Geflügelpest

Diskutiere Geflügelpest im Hühner + Zwerghühner Forum im Bereich Hühner- und Entenvögel; Hallo ! Ich habe soeben im Videotext gelesen, daß in Italien die Geflügelpest ausgebrochen sein soll. Es wird nun davor gewarnt, daß Zugvögel...

  1. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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    Hallo !

    Ich habe soeben im Videotext gelesen, daß in
    Italien die Geflügelpest ausgebrochen sein soll. Es wird nun davor gewarnt, daß Zugvögel
    den Erreger nach Deutschland einschleppen könnten. Deshalb sollen in Niedersachsen
    bis zum 15. April , Hühner , Enten und Puten
    in Ställen gehalten werden.
    Mich würde nun intressieren, wie groß
    die Gefahr wirklich ist , daß sich Geflügelpest auf diesem Weg ausbreitet-
    oder ob das nur Panik - Mache ist.
    Viele Grüße
    Andrea
     
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  3. Heinrich

    Heinrich Guest

    Hallo Andrea,
    ich glaube nicht, dass es nur Panikmache ist. Im Übrigen kann man seine Bestände vor der Geflügelpest schützen, indem man sie impfen lässt. Die Geflügelpest befällt nicht nur Geflügel im herkömmlichen Sinne, sondern auch Papageien! Vor etwa 15 Jahren hatte ich die GP bereits in meinem Bestand von Graupapageien und Kakadus, etwa 80% der Tiere sind elendig eingegangen, bei den anderen hat eine Notimpfung so eben noch geholfen. Bei Taube gibt es auch so eine Art GP, die Paramyxovirose, der auch schon etliche Bestände zum Opfer gefallen sind. Deshalb ist bei Brieftauben die Impfung Pflicht! Pro Tier und Jahr kostet sie zusammen mit einer Impfung gegen Salmonellose (Paratyphus) ca. 1 DM. Es reicht nicht aus, seine Tiere nur einzusperren, denn durch Besuche von anderen Züchtern, die z. B. konatminierte Schuhe tragen, breitet sich die Seuche auch aus!
    Viele Grüße Heinrich
     
  4. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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    Hallo Heinrich!

    Aus dem Bericht im Videotext ging leider nicht hervor, ob es sich
    hierbei um Newcastle Disease , gegen die man impfen kann oder
    um die klassische Geflügelpest handelt. Mir ist leider nichts darüber
    bekannt , ob es dagegen auch einen Impfstoff gibt . Sie haben nur
    darüber berichtet , daß in Italien bereits 14 Millionen Tiere
    eingegangen sein sollen. Deshalb meine Besorgnis.
    Hast Du Informationen dazu ?
    Viele Grüße
    Andrea
     
  5. Heinrich

    Heinrich Guest

    Hallo Andrea,

    wie es aussieht, scheint es die herkömmliche Geflügelpest zu sein, für die es noch keinen Impfstoff geben soll. In NRW sind alle Ausstellungen, sowie Brieftaubenflüge bis 30.04. verboten worden.
    Hoffentlich geht der Kelch an uns vorüber!
    Viele Grüße
    Heinrich
     
  6. #5 Katrin Stricker, 19. März 2000
    Katrin Stricker

    Katrin Stricker Guest

    Hallo Geflügelfreunde!
    Bei der in Italien ausgebrochenen Krankheit handelt es sich um die klassische Geflügelpest. Man kann und darf dagegen nicht impfen; wenn sie ausbricht, wird der Bestand getötet und Sperrbezirke werden eingerichtet, um die Verbreitung aufzuhalten. Das Virus überträgt sich über alle möglichen Gegenstände (zB Eierpappen), Fahrzeuge, Personen, sogar über den Wind bis zu 1km! Zugvögel sind nur eines von vielen Problemen.
    Wenn im Bestand plötzlich mehrere Tiere verenden, muß das sofort dem Veterinäramt gemeldet werden, denn das ist das erste Zeichen der Seuche.Hilfe gibt es für die Tiere keine, aber die Tierseuchenkasse (bei der alle Geflügelhalter gemeldet sein müssen, auch wenn nur wenige Tiere gehalten werden!) ersetzt den finanziellen Schaden.

    Die atypische Geflügelpest (Newcastle Krankheit) ist eine andere Seuche, die genauso verlustreich abläuft. Hiergegen sind Impfungen möglich und auch vorgeschrieben. Bei Hühnervögeln übers Trinkwasser in der 3. und 7. Lebenswoche und dann alle 3-4 Monate. Bei Tauben (Paramyxo) per Spritze ab der 4. Woche und dann 1-2 x /Jahr.
    Bitte laßt Eure Tiere im Stall!!

