Für und Wieder von Handaufzuchten

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  1. #41 Utena, 29. Mai 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Mai 2003
    Utena

    Utena Guest

    Hallöchen!
    @Bell!
    Also ich kann deine Erfahrungswerte in keiner Weise teilen und ich denke das man nur weil sich deine Handaufzuchten so Verhalten haben man dies nicht auf alle münzen kann!
    Wie gesagt ich habe ein Pärchen davon ist das Mänchen eine Handaufzucht und ist in keiner Weise Aggressiv seiner Partnerin gegenüber noch den anderen die in der Gruppe leben, er verhält sich genauso wie eine Naturbrut,kennt alle Regeln wie kraueln,Paarfüttern usw.
    Verteidigt sein Weibchen und sein Brutrevier und ist zur Zeit gerade mit dem Weichen zur Brut schritten!
    Er verhält sich absulut normal,auch mein zweites Pärchen das aus 2 Handaufzuchten besteht (sind aber noch ein bisschen zu jung zum brüten) Verhalten sich nicht aggressiv oder haben andere Verhaltensauffälligkeiten das sie von Naturbruten unterscheidet!

    Grundsätzlich möchte ich nochmals sagen was ich schon mal geschrieben habe ich für meinen teil denke das nicht nur durch die Handaufzucht so viele Verhaltensgestörte Tiere in den Haushalten leben schuld daran ist,von dem ganzen abgesehen werden Naturbruten genauso Verhaltensgestört wie Handaufzuchten!
    Sondern das der Halter und der Umgang mit seinen Tier dazu Beitragen kann,den auch ein zuviel ist nicht gut und wenn ich einen Vogel den ganzen Tag auf der Schulter mit mir rum schleppe oder ihn wie einen Menschen behandle dan bekommt auch der einen Knacks und das ist unabhängig davon ob es sich um eine Handaufzucht oder Naturbrut handelt!
    Es gibt genügend Naturbruten die auch soziale Krüppel sind und sich nicht mehr verpaaren lassen!
     
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  3. Addi

    Addi Guest

    rosakakadus

    weis seit heute dass sie junge haben ,

    Alle meine 4 sind Handaufzuchten , gehe ich zu ihnen rein sitzen bei und auf mir alle vier, auch noch heute ,mit jungvögel


    und hier stellt sich doch die Frage Inge!


    Trotz Handaufzucht leben sie vertraut und sozial in der Gruppe


    Es gibt nur 1 Nistblock !!!!!


    Sie reproduzieren sich , in der Gruppe ,

    und sind dennoch superzahm und vertraut




    Soweit meine ernsthafte Frage , discussionspunkt


    __________________
    Roland


    Geändert von Addi am 29-05-2003 um 17:24
     

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  4. Inge

    Inge ...

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    In einem anderen Forum ist ein Bericht von Walter über eine "kombinierte" Aufzucht (von Amazonen), d.h. Fütterung als "Naturbrut" von den Eltern und "Hilfe" vom Menschen. Ich denke die Jungen bekommen so die wichtigen "natürlichen" Prägungen und das Sozialverhalten der Eltern gelernt (und ihnen werden die Jungen nicht direkt weggenommen) und lernen gleichzeitig eine natürliches Verhalten zu ihrer Art und dem Menschen.

    Ich finde den Bericht sehr intressant und gut, lest doch mal und schaut Euch die tollen Bilder an:

    Walters Bruttrio, Aufzucht

    Was hälts Du davon Addi?
     
  5. j-c-w

    j-c-w Foren-Guru

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    wie ich schonmal schreib udn Addi nun bestätigte, sind Handaufzuchten durchaus super Zuchtpaare, wenn sie nie den Kontakt zu anderen Artgenossen verloren haben !

    Das Problem sind die HZ in Einzelhaltung !!
     
