Meisen verschmähen zu kleine Nussstücke. Warum?

Diskutiere Meisen verschmähen zu kleine Nussstücke. Warum? im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Huhu. Ich füttere u.a. Haselnüsse, Walnüsse und Mandeln an Kohlmeisen. Die Nüsse sind extrem begehrt! Ich zermalme sie alle vorm verfüttern...

  1. Iynx

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    Huhu.

    Ich füttere u.a. Haselnüsse, Walnüsse und Mandeln an Kohlmeisen.

    Die Nüsse sind extrem begehrt!

    Ich zermalme sie alle vorm verfüttern immer. Im Winter recht grob, zu ca. 4-8 mm Stückchen.

    In den Monaten wenn die Vögel bereits Nachwuchs haben, mache ich wesentlich kleinere Stückchen, mit maximal 3-4 mm Durchmesser.

    Jetzt ist es so, dass die Nüsse beim zerkleinern aber nicht alle exakt 3-4 mm groß werden. Der Großteil wird kleiner, so zw. 0,5-2 mm. Anders bekomme ich es leider nicht hin zerkleinerungstechnisch.

    Jetzt kommt der Clou, die 0,5-2 mm Nussstückchen werden nicht angerührt. Die Vögel untersuchen diese zwar, stochern drin rum, fressen aber nichts davon, und zwar gar nichts.

    Wenn ich es gemischt anbiete, sprich die groben Stücke mit 4-8 mm und auch die 0,5-2 mm Stückchen, in ein und derselben Schale, wird alles was unter ca. 3 mm ist übriggelassen. Die Futterschale ist dann letzten Endes immer noch zu 50-70% voll, nachdem alle größeren Stücke daraus gefressen wurden. Es wird erst wieder weitergefressen, wenn ich nachgefüllt habe, weil dadurch dann ja wieder größere Stücke mit dabei sind.

    Hatte extra einmal, 6 Wochen lang, ausnahmslos nur die kleinen Stücke in den Schalen angeboten, ohne nachzufüllen. Ich hoffte, dass unter diesen Umständen dann doch vlt. auf die kleineren Stücke zurückgegriffen würde. Pustekuchen aber, nicht ein Stück wird angerührt. Die Schalen wurden alle jedoch weiterhin täglich mehrere Male fleißig inspiziert.

    Kennt das noch jemand so? Oder weiß jemand an was es liegen kann, dass nur Nussstückchen ab ca. 3-4 mm Größe von Kohlmeisen angenommen werden?

    Gruss Iynx
     
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  3. #2 finchNoa@Barbie, 19. Mai 2017
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    Die Kohlmeisen klemmen die Stücken zwischen ihre Füsse um sie zu fressen, genau wie Sonnenblumenkerne.
    Versuch das mal mit 0.5 mm kleinen "Krümeln". Außerdem, wie sollen die denn diese winzigen Stücke im Schnabel transportieren ?

    By the way, sind Nusstücken überhaupt nicht dafür geeignet um Jungvögel zu füttern. Die brauchen Insekten!
     
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  4. #3 Karin G., 19. Mai 2017
    Karin G.

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    und hacken sie selbst in "Schnabel-handliche" Stücke
    @Iynx
    ich habe noch so ein Nuss-Säckchen draussen, daran picken die Meisen herum, man muss also nichts extra zermalmen
    dass Nüsse für die Jungenaufzucht ungeeignet sind, wurde bereits erwähnt
     
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  5. Iynx

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    Genauso wie bsplsw. Kanarien pulverisiertes Eiaufzuchtfutter im Schnabel transportieren um ihre Jungen damit zu füttern.

    Das ist mir klar. Aus genau diesem Grund mache ich ja grade ganz besonders kleine Stückchen aus den Nüssen, während der Jungenaufzuchtzeiten. Damit Jungtiere, falls sie damit gefüttert werden sollten, nicht daran ersticken können. Ansonsten könnte ich mir die Zerkleinerungsaktion ja sparen.
     
  6. #5 Karin G., 20. Mai 2017
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    also nochmal: die Elterntiere brauchen Insekten für die Kükenaufzucht
    in einer Schlechtwetterperiode ist das leider problematisch, da überleben viele Küken nicht aus Futtermangel

    Man kann helfen, etwa so: lies mal hier
     
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  7. #6 finchNoa@Barbie, 20. Mai 2017
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    Erstens mal wird Eifutter nicht pulverisiert und zweitens sind Kohlmeisen keine Kanarien. Völlig unterschiedliche