Immer mehr Vögel ohne Lebensraum!

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  1. #1 Dieter Tödtemann, 14. Mai 2002
    Dieter Tödtemann

    Dieter Tödtemann Stammmitglied

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    Immer mehr Vögel ohne Lebensraum!

    Spruch;
    Hauptursache des großen Vogelsterbens:
    Vernichtung ihrer Lebensräume
    Durch den Raubbau der Natur!

    Zu den beliebtesten Deutschen Volksliedern gehört ein Lied, das vor allem im Frühling von Vielen Chören und Kindern gesungen wird.
    Alle Vögel sind schon da...Amsel, Drossel, Fink und Star......

    Nun besteht aber die Gefahr, dass dieses Lied bald nicht mehr gesungen werden kann; den immer mehr Vögel Sterben aus, durch die Schuld des Menschen.
    Rund ca.8700 Vogelarten gibt es auf der ganzen Welt.
    242 Vogelarten sind bei uns heimisch.
    Von ihnen sind nach Auszählungen von berühmten Ornithologen 19 bereits ausgestorben und ca. 130 Vogelarten vom Aussterben bedroht.

    Aber was ist die Ursache?
    Durch die Kultivierung von Ödland, von Überschwemmungsland an Flussufern und Küsten, durch die Urbarmachung weitere Landstriche wurden die Räume immer kleiner, in denen die Natur noch sich selbst überlassen bleibt.
    Cirka 110 Hektar Land fallen täglich der Überbauung von Siedlungen,
    Strassen und Industrierevieren zum Opfer.
    Land und Forstwirtschaft begünstigen die schädlingsanfälligen und daher stark giftbedürftigen Monokulturen.
    Die Flurbereinigung beseitigt noch immer deckungsreiche Feldgehölze, Tümpel und Hecken.
    Die Wasserwirtschaft begradigt immer noch Bäche und Flüsse und verbaut deren vegetationsreiche Ufer mit Steinen und Beton.

    Spruch;
    Durch Industrie Gewässer,
    kam es im Nachbarland – Holland
    in einer Seeschwalbenkolonie
    Zum Rückgang von 40 000 auf ca.650 Brutpaare!

    Unmäßiger Wasserverbrauch der Industrie führt zum Dursttod ganzer Eichen und Buchenwälder, wie die Wurzeln der Bäume das metertiefe abgesunkene Grundwasser nicht mehr erreichen.
    Und, und, und .........

    Spruch;
    In der Welt, in dem Vögel nicht mehr
    Leben können, kann auf Dauer,
    auch der Mensch nicht mehr leben!

    Das Aussterben vieler Vogelarten kann nur gebremst werden, wenn die Lebensräume der Vögel nicht weiter zerstört werden.
    Wenn auch neue Lebensräume wieder geschaffen werden.

    Es gilt auch, die Brutgebiete der gefährdeten Arten zu bewachen.
    Es müsste Geld zur Verfügung stehen, um die Forschung genauer als bisher den Ursachen des Aussterbens nachzugehen.

    Folgende Vögel sind sehr gefährdet:
    Fischreiher, Auerhahn, Schleiereule, Uhu, Wiedehopf, Eisvogel, Steinadler, Wachtel, Rohrdommel, Bachstelze Blaukehlchen Uferschwalbe um nur einige zu nennen.

    Wozu aber brauchen wir Vögel?

    Wir brauchen die Vögel, weil sie die früh aufleuchtenden Warnlampen im Komplizierten Haushalt der Natur sind.
    Wo die Lebenslichter der Vögel zu flackern beginnen, da ist auch Gefahr im für den Menschen im Verzug.
    In einer Welt, in der die Vögel nicht mehr leben können, kann auch der Mensch auf Dauer nicht mehr leben.

    Blaukehlchen;
    Es bewohnt sumpfiges Dickichte und buschreich Ufer, seltener auch Bergheiden.
    Mehr und mehr hat es sich deshalb in Länder zurückgezogen, in denen die Ökologie der Natur in ihrer ursprünglichen Gesetzmäßigkeit noch besser funktioniert als in unserer deutschen Heimat.

