Laufente gerissen. War es ein Fuchs?

Diskutiere Laufente gerissen. War es ein Fuchs? im Wassergeflügel Forum im Bereich Hühner- und Entenvögel; Schreck in der Morgenstunde: Mein Erpel steht schwer atmend am Fahrradschuppen, die Grillschale samt Gestell ist umgekippt, und irgendwie dämmert...

  1. HorstS

    HorstS hat einen Vogel.

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    Schreck in der Morgenstunde: Mein Erpel steht schwer atmend am Fahrradschuppen, die Grillschale samt Gestell ist umgekippt, und irgendwie dämmert es mir, dass heute Nacht Theater im Garten war. Und dann sehe ich das geräuberte Laufentennest. Ein paar der vermutlich sieben Eier hat sie noch unter dem Nest versteckt. Fuchs und/oder Krähen haben schon ein paar Eier geöffnet. Blutverschmierte Eierschalen sagen mir, dass da Küken drin waren. Und die Mutter, die letzte meiner beiden Damen, liegt ein paar Meter daneben, ausgeweidet. Das kann eigentlich nur ein Fuchs gewesen sein.
    Jetzt muss ich erst mal warten ob Meister Reineke wiederkommt und wenn das gutgeht, muss ich meinem traurigen Erpel bald zwei neue Gespielinnen zur Seite stellen.
    Nun habe ich zwar gehört, der Fuchs würde die Beute mitnehmen und nicht vor Ort verspeisen, aber ein Marder? Die Ente lag auf dem Rücken, mit Kopf und regelrecht leergefressen. Das Foto möchte ich lieber nicht posten.
    Alles sehr merkwürdig.
    Das Fraßbild sieht jedenfalls nach Fuchs aus (wenn ich Wolf und andere Hundeartige mal ausschließe). Katze und Marder würde ich ausschließen, und ein Greifvogel müsste schon ein anderes Kaliber gewesen sein als die Bussarde und Turmfalken in der Umgebung.
    Auf der anderen Seite des Schulzentrums hinter meinem Garten waren immer Laufenten. Da hat der Besitzer aufgegeben, weil er mehrfach definitiv den Fuchs da hatte.
    Eine Ente war vor kurzem in Richtung Schulzentrum ausgebrochen. Ich nehme an, dass sie dort das selbe Schicksal ereilt hat.
    Da, wo keine Gebäude angrenzen ist ein Zaun von 1,80m Höhe der nicht unterwühlt werden kann. Es gibt nur ein Schlupfloch von dem ich mir kaum vorstellen konnte, dass da eine Ente durchpasst. Das hat sich (nach 15 Jahren) als Irrtum herausgestellt und ist auch die einzige mögliche Erklärung dafür, dass ein Fuchs überhaupt auf's Grundstück kommt. Aber ich werde natürlich weiter recherchieren und ggfs. nachbessern bevor ich neue Enten dazusetze. Beim Marder würde das schon schwieriger. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
    Das Problem ist, dass meine Enten zwar einen Stall haben, einige haben auch mal drin gebrütet. Aber verschlossen war der nie. Die Enten sind auch nachts aktiv und liegen auch bei Mistwetter auf der Wiese obwohl es außer dem Stall noch einige andere gemütlichere Plätze gäbe. Wegsperren ist also keine Option.
     
  2. #2 Gast 20000, 07.05.2021
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    Über Nacht in einen sicheren Stall verfrachten ist wohl die einzige und sinnvollste Handlung, wenn zudem bekannt war das in der Nachbarschaft solche Vorkommnisse zur Aufgabe der Haltung von Enten geführt haben.
    Die Sicherheit der Tiere steht an 1. Stelle einer guten Haltung, denn die Tiere sind ja den Haltungsbedingungen des Besitzers hilflos ausgeliefert.
    Und wenn das nicht "möglich" ist, sollte man eben von der Haltung absehen.
    Gruß
     
    Else und papugi gefällt das.
  3. HorstS

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    Nein, das war NICHT in der "Nachbarschaft" sondern am anderen Ende eines großen bebauten Areals. Ich habe seit 15 Jahren Laufenten und hatte bis heute noch nie einen Verlust. (Bei meinen Tauben im Freiflug schon - und deshalb habe ich die Haltung schweren Herzens aufgegeben.)
    Und so leicht ist das eben nicht. Meine Laufenten suchen nicht wie Hühner nachts den Stall auf. Das mag man ihnen beibringen können. Sie nutzen nachts das ganze Grundstück. Daher würde ich ihnen mit wegsperren keinen Gefallen tun.
     
  4. #4 Gast 20000, 07.05.2021
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    Was für eine Überlegung!
    Man soll den Tieren keinen Gefallen tun, sondern sie vor Schaden bewahren.
    Durch eine Nächtigung in einem sicheren Stall werden sie sicher keinen Schaden nehmen, sondern wie in deinem Fall ihr Leben retten!
    Gruß
     
  5. #5 Sammyspapa, 07.05.2021
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    Durch was bzw welches Tier kamen die Verluste denn zustande?
     
  6. HorstS

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    Krähen bzw. Greifvögel (Bussard oder Turmfalke, keine Ahnung, gibt's hier aber beides).
     
  7. HorstS

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    Eine gute Überlegung, denn wenn die Laufenten nachts lieber draußen rum laufen als sich hühnergleich ein Nachtlager zu suchen, scheint das ja ihrer Natur zu entsprechen. Die Lösung kann daher nicht das Wegsperren sein (obwohl das ja offenbar viele Halter machen) wenn es nur alle paar Jahre einen Verlust gibt. Für mich ist die Konsequenz, im Wiederholungsfalle die Haltung aufzugeben. In der Voliere wären meine Tauben auch sicher gewesen, aber ohne Freiflug für mich keine Alternative.
     
