Papageienauswilderung

Diskutiere Papageienauswilderung im Südamerikanische Sittiche Forum im Bereich Sittiche; Liebe Vogelmenschen, meines Wissens nach ist es unmöglich, Papageieneltern mit ihren Kindern zusammen zu lassen. Ich habe auch im Forum ab und zu...

  1. Argt

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    Liebe Vogelmenschen,
    meines Wissens nach ist es unmöglich, Papageieneltern mit ihren Kindern zusammen zu lassen. Ich habe auch im Forum ab und zu etwas über Jungenvolieren gelesen.
    Ich suche schon einen Platz für das Einzelkind meinen Vögeln (Elfenbeinsittiche) finde aber noch nicht die ideale Bedingungen. Falls ich das richtige Haus nicht finde, würde ich vielleicht den kleinen zu verwildern versuchen und ihn frei fliegen lassen. Er/sie ist am 7. Juli erst 2 Monate Alt geworden.
    Ich habe eine Gruppe hier in Guadalajara entdeckt, die so etwas unternimmt, aber nicht nur auf Papageien spezialisiert ist. Ich würde gerne wissen, worauf ich aufpassen soll, sodass der Kleine gute Überlebenschancen hat. Weiß jemand etwas davon?
    LG,
    Adriana
     
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  3. #2 Christian, 12. Juli 2011
    Christian

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    Hallo Adriana,

    Elfenbeinsittiche leben bei Euch im Westen und Südwesten Mexikos, aber in welchen Gebieten genau Artgenossen zu finden wären, müßte man ggf. Noch recherchieren.

    Nimm doch vielleicht mal per Mail mit dem Ara Projekt Kontakt auf. Da könntest Du vielleicht kompetente Ansprechpartner finden, die mit Auswilderung Erfahrung haben und Dir vielleicht Tips geben könnten, worauf zu achten ist.

    Es steht aber zu befürchten, daß er nach Auswilderung wieder gefangen wird und auf einem der Märkte landet, oder?

    Ansonsten bestünde vielleicht auch die Möglichkeit einen kleinen Schwarm aufzubauen ... artgleiche Schwarmhaltung soll ja bei Aratingas insbesondere außerhalb der Brutzeit recht gut funktionieren. Einen Partnervogel zu bekommen, ist wahrscheinlich nicht schwierig, aber die Geschlechtsbestimmung bei Euch schon eher, schätze ich.

    Gar nicht so einfach, da die richtige Entscheidung zu treffen.

    Ich hoffe, die Aratinga-Experten melden sich noch zu Wort.
     
  4. Argt

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    Hallo Christian,
    jetzt bin ich wirklich erstaunt, für jedes Thema hast du einen guten Tipp!
    An der mexikanischen Ostküste sind Elfenbeinsittiche noch keine Seltenheit, daher werden sie in solchen Mengen gefangen. Artgenossen in freier Natur zu finden bereitet in dem Fall keine Schwierigkeiten.
    Das ist ein super-Vorschlag! Gerade Costa Rica ist für ihre Maßnahmen gegen Wildfang bekannt. Die setzen sich sehr stark für Ökotourismus und machen dabei mit Vogelbeobachtung viel Kohle. Da ist Mexiko leider noch weit hinten.
    Das Risiko besteht immer, aber noch mehr bei Kücken. Kücken sind sehr beliebt, weil sie einfacher gezähmt werden können und somit "das Sprechen" schneller und besser lernen. So denken die Massen.
    Dja, das ist die Sache! Mein Tzintzin ist jetzt illegal, weil seit 2007 völliges Fangverbot besteht. Das verursacht mir (leider) keine Probleme, weil zur Zeit jeder Papageienbesitzer die Vogel registrieren kann. Keiner macht das natürlich, Mexiko hat keinen funktionierenden Rechtsstaat. Papageien - vor allem Elfenbeinsittiche - werden noch in großen Mengen gefangen. Zuchterlaubnisse richten eher ein Schutz für den Wildfang an. Mexiko ist für erfolgreiche Zuchtprogramme noch nicht vorbereitet. Daher gilt mein Tzintzin derzeit als Wildfang. Ich werde aber zum Umweltministerium gehen und mich erkundigen. Meine Sorge ist, dass sie eine Sterilisierung meiner Papageien verlangen. Das haben sie von einer Arabesitzerin mit jährlichem Zuchterfolg verlangt!!! Deswegen bin ich noch nicht hingegangen. Das variert aber von Beamter zu Beamter dramatisch.

    Schau dir mal diesen Artikel an (http://papageienschutz-aktuell.de/beitraege/?page_id=28), der schildert die Situation vor dem Fangverbot sehr nahe.

    Ein anderes Problem mit einer Schwarmhaltung ist, dass Papageien lang leben. Mit der jetzigen Bedingungen weiss ich nicht, was passieren würde, wenn ich plötzlich sterben würde. Ich bin noch relativ jung (38 ), aber die Möglichkeit besteht immer. Was würde mit den Kleinen Passieren? Die Eltern können nicht mehr ausgewildert werden, dass sehe ich sehr deutlich, aber der Kleine hätte noch die Möglichkeit. Lieber ein kurzes Leben im freien Himmel, als ein langes in Gefangenschaft. Wieder Gefangenschaft aufgrund des Wildfangs wäre natürlich eine Katastrophe.
    Da die Sache nicht so leicht ist, habe ich die endgültige Entscheidung noch nicht getroffen. Ich informiere mich jetzt, sodass ich das beste daraus machen kann.
    LG,
    Adriana
     
  5. Argt

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    Oh, ich habe noch etwas vergessen:
    Geschlechsbesimmung wäre kein Problem. Es gibt hier einen Arzt der das macht, aber mit Operation. Für Cochotl und Tlalli lies ich das in England machen. Ich habe einfach die Blutprobe per Post geschickt. Es hat sehr gut funktioniert.
    LG,
    Adriana
     
  6. #5 Christian, 13. Juli 2011
    Christian

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    Ich würde erstmal mit dem Ara Projekt Kontakt aufnehmen und schauen, ob und was die ggf. dazu zu sagen haben. Dann kann man weiter sehen.
     
  7. Argt

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    Hallo Christian,
    Ich werde beides machen: die Leute der Umweltministerium (PROFEPA) und die vom Ara Projekt kontaktieren. Ich überlege beide Möglichkeiten, der kleine Schwarm und die Auswilderung von Tzintzin. Die Entscheidung wird nicht so leicht sein.
    LG,
    Adriana
     
  8. #7 Christian, 14. Juli 2011
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    Hi Adriana!

    Halt uns mal auf dem Laufenden.
     
  9. Argt

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    Hallo Chris,
    Mit dem Araprojekt klappt leider nicht so gut. Schon lange habe ich mich an sie gewedent aber ohne erfolg. Kennst du vielleicht noch so eine ähnliche Gruppe? Meine Sorge ist, dass der Tzintzin größer wird und somit meine Möglichkeiten sich beschränken.
    Die kleine Schwarmhaltung wäre anscheinend kein Problem. Ich könnte eventuell einen beschlagnahmten Vogel nehmen.
    LG,
    Adriana
     
  10. Argt

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    A propo beschlagnahmte Papageien:
    Aus Wien erhalten wir (relativ) gute Nachrichten:
    http://derstandard.at/1310511484478...-Schmuggelpapageien-in-Schoenbrunn-aufgezogen

    Ich wüsste nicht, dass die Papageieneier so resistent sein konnten. Das ist problematisch für den illegalen Handel.

    In Guadalajara gab es vor Kurzem einen ähnlichen Fall. Leider sterben die meisten beschlagnahmten Tieren bei uns. Die Nachrichten schreiben aber nie etwas davon:
    http://www.profepa.gob.mx/innovapor...trafico_ilegal_de_psitacidos__en_jalisco.html

    So ein Programm wie der Ara Projekt von Costa Rica hat wäre bei uns sehr hilfreich.

    Herzliche Grüße,
    Adriana
     
  11. #10 Christian, 19. Juli 2011
    Christian

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    Das scheint mir ehrlich gesagt die bessere Lösung.

    Schau doch mal, ob man sowas nicht gründen kann ;)
     
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  13. Argt

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  14. Christian

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    Hi Andriana!

    Xcaret hat auch eine eigene Website. Demnach zu urteilen, kann man die eher mit dem Loro Parque auf Teneriffa vergleichen. Es ist scheinbar eher ein Zoo, der auch Arterhaltung betreibt, als ein reines Arterhaltungsprojekt. Sie können aber bei hinreichender Werbung (Bekanntheitsgrad) ein Umdenken in der Bevölkerung bewirken.
     
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