Aufzucht von Nymphensittischen

Diskutiere Aufzucht von Nymphensittischen im Nymphensittiche Forum im Bereich Sittiche; Hi eine Freundin von mir hat ein Pärchen Nymphensittiche die schon das 3 oder 4. Mal Junge haben. Leider scheinen die Elterntiere keine Ahnung...

  1. #1 Unregistered, 6. Januar 2002
    Unregistered

    Unregistered Guest

    Hi

    eine Freundin von mir hat ein Pärchen Nymphensittiche die schon das 3 oder 4. Mal Junge haben. Leider scheinen die Elterntiere keine Ahnung zu haben und füttern die Kleinen nicht, so daß sie alle bis jetzt gestorben sind. Meine Freundin und ihr Ehemann wollen die Kleinen jetzt per Hand füttern, wissen aber nicht so recht wie. Futter haben sie wohl aus dem Zooladen bekommen aber der kleine macht den Schnabel nicht auf. Kann mir einer einen Rat geben wie sie die kleinen füttern müssen und womit??? Gibt es eine Homepage im Netz mit anleitung villeicht???

    Danke
    Grit
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diese Ratgeber an. Dort wirst du bestimmt fündig!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. RainerS

    RainerS Foren-Guru

    Dabei seit:
    5. April 2001
    Beiträge:
    2.208
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    90522 Oberasbach bei Nürnberg
    Also, da habe ich leider keine Erfahrung. aber es meldet sich bestimmt noch jemand mir Erfahrung!

    Weiß deine freundin auch, daß man Nymphensittiche nicht einfach so aufziehen darf? Man benötigt dazu eine Zuchtgenehmigung vom Amtstierarzt und die Jungen müssen beringt werden, sonst macht man sich strafbar! Da gibt es ganz genaue Vorschriften!

    Warum kocht deine Freundin denn die eier nicht ab, wenn sie gelegt sind, oder taucht sie gegen Kunsteier aus dem Zoofachhandel aus.

    Sei mir bitte nicht böse, aber das was deine Freundin da macht, ist ziemlich Quälerei für die Jungen, die verhungern ja qualvoll!

    Wenn sich die Eltern nicht um die Jungen kümmern, dann sollte man sie die Eier auch nicht ausbrüten lassen. Aber acuh nicht einfach wegnehmen, sonst legt sie ständig neue.

    Ich würde an Stelle deiner Freundin in Zukunft jedes Ei gegen ein Kunstei austauschen und die Elterntiere auf keinen Fall die Jungen ausbrüten lassen!!
     
  4. grka

    grka Guest

    Hi

    Danke für die Antwort ... was die rechtliche Seite angeht so kenne ich mich leider im schwedischen Gesetz (sie wohnt in Schweden) nicht aus aber ich denke mal die Beiden haben sich da kundig gemacht ... aber vorsichtshalber frage ich sie nochmal. Danke für den tip!

    Warum sie die Eier nicht abkocht? Nun ja die beiden würde schon ganz gerne Nachwuchs haben. Als die ersten 2 Jungvögel innerhalb von 24 Stunden tot waren, da passierte es kurz hintereinander. Im Moment ist es nur eine Vermutung, daß die Eltern sie nicht füttern denn als sie früh geschlüpft sind waren sie recht munter und am nächsten Morgen waren sie beide Male tot. Die Jungen die Gestern Früh geschlüpft sind leben im Moment noch und sie hoffen, daß es diesmal endlich klappt

    Tschüß
    Grit
     
  5. Wolfram

    Wolfram Foren-Guru

    Dabei seit:
    1. Februar 2001
    Beiträge:
    680
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Berlin
    Hi Grit,

    das Forenmitglied Doris hat einen sehr hilfreichen Beitrag verfasst. Falls Du ihn noch nicht gefunden haben solltest, klicke mal hier
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?s=&threadid=8338
    Viel Erfolg für Deine Bekannten und für die Vögelchen.

    Liebe Grüsse
    Wolfram
     
  6. #5 Darkdream, 6. Januar 2002
    Darkdream

    Darkdream Guest

    Handaufzucht

    Hallo da,

    hier mal ein paar Grundregeln aus meiner eigenen *leider traurigen* Erfahrung.

    1. Fütterung. I.d.R. ist es am Anfang sehr leicht mit der Pipette das Küken zu Füttern. In der Regel wird bei anstupsen des Schnabels der Schnabel auch geöffnet und das Küken fängt mit Betteln an. Wichtig - Beim Füttern beachten -->
    - Küken erst füttern wenn es das erste mal gekotet hat !!! Das ist sehr wichtig. Kann sein das ihr 24 Std. auf das Häufchen warten müsst.
    - der Brei muß sehr dünnflüssig sein
    - sollte nicht zu heiß sein, aber so warm wie möglich
    - Fütterung alle ca. 2 Stunden - auch nachts!
    - Füttern erst, wenn der Kropf fast leer ist und Niemals den Kropf ganz auffüllen sondern lieber weniger, da der Kropfsack überdehnt werden kann und das dem Küken schadet.