    Viele Grüße Katrin
     
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  8. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin moin!

    Vielleicht ist folgender Zeitungartikel unserer Regionaltageszeitung "Kieler Nachrichten" vom Freitag, 17.März, interessant:

    "Veterinäre warnen: Zugvögel aus Italien könnten Geflügelpest einschleppen

    UNRUHE IM HÜHNERSTALL

    Kiel(chr) Noch ist sie hierzulande nicht aufgetreten und auf Menschen kann sie ohnehin nicht übertragen werden, dennoch sorgt die in Italien ausgebrochene Geflügelpest auch in Schleswig-Holstein für erhebliche Unruhe. Eine Infektion mit dem Virus könnte innerhalb weniger Tage komplette Bestände töten. Um dies zu vermeiden, empfehlen Veterinäre, Geflügel von Zugvögeln fernzuhalten, die die Seuche durch ihren Kot übertragen könnten. Also Stubenarrest nicht nur für Hühner in Legebatterien, sondern auch für eigentlich frei laufende Hühner?

    So direkt möchte das Land das nicht sagen. "Kontakt von hausgeflügel mit Wildvögeln sollte möglichst vermieden werden", heißt es offiziell in einem Schreiben des Landwirtschaftsministeriums an alel Kreise und kreisfreien Städte. der Ausbruch der Geflügelpest in Italien wird aber als mögliche "Bedrohung" der Bestände auch hier bezeichnet.
    Bundeslandwirtschaftsminister karl-Heinz Funke (SPD) sieht derzeit "kein erhöhtes Risiko, dass die Geflügelpest eingeschleppt wird, solange die allgemeinen Hygienestandards in der deutschen Geflügelwirtschaft eingehalten werden". Er appellierte an alle Geflügelhalter, "Vorsorge zu treffen".
    An Funkes früherer Wirkungsstätte in Hannover ist man da rigoroser. Per verordnung hat Niedersachsen für die nächsten Wochen den Auslauf von geflügel verboten.
    Seit Dezember vergangenen Jahres breitet sich die Klassische Geflügelpest in einigen Regionen Italiens - vor allem der Lombardei und Veneto - aus. Etwa 12 Millionen Tiere wurden mittlerweile getötet. Der Export aus den betroffenen Regionen ist untersagt.
    Die meldepflichtige, hochansteckende Infektion mit einem mutierten Influenza-Virus führt bei Hühner und Puten zu schnupfenähnlichen Erkrankungen, starker Atemnot und raschem Tod. wasservögel und Brieftauben können infiziert und ansteckend sein, ohne selbst Symptome zu zeigen.
    Das landwirtschaftsministerium sieht im Vogelzug im Frühjahr deshalb "eine reale Einschleppungsgefahr". Auch Klein- und Hobbyhalter sowei Rassegeflügelzüchter werden um besondere Vorsicht gebeten. Vor allem Entenarten, die sich im Winter zeitweise im norditalienischen Voralpengebiet aufhalten und jetzt in ihre Brutgebiete zurückkehren, könnten für eine Verbreitung auch in Schleswig-Holstein sorgen."


    ------------------
    Tschüss Rüdiger
     
  9. Andrea

    Andrea Foren-Guru

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    Hallo Katrin !

    Sind Wildvögel eigentlich auch von der Krankheit betroffen- oder sind sie nur die Überträger der Krankheit ? Das macht mir ein wenig Angst, da wir unwahrscheinlich viele Vögel bei uns im Garten haben. Ich kenne auch Geflügelzüchter bei denen Schwalben direkt im Hühnerstall nisten.
    Wie lange ist die Inkubationszeit ?
    Konnte man eigentlich bis jetzt keinen Impfstoff entwickeln - oder wurde die Gefahr einfach unterschätzt und nicht an der Entwicklung eines Impfstoffes geforscht , da der Virus schon seit Jahrzehnten in Europa nicht mehr aufgetreten ist.?
    Werden bei Ausbruch der Krankheit eigentlich nur die Tiere des betreffenden Stalles getötet - oder geht es dann allen Hühnervögeln innerhalb des Sperrbezirkes an den Kragen ?
    Wir können nur hoffen , daß die Krankheit an uns vorüber geht . Für viele Rassegeflügelzüchter wäre das eine Katastrophe, besonders für die Züchter seltener Rassen.
    Viele Grüße
    Andrea
     
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