Bedrohung für Papageien durch Kokzidien?

Diskutiere Bedrohung für Papageien durch Kokzidien? im Langflügelpapageien Forum im Bereich Papageien; Stellen diese Erreger eine Gefahr für Papageien dar? Unsere Bekannten halten Hühner und Gänse, bei denen diese Krankheit Kokzidiose (?)...

  1. #1 Arche Noah, 14. August 2012
    Arche Noah

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    Stellen diese Erreger eine Gefahr für Papageien dar? Unsere Bekannten halten Hühner und Gänse, bei denen diese Krankheit Kokzidiose (?)
    diagnostiziert wurde. LG aus Fulda
     
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  3. #2 Engelchen77, 14. August 2012
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    Ich muss ehrlich sagen, ich habe keine Ahnung! Ich hoffe es kann dir noch einen weiter helfen!
     
  4. #3 Manfred Debus, 14. August 2012
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    Hallo!Stell das doch bitte unter Vogelkrankheiten ein.Dort wird es garantiert besser gesehen,und dort wird Dir bestimmt auch geholfen!Lg.Manni!
     
  5. #4 Tanygnathus, 14. August 2012
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    Gefährlich ist es, wenn alle zusammen in einer Voliere sind, also direkter Kontakt besteht.
    Man hört auch immer wieder dass es damit Probleme gibt, wenn man in der Voliere auch noch z.b. Wachteln mit Krummschnäbeln hält.
     
  6. #5 fireball20000, 15. August 2012
    fireball20000

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    Es kommt auf den Befall an. Ein paar Kokzidien hat fast jeder Vogel (z.B. 90% aller Junghühner), auch ohne Symptomatik. Für Nutzgeflügel sind Impfungen möglich (Lebendimpfstoff übers Tränkwasser). Außerdem gibt es kokzidiostatisch wirksame Futterzusatzstoffe (Wichtig: Nur der dafür vorgesehenen Art wirken, z.T. reagieren verschiedene Hühnervögel sehr unterschiedlich empfindlich!). Therapie erfolgt mit Antikokzidia z.B. Sulfonamiden (nicht bei Legehennen). Zudem muss eine Reinfektion verhindert werden.
    (Quelle: "Kompendium der Geflügelkrankheiten")

    Grundsätzlich lässt sich sagen: Mittel gegen Kokzidien sind ganz schöne "Hammer" mit zahlreichen Nebenwirkungen und sollten nur verabreicht werden, wenn Symptome einer Kokzidiose bestehen oder ein hochgradiger Befall vorhanden ist. Regelmäßige Kotproben zeigen, wie schwer der Befall ist. Dann muss man abwägen, ob behandelt werden sollte. Zusammenhaltung von Hühnern und Papageien ist nicht zu empfehlen, da der Infektionsdruck dadurch enorm hoch wäre. Gerade in Außenhaltung lässt sich aber nicht vermeiden, dass der ein oder andere Parasit im Vogel lebt. Lass in regelmäßigen Abständen Kotproben untersuchen. Ist der Wurm- bzw. Einzellerbefall so hoch, dass von einer Beeinträchtigung des Vogels auszugehen ist, muss behandelt werden. Ansonsten stört das kaum, Wildvögel haben ja auch immer alles Mögliche. Ist auch nicht auf den Menschen übertragbar.
     
  7. #6 IvanTheTerrible, 15. August 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. August 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Ergänzung zu Post5
    Es gibt sicher eine Reihe von Zusatzstoffen die alle auf der Basis von Kräutern wie Oregano hergestellt sind...(oftmals sehr teuer 250Gr. etwa 35.- oder auch als Trinkwasserzusatz wie Ropa B auch in dieser Preiskategorie.
    Wissenschaftliche Untersuchungen haben bei Versuchen mit Hühnern und auch Schweinen festgestellt, das kein Zusammenhang besteht, ob ich diese Nahrungsergänzungsstoffe füttere, oder nicht.
    Test zu Ropba B im Kanarienforum.
    Es wird sicher nicht bestritten, das hier einige positive Aspekte im Stoffwechsel hervorgerufen werden können, was aber keinesfalls dieser vielfachen Reklame, das es gegen Salmonellen, Kokzidien und was auch immer hilft, gerecht wird.
    Das nun z. B. Baycox in richtiger Dosierung der "Hammer sein soll", wage ich auch zu bezweifeln, wenn man es z. B. mit dem AB Baytril vergleicht.
    Wie bei allen Nahrungsmittelergänzungsstoffen, die auf dem Markt sind, gilt immer noch der Wahlspruch; "der Glaube kann Berge versetzen".
    Wenn es nämlich so wäre, wie die vollmundigen Werbeaufdrucke verkünden, so wären die TA ja bald arbeitslos!
    Also regelmäßige Kotproben und bei stärkeren Auftreten von Oozysten im Kot eine Anwendung die je nach Vogelart in 2-3 Tagen eines der Verabreichungentsprechenden Kokzidiosemittels, mit gründlicher Reingung der Unterbringungen während und nach der Anwendung.
    Bei Außenvolieren mit Naturboden (nicht unbedingt angebracht) den Boden spatentief erneuern.
    Vielfach greift die Kokzidie auch die Leber an, oder ruft dadurch Stoffwechselstörungen hervor, was sich oft in Gefiederschäden und anormalem Wachstum der Hornteile äußert.
    Hier ist eine mehrmalige Kotprobe im Abstand von mehreren Wochen sicherlich angebracht.
    Das nur mal als Ergänzung zu Post 5, damit auch der Nahrungsergänzungsstoffhandel kritisch betrachtet wird.
    Denn gegen einen Kokzidiosebefall hilft nur ein Medikament und keine Kräuter.
    Ivan
     
