Ich habe leichte Verständigungsprobleme beim Clickertraining mit meinen Welli's...

Diskutiere Ich habe leichte Verständigungsprobleme beim Clickertraining mit meinen Welli's... im Clicker-Training Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo ihr Lieben, ich führe das Clickertraining mit meinen Welli's jetzt seit gut 4 Wo. durch. Mittlerweile sind wir bereits soweit, dass einer...

  1. #1 Franziska87, 5. September 2011
    Franziska87

    Franziska87 Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    ich führe das Clickertraining mit meinen Welli's jetzt seit gut 4 Wo. durch. Mittlerweile sind wir bereits soweit, dass einer meiner Welli's (Flo) fast ohne TS auf meinen Finger kommt, sobald ich meinen Finger hebe...

    Meine Wellidame (Luna) jedoch hat keine Chance gegen ihn. Sie ist immer noch etwas skeptisch und meist klappt es erst beim dritten Versuch, wenn ich den TS hinter meinen Finger halte, bis sie kommt.
    Dazu kommt sie jedoch meist gar nicht. Sobald ich ihr meinen Finger hinhalte, ist Flo schneller und springt drauf...
    Luna ist dann dermaßen irritiert, dass sie sich dem TS entzieht.
    Es funktioniert auch nicht, wenn ich ihn ignoriere - er ist dermaßen aus dem Wind, dass er sich ihr immer wieder in den Weg stellt.
    Ich kann ihn während des Trainings auch nicht in den Käfig "sperren", da dieses Thema noch ein Problem für sich ist...
    Er geht nicht in den Käfig - wir haben jeden Abend lange zu tun, bis ich ihn soweit habe, dass ich ihn reinsetzen kann.
    Aber darum geht es jetzt nicht.

    Luna verliert meiner Meinung nach von Tag zu Tag mehr das Interesse an dem Training - kein Wunder - die arme Maus.
    Ich freue mich über Flo's Fortschritte, habe es mir jedoch ein bisschen anders vorgestellt.

    In dem Buch "Die Vogelschule" steht, dass man das Kommando "auf" hinzufügen soll.
    Ich habe mich dafür entschieden, die Namen der Beiden als "Auf-Kommando" zu nehmen.

    Aber beiden scheint es meiner Meinung nach völlig egal zu sein, was ich da sage - hauptsache, ich hebe meinen Finger...

    So habe ich mir das nicht vorgestellt :(

    Ich muss dazu sagen, dass ich die Zwei während des Trainings animiere - ich rede ihnen gut zu...

    z.b. "Na komm Flo, komm her - ja fein usw."

    In dem Buch steht, das man nicht viel reden soll - aber die Zwei reagieren erst, wenn ich mit ihnen spreche...

    Nehmen sie vielleicht deshalb mein eigentliches Kommando nicht ernst???

    Was haltet ihr davon, dass ich die Namen der Zwei als "Auf-Kommando" nutze?? Könnte es die Vögel irritieren??
    Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, wäre ich euch sehr dankbar...

    Ich freu mich jetzt schon auf eure Meinungen,

    bis dahin liebe Grüße Franziska87
     
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  3. Stephanie

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    Hallo Franziska,
    es gibt immer Tricks und individuelle Lösungen, nie eine Lösung für alle!:idee:

    Ich habe meinen Neidhammeln Warten so beigebarcht, dass ich den Vogel, der verscheucht wurde, so lange mit der Hirse "verfolgte", bis
    1. er etwas davon abbekommen hatte und
    2. der andere aufgehört hatte, ihn zu fiexieren, jagen etc.

    Gelernt hat also
    1. der Gejagte: Ich kriege für meine Leistung (und sei es nur Interesse) auf jeden Fall meine Hirse! Da kann .. machen, was er will!

    2. Der Mobber: Wenn ich störe, bekommt ... Hirse. Je länger ich störe, desto mehr Hirse bekommt ... = desto mehr Hirse entgeht MIR!:+schimpf

    Wenn der Mobber dann aber ruhig war, sich abwandte, Geduld zeigte, wurde er auch belohnt, so dass mit der Zeit beide Vögel "warte" lernten.

    Das Auf-Kommando sollte nicht der Name des Vogels sein.
    Warum?
    Nun, stell Dir vor Du möchtest später mal sagen "Flo, blieb wo du bist, Luna, geh in die Transportbox" oder "Luna, entferne dich von Flo, Flo, nimm den Ball auf!"
    - dann ist es nachteilig, wenn Flo und Luna schon bedeuten "geh auf den Finger"!:zwinker:

    Meine Erfahrung mit dem Verlauf von Clickertraining:

    Phase 1: Nicht reden, nur clicken, sehr mechanisch = Vogel lernt zu clickern, lernt den Ablauf, lernt, auszuprobieren, lernt, Geduld, lernt, wie er an Hirse kommt, lernt dass morgen wieder geclickert wird, lernt, dass er dran kommt, auch wenn der Partner gerade dran ist.
    = Vogel lernt "unserere Sprache" = die Clickerregeln. Daher müssen die am Anfang streng sein!