  6. Addi

    Addi Guest

    Gut gelaufen

    bleibt die Frage (kanns dort leider nicht posten) was gewesen waere haette man ,Walter von Anfang an NICHTS getan

    Aber dass ist hypotetisch , ich beringe nicht


    und gehe ich an die Brut ........dann f immer rgal was ich vorfinde

    eine Nestcontrolle ist immer gut für nicht vorhersehbare Reaction der Eltern



    Und was spricht dann hier unter gegebenen Umstaenden gegen eine erneute handaufzucht , vorraussgesetzt es sind wenigstens 2 ?
     
  7. #46 Silke&Kids, 30. Mai 2003
    Silke&Kids

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    Hallo,

    Ihr sprecht meist nur von den Verhaltensstörungen bei den HZ! Und wer denkt auch mal an die Eltern, denen die Küken unter dem A.... weggeklaut werden. Haben die keine Gefühle?
    Wer gibt dem Menschen das Recht, so in ein anderes Leben einzugreifen? Und das nur aus Provitgier! Wenn die Baby´s von ihren Eltern verstoßen oder mißhandelt werden oder die Eltern sterben, finde ich es in Ordnung wenn der Halter eingreift, und sie von Hand aufzieht. Was ich verachte, sind die Menschen, die den Vögeln die Küken klauen um mehr Geld mit den Vögeln zu verdienen! Es ist in meinen Augen seelische Grausamkeit!!
     
  8. #47 VolkerM, 30. Mai 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. Mai 2003
    VolkerM

    VolkerM Guest

    Fakten / In Kürze

    Hallo zusammen,

    ich habe (auch hier im Forum) schon sehr oft auf die Problematik der Handaufzucht hingewiesen. Ich habe auch nie abgestritten, dass es graduelle Unterschiede zwischen der sog. "Isolierten Handaufzucht" und der sog. "Geschwisteraufzucht" gibt. Gemeinsam ist beiden Arten der Aufzucht, dass die Auswirkungen der Wegnahme von Nestlingen/Jungvögeln auf diese selbst UND auf die Elternvögel durchaus gravierend sein können. Und dies nicht nur unter verhaltensbiologischen, sondern auch unter Aspekten der "Tiergesundheit". Isolation (auch zeitweise Isolation) - Wegnahme der Nestlinge/Jungvögel- gilt (und dies ist nachweisbar und nachgewiesen / vgl. Artikel von E.Milessi in "science goes public" / Uni Wien) als "Stressor" und erhöht die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Der Corticosteroid-Spiegel wird erhöht, was zu einer Supression des Immunsystems führen kann. So ist bei Vögeln aus HZ-Beständen (vgl. hierzu u.a. Gylstorff u. Grimm) eine erhöhte Anfälligkeit für Polyoma-Infektionen zu beobachten. Das sind nachprüfbare und publizierte Fakten. Man/frau kann natürlich davor die Augen verschließen - was ja auch zur Genüge getan wird. Ich habe nie behauptet, dass ALLE Vögel aus HZ für eine spätere Vergesellschaftung/Verpaarung nicht geeignet wären. Aber Fakt ist, dass die Wahrscheinlichkeit für spätere Verhaltensauffälligkeiten (u.a. Hypertrophien des ***ual- und Aggressionsverhaltens) um einen Faktor X höher liegt, als bei Naturbruten.
    Ich möchte an dieser Stelle auch betonen, dass ich NICHTS gegen Handaufzuchten mit dem Ziel der Durchführung von "Arterhaltungsprojekten" einzuwenden habe. Tiermedizinisch indizierte HZ werden von mir ebenfalls nicht abgelehnt.
    Fakt ist auch, dass es zwischen Naturbruten und Handaufzuchten (ich spreche hier von kommerziellen Anbietern) nach wie vor ein sehr hohes Preisgefälle gibt.



    Schöne Grüße
    Volker
     
  9. VolkerM

    VolkerM Guest

    Einige Verweise .....

