Immer noch Luftsackmilben oder doch was anderes?

Diskutiere Immer noch Luftsackmilben oder doch was anderes? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ich habe vor einiger Zeit hier schon nach Hilfe ersucht, da mein Wellen- sittich Bert unter starkem Luftsackmilbenbefall leidet. Ich ging im...

  1. Rine

    Rine Stammmitglied

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    Ich habe vor einiger Zeit hier schon nach Hilfe ersucht, da mein Wellen-
    sittich Bert unter starkem Luftsackmilbenbefall leidet.

    Ich ging im Juli mit ihm zum TA, der ihm 2x Ivomec innerhalb 5,5 Wochen
    in den Nacken (eher auf die Federn) gegeben hat. Außerdem bekam er
    in den Schnabel 3x einen Vitamincocktail und 3 Wochen lang täglich 1
    Tropfen Baytril. Durch Internetsuche bin ich zu Stronghold und dessen
    Anwendung und zu diesem super tollen Forum gekommen (bin inzwischen
    suchtgefährdet :-)). Da ich dem 1. TA inzwischen nicht mer vertraue, ging ich zu einem anderen TA, der Stronghold kennt und im Gespräch als
    vogelkundiger erscheint. Leider ist diese TÄ 2 Wochen im Urlaub und kommt
    erst morgen wieder. Ich habe Bert 5 Wochen lang wöchentlich 1 Tropfen Stronghold unter den Flügel getropft. Die Symptome sind wesentlich
    besser geworden, aber er knackt und würgt immer noch. Atmen kann er
    auch nur erschwert und abends wird es schlimmer. Kann es sein, dass er
    imemr noch LSM hat? Ich habe seine 13 Mitbewohner 3 Wochen lang mitbe-
    handelt und sie hatten noch nie Anzeichen einer Erkrankung. Bert hatte im
    Frühjahr eine Kropfentzündung, die ich nicht erkannte (aus Unwissenheit).
    Ich gab ihm Traumeeltropfen, bis er keine Beschwerden merh hatte (dachte,
    es wäre eine Erkältung). Erst hier im Forum erkannte ich Berts "Erkältung" als
    Kropfentzündung.

    Der 1. TA machte einen Kropfabstrich und schichte ihn ein. Untersucht wurde auf pathogene und anaerobe Keime (?). Alles ohne Befund und ok.

    Morgen gehe ich zur 2. TÄ. Vorher will ich mich aber bei Euch schlau machen,
    was es noch für eine Erkrankung bei Bert sein könnte, damit ich zusammen mit der TÄ meinem Bert helfen und endlich heilen kann.

    Können LSM so lange im Vogel wüten, oder könnten das auch Pilze etc. sein und die Symptome sind wie bei LSM?

    Ich hab keine Ideen mehr, trotz dem vielen Lesen hier im Forum. Ich kann nur nicht mehr meinen Bert so leiden sehen. Ansonsten ist er einigermaßen
    munter. Auf jeden Fall flüchtet er, wenn ich ihm zu nahe komme. Es könnte ja sein, dass die Hand wieder zuschlägt und er muss seinen Flügel heben.

    Ich bin für jede Idee dankbar und mein Bert bestimmt auch!!!!!
     
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  3. #2 Distelfink Piep, 14. September 2004
    Distelfink Piep

    Distelfink Piep Guest

    Erst gestern noch habe ich über Atmungsapparat-Erkrankungen bei Vögeln nachgelesen. Außer Luftsackmilben können Entzündungen durch Viren und Bakterien, Pilze ja sogar Allergien oder die falsche Luftfeuchtigkeit verantwortlich sein für Atemwegserkrankungen. Daß das Japsen von Deinem armen kleinen Bert abends schlimmer wird, spricht eigentlich für Luftsackmilben. Da er durch die Kropfentzündung sicher auch noch geschwächt ist, ist er anfälliger für alle möglichen Keime. Es müssen also nicht unbedingt LSM sein, können aber sehr wohl!

    Auf jeden Fall ist es richtig, mit ihm zum vogelkundigen TA zu gehen. Laß ihn noch einmal gründlich untersuchen. Wenn es keine LSM sind, dann muß er anders behandelt werden. Hat das Baytril denn geholfen? Oder hat Bert vielleicht resistente Keime? Das sollte man schon herausfinden. Wenn der Abstrich ohne Befund war, dann hilft ein Antibiotikum eher nicht, denn wo soll es angreifen? Hast Du vorsichtshalber auch eine Kotuntersuchung machen lassen?

