Biotop "optimieren"

Diskutiere Biotop "optimieren" im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen, ich wohne in einer Ruhrgebietsgroßstadt, auf einem innenstadtnahen Bauernhof. Landschaftsschutzgebiet und drumherum...

  1. #1 KeinPlanHaber, 3. November 2015
    KeinPlanHaber

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    Hallo zusammen,

    ich wohne in einer Ruhrgebietsgroßstadt, auf einem innenstadtnahen Bauernhof. Landschaftsschutzgebiet und drumherum Naturschutzgebiete. Also eine recht grüne Ecke.

    Bei mir gibt es die Schleiereule, Steinkauz und Fledermäuse. Denen habe ich schon Kasten, Bunker und Röhren eingerichtet.

    Das Grundstück liegt am Rande eines Biotops mit Streuobstwiese und Bachlauf.
    Wie sollte ich die Streuobstwiese am Bach herrichten (ca 80 * 50 Meter). Welchen Tieren könnte ich dort ein Habitat anbieten? Es sollten schon eher "Kulturfolger" sein.

    Grüße
    Kph
     
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  3. Tobias84

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    Hallo!

    Tolle Ideen und sehr gutes Engagement.

    Kurz gefragt, wem gehört die Streuobstwiese und ist sie nicht schon ein Habitat? Was möchtest du denn genau "herrichten"?
     
  4. #3 KeinPlanHaber, 3. November 2015
    KeinPlanHaber

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    na die gehört mir.
    Ja keine Ahnung.. wie man die Wiese "bearbeiten" sollte um vielleicht Kiebietz, Upferschnepfe oderwasauchimmer dort noch hinzubekommen. deswegen frage ich ja .

    Derzeit leben da noch pferde. die sind nach dem winter weg
     
  5. Tobias84

    Tobias84 Stammmitglied

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    Also ich denke du solltest dir eine "Leitart" zum Ziel machen. Welche konntest du denn bisher beobachten? Kiebiz und Uferschnepfe sind keine Arten die eine Streuobstwiese bevorzugen, so wie du schon selbst aufgezählt hast, kommen diverse Eulenarten in Frage.

    Man kann eine Streuobstwiese (je nach Größe) auch unterschiedlich pflegen. Wichtig sind verschiedene Altersklassen der Bäume und vielleicht auch eine Ecke, die nicht gemäht oder beweidet wird. Hier stellen sich schnell Arten wie Fasan oder auch Hasen ein. Ansonsten ist ein Offenhalten sinnvoll, hier können Eulen gut Beute machen.
     
  6. #5 KeinPlanHaber, 3. November 2015
    KeinPlanHaber

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    ok. ja einst waren hier viele kiebitze... aber im feld nebenan.

    was bewirken die verschiedenen altersklassen der bäume?

    also wiese besser für die leitart Kauz & Eule anlegen? kauz und eule bedienen sich ja auch ganz gerne mal am fledermausbestand oder?
     
  7. Juli98

    Juli98 Stammmitglied

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    Was aus meiner Sicht sinnvoll wäre, ist die Beobachtung und Erfassung der vorkommenden Arten (soweit möglich), um diese gezielter zu unterstützen.
    Außerdem könnte man Pflanzen ansiedeln, die Insekten als Nahrungsquelle bzw. Nektarquelle dienen, da man auf diese Weise besagte Insekten unterstützt und insektenfressenden Vögeln usw. indirekt eine Nahrungsquelle bietet. Wobei im Optimalfall auf einheimische Arten wie Skabiose, Disteln, Natternkopf usw. zurückgegriffen werden kann.
     
  8. Karin G.

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    steht tatsächlich hier:
    zu den von Juli98 erwähnten Pflanzen empfehle ich die wilde Karde, Samenstand im zweiten Jahr. Bei uns hängen jetzt wieder viele Distelfinken dran.
    (brauchst du Samen?)
     
  9. Tobias84

    Tobias84 Stammmitglied

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    Julie98 hat recht, was das Pflanzenangebot anbelangt (in der von mir empfohlenen unbeweideten Ecke). Hier musst du allerdings einmal im zeitigen Frühjahr oder im Spätsommer mähen. Sonst verbuscht es.

    Die unterschiedlichen Altersstrukturen der Bäume sind für verschiedene Arten von Bedeutung, die ebenfalls verschiedene Entwicklungsstadien durchleben (Insekten etc) die wiederrum Nahrungsgrundlage für Vögel, Fledermäuse usw. sind. Ebenso sind junge Bäume die "Alten" von morgen und damit erhälst du auf Dauer die Bezeichnung Streuobstwiese, ansonsten ist es nur eine Plantage.

    Die Arten leben in einer Art "Symbiose", also sind sie von einander abhängig, in wie weit Fledermäuse das Beutespektrum der Eulen ausmachen, kann ich nicht genau sagen, allerdings wenn, sind es natürliche Abläufe. Aber ja, ich würde mich auf die Eulen konzentrieren. Alle anderen Tips usw. haben aber tolle Nebeneffekte für viele andere Arten.
     
  10. DanielG

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    @ kph,

    wenn sich die gennanten Tiere schon eingefunden haben, dann am Besten alles lassen wie es ist. Das Habitat scheint ihnen zuzusagen, sonst wären sie nicht da. Die übrigen Kulturfolger kommen von alleine, auch ohne dein Zutun.

    Ich würde allerdings dokumentieren, wann was wo gesehen oder anderweitig (z.B. durch Spuren) bestätigt wurde.

    idS Daniel
     
  11. Bianca92

    Bianca92 Mitglied

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    Mit einer Ferndiagnose im Netz ist es schwierig. Ich empfehle, einen lokalen Naturschutzverband z. b. NABU anzusprechen. Dort sind sicher Leute, die Erfahrung mit derartigen Maßnahmen haben und Dir gerne helfen werden.
     
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  13. #11 KeinPlanHaber, 4. November 2015
    KeinPlanHaber

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    Ok.. ich konzentriere mich auf Kauz, Fledermaus, Schleiereule.

    Was sich ändert ist ja: Die Pferde werden die Wiese verlassen.
     
  14. DanielG

    DanielG Foren-Guru

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    Diesen Vorschlage halte ich für kontraproduktiv.

    Beim NABU findet man zunächst Leute, die sich für einen geringen Jahresbeitrag das Recht erkauft zu haben glauben, sich als Umweltpolizisten aufspielen zu dürfen. Sachkenntnis ist dort eher weniger zu finden, bei zwei Stunden intensivem googeln erfährt man mehr darüber, was man wissen will.
     
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