Neues zur Vogelgrippe

Diskutiere Neues zur Vogelgrippe im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; Nach neuen Meldungen hat sich die Vogelgrippe in Rumänien weiter ausgebreitet. Am vergangenen Freitag meldete die rumänische Veterinärbehörde...

  1. #1 Alfred Klein, 29. Mai 2006
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Nach neuen Meldungen hat sich die Vogelgrippe in Rumänien weiter ausgebreitet.

    Am vergangenen Freitag meldete die rumänische Veterinärbehörde 75 neue Ausbrüche der Krankheit, zudem 35 Verdachtsfälle.
    Am 11.05 war die Vogelgrippe in zwei großen Geflügelbetrieben (mal wieder Großbetriebe) ausgebrochen.
    Seit Oktober 05 gab es in Rumänien 128 Infektionsherde.

    Wenn man der Seehoferschen Wildvogeltheorie glauben schenken möchte dann scheinen alle infizierten Wildvögel aus Europa sich verabredet zu haben die Rumänen aufzumischen. ;)
     
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  3. Motte

    Motte Guest


    Ahaha! Welch feinsinniger Humor, Hut ab!
    Es gibt sicher unzählige Verbreitungsmöglichkeiten/Wege
     
  4. aday

    aday Foren-Guru

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    Hallo Motte, Alfred hat mal wieder nicht weitergelesen, oder wollte er das nicht?
    http://www.brf.be/nachrichtenex/shownachricht?id=40664

    Wer hat da wohl schon wieder unkontrolliert verkauft? Die Großbetriebe?? Wohl doch eher die Kleinehalter die nicht so unter Kontrolle stehen und das der Virus nicht zwingend von Wildvögeln übertragen werden muß sollte eigentlich schon lange Bekannt sein.

    http://www.fli.bund.de/fileadmin/us..._Krankheitsgeschehen/avi_Flu/LB_Influenza.pdf
     
  5. Akkas

    Akkas Stammmitglied

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    Aday, ich hatte irgendwo gelesen, die Privathaltungen hätten ihre Tiere von verseuchten Großbetrieben gekauft. Mit einem Link kann ich leider nicht mehr dienen, finde ich ihn, stell ich ihn gerne ein.
     
  6. #5 südwind, 31. Mai 2006
    südwind

    südwind Foren-Guru

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    UNO sucht den H5N1-Übertragungsweg

    aha, so langsam dämmerts wohl?
     
  7. #6 Alfred Klein, 31. Mai 2006
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Sorry, aber der Meldungstext in der Zeitung war nicht länger.

    @Südwind
    Aber nur äußerst langsam.
    Und bis das dann noch bis zum Seehofer durchgedrungen ist wird noch sehr viel Wasser die Spree hinunter fließen. ;)
     
  8. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Schön für dich, hoffentlich hast du auch alles gelesen, was du zitiert hast:

     
  9. #8 südwind, 31. Mai 2006
    südwind

    südwind Foren-Guru

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    http://www.umweltschutz-news.de/123artikel940.html
    das fettgedruckte wurde von mir hervorgehoben.:+klugsche
     
  10. aday

    aday Foren-Guru

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    Birdlife = NABU - Tochtergesellschaft

    Was erwartest du von Birdlife anderes als den standpunkt des NABU?
    Birdlife Deutschland ist nichts anderes als der Deutsche NABU, womit man natürlich schnell mal nach aussen zwei Verbände hat, die etwas anderes meinen als andere Fachleute.
    Auch der NABU weiß wie man in der Öffentlichkeit vorgeht um seine Ziele durchzusetzen. Was meinst du, warum es mehrere "Umweltverbände" offiziell gibt, die das selbe versuchen uns weiß zu machen? Als Tipp, schau dir doch mal die Verflechtungen untereinander an und die, ich will sie mal Tochterverbände nennen, etwas genauer, vor allem mit den Namen der Personen und wo die noch alles mitmischen.
    Es wird dann auch mal schnell bei Bedarf eine gemeinsame Initiative / Verband gegründet, nur um mal eben noch die ein oder andere Stimme mehr zu haben.