    Ich drücke Dir für Deinen kleinen Bert die Daumen. Auf jeden Fall würde ich ihn mit ausgewogener Ernährung, Vitaminen und Immunsystemstärkungsmitteln versorgen. Da LSM durch Aushusten (z.B. ins Futter oder Trinkwasser) oder durch Füttern übertragbar sind, solltest Du ihn separat setzen und die anderen mitbehandeln. Auch wenn es viel Arbeit macht. Da er sehr geschwächt ist, kann er Ruhe gut gebrauchen. Schau auch mal, wie er auf Wärme (Rotlichtlampe) reagiert. Manchmal tut ihnen das gut. Beobachte ihn einfach, wie er es annimmt.

    Ich drücke die Daumen!!!
     
  4. DieJasminII

    DieJasminII Stammmitglied

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    Eine Behandlung mit zum Beispiel Ivomec sollte am 1, 5 und 9 Tag durchgeführt werden.

    Ich würde dir auch raten den Vogel zu separieren und eine Wärmetherapie mittels Rotlicht oder Dunkelstrahler durchführen.

    Außerdem sollte der Vogel unter keinen Umständen Freiflug bekommen, solange die Milben nicht abgetötet sind.

    LG - Jasmin
     
  5. DieJasminII

    DieJasminII Stammmitglied

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    Wo in NRW wohnst du denn? Evtl. kann dir jemand einen vk Tierarzt empfehlen.
     
  6. Rine

    Rine Stammmitglied

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    Danke für Eure Antworten

    an Distelfink piep:
    Also das Baytril wurde gleich am Anfang der Behandlung durch den 1. TA gegeben.

    Meines Erachtens hat es nichts gebracht. Der 1. TA zuckte nur mit der Zeit
    mit den Achseln und gab 2x Ivomec und machte den Kropfabstrich. Eine
    Kotuntersuchung fand nicht statt. Das verwunderte mich auch. Inzwischen
    fand ich das mit Stronghold heraus und wechselte wie bekannt zum 2. TA.
    Da wir beide dachten, dass Bert mit der wöchentlichen Gabe von Stronghold
    ganz wieder gesund wird, wurde auch weiter nichts mehr von TA-Seite unter-
    nommen. Ich werde auf jeden Fall morgen zum 2. TA gehen und hoffe, dass
    dort mehr für Bert unternommen wird. Ich werde auch Bert schweren Herzens
    aus dem Schwarm nehmen (allerdings mit seinem Partner, der mitbehandelt
    wird) und in ein anderes Zimmer so lange umquartieren. Hoffentlich haben die beiden Piepser nicht zu sehr Heimweh, wenn sie die anderen hören.

    an Die JasminII:
    Ich wohne nicht in NRW sondern in Baden-Württemberg. Vielen Dank für Dein Angebot bei der TA-Suche.
     
  7. Munia maja

    Munia maja Foren-Guru

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    Hallo Rine,

    normalerweise müssten nach der langen und intensiven Behandlung alle LSM schon längst abgetötet sein...
    Hat der erste TA beim Kropfabstrich auch eine Direktuntersuchung gemacht oder den Abstrich nur weggeschickt (Ich denke bei Atemwegsproblemen nämlich auch immer an Trichomonaden...)? Falls nicht, lass das unbedingt noch nachholen.
    Nach einer Antibiose kann sich immer noch ein "Pilz draufsetzen": lass auch das mal abklären.

    MfG,
    Steffi
     
  8. Rine

    Rine Stammmitglied

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    Hallo Munia Maja!

    Der 1. TA hat einen Direktuntersuchung des Kropfabstriches vorgenommen und der war ohne Befund.

    Seit heute morgen sitzt Bert mit aufgeplustertem Gefieder da und etwas
    mehr in der Waagerechten als senkrecht, wie ein gesunder Vogel. Er
    schläft auch nachts wieder mehr am Gitter hängend. Was mich stutzig macht,
    ist, dass die Atemwegsbeschwerden gegen Abend zunehmen - wie bei den LSM. Habe ihn vorhin unter Rotlicht gesetzt. Da ist er aber geflüchtet.

    Ich hoffe, diese TÄ weiß, was sie tut. Hinterher ist man ja bekanntlich immer klüger, nur dass das Tier es ausbaden muss :-(((, und dann kann es bereits zu spät sein!!!!!!!!
     
