Ich schneide jetzt mal ein heikles Thema an, bitte um rege Beteiligung

Diskutiere Ich schneide jetzt mal ein heikles Thema an, bitte um rege Beteiligung im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo ihr Lieben, meinem Rosenköpfchen Micksy geht es seit Mittwochmittag überhaupt nicht gut. Sie hat sich das Ekzem am Flügel so dermaßen...

  1. Nymphie

    Nymphie Guest

    Hallo ihr Lieben,
    meinem Rosenköpfchen Micksy geht es seit Mittwochmittag
    überhaupt nicht gut. Sie hat sich das Ekzem am Flügel
    so dermaßen übel aufgepickt daß sie beinahe verblutet
    wäre und ich zu der allerschlimmsten Maßnahme greifen
    mußte, ihr einen Kragen zu basteln damit sie sich nicht
    umbringt ! Ich bin dann am Freitagmittag zu einem
    neuen TA gefahren, als der alte TA gemeint hat daß
    könnte man so lassen !

    Jetzt sitzt sie wie ein Häufchen Elend im kleinen
    Käfig mit Kragen an und sie muß irre Juckreiz oder
    Schmerzen an dem Ekzem haben, sie geht schier
    die Wände hoch und beißt in das Küchenhandtuch
    herein daß ich hineingelegt habe, damit sie durch
    den Sand nicht noch gereizt wird, die Wunde. Auch
    schlägt sie die ganze Zeit mit dem Flügel an dem
    das Ekzem ist. Sie tut mir unendlich leid.

    Der TA hat gemeint es wären keine Bakterien oder
    Pilze und er hat mir die Pana Veyxal Salbe mitgegeben.
    Er hat mir leider keine große Hoffnung gemacht da
    das Gebiet ziemlich nekrotisch ist und die Wunde
    wahrscheinlich schon in den Muskel hineinragt,
    konnte man durch das viele Blut nicht gut erkennen.

    Das Problem ist das Ekzem sitzt auf dem Flügel an
    der Hand, also am unteren Teil des Flügels und
    es sieht wirklich schlimm aus.

    Jetzt zu meinem heiklen Thema, den sie tut mir
    so leid, heute mittag hatte sie sogar die Augen
    zeitweise zu ganz kleinen Schlitzen zusammenge-
    presst, was auf starkes Unbehagen hindeutet.
    Fressen tut sie noch, aber sie hockt jetzt die
    meiste Zeit in der Ecke und beißt in das Küchentuch.

    Ich habe mir schon so ziemlich den Kopf zerbrochen,
    und da ist mir vermutlich die einzige Lösung gekommen,
    wie man meiner Micksy größeres Leid ersparen könnte,
    ohne ihr Leben zu beenden(den das ist abgesehen
    vom Ekzem sehr gut).

    Was haltet ihr von Amputation ??? Ich weiß das
    klingt schrecklich und ich kann mich mit dem Thema
    auch irgendwie nicht anfreunden und mit dem TA
    habe ich das Thema auch noch nicht durchgesprochen.

    Also wenn man einfach die Hand vom Flügel amputiert,
    oh gott ich weiß das klingt furchtbar.

    Aber ist das Leben dann noch lebenswert ??

    Kann sie mit dieser "Behinderung" dann noch zurecht-
    kommen ?

    Also gleich mal vorweg fliegen kann sie wegen diesem
    Flügel sowieso schon lange nicht mehr, den da fehlen
    fast die ganzen Schwingen.

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter, bitte um Rat und
    Hilfe.

    Liebe Grüße

    Petra
     
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  3. Pine

    Pine Foren-Guru

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    Hallo Petra

    Am Anfang vorweg der Vogel will leben und soll auch seinen Flügel
    behalten. Im Augenblick ist die Situation nicht positiv,aber gib
    nicht auf.Auch Exzeme schlimmer Art sind heilbar.Es dauert seine
    Zeit und Geduld für den Vogel und für Dich.
    Ganz wichtig der Sand muss komplett aus dem Käfig raus.Der
    Staub dringt durch die Bewegungen des Vogels in die Wunde ein.
    Dein Vogel hat durch die ungewohnte Halskrause auch Panik.
    Wenn Du es schaffst ruhig zu bleiben,überträgst Du die Ruhe
    auf den Vogel. Ich würde den Vogel in eine Transportbox setzen,
    damit er sich nicht an den Gittern durch Klettern usw. verletzt.
    Klettern geht auch mit Halskrause.