    Spiegelt natürlich nicht die Meinung der Bevölkerung wieder, das kaugeln die uns aber vor.
    Weiterer Tip:
    z.B. Unterschriften aktionen:
    Mehrere Verbände sammeln die für den gleichen Zweck, geschickt wird aber gesteuert durch das in Umlauf bringen von Adressen unterschiedlicher Verbände, das sich viele gleich in mehrere Listen dazu eintragen. So etwas nennt man Politik machen und mit Minderheiten zu Versuchen die Mehrheit zu vertretten.
    So etwas ähnliches gab es schon mal auf richtiger politischer Ebene unter Bismarck wie der noch Reichskanzler war und was dabei rausgekommen ist, brauche ich dir ja hoffentlich nicht zu erklären.
     
  11. südwind

    südwind Foren-Guru

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    aday, willst du damit sagen, dass es diesen weltweit kaum kontrollierten handel mit geflügel und geflügelprodukten sowie der sorglose umgang mit den massen an abfall und kot aus geflügelfarmen und die daraus entstehenden verunreinigungen, gesundheitsgefahren, (verseuchungen)nicht gibt, weil birdlife darüber berichtet?
     
  12. #11 Gänseerpel, 1. Juni 2006
    Gänseerpel

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    Zu dem Thema gibt es erstaunlicherweise herzlich wenig Untersuchungen. Vielleicht ist es ja auch kein Zufall....

    Eine gute Arbeit wurde 2002 veröffentlicht:

    Die Arbeit kann hier abgerufen werden.

    Tumpey hat übrigens einen sehr guten Ruf und gilt als einer der weltbesten Virologen.

    Etwas mehr Arbeiten gibt es zu Untersuchungen an Geflügelmärkten in diversen Ländern, u.a. auch in den USA. Eine weitere ziemlich neue Arbeit wurde über die Rolle von "free grazing ducks" in Thailand veröffentlicht. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass diesen "free gr.ducks" eine ganz erhebliche Rolle in der Virusverbreitung zukommt.
     
  13. aday

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    Jetzt mal langsam!
    Was verstehst du unter weltweit kaum kontrollierten handel? Da mußt du schon etwas differenzieren.
    1. Ist eine etwaige Kontrolle noch immer Landessache und wenn das Land xyz kontrollen für notwendig hält, regelt es auch für sich die Art und Weise und führt diese Durch. Das in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Standarts sind liegt auf der Hand.
    2. Illegaler Handel, ob nun mit geschützten Arten oder Handel trotz verbot mit Lebensmitteln usw. ist immer eine Sache. Bei uns war auch die Einfuhr von bestimmten Produkten z.B. aus der Türkei verboten und trotzdem konfizierte man z.B. am Flughafen Frankfurt mehrere Tonnen, wobei die auch nur einen Bruchteil überhaupt überprüfen konnten. Mit Drogen ist es das selbe und da sind die Kontrollen schon stark aber trotzdem kommen die auch nach Deutschland, weil effektifere Maßnahmen z.B. aufgrund unseres Grundgesetzes und Datenschutz nicht durchgeführt werden dürfen. Stichwort Gläseren Mensch.

    Wegen Abfall, sprich z.B. Mist ist es ähnlich wie mit dem Handel. Wir haben hier in Deutschland z.B. recht hohe Auflagen die unnötige Gefährtungen verhindern sollen.

    Das alles hat uns in Deutschland trotzdem nicht davor bewahrt das wir Infizierte Wildvögel und im späteren zusammenhang auch infizierte Nutztierbestände hatten wie Weltweit. Aber jetzt einfach zu behaupten die Verbreitung würde überhaupt nicht durch Wildvögel kommen sondern einzig und allein durch unser Nutzgeflügel ist ja wohl die größte Lachnummer des Tages.
     