    Blaukehlchen;
     

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  3. owl

    owl Foren-Guru

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    Hallo Herr Tödtemann

    Sie haben vollkommen recht, sie sprechen mir aus der Seele.

    Es ist wirklich traurig, was tagtäglich an Natur bzw. Lebensraum für die Vögel den Bulldozern zum Opfer fällt. Das passiert nicht nur im tropischen Wald (was ja schon schlimm genug wäre), sondern auch mit unseren einheimischen Lebensräumen.

    Ich sehe das auch sehr deutlich in meiner Heimatstadt. Ich wohne auf der Schwäbischen Alb, und wir Schwaben waren bisher keine so heftigen Stürme gewohnt, wie z.B. die Bewohner von Küstenregionen. Wie auch immer, in den letzten Jahren sind auch bei uns die Stürme nicht nur heftiger, sondern auch häufiger geworden. So ist es eben auch schon mal passiert, dass hin und wieder ein Baum umgefallen ist.

    Das veranlasst jetzt leider viele Stadtverwaltungen in meinem Landkreis, zahlreiche schöne Alleen und innerstädtische Bäume einfach abzuholzen. Ganz speziell in meiner Heimatstadt war ein Stadtteil durch ein wunderschönes Wäldchen vom Stadtkern abgetrennt. Dieses Wäldchen, welches nicht nur für Tiere interessant war (auch für uns Einwohner war es schön, es hat im Sommer Schatten gespendet, im Winter sahen die Tannen besonders schön aus, wenn Schnee drauf glitzerte), - dieses Wäldchen gibt es jetzt nicht mehr, alles weg.

    Ich finde es sehr, sehr traurig, was wir der Natur antun. Und besonders die Vögel scheinen keine allzu grosse Lobby zu haben.

    Bitte verstehen Sie mich jetzt nicht falsch, denn ich mag ja Wale und Elefanten auch sehr gerne, aber:
    Da werden oft alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, bzw. Millionen Euro gespendet, um in einem fernen Land die Wildtiere zu schützen (muss natürlich auch sein, klar), aber währendessen sterben vor der eigenen Haustüre wunderschöne und auch sehr nützliche Vogelarten aus, und viele Leute bemerken das noch nicht mal.

    Ausserdem werden die Gartenvögel auch immer seltener.
    Ich möchte mich jetzt nicht mit den Katzenhaltern anlegen, allerdings gibt's in unserer Nachbarschaft mehr als genug von diesen Miezen. Jahr für Jahr fallen junge Amseln diesen Katzen zum Opfer. Die jungen Amseln sind eben noch keine so besonders gute Flieger, und da passiert sehr schnell mal was. Sie werden von den Katzen noch nicht mal gefressen, einfach getötet.
    Ich habe in meinem Garten 10 Heckenrosen gepflanzt, sozusagen als Vogelschutz- und Vogelnährgehölz, ausserdem wird mein Garten von Ligusterhecken eingefasst. Nur kommen die Jungvögel halt eben auch mal aus ihren Verstecken heraus, um von den Eltern zu lernen wie man Würmer fängt, und das führt dann häufig zum Tode.

    Ich kann ja auch nicht immer im Garten sitzen und aufpassen, da ich einen Teilzeitjob habe, naja wer kann schon pausenlos seinen Garten bewachen. Jedenfalls tut mir das immer sehr, sehr weh, wenn ich eine getötete Amsel im Garten vorfinde. Die Amseln singen immer so schön, das möchte ich nicht missen.

    Dieser Frust wegen den getöteten Amseln, hat mich vor Jahren dazu veranlasst ein kleines (trauriges) Gedicht zu schreiben:

    "Es war einmal ein Vogelkind, ganz lieb und kugelrund
    ein drollig Amselküken, völlig kerngesund
    es hopste, piepste, quietschte voller Lebenslust
    doch plötzlich kam die Katze, riss ihm auf die Brust
    das Vogelkind das musste leider sterben
    Miez schlich heim, sie lässt niemals Brekkies verderben"

    So, Herr Tödtemann, genug geschrieben, zuweilen vielleicht auch etwas konfus, da zu später Stunde

    Jedenfalls haben Sie vollkommen Recht, und mich macht das auch sehr traurig, denn ich liebe Vögel über alles.
     
