Microchips

Diskutiere Microchips im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Alle zusammen! Mich würde es mal interessieren, was Ihr von Microchips haltet! Ich stand vor einiger Zeit vor der Entscheidung ja – nein,...

  1. Ariane

    Ariane Guest

    Hallo Alle zusammen!

    Mich würde es mal interessieren, was Ihr von Microchips haltet!

    Ich stand vor einiger Zeit vor der Entscheidung ja – nein, und habe mich dann auf Anraten meines Tierarztes dagegen entschieden. Ich habe auch mit anderen Tierärzten darüber gesprochen, tja und die sind sehr gespaltener Meinung: die einen sagen, das überhaupt nichts passieren kann, die anderen lehnen es völlig ab.
    Also: was denkt Ihr darüber? Potentielles Diskusionsthema?

    Liebe Grüße,
    Ariane
     
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  3. Ariane

    Ariane Guest

    Hallo Gisi!

    Ich meinte eigentlich nicht den Sinn und Unsinn von Microchips, sondern das allgemeine Risiko für die Gesundheit des betreffenen Vogels.

    Ansonsten stimme ich Dir zu.
    Welche Leute, Tierärzte oder Tierheime kommen schon auf die Idee, bei einem zugeflogenen Vogel nach einem Microchip zu suchen. Bei Hunden oder Katzen mag das die Regel sein.

    Na und dann ist da ja auch noch die Geldfrage. Mein Tierarzt sprach von etwa 100,- pro Chip und Vogel.
    Ich habe mal gehört, das von Ringen ganz auf Chips umgestellt werden soll. (ob das stimmt? keine Ahnung). Wer soll das denn bezahlen??? Für ein einzelnes Tier, hält sich die Ausgabe ja noch in Grenzen, aber ein Züchter, der vielleicht, sagen wir mal 20 Jungtiere pro Jahr hat, würde sich ja dumm und dämlich zahlen.

    liebe Grüße,
    Ariane
     
  4. gisi

    gisi Foren-Guru

    Dabei seit:
    4. August 2000
    Beiträge:
    672
    Zustimmungen:
    0
    Dank der Ringnummer konnte ich einen Nympensittich vor 4 Wochen der Besitzerin zurückgeben. (die hatte bis dahin viele Tränen vergossen ) Ein Anruf bei der AZ und ich hatte die Telefonnummer vom Züchter.
    Hätte er einen Chip gehabt ,wie bitte stelle ich das fest?Nach einigen Anfragen bei Tierärzten scheuen diese davor zurück sich einen Chipleser zu kaufen ,weil diese nicht gerade billig sind.Oder Tierheime wenn dort ein Vogel abgegeben wird,haben die einen Chipleser? Ich denke mancher Vogel wird dann sein Zuhause nicht wiedersehn.Also für mich kein Thema.
     
  5. semmel

    semmel Guest

    Hallo Ariane,
    natürlich hat jede Kennzeichnungsmethode seine Vor- und Nachteile. So kann man bei Ringen die Nummer zwar leicht ablesen, aber es besteht doch immer die Gefahr, daß die Ringe einwachsen bzw. bei zu weiten Ringen die Tiere hängen bleiben können. Und ob es so fälschungssicher ist wage ich zu bezweifeln (Problem hauptsächlich bei geschützten Arten). Da hat der Mikrochip einen Vorteil. Als Nachteil muß bei diesem aber das Narkoserisiko genannt werden, denn ohne Narkose sollte der Chip nicht eingesetzt werden. Und wird er nicht fachgerecht in die tiefe Brustmuskulatur eingepflanzt kann das auch Probleme bereiten.
    Also bei geschützten Arten bin ich auf jeden Fall für Mikrochips. Ansonsten muß jeder für sich entscheiden ob ja oder nein.
    Gruß Steffi
     
  6. Paul

    Paul Guest

    Hallo,

    ich habe selbst einige Vögel im Bestand die mit einem Chip gekennzeichnet wurden.
    Bis jetzt kann ich noch nichts nachteiliges berichten. Bei Anhang-A Vögeln die nicht geschl. beringt sind dürfte es die einzig sinnvolle Kennzeichnungsmöglichkeit darstellen. Bei allen anderen Arten würde ich den Ring vorziehen. So weit ich mich erinnern kann hab ich 60,00 DM je Vogel bezahlt.

    PAUL
     
  7. Ariane

    Ariane Guest

    Hallo!

    Falls jemand Lust hat können wir hier die Diskusion fortsetzen, die im Thema "Gutachten zu Mindestanforderungen" begonnen wurde. Hab das Thema schon vor einiger Zeit erstellt.

    liebe Grüße,
    Ariane
     
  8. Doris

    Doris Guest

    Hallo Ariane!

