüne, Grau-, Zwerg-, Masken-/Mantel-?, und ein enorm schöner Schmalschnabelkardinal für relativ viel Geld. Auch gab es einiges an Kernbeissern, von einem Paar war ich ziemlich beeindruckt. Ich glaube das waren Weisshandkernbeisser, sie waren auf jeden Fall ziemlich gross, mit massiven dunkelgelben Schnäbeln.

    Soviel also von mir... Ich habe das mal aufgeschrieben, weil ich immer wissen wollte, was einen in Zwolle denn so erwartet, aber nie wirklich was gefunden habe. Wenn jemand Ergänzungen / Verbesserungen hat, immer her damit :zustimm:

    LG
    Jan
     
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