    Hallo zusammen,

    nachstehend (und für ALLE, die es nicht WAHRHABEN WOLLEN) nur einige zusammengefasste Literatur- und Studienverweise mit kurzer Beschreibung der Inhalte.

    Die Wesentlichkeit der Elternbeziehung wird von Wanker am Beispiel der Augenring-Sperlingspapageien verdeutlicht (Wanker, R., Crzuz Bernate L., Franck, D. (1996): Socialization of spectacled parrotlets Forpus conspicillatus : The role of parents, creches and sibling groups in nature, J. Ornithol. 137: 447-461).
    Ausarbeitung von H.J. Preiss und D. Franck, wg gravierender Sozialisationsstörungen bei handaufgezogenen Rosenköpfchen (Preiss, H.J., Franck, D. (1974): Verhaltensentwicklung isoliert handaufgezogener Rosenköpfchen (Agapornis rosseicollis), Z. Tierpsychol., 34:459-463).
    Das Misslingen der Verpaarung handaufgezogener Nymphensittiche mit Artgenossen wird von Myers beschrieben (Myers, S.A., J.R. Millam, T.E. Roudybush and C.R. Grau (1988): Reproductive succes of hand-reared vs. parent-reared Cockatuls. Auk 115, S. 536-542).
    Smith dokumentiert generalisierend bei handaufgezogenen Papageien zu beobachtende Probleme und Fehlentwicklungen (Smith, G. A. (1985): Problems encountered in hand-rearing parrots. In: Cage and Aviary Bird Medicine Seminar, Australien Veterinary Poultry Association pp 71-77).
    Lantermann beschreibt Verpaarungsprobleme bei handaufgezogenen Edelpapageien (Lantermann, W. (1994): Sozialisationsstörungen eines handaufgezogenen Edelpapageien (Eclectus roratus), Kleintierpraxis 39, S. 503, 504).
    Ralf Sistermann (Institut für Biologie II / Lehrstuhl für Zoologie-Tierphysiologie / RWTH Aachen) weist in seiner Studie "Untersuchung zur ***uellen Prägung handaufgezogener Großpapageien" u.a. auf Grundlage der Auswertung der Angaben von 43 Züchtern nach, dass es zu "Fehlverhalten" handaufgezogener Elterntiere kommt, welches sich vorwiegend im Nichtfüttern der Jungtiere äußert. Die Fehlprägung könne so gravierend sein, dass eine artgerechte Fortpflanzung der betreffenden Individuen nicht mehr möglich ist.
    Luft berichtet von Sozialisationsstörungen bei handaufgezogenen Papageien (Luft, S. (1997): Zum Thema Handaufzucht von Papageien, Kleintierpraxis 42., S. 141-147).
    Gylstorff und Grimm benennen folgende mögliche Dysfunktionen bei handaufgezogenen Vögeln: Abnormes ***ualverhalten, verlängertes Infantilgehabe, Federrupfen, Tötung des eigenen Nachwuchses (Gylstorff, I., & Grimm, F. (1987): Vogelkrankheiten, Ulmer Verlag, Stuttgart).
    Des weiteren wird von Gylstorff und Grimm ausgeführt, dass für Polyomavirusinfektionen vor allem in Beständen mit Handaufzuchten (hier speziell / jedoch nicht nur / beim Gelbhaubenkakadu -Cacatua galerita-) eine höhere Empfänglichkeit vorhanden ist (Gylstorff, I. & Grimm, F. (1998): Vogelkrankheiten, 2. völlig überarbeitete Auflage, Ulmer Verlag Stuttgart, S. 187, 188).
    Isolierte Vögel zeigten einen höheren Anteil pathogener (krankheitserregender)
    Bakterien im Kot (vgl. Veröffentlichung von E. Millesi in "Science goes public", Universität Wien, 27.08.2001).
    Stressbedingte Hypertrophien der Nebennierenrinde und Atrophien der lymphatischen Gewebe von Milz und Thymus werden u.a. auch von Culbert und Wells (Culbert, J. und Wells, J.W. (1976): / in Bell und Freeman: Physiology and Biochemistry of the Domestic Fowl. Academic Press, London, S. 504) beschrieben.
    Jede Nachzucht trägt vordergründig zur Verminderung der Importe bei. Zu bedenken ist allerdings, dass "Handaufzuchten" selbst zur weiteren Reproduktion nur noch selten und/oder bedingt in der Lage sind. vgl.Timothy Wright (University of Maryland) und Catherine Toft (University of California)
    Gregor Klaus schreibt in der "Neue(n) Züricher Zeitung" (21.11.01) inhaltlich zusammenfassend in Bezug auf die Studie von Wright und Toft: "Fast alle bisherigen Projekte zur Auswilderung gefangener Papageien haben mit großen Problemen zu kämpfen. Kein Wunder, führt doch bei Papageien die Handaufzucht zur Prägung auf den Menschen. Nur wenige dieser verhaltensgestörten Tiere werden sich in freier Wildbahn zurechtfinden."
    Ähnlich wird diese Problematik vom "Wildlife Preservation Trust International" beurteilt. Zitat: "Leider sind handaufgezogene Vögel im Allgemeinen wesentlich weniger zu Wiedereinführungszwecken geeignet, als elternaufgezogene Vögel" -Anmerkung: Zitat in Übersetzung durch Verfasser- (Snyder Noel (2002): The Association for parrot conservation position statement on captive breeding as a recovery measure, Wildlife Preservation Trust International, Portal, Arizona).
    Harsfield berichtet von enormen Schwierigkeiten mit handaufgezogenen Kap-Papageien (Poicephalus robustus) im Rahmen eines Erhaltungszuchtprojektes (Harsfield, W. (2001): Captive Breeding of the Cape Parrot, Amazona Parrot Breeding facility, KwaZulu-Natal).