    Also wie in dem anderen Beitrag schon gesagt sind zwei meiner Aras gechipt. Die Frage nach den Gesundheitsrisiken würde mich daher auch sehr interresieren. Nur als Erklärung: Meine Aras habe ich von einem auf Papageien spezialisierten Zoofachgeschäft, bei dem es sozusagen "Standard" ist das die Tiere endoskopiert und gechipt sind. Ich habe es also nicht selbst veranlasst, und beim Kauf dachte ich mir ehrlichgesagt nichts dabei da die Leute dort auch von anderer Seite empfohlen wurden, und auch ich den Eindruck habe das sie sehr kompetent in Sachen Papageien, bzw. Papageienhaltung sind. Trotzdem, falls jemand genaue Infos dazu hat, wie genau die Chips schädlich sein können, oder falls jemand vielleicht auch schon Erfahrungen damit gesammelt haben (Züchter?),- bitte schreiben!

    PS: Bis jetzt habe ich nichts negatives bei meinen Aras bemeken können. Wie genau sollten sich "Schäden" durch den Chip denn bemerkbar machen?

    Doris
     
  9. Ariane

    Ariane Guest

    Hallo Doris!

    Also ich denke nicht, das der Chip an sich für den Vogel schädlich ist. Sobald der Vogel aber merkt, das da etwas ist, fängt er an daran herum zu puhlen und zu knabbern um den Fremdkörper, der da eigentlich nicht hingehört, wieder loszuwerden. Und es gibt wohl Fälle, da haben sich die Vögel die ganze Brust aufgeknabbert.
    Deshalb ist es wichtig, das der Chip richtig gesetzt wird, und zwar so, das der Vogel ihn eben nicht bemerkt. Wie Steffi schon geschrieben hat, besteht auch immer ein Narkoserisiko. Und ohne Narkose sollte der Chip wirklich nicht gesetzt werden, denn er soll ja tief in die Brustmuskulatur, damit der Vogel ihn eben nicht bemerkt.

    Aras sind nun auch relativ große Vögel, bei denen es wohl nicht so problematisch ist, aber je kleiner der Vogel wird, desto gößer sind auch meine Bedenken. Ich werde jedenfalls meine Alexandersittiche nicht chipen lassen, auch weil sie so um die 200 gr wiegen und in der Bundes-Artenschutz-Verordnung steht unter §8 Kennzeichnungsmethoden => Transponder "Die Kennzeichnung mit einem Transponder scheidet bei Tieren aus, die weniger als 200 gr wiegen oder dieses Gewicht erreichen können."

    Tja. Und Ortolans Nektarvögel stehen damit sowieso nicht zur Debatte. Da wiegt der Chip wahrscheinlich mehr, als der Vogel ;)

    liebe Grüße,
    Ariane
     
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  11. ortolan

    ortolan Guest

    Ich sagte doch, ich will keine fliegenden Computer!

    Aber jetzt sagt 'mal ehrlich, findet Ihr die Chips sooo toll?

    Es sollte unbestritten sein, dass, verpasst man uns Menschen eine Narkose, wir Monate brauchen, um uns von dem Gift zu erholen. Sechs Monate nach einer Vollnarkose, wohlgemerkt.

    Jetzt weiss ich zwar nicht, ob es sich bei den Voegeln in diesem Fall auch um eine Vollnarkose handelt, aber selbst wenn nicht - also dann oertliche Betaeubung - kann ich mir nicht vorstellen, dass ich anschließend noch einen "normalen" Vogel auf der Stange sitzen habe, selbst wenn er auesserlich als solcher erscheinen mag...

    Die Behauptung, der Vogel erleidet durch die Narkose einen "traumatischen Schock" ist meines Wissens durch nichts bewiesen. Ich bin dennoch davon ueberzeugt!

    Handelt es sich aber um eine Vollnarkose, sind deren Auswirkungen sicher nicht weniger unerfreulich als beim Menschen. Jetzt bekommt das Viecherl zwar keine so hohe Dosis wie wir Zweibeiner verpasst, dafuer ist die Koerpermasse eines Vogels ja auch viel geringer...

    Fazit fuer mich: also doch keine Chips!

    Mit besten Gruessen
     
  12. Ariane

    Ariane Guest

    Hallo Ortolan!

    Es handelt sich tatsächlich um eine Vollnarkose. Ist also wirklich nicht so toll. Zumal ja auch das Risiko besteht, das der Vogel nicht mehr aufwacht.
    Ich lasse jedenfalls auch die Finger von Microchips.
    Auf alle Fälle aber solange die Dinger noch so groß sind.
    Die müßten schon deutlich kleiner werden ...

    liebe Grüße,
    Ariane
     
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