  8. #8 Sammyspapa, 07.05.2021
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    Bussarde und Turmfalken jagen keine Tauben und wenn doch, haben sie Mühe die Tauben mit ihren vergleichsweise kleinen Fängen tot zu kriegen. Für Tauben sind Habicht, Sperberweibchen und Wanderfalken zuständig. Davon würde ich mal einen Habicht als Hauptverdächtigen für die Ente einordnen. Ein Wanderfalke holt sie nicht vom Nest und ein Sperber ist zu klein für eine Ente.
    Das, was du beschreibst, klingt für mich stark nach einem Habichtriss.
     
  9. HorstS

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    Interessant. Ich bin leider absoluter Laie was das Schadensbild angeht. Ich habe gehört, dass bei den meisten Säugern die Federn beim Riss geknickt würden. Hier sind sie intakt. Das spräche für einen Greifvogel. Aber greifen die nachts an? Aber vielleicht dämmerte es ja auch schon ein wenig. Habicht klingt auf jeden Fall plausibel.
     
  10. #10 Gast 20000, 07.05.2021
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    Zuerst mal, welches natürliche Verhalten...es gibt sie nicht in freier Wildbahn. Hühner läßt man doch auch nicht draußen übernachten!
    Der Vergleich mit den Tauben hinkt ja auch, weil sie die Nacht im Schlag verbringen und nicht ausgesperrt werden. Und dann fällt Habicht und Falke sowieso aus.
    Wenn die ganzen Innereien fehlen, so würde ich auf Fuchs oder wildernden Hund tippen, denn das macht ja gewichtsmäßig schon mal fast ein Kilo.
    Schafft der Habicht es dann noch aufzufliegen und des Nachts machen die in der Regel ne Jagdpause.
    Gruß
     
  11. HorstS

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    Naja, die GANZEN Innereien fehlen nicht. Ein Habicht ist zumindest auch dämmerungsaktiv.
    Zum Thema Stall: In der Natur gibt es keinen Stall, und auch von meinen Hühnern kommt ab und zu mal eines auf die Idee, im Baum zu nächtigen, selbst bei Schneesturm. Die Tauben waren natürlich nachts im Schlag (Die gingen auch von selber rein.), wurden aber tagsüber im Freiflug geschlagen.
     
  12. #12 Gast 20000, 07.05.2021
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    Naja, dann sollte man deine bisherigen Ausführungen zur Nacht und das die Innereien fehlen also nicht so ganz ernst nehmen?
    Und für die stillen Mitleser...bei Tierhaltung gilt ..wohlgemeint...Safety first!
    Bin mal raus.
    Gruß
     
  13. HorstS

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    Zugegeben haben sich zwei vermeintliche Gewissheiten aus dem Eingangspost durch die Diskussionen (nicht nur hier) relativiert: Ich schrieb "Nacht", kann aber auch Dämmerung gewesen sein. Und ich schrieb "leergefressen" oder "ausgeweidet", aber eine Obduktion habe ich nicht vorgenommen.
    Und "für die stillen Mitleser" gilt bei Tierhaltung vor allem artgerecht. Wenn es vor zuerst um Sicherheit geht, hat es der Wellensittich im Käfig natürlich am besten.
     
  14. papugi

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    Alle tiere konnen sehr leicht trainiert werden in einem sicheren geschlossenen stall die nacht zu verbringen...hatte paar enten und sie gingen im kleinen stall "schlafen" mit freude...Gast hat das gut beschrieben die sicherheit der tiere zuerst das ist die verantwortung des menschen...
    eigentlich ist doch egal wer die enten getotet hat denn die situation bietet keine sicherheit...
    die einzige losung ist enten und alle tiere abends in einem sicheren stall einzuschliessen.
    Celine
     
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  15. #15 Gast 20000, 07.05.2021
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    Sehe ich auch so, Celine. Am frühen Abend im Stall füttern. (falls vorhanden)
    Am dritten oder vierten Abend stehen sie dann schon im Stall und warten auf ihr Futter.
    Man muß nach der Futtergabe nur noch die Tür schließen.
    Tiere sind doch gar nicht so doof.
    Gruß
     
  16. HorstS

    HorstS hat einen Vogel.

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    Leute, es gibt einen kleinen Stall, und der wäre auch verschließbar. Es gibt aber auch die Beobachtung, dass die Laufenten - anders als Hühner und Tauben - nachts draußen sehr aktiv sind. Das nehme ich ihnen, wenn ich sie im Stall einschließe - wegen eines Vorfalls in 15 Jahren.
     
  17. papugi

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    Bei mir, schleppt ein fuchs ein huhn z.b. weg...aber ob sie alle sich so benehmen, weiss ich nicht...waschbaren, speisen am platz speziel wenn sie junge haben ist familyparty sie quieken und tanzen aus freude bei toten und verletzen huhner (hab sie nachts beim nachbarn gesehen)...aber alle haben ein gutes gedachtnis und erinnern sich genau wo der tisch gedeckt ist...und, kommen immer wieder... warum auch nicht, ist so einfach. Auch ein murmeltier oder hase, erinnern sich wo der leckere salat in welchem garten wachst..
    Celine
     
  18. #18 harpyja, 09.05.2021
    harpyja

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    Ohne Foto kann man hier doch nur mutmaßen. Ich wäre von Fuchs ausgegangen, da sprach alles für bis zum "Federn sind nicht abgeknickt"...
    Wir sind hier nicht so zart besaitet, dass wir beim Anblick von einem toten Tier gleich vom Stuhl fallen.
     
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