    Fortsetzung folgt zum Thema Wunde
     
  4. cleo

    cleo Katzen, Vogel, Hunde Fan

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    oh je...

    hi petra,
    es tut mir wirklich leid zu hoeren wie es deinem vogel ergeht...
    aber einer amputation wuerde ich , rein gefuehlsmaessig, eher abraten. spreche das thema ruhig mit deinem tierarzt durch, aber ich glaube nicht das er da zustimmen wuerde.

    ich wuerde eher zeit und geld investieren um einen echt vogelkundigen ta zu konsultieren. dafuer wuerde ich lange wege in kauf nehmen. evtl gibt es auch heilpraktische ta's mit vogelkenntnis.
    so manch aussichtslose situation wurde schon durch homoeopathie erfolgreich geheilt.

    beispiel: der einsatz von sulfur bei hautkrankheiten wie pilzen, ekzemen etc.
    ich arbeite ehrenamtlich im tierheim und wir haben schon haeufig erfolgreich mit sulfur gegen hautpilz bei katzen behandelt. die behandlung dauert zwar laenger aber das fell wuchs schon nach recht kurzer zeit wieder nach.
    also nicht aufgeben...ich wuensche dir alles gute fuer deinen pieper.
     
  5. Pine

    Pine Foren-Guru

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    Hallo Petra

    die Ursache fürs Ekzem hast Du bestimmt schon mal beschrieben.
    Ich muss das raussuchen-erst mal egal.
    Wenn der TA sagt.,Bakterien und Pilze kommen nicht in Betracht,
    kann das ganze chronisch sein.Ursache oft innere Organe.
    War das bei Micky nicht die Leber?
    Ekzeme entstehen auch durch Hautveränderungen mit Juckreiz.
    Vögel knabbern dann daran.
    Sind beim Vogel Blut,Kot usw. untersucht worden ??? Bei Ekzemen
    ganz wichtig.
    Hat der TA Antibiotika verabreicht? Es gibt Antibiotika mit Vitaminen z.B. Lutrcyclin. Dein Ta muss gleichzeitig das Immunsystem des Vogels mit aufbauen.
    Es gibt verschiedene Homöopatische Behandlungmethoden
    je nach Art des Ekzems.
    Du kannst dem Vogel 5 Globuli täglich im Trinkwasser auflösbar geben.
    Das Micky in der Ecke sitzt ist im Moment normal.Das beissen ins Küchentuch kann neben Schmerzen auch der Reiz des neuen sein.
    Auf jeden Fall zeigt Micky Energie und Lebenswille. An eine Amputation nicht denken !!!!!!!!
    Du musst gut darauf achten ,das der Vogel frisst. Sonst Hirse,
    gekochten Reis,gekochtes hartes Ei, Margerquark, in
    Wasser eingeweichten Zwieback anbieten.Auf der Futterpalette
    Aufzuchtfutter,Keimfutter ,Babybrei usw. anbieten.
    Selbst wenn Micky nicht fressen will,geht auch da das Füttern weiter.
    Petra -nenn den Thread um- es gibt ganz viel Hoffnung.
     
  6. Hein

    Hein Stammmitglied

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    hi petra,

    um mal wieder zum thema zurückzukommen; wenn (und nur wenn!!!) keine andere heilungsmöglichkeit besteht UND dein geier mit einer amputation beschwerdefreie, gut jahre vor sich hat, dann lautet die antwort "JA".
     
  7. Karo

    Karo Guest

    o gott

    zu allererst einmal: Hut ab, dass Du diesem Problem so gefasst ins Auge blickst!

    Was die Amputation betrifft - ich glaube nicht, dass sie das Problem beheben würde. Beim Ekzem ist ja normalerweise irgendetwas mit dem gesamten Gesundheitszustand nicht in Ordnung. Eine OP von dieser Größenordnung würde sie wohl noch zusätzlich schwächen.

    Mit Antibiotika wäre ich auch erstmal vorsichtig, auch sie schwächen erstmal (sind natürlich aber wenn bestimmte Bakterien nachgewiesen sind absolut unerlässllich).

    Letzten Endes würde ich aber auf den TA hören, was er für Heilungschancen sieht - ruhig auch eine Zweitmeinung einholen!

    Hat Dein TA ein Hautgeschabsel auf Pilze untersucht?


    Auf jeden Fall viel Glück! Wir alle drücken Dir die Daumen!