  4. #3 Dieter Tödtemann, 17. Mai 2002
    Zuletzt bearbeitet: 17. Mai 2002
    Dieter Tödtemann

    Dieter Tödtemann Stammmitglied

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    Antwort!

    Ich möchte mich für Ihre Unterstützung sehr recht herzlich bedanken.
    Mann könnte nochmehr darüber berichten, was so alles vor unserer Haustür geschied.
    Das hat mir sehr gefreut und lief runter wie Oel.
    Danke!

    Wir haben auch nebenbei eine Siamkatze, die kommt erstens nicht immer raus im Garten, überhaupt nicht wenn die Amseln usw. Nester auch in meinem Garten haben.
    Da passen wir schon auf.
    Dann hat die ein Halsband mit einem Glöckchen um den Hals, sodas die Vögel wenn sie mal rausläuft schon von weiten gehört wird.
    Die ist das gewohnt,die macht sich garnichts aus dem Glöckchen.
    Würden alle Katzenliebhaber das so machen, wäre auch schon vieles anders.
    Mfg.
    Dieter
     
  5. owl

    owl Foren-Guru

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    Guten Abend Herr Tödtemann

    Das freut mich, wenn Ihnen mein Beitrag gefallen hat. Mir liegt auch viel an den Tieren.

    Übrigens habe ich im Laufe der Jahre in unserem Garten zwei kleine Teiche angelegt, mit flachem Uferbereich. Sie sollten mal sehen wie die Vögel rumplantschen und sich im Sommer erfrischen, das ist wirklich lustig. In den Teichen leben auch Molche, Frösche, auch Kröten sind gelegentlich da. Ausserdem schwirren im Sommer die bunten Libellen. Das alles an einem Sommerabend zu geniessen, das ist für mich ein Hochgenuss.

    Leider gibt es genug Menschen, die sind mit nichts zufrieden, trotz vielen Luxusgütern streben die nach mehr und mehr. Aber was gibt es schöneres als glückliche Tiere zu beobachten, und natürlich gesund zu sein???

    Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, denn ich habe nichts gegen Katzen, und deren Halter/innen im Normalfall auch nicht.
    Nur was sich bei uns in der Nachbarschaft abspielt, das ist eben nicht mehr normal. Da sind einige Katzenhalter mit einer Katze, das ist ja auch o.k.
    Aber eine Frau die übertreibt es halt: sie füttert alle möglichen streunenden Katzen, und lockt somit immer mehr an. Wenn man sich schon um streunende Katzen kümmern möchte, dann sollte man das bis in die letzte Konsequenz, damit meine ich die Sterilisation, durchziehen. Denn sonst erreicht man ja garnix, ausser dass noch mehr heimatlose Miezen unterwegs sind. Das kann es ja nicht sein. Diese Frau meint das bestimmt auch nicht böse, im Gegenteil, sie macht's eben auch aus Tierliebe.

    Bei schönem Wetter nehme ich gerne meine 2 Wellensittiche und 2 Nymphensittiche mit in der Garten (im Käfig natürlich), da muss ich dann immer tierisch aufpassen. Selbst wenn ich nur ganz kurz rein muss (z.B. auf's Klo) dann trage ich die Käfige mit rein. Denn alles andere wäre mir zu gefährlich. Ausserdem gibt's in unserer Region auch sehr viele jagende Elstern (naja, die müssen halt auch sehen wie sie durchkommen, aber bitte nicht mein Sittiche fressen).

    Wie gesagt, ich wollte weder die Katzen noch deren Halter angreifen, es sollte sich halt alles in einem vernünftigen Mass halten.

    So, jetzt ist's schon wieder ziemlich spät, ich war auf der Geburtstagsfeier meiner Mutter, und muss mich jetzt auch "auf meine Stange setzen" und eine Runde schlafen.

    Ihnen und Ihren Tieren wünsche ich herzlichst alles Gute
     
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