    Phase 2: Vogel ergreift die Initiative und macht etwas, das nicht geclickt wurde (springt ohne Kommando auf den Arm oder so) oder etwas, das geclickt wurde außerhalb des Trainings (setzt sich auf den Trainingsplatz oder so) = Vogel zeigt, dass er verstanden hat, dass ER etwas probieren kann, dass ER etwas initiiteren kann, dass ER etwas bewirken kann UND dass er nun auch etwas mitteilen kann (das wird natürlich alles belohnt).
    = Vogel kommuniziert in unsererer Sprache und probiert etwas aus (machen junge Kinder, die Fremdsprachen lernen auch, sie mischen oft Mutter- und Fremdsprache).

    Phase 3: Nun beobachten wir den Vogel sehr gut UND der Vogel beobachtet uns sehr gut UND wir lernen beide, was der andere wohl möchte UND daraus ergibt sich, dass öfter mal Kommunikation entsteht, die außerhalb der Clickerregeln liegt, z.B. Vogel lehnt sich zu uns, wir halten den Arm hin, Vogel fliegt zu uns oder Vogel schaut auf den Schrank etc., dann uns an, wir halten den Arm hin, und tragen den Vogel auf den Schrank, oder wir zeigen in den Käfig und Vogel klettert da rein.
    An diesem Punkt können beide "intelligent raten", was der andere möchte und sich verständlich machen und dürfen daher auch improvisieren.

    Analog:
    Ein Fremdsprachenlerner, der schon ein paar Jahre lernt, versteht auch Neoilogismen und interne Sprachwitze, während ein Anfänger damit hoffnungslos überfordert ist.

    Kommando einsetzten:

    Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.
    Eine wird in Castros Buch beschrieben:
    Übung sitzt und Kommando wird immer gesagt, wenn die Übung gemacht wird, dann kurz vorher, dann wenn die Übung gemacht werden soll.

    Dann gibt es noch eine andere Variante von Karen Pryor:
    Übung sitzt und wird ständig gezeigt, und manchmal wird das Kommando gesagt und das Tier belohnt und manchmal wird das Kommando nicht gesagt und das Tier nicht belohnt, so lernt das Tier, dass die Übung nur noch belohnt wird, wenn das Kommando ertönt.
    Das klappt mir Zeichen besser als mit verbalen Kommandos (man will ja nicht ständig das Wort wiederholen...).
    Das klappt auch mit Übungen besser, die durch freie Verhaltensformung, also Belohnen von spontan gezeigten oder geformten Verhaltensweisen, die dann freiwillig sehr oft vom Tier gezeigt werden.
    Klassisches Beispiel:
    Hund bringt Ball.
    Anfangs freuen wir uns und werfen den jedes Mal, und dann irgendwann nicht mehr.
    Dann werfen wir ihn nur noch, wenn wir vorher "hol Ball" oder so gesagt haben, so dass der Hund lernt, NUR dann werfen wir ihn; es hat also keinen Sinn, ihn zu bringen, wenn wir das nicht gesagt haben.
     
  4. #3 Franziska87, 5. September 2011
    Franziska87

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    Hallo Stephanie, erstmal muss ich dir sagen, dass ich mich auf deine Beiträge immer besonders freue ... ;)

    Also deine Anregungen haben mir schon sehr geholfen.

    Werde ab Morgen meine "Quaselei" einstellen - hoffe aber, dass es dann auch noch genauso gut klappt ?!

    Auch dein Beitrag zu dem Kommando leuchtet mir jetzt ein!!

    Dann muss es wohl doch bei "auf" bleiben, auch wenn ich das total blöd finde.

    Vielleicht versuche ich es mit "Komm' her" oder so...

    Ich danke dir erstmal.

    PS.: Ich hatte dir neulich geschrieben, dass Flo Fortschritte macht und mit Hilfe des TS allein in den Käfig geht.
    Meine Freude hielt nicht lange an --- seit 3 Tagen ist seine Angst wieder voll da, ABER wenigstens lässt er sich von mir in den Käfig setzen.
    Habe Luna heute im Käfig KH gegeben - in der Hoffnung, das Flo's Futterneid siegt - negativ!!!!
    Na mal sehen - wir haben noch viel vor uns!
    Wie lange hast du eigentlich gebraucht, bis deine Welli's "so" waren, wie sie's heute sind??

    Übrigens, kannst dein Postfach mal wieder leeren -- wollte dir neulich schreiben, aber es war voll :(

    Liebe Grüße und dir noch einen schönen Abend
     
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