    MfG, KAro
     
  8. #7 Alfred Klein, 10. Juni 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Kann Hein nur zustimmen, allerdings hat mich etwas sehr betroffen gemacht.
    Petra postete:
    Für mich bedeutet dieses Verhalten, daß der Vogel große Schmerzen hat.
    Da ist nach meiner Meinung nichts mit homöopathie zu machen. Diese kann man unterstützend einsetzen, solch schwere Sachen sind für mich, mein TA ist der gleichen Meinung, nur über die normale medizinische Behandlung zu heilen oder zu lindern.
    Nach meiner Meinung ist das ein richtiger Notfall und Petra sollte ihren TA wirklich ausquetschen, was man noch machen könnte. Wenns nicht anders geht, dann muß eine schwere Entscheidung getroffen werden. Meinen Geiern könnte ich ein Leiden in diesem Maße nicht zumuten, ich könnte es selber nicht ertragen......
     
  9. Antje

    Antje Guest

    Hallo Alfred,

    Du sprichst mir aus der Seele. In diesem Fall geht es wohl eher darum den Vogel evtl. von seinen Leiden zu erlösen.

    Liebe Petra, ich weiß, daß dieser Schritt nicht einfach ist, aber wenn sich der Zustand des kleinen nicht bessert, wirst Du wohl vor dieser Frage stehen.

    Wenn er solche Schmerzen ertragen muß... zudem ist er ja auch unheilbar erkrankt oder?
     
  10. Nymphie

    Nymphie Guest

    Hallo,
    danke ersteinmal für die rege Beteiligung und für
    die vielen Glückwünsche, kann meine Micksy gut
    gebrauchen !

    Ja das Ekzem kommt von einer vergrößerten Leber
    und vom Polyomavirus.

    Noch mal die Amputation wäre für mich wirklich der
    allerletze Ausweg, da das ja neue Komplikationen
    heraufbeschwören kann.

    Ich werde ja morgen oder übermorgen nochmal
    zum TA gehen und ihn nochmal so richtig ausquetschen !

    Auch werde ich nochmal zu einem anderen TA
    hinfahren, eine zweite Meinung will ich mir in dem
    Falle unbedingt anhören.

    @Alfred und Antje

    Der Vogel ist zwar unheilbar erkrankt, hat aber
    trotzdem noch ein schönes Leben, außer natürlich
    jetzt mit diesem Ekzem, aber ansonsten ist das
    mit der Leber sehr gut geworden und kein Grund
    sie einschläfern zu lassen, nur weil sie unheilbar
    erkrankt ist.

    Ihr habt recht ich kann es auch nicht einen Vogel
    unnötig leiden zu lassen, aber es fällt trotzdem schwer
    wenn man sieht wie meine Micksy kämpft und kämpft,
    den sie will leben das sehe ich eindeutig und da
    fände ich es ermessen ihr einfach den Lebensfaden
    abzuschneiden, nur weil man das vermeintliche Leid
    nicht mitansehen will oder kann. Im übrigen hat sie
    wohl nur in das Küchentuch gebissen weil sie wütend
    wegen dem Kragen war, seit gestern Abend sitzt
    sie nämlich wieder auf der Stange und macht wieder
    einen munteren Eindruck, oder der Juckreiz hat
    ein bischen nachgelassen, den den Flügel schlägt
    sie auch nicht mehr so oft. Ich weiß halt das ihr
    der Kragen nicht gefällt und das es auch zusätzlich
    Stress bedeutet, aber so lange sie akut unter
    Verblutungsgefahr läuft, muß sie wohl mit dem
    Kragen auskommen.

    Ich für meinen Teil denke ich kann beurteilen ob
    sie leidet oder nicht und sie leidet zwar aber noch
    nicht so akut daß ich ihr Leben ein Ende bereiten
    müßte, den sie kämpft und das will ich unterstützen !
    Bitte versteht daß auch wenn ihr anderer Meinung
    seit, aber seit Gewiss ich gehe nicht leichtfertig mit
    dem Leben von meinen Vögeln um und wenn ich
    sehe daß sie nicht mehr will, werde ich sie in der
    Hinsicht unterstützen, aber bis jetzt will sie noch
    leben das merkt man ganz deutlich und ich kenne
    meine Süsse schon von Ei an, also eine ganze lange
    Zeit.

    Bitte entschuldigt wenn es jetzt evt. ein bischen
    hart rübergekommen ist mein Steatment ich wollte
    euch beide nicht angreifen den ich finde es gut
    daß es nicht nur Schönredner gibt, aber ich konnte
    es jetzt einfach so nicht stehen lassen.

    Aber um weitere Meinungen wäre ich trotzdem
    dankbar, egal ob positiv oder negativ.