    2. Wärme. Die Wärme sollte zwischen konstanten 30-35 Grad liegen. Keine direkte Rotlichbestrahlung. Hier mußt Du etwas experimentieren, denn Du brauchst auch ne Luftfeuchte von gut 50% für die Schleimhäute ! Doris hier, hatte mal eine AquariumLösung gebaut ? *oder*

    3. Probleme die auftauchen können vermutlich auch werden:
    - Luft im Kropf. Küken vorsichtig auf den Rücken legen und mit der Hand (kurze Fingernägel!) den Kropf vorsichtig massieren. Luftblase in Richtung Schnabel massieren - wenn die Luft entweicht macht das Küken den Schnabel auf. Wichtig, es darf keine Luft im Kropf sein

    - Kropf wird nicht abgebaut. Der Kropfinhalt sollte innerhalt von 2 Stunden nahezu abgebaut sein. Ist dem nicht der Fall verfüttere ca. 1-2 Tropfen ! Kamillen oder besser Kümmeltee !!! Der restliche Futterbrei MUSS raus aus dem Kropf, da er extrem schnell säuert - säuern heißt gären, sprich das Küken wird daran schnell sterben !!!

    - Verdauungsprobleme. AUch hier hilft Kümmeltee. Das Küken muß innerhalb zwei Mahlzeiten auch einmal gekotet haben. Sollte sich der Darm nicht entleeren, den Unterleib gut massieren und auch ein warmes Bad machen. Küken dabei sehr gut festhalten. I.d.R. scheidet das Küken oft shcon während es im Wasser sitzt den Kot aus. Wichtig danach sofort gut abtrocknen und zurück in die Wärme

    4. Sonstiges:

    - Zum Futterbrei wenn möglich noch papageispezifische Lactobazillen verfüttern (bird bene bac) welche der Darmflora sehr gut tun

    - kein Streß, keine Zugluft

    - keine Futterumstellungen (z.Bsp. einen anderen Brei ausprobieren etc.) und wenn dann sehr sehr vorsichtig, das Küken kann auch daran eingehen


    Bitte seit Euch im Klaren, das eine Aufzucht "ab dem Ei" eine ziemiche Glücksache ist. Die Chance die Kleinen durchzubringen sind sehr gering. Ihr solltet daher in Zukunft darauf achten, das die Vogelmutter keine Küken mehr schlüpfen lässt. Sprich die Eier austauschen (NICHT WEGNEHMEN, SONST LEGT SIE NACH) innerhalb der ersten 1-2 Wochen.

    Wenn mir noch mehr dazu einfällt schreib ich es dazu

    Ciao

    Nadja
     
  7. #6 Darkdream, 6. Januar 2002
    Darkdream

    Darkdream Guest

    übrigens, wichtig für die Verdauung ist nicht nur die Futterwärme (die am Handgelenk austesten) sondern auch die Umgebungswärme !!!

    Wenn das Küken den Schnabel nicht aufmacht dann von der Seite versuchen reinzukommen, ganz wichtig mit Gefühl!!! und Was auch wichtig ist, das Küken kann durch "Druck" auf dem Schnabel eine Fehlstellung bekommen. Ihr könnt, solange der Schnabel noch nicht ausgehärtet ist, diese wieder zurückkorrigieren durch Massieren des selbigen...

    So jetzt fällt mir aber erstmal wirklcih nix mehr ein...
     
  8. grka

    grka Guest

    Danke

    Hi

    danke für die lieben Ratschläge. Ich habe sie meiner Freundin geschickt und drücke ihr die Daumen, daß alles klappt

    Tschüß
    Grit
     
  9. Anzeige

    schau mal hier [hier klicken]. Bestimmt findest du dort etwas feines.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  10. Doris

    Doris Guest

    Hallo,

    Nadja`s Beitrag kann ich nur zustimmen,.... Vor allem, was die Probleme (Luft im Kropf, Verdauungsprobleme) betrifft. Ich hoffe, dass auch mein Beitrag im FAQ-Forum (der Link in Wolfram`s Posting) etwas weiterhilft.

    Zu meiner "Aquarien-Lösung": Bei meiner ersten Wellensittich-Handaufzucht hatte ich keinerlei Zeit zur Vorbereitung, ich habe mir also eine Art Ersatz-Brutkasten zusammengebaut. Als Behälter diente ein ausgedientes Aquarium. Vor dem Aquarium wurde die Infrarotlampe aufgebaut, sodass im Inneren bei den Küken eine Temperatur von etwa 33-35 Grad herrschte. Zwischen den Küken und der Infrarotlampe habe ich stets ein feuchtes Tuch gehängt, damit die Luftfeuchtigkeit von etwa 50% gehalten werden konnte und die Vögel zudem nicht dem direkten Schein der Lampe ausgesetzt waren. Die Küken selbst setzte ich in eine kleine Schale, die in das Aquarium gestellt wurde. Besonders wichtig ist bei dieser Konstruktion, die Temperatur und Luftfeuchte stets im Auge zu behalten, da dieses System natürlich kaum so zuverlässig funktioniert wie ein echter Brutkasten. Mit dieser Methode habe ich schon einige Papageienjungvögel groß bekommen, z.B. Wellensittiche und Sonnensittiche.

    Ich wünsche auf alle Fälle viel Glück für die Handaufzucht!
     
  11. anjaaa

    anjaaa Guest

    ddd
     
Thema:

Aufzucht von Nymphensittischen