  8. Dolcedo

    Dolcedo Foren-Guru

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    Haben Deine Bekannten auch Papageien, oder geht es um Deine?
     
  9. #8 fireball20000, 15. August 2012
    fireball20000

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    @Ivan: Ich bin die Letzte, die an Kräuterchen, Homöopathie und den ganzen Hokuspokus glaubt. Ich habe eher auf die in der Nutzgeflügelhaltung eingesetzten Arzneimittel hingewiesen (Monensin, Narasin und wie sie alle heißen). Diese haben für andere Spezies z.T. erhebliche toxische Potenz. Es kommt dadurch z.B. häufig bei Pferden zu Todesfällen, weil Futter für Kaninchen oder Geflügel verfüttert wird. Aber auch innerhalb der Hühnerartigen bzw. des Wassergeflügels gibt es sehr starke Unterschiede hinsichtlich der Verträglichkeit. Also nicht auf die Idee kommen, einfach Futter "umzuwidmen", das kann übel ausgehen (Narasin ist für Enten giftig, Monensin-Na für Perlhühner und und und).
     
  10. #9 IvanTheTerrible, 15. August 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Nein, so war das nicht beabsichtigt, lediglich der Hinweis im Contex, das gegen Krankheiten auch nur Medizin hilft und keine Zusatzstoffe bei denen auf der Packung steht, das sie gegen einen Menge Erkrankungen helfen, oder sie schlechthin verhindern.
    Ich kann ja mit Oregano auch keinen Durchfall bei mir verhindern, wenn ich z. B. eiskalte Getränke im Übermaß zu mir genommen habe.
    Und hier im Forum herrscht leider eine Art Gläubigkeit an alle möglichen Zusatzstoffe.
    Ivan
     
  11. #10 fireball20000, 15. August 2012
    fireball20000

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    Schon okay ;).
    Es gibt natürlich schon pflanzliche Wirkstoffe (jedes Medikament wurde ursprünglich aus irgendeiner Pflanze entwickelt), aber moderne Medikamente sind entsprechend weiter entwickelt worden, haben bessere Pharmakologische Eigenschaften (Pharmakokinetik, -dynamik, Nebenwirkungen etc) und sind daher meistens besser geeignet. Außerdem hat man mit Pflanzen immer Dosierungsprobleme. Klar kann man statt Atropin auch Tollkirschen essen. Würde im Notfall aber richtig dosiertes Atropin i.v. bevorzugen :).
     
  12. #11 fireball20000, 15. August 2012
    fireball20000

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    @ Post 5)
    Sulfonamide ist natürlich kompletter Schwachsinn, das sind Antibiotika :nene:. Bin scheinbar in der Zeile verrutscht und hab nicht nachgedacht. Sorry
     
  13. #12 IvanTheTerrible, 15. August 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Kein Problem, denn Sulfonamide gehören je auch zur Bekämpfung von Kokzidien.
    Also ist man nicht weit entfernt.
    Ivan
     
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  15. #13 fireball20000, 15. August 2012
    fireball20000

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    Oh man, irgendwie bruzzelt mir die ganze Pharma-Büffelei scheinbar nach und nach das Hirn weg. In 7 Tagen hab ich Staatsexamens-Prüfung. Ob das wohl gut geht? Danke für den Hinweis, jedenfalls. :)
     
  16. #14 IvanTheTerrible, 16. August 2012
    IvanTheTerrible

    IvanTheTerrible Guest

    Drück dir die Daumen.
    Ivan
     
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