    Liebe Grüße

    Petra
     
  11. Antje

    Antje Guest

    Hallo Petra,

    das ist schon in Ordnung, wenn Du uns "kontra" gibst, dafür ist so ein Forum doch auch da um miteinander zu diskutieren oder? ;)

    Du kannst den Gesundheitszustand Deines Vogels sicher am besten beurteilen. Auf jedem FAll besser als ich aus der Entfernung.

    Ich bin nur persönlich der Meinung, daß es in der Tiermedizin (im Gegensatz zur Humanmedizin) ZUM GLÜCK die Möglichkeit gibt, ein Tier einschläfern zu lassen, um ihn von seinen Qualen zu erlösen, wenn es für das Tier keine Hoffnung mehr gibt und es sich nur noch quälen würde. Bei uns Menschen ist das ja leider nicht so "einfach"...

    DEinem Micky drücke ich die DAumen, daß sich seine Situation möglichst schnell wieder verbessert und er noch ein langes und schönes Vogelleben bei Dir hat.

    Mich hat nur der Satz mit dem Handtuch etwas geschockt. Alfred ging es da wahrscheinlich ähnlich.

    Eine Amputation würde ich NICHT machen lassen. Vorher würde ich ihn eher einschläfern lassen. Aber das ist nun wirklich Deine alleinige Entscheidung...
     
  12. Pine

    Pine Foren-Guru

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    Hallo Petra

    Schön das es Deinem Micksy besser geht,dann hat er sich an die
    veränderte Situation gewöhnt. Gib ihm -wenn nicht vorhanden -
    Sachen zum Knabbern in den Käfig- immer wieder andere Teile
    zum ablenken.




    @ Antje und Alfred


     
  13. #12 Alfred Klein, 11. Juni 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Petra

    Von einschläfern habe ich nichts gepostet.
    Ich bin nur der Meinung, man sollte den Vogel nicht so sehr leiden lassen. Die Optionen sind ja auch da, also auch eventuelles chirurgisches entfernen der Stelle.
    Übrigens, Dein Statement ist schon in Ordnung. Erfreulich, daß Du so engagiert bist für Deinen Vogel. Wenn Dir was nicht passt an dem, was ich oder andere posten, dann ist das schon in Ordnung, wenn Du Deine Überzeugung auch mal hart vertrittst. ;)

    @Pine
    Petra hat nichts von Knabbern gepostet, sondern von hineinbeißen. Das hsbe ich schon gesehen, das ist was ganz anderes. Da wird mit aller Kraft hineingebissen, das schaut ganz anders aus.
     
  14. Hummel

    Hummel Guest

    Hallo Petra
    Ich sehe absolut keinen Grund den Micksy einzuschläfern, dann schon lieber "pinion" ( Flügelspitze Amputieren)wird bei uns bei allen Zierenten vor geschrieben, so das sie nicht weg fliegen und sich mit den einheimischen Enten verpaaren können.
    Auch kommt es manchmal vor das die Mutter bei der Aufzucht die Flügelspitze verletzen und der Vogel sein leben lang nicht richtig fliegen kann. Solche Vögel haben viele gute Jahre als Haustier den Besitzern Freude gebracht. Jedenfalls kann er Dir dann nie wegfliegen.
    Was ernster ist, ist der Leberschaden. Gebe ihm regelmäßig ein Lebertonikum was der Leber beim Aufbau hilft. Die Leber ist ein tolles Organ das sich bis zu einem Grad erneuern kann.
    Der Grund für das Ekzem ist wahrscheinlich der Polyoma Virus. Da die Federqualität normalerweise nicht sehr gut ist, kam es immer wieder vor, das sich Micksy an der Stelle gestoßen hat bis es dann zum Ekzem wurde. Dazu hat er noch daran geknabbert weil es ihn irritiert.
    Die Blutige Stelle muß desinviziert werden, da es sonst zur Inferktion kommen kann. Wir haben ein Puder das Blutstillend und Antibiotika hat. Ich bin sicher eure TA haben so etwas auch.
    Zur Vorsorge würde ich ein Antibiotika (Amoxycillin) mit Vitaminen geben ( obwohl ich sehr gegen Antibiotikas bin) aber sie hat eine offene Wunde die Schwirigkeiten bringen kann. Das Beste ist, wenn der TA die Medikamente mit einer Kropfnadel gibt, dann weiß man genau das Micksy die richtige Dosierung hat.
    Ein Probiotik währe auch sehr gut, da es die Fauna und Flora des Darmes unterstüzt. Vögel im Streß bekommen offt Margen und Darm Beschwerden. Da zu muß man sehr darauf achten das Micksy auch genügend ißt und trinkt.
    Zu guter Letzt würde ich die beiden Flügel an den längsten Schwungfedern so zusammen kleben (mit Elastoplast oder selbstklebender Verband) das beide Flügel in der Richtigen Ruhestellung liegen und sie, die Flügel für die Zeit der Heilung nicht mehr benutzt. Die Stelle des Ekzemes würde ich mit dem Desinvektionmittel von Ta (Betadine?) behandeln und dann mit dem selbstklebenden Verband schützend abdecken. Vogel darf an das Betadine nicht heran kommen. So müßte es dann gut verheilen.
    Ich hoffe Micksy macht gute Fortschritte und ist bald auf dem Weg der Genesung, mit oder ohne Flügelspitze.
    Viel Glück
    Hummel
     
  15. Viola

    Viola Guest

    Wahrscheinlich ist es zu weit weg, aber:
    In Oberschleißheim bei München gibt es ein Institut für Geflügelkrankheiten. Ich war dort schon mal mit meiner Rabenkrähe und sie haben in medizinischer Hinsicht einen sehr kompetenten Eindruck gemacht.
    Falls Du mehr darüber wissen willst, kannst Du mir schreiben (mit etwas Glück finde ich auch die Telefonnummer).
    Viola
     
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  17. Petra.S

    Petra.S Guest

    Hallo Petra,

    ich habe mit einer Flügelamputation gute Erfahrungen gemacht.

    Eine meiner Nymphenhennen wurde bei den ursprünglichen Besitzern beschlagnahmt und sie kam zusammen mit einem anderen Nymphensittich (auch aus diesem Haushalt) ins Tierheim Hannover. Auf dem Flügelgelenk hatte sie ein großes Krebsgeschwür. Der Tierarzt im Tierheim wagte die Operation. Er entfernte den halben Flügel - also alle Handschwingen mit dem halben Gelenk und dem Krebsgeschwür. Nachdem die beiden beschlagnahmten Vögel freigegeben wurden, übernahm ich diese Henne zusammen mit dem anderen Nymphie. Die Pflegerin im Tierheim sagte mir, dass die Henne sich die frische Wunde ständig mit dem Schnabel wieder aufriss. Und so war es auch hier. Ich bastelte also einen Haufen Halskrausen aus Pappe, die im Umfang so groß waren, dass die Henne zwar noch gut fressen und trinken konnte, aber nicht bzw. nur sehr schwierig an die Wunde gelangte. Sie versuchte natürlich, sich die Halskrause wieder zu entfernen, und wenn sie zernagt war, verpasste ich ihr eine neue. Die Zeit mit Halskrause war für den Vogel ziemlich unangenehm. Aber es ging wieder aufwärts...Es dauerte drei Monate, bis die Wunde absolut gut verheilt war und ich es wagen konnte, die Halskrause wegzulassen.

    Die kleine Henne hat sich gut erholt. Sie kann zwar nicht mehr fliegen. Aber sie hat hier einen Partner gefunden - und sie fühlte sich mit ihm so wohl, dass sie vor einiger Zeit eine Ecke der Nymphenvoliere in Beschlag nahm und Eier legte ;-))) Sie befindet sich nun mit ihrem Partner Willy in der Zuchtvoliere und die beiden bebrüten 4 Eier.

    Wenn ein Tierarzt sich wirklich gut mit solchen Operationen auskennt, dann würde ich jedem Vogel, der so ein Leiden hat, die Chance geben, durch diese OP ein normales Leben zu führen.

    Viele liebe Grüße von Petra
     
  18. #16 Heike Scherer, 19. Juni 2002
    Heike Scherer

    Heike Scherer Guest

    Hallo Petra,

    grundsätzlich muss man sich wohl eines klar machen: Auch der Vogel will leben. Relativ egal ob mit oder ohne Flügel. Wie wir alle halt.

    So riesig ist der Bewegungsradius unserer Käfig- und Volierenvögel sowieso nicht, dass man sie durch eine Amputation groß in ihren Möglichkeiten beschneiden würde.

    Ich habe auch einen Vogel der wegen fehlender Schwingen am einen Flügel nicht fliegen kann. Ursache unbekannt. Die TA hat auf Auspicken durch den Käfiggenossen getippt, aber da habe ich Zweifel. Mal sehen. Er ist jetzt in einem anderen Käfig, vielleicht wird's ja besser. Jedenfalls ist er sonst ziemlich munter, und es gibt keinen Grund, den so nicht weiterleben zu lassen.

    Gruß

    Heike
     
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