  9. #8 Distelfink Piep, 15. September 2004
    Distelfink Piep

    Distelfink Piep Guest

    Ich hoffe der kleine bekrabbelt sich wieder. Wenn die LSM-Behandlung bei allen und ordentlich durchgeführt wurde (wobei Züchter eine Wiederholung der Behandlung nach 2-3 Wochen empfehlen ?), dann sollte das ausgestanden sein. Die Behandlung mit Ivomec hat schon jemand augeschrieben.

    Außerdem ist es richtig, wie auch schon jemand geschrieben hat, daß sich andere Infekte anschließen können.

    Ich würde also auf jeden Fall nochmal eine gründliche Untersuchung vornehmen lassen. Etwas über Trichomonaden findest Du hier:

    http://www.kanarienvogelzucht.de/id22.htm

    Das hätte im Abstrich aber erkannt werden müssen.

    Bei Kanarien sind es sehr häufig immer wieder die selben Erkrankungen, die auftreten. Wie das beim Wellensittich ist, kann ich Dir nicht sagen. Vielleicht kann ja jemand mal einen Link oder einen Buchtipp hier reinstellen?
     
  10. Tommi

    Tommi Depp vom Dienst

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    Hallo Rine!
    Falls es wirklich Luftsackmilben waren ist diese Behandlung im Abstand von 5 1/2 Wochen absoluter Unsinn und es ist logisch das sie nicht weg sind! Auch die Sache mit dem Baydril kann ich nicht nachvollziehen!
    Hast es wohl richtig gemacht den TA zu wechseln!
     
  11. Rine

    Rine Stammmitglied

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    Ich war jetzt beim 2. TA. Sie untersuchte Bert gründlich und es sind
    immer noch LSM vorhanden. Die TÄ will nun zusätzlich homöopathisch sein
    Immunsystem wieder aufbauen und stärken.

    Ich habe Bert mit seinem Partner Freddy in einen separaten Käfig ins
    Wohnzimmer gesetzt. Das gefällt Bert nicht sehr. Er schreit viel nach
    seinem Schwarm (Freddy macht das nichts aus). Allerdings schlief er die
    letzten zwei Nächte ruhiger und vor allem auf der Stange und nicht mehr
    am Gitter hängend. Auch sind die Knack- und Pfeifgeräusche viel weniger
    geworden bzw. kaum noch vorhanden. Er ringt zwar noch nach Luft, aber die Strongholdbehandlung letzten Montag schlägt mal wieder an. Ich werde Bert und seine Kontakt-Schnabel-Partner mit den Zeitintervallen wie bei Ivomec behandeln. Ich habe einfach das Gefühl, dass alle 7 Tage ein Tropfen Stronghold zu lange ist. So war nämlich die letzten 5 Wochen der Turnus und die Milben sind nicht verschwunden.
     
  12. vonni

    vonni Guest

    Er hat Ivomec und Stronghold bereits über einen recht langen Zeitraum bekommen (da wundert´s mich schon, dass überhaupt noch LSM da sind. Die Ivomec-Behandlung hatte zwar ein zu langes Intervall - die Strongholdbehandlung hätte jedoch anschlagen müssen...?!) Was sagt die TÄ dazu? Ist die verstärkte/öftere Gabe mit ihr abgesprochen?
     
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  14. Rine

    Rine Stammmitglied

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    Hallo Yvonne,

    die verlängerte Gabe von Stronghold habe ich mit der TÄ abge-
    sprochen. Sie sagte, ich solle es noch mal versuchen, da eine
    weitere Untersuchung den Vogel unter Umständen zu sehr stressen
    könnte, da er nach der Untersuchung sehr nach Luft schnappte.
    Die Symptome (Zunahme gegen Abend) sprächen eindeutig für
    Luftsackmilben. Der Rachenraum war ok. Bert sieht heute morgen
    wesentlich besser aus und ich sehe ihn auch am Futternapf und
    nicht zur sporadisch am Hirsekolben knabbern. Als scheint es ihm
    doch besser zu gehen.? Ich beobachte ihn auf jeden Fall sehr
    intensiv und sobald sich was verschlechtert, stehe ich beim TA
    wieder auf der Matte. Und wenn ich noch mehrere TÄe durchmachen
    muss.
    Liebe Grüße Rine
     
  15. vonni

    vonni Guest

    Hi Rine,

    na, dann scheint es ja hoffentlich endlich aufwärts zu gehen. Du weißt ja: von hier sind gaaaanz viele Krallen für Euch gedrückt. ;)

    Liebe Grüße
    Yvonne
     
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Immer noch Luftsackmilben oder doch was anderes?

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