  14. südwind

    südwind Foren-Guru

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    aday, deinen vermutungen und wilden spekulationen, soll man nun wohl mehr glauben schenken, als einer organisation wie:"grain, fao, birdlife oder nabu." :nene: :+klugsche
     
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  16. südwind

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    Vogelkundler zweifelt an These

    WARTHAUSEN- Noch nie hat sich ein Mensch bei einem Wildtier mit der Vogelgrippe infiziert, die Gefahr geht eher von Infektionen in Massentierhaltungen aus. Darin war sich die Expertenrunde bei der Infoveranstaltung des BUND-Kreisverbands Biberach in Warthausen einig. Die Vorträge fanden nur ein kümmerliches Publikumsinteresse.
    Der Radolfzeller Ornithologe Dr. Hans-Günther Bauer hat in den vergangenen Jahren am Bodensee Beobachtungen gemacht, die ihn an der “klassischen” Ansicht zur Ausbreitung der Geflügelpest zweifeln lassen: die Vogelgrippe bricht nach seinen Erkenntnissen nicht entlang bedeutender Zugwege aus, bei Wildvögeln gibt es kein Massensterben, das Virus breitet sich entgegen oder quer zu Zugvogelwegen aus. Örtlich begrenzt – “endemisch” – trat der Erreger in Südostasien auf.

    Bislang, sagte Bauer, sei etwa in Australien noch kein einziger Fall von Vogelgrippe bekannt geworden, obwohl der Kontinent auch auch Vogelzugwegen liege; das Land kontrolliere jeden Besucher indes streng auf mitgeführte Tierprodukte. Auch die Entwicklung in der Türkei, wo mehrere Kinder an Infektionen mit H5N1 starben, “kann mit Vogelzug nichts zu tun haben”, bekräftigte der promovierte Vogelkundler. Hans-Günther Bauer untermauerte seine Aussagen mit zahlreichen Statistiken. So seien etwa von 1911 toten Wasservögeln am Bodensee nur 2,8 Prozent H5-positiv gewesen, bei 956 toten Enten lag der Befall bei 4,2 Prozent. “Erwischt hat es die Wasservögel, die die ganze Zeit über bei uns waren”, hat der Ornithologe beobachtet.

    Über die Geflügelpest aus Sicht des Tierschutzes sprach Dr. Claudia Salzborn. Die Fachreferentin in der Akademie für Tierschutz in Neubiberg beklagte den aus ihrer Sicht “völligen Verlust der Verhältnismäßigkeit bei der Vogelgrippe”. Flächendeckend, sagte Salzborn, mache die Aufstallung keinen Sinn, “der Preis der Stallpflicht ist mit erheblichen Problemen behaftet”. Problematisch seien etwa das aggressive Verhalten, Stress und Kannibalismus des eingesperrten Federviehs, bei Gänsen und Enten funktioniere die Aufstallung nicht. Die Geflügelpest, fand die Referentin, “kam der Industrie gerade recht”. Derzeit entspanne sich die Lage in Deutschland, aber “wir werden mit der Seuche leben müssen” prognostizierte Dr. Salzborn.

    Mangelnde Forschungen zur Vogelgrippe beklagte Dr. Anita Idel. Nach dem Ausbruch der Hongkong-Grippe im Jahr 1997 habe man jedesmal nur Millionen Tiere getötet, “spätestens beim dritten Mal” hätte man an der Wirksamkeit dieser Maßnahme Zweifel haben müssen. Die Tierärztin, Projektmanagerin von “Animal Health & Agrobiodiversity”, erinnerte an die Keulung von 30 Millionen Tieren in den Niederlanden, die von dem H7N7-Virus befallen waren.Ärztin will Soko Vogelgrippe

    Ausführlich befasste sich Dr. Idel mit dem Für und Wider des Impfens, die Diskussion darüber habe man in Deutschland unterdrückt, beklagte die Referentin. Die Ärztin schlug eine Art “SOKO Vogelgrippe” zur Erforschung der Krankheit vor, beim Ausbruch müsse man unter dem “Polizeiaspekt Indizien sammeln und Spuren sichern”. Anita Idel war sich sicher, dass die Krankheit beherrschbar sei, die “normale” Grippe sei viel gefährlicher, immerhin stünden 30 000 Grippetoten nur 130 Tote durch H5N1 gegenüber. Wie Salzborn vertrat auch Idel die Auffassung, die Industrie nehme die Geflügelpest als Chance, die Konkurrenz der Kleintierhalter aus dem Weg zu räumen.

    (Stand: 17.05.2006 08:30)

    http://www.szon.de/lokales/laupheim/region/200605170564.html

    das fettgedruckte wurde von mir hervorgehoben.
     
  17. südwind

    südwind Foren-Guru

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Neues zur Vogelgrippe