    Liebe Grüße
    Volker
     
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  11. Rosi.N.

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    was Ihr

    anscheinend alle nicht wahrhaben wollt:
    Täglich werden Exoten verkauft an Leute die null Ahnung haben
    Informationen holt man sich meistens erst hinterher.
    Wenn Handaufzuchten so problemlos sind woher um alles in der Welt kommen dann all die Abgabe Tiere?
    Was wir hier in den Foren oder sonst wo mitbekommen ist doch nur die Spitze des Eisberges weil irgendwo so ein armer Willi mal endlich in die richtigen Hände gerät oder sich vielleicht 2 oder 3 von Zehn wenn es hochkommt wenigstens hinterher nach der richtigen Haltung erkundigen.
    Ich habe noch nie einen Hehl daraus gemacht, daß ich ein absoluter Gegner von Handaufzuchten bin.
    Wenn Tiere egal ob Hund Katze oder Vogel den eigenen Nachwuchs vernachlässigt oder gar totbeisst dann stimmt irgendwas im Umfeld nicht oder der Nachwuchs ist krank nicht lebensfähig.
    In freier Wildbahn aber auch in optimalen Gefangenschaftshaltungen ziehen Papageien nicht jedes Jahr Junge groß.
    Was passiert bei den Züchtern Eier werden weggenommen oder die Nestlinge spätestens ab der zweiten Woche neue Eier usw. das ist doch krank.
    Was ich nicht kapiere:Jeder Hundezüchter der seine Hündinnen zweimal im Jahr decken lässt und das über Jahre wird wenn es bekannt wird beschimpft und bekämpft.Die armen Hündinnen zur Gebärmasschine degradiert und was um Himmels Willen ist mit den Papageien??
    schöne Grüße
    rosi.n.
     
  12. Addi

    Addi Guest

    :0- :0-
     
Thema:

Für und Wieder von Handaufzuchten

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