Aufzucht Ringeltaube

Diskutiere Aufzucht Ringeltaube im Wildtauben Forum im Bereich Wildvögel; Hallo liebe Vogelforen-Community, ich habe vor einem Monat ein Ringeltäubchen gefunden, das schon fast tot war. Mit Nutribird A21, frubiase...

  1. #1 VampirSchaf, 23.07.2019
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    Hallo liebe Vogelforen-Community,

    ich habe vor einem Monat ein Ringeltäubchen gefunden, das schon fast tot war.
    Mit Nutribird A21, frubiase calcium und Nekton B Komplex habe ich sie mittlerweile ziemlich groß bekommen und sie macht Flugübungen auf unserem mit Katzennetz abgesperrten Balkon.

    Ich meldete mich in eurem Forum an, weil ich jetzt aber doch Hilfe brauche.
    Ich kaufte Taubenfutter beim großen A von Birdbox.
    Sie pickte es anfangs auch.
    Sie sitzt tagsüber mit Wasser und dem Futter draußen. Morgens und Abends bekam sie noch Brei und nahm weiter zu. Dann habe ich letzte Woche angefangen mal den Brei am Morgen wegzulassen, weil sie von den Körnern nie etwas fraß. (Ich dachte "Na da hat jemand einfach keinen Hunger...") Das half aber leider nichts. Sie trinkt weder Wasser noch pickt sie die Körner.
    Nun füttere ich sie morgens mit Maiskörnern, Erbsen und Sojabohnen (eingeweicht) aus der Mischung, weil sie anfing rapide abzunehmen.
    Sie ist aber doch mittlerweile in einem Alter in dem sie anfangen sollte selbst zu fressen.
    Ich sitze oft mit ihr am Futter und versuche ihr das Picken nahe zu bringen.

    Auch wird das füttern immer schwieriger, weil sie sich immer stärker dagegen wehrt.

    Habt ihr Tipps oder Erfahrungen?

    Hier zwei Fotos vom Pipser.

    PS.: Der Pieps ist meine erste Vogelaufzucht. Ich habe mir die Einzelheiten im Internet zusammengesucht.
    Liebe Grüße, Monja
     

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  2. #2 Gast 20000, 23.07.2019
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    Wird wohl noch ne Woche dauern.
    Trinken..Schnabel immer mal leicht ins Wasser tunken.
    Wenn man aber Pech hat, wird sie, da sie als Einzeltaube aufgezogen wurde, wohl auf den Menschen geprägt sein. Besser man gibt solche Vögel In eine Wildvogelstation, wo sie dann mit Artgenossen aufwachsen. Erhöht die Überlebenschancen ungemein beim "Auswildern".
    Gruß
     
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  3. #3 VampirSchaf, 23.07.2019
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    Vielen Dank für deinen Tipp.
    Ja, das mit der Wildvogelauffangstation wäre mir auch lieber gewesen, da ich einem Vollzeitjob nachgehe. Leider hatten die nur die Möglichkeit, sie als Greifvogelfutter zu nutzen. Nachdem ich sie aber über das erste Wochenende hatte, wollte ich das irgendwie nicht so gerne.
     
  4. #4 Gast 20000, 23.07.2019
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    Waren wohl sehr unsensible Leute dort.
     
  5. #5 Oma Berta, 23.07.2019
    Oma Berta

    Oma Berta Guest

    Hallo VampirSchaf,

    da schließe ich mich meinem Vorredner an ... sehr unsensibel!
    Was nicht heißen muss, dass sie keine Ahnung haben.
    Schließlich befassen sie sich ja wohl ständig mit aufgegriffenen Vögeln.

    Mir kommt bei der Beschreibung des Verhaltens "Deiner" Taube allerdings auch dieselbe Idee, dass sie vielleicht nicht fressen mag, weil ihr die gleichgesinnte Gesellschaft fehlt. Gutes Futter ist eben nur die halbe Miete. Da ich regelmäßig Tauben am Futterplatz in meinem Garten habe, würde ich sie mal - geschützt in einem kleinen einfachen, auch von oben vergitterten Gehege - in den Garten bringen. "Meine" Oma Berta und Opa Bert würden vielleicht neugierig gucken, wer weiß? Sie vielleicht auch zum Fressen animieren. Wenn man Futter außerhalb des Geheges verteilen würde, drinnen natürlich auch, meinetwegen für das Kleine auch eingeweicht.
    Ich weiß aber nicht, ob Oma Berta und Opa Bert sich so verhalten würden. Einen Versuch wäre es mir wert ...

    Hast Du ihr mal den Taubenruf angeboten? Ku kuuuku ... ku kuuuuuuu ... kennt hier eigentlich jemand was von Kommunikation mit Wildtieren? Ein Phänomen, das mich immer wieder zum Staunen bringt. Manche scheinen ja einen besonderen Draht zu Tieren zu haben, egal, welcher Art.
    Aber das wäre schon wieder ein Thema für einen neuen Thread.

    Ich wünsche Dir Glück mit Deinem Täubchen!
    Und wenn es sich so sehr gegen das Füttern wehrt, mag es vielleicht auch nicht leben.
    Auch das muss man dann akzeptieren.
    Wer kann schon das Seelenleben eines verlorenen Täubchens ergründen?

    LG Oma Berta
     
  6. #6 Sammyspapa, 23.07.2019
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    Das passiert bei einzeln aufgezogenen Tauben egal ob Wild oder Stadt recht häufig. Die Tauben verstehen es nicht, was es mit dem selbst fressen und trinken so auf sich hat, da das ein Verhalten ist, dass sie sich abschauen bei den Eltern. Die Neugier bzw der Reflex nach etwas zu picken ist angeboren, allerdings die ruckartige Kopfbewegung, um das Aufgepickte nach hinten in den Hals zu befördern fällt ihnen schwer, da es erlernt ist und man es als Mensch quasi nicht zeigen kann. Mann kann nur mit den Fingern stetig in der Schale wühlen und picken und hoffen, dass sie es irgendwann aus Zufall schaffen und dann daraus lernen. Das kann allerdings (zumindest bei Stadttauben) teilweise ewig dauern. Manchmal Monate oder Jahre. Das Trinken wiederum ist recht einfach zu bewerkstelligen. Einfach mit dem Schnabel immer mal wieder ins Wasser tunken, irgendwann fangen sie an zu saugen.
    Du kannst den Anreiz auch steigern für die Taube. Taubeneltern füttern dann immer weniger bereitwillig und mengenmäßig weniger dieser Zeit. Wenn das Täubchen Kohldampf hat, steigert das den Enthusiasmus des Zöglings ungemein. Wenn sie dick, satt und zufrieden ist, wo ist der Anreiz was zu lernen?
    Allerdings ist dann halt das Problem, dass sich die Pfleglinge mit steigendem Alter immer vehementer gegen das Füttern sträuben. Dementsprechend würde ich langsam anfangen etwas knapper zu füttern. Natürlich immer unter Beobachtung, ob sie nicht zu rapide abnimmt. Ein bisschen ist durchaus normal. Den Kükenspeck haben sie genau für diese Zeit.
    Sicherlich gut wäre eine Futterstelle, wo erwachsene Ringel hinkommen und sie daneben stellen. So findet sie vielleicht auch am besten Anschluss und die ziehen sie später mit zu Futterplätzen wie Kirschbäumen, Eichen, Buchen etc.
     
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  7. #7 Oma Berta, 24.07.2019
    Oma Berta

    Oma Berta Guest

    Danke Sammyspapa,

    habe noch viel Interessantes aus Deinem Beitrag erfahren.
    Die Idee mit dem geschützten Gehege war also vielleicht doch gar nicht soo abwegig ...
    "meine" zwei Tauben sitzen übrigens auch gern im Kirschbaum, dem Zentrum des Gartens, wo ich sie so gut beobachten kann.

    Heute Morgen hat die eine ein Bad in der recht kleinen Vogeltränke genommen - es war wirklich sehr eng!
    Ich fand den Eindruck amüsant und musste an einen Adipösen denken, der nicht so richtig in die Badewanne passt.
    Anschließend hat sie sich auf der Terrasse platt auf den Boden gelegt und in der Morgensonne das Gefieder geputzt.
    So habe ich eine Ringeltaube noch nie gesehen.
    Das Bad konnte ich leider nicht mit der Digi einfangen, sie sah mich durch die Scheibe und stieg (verschämt:zwinker:) wieder aus.

    LG Oma Berta
     
Thema: Aufzucht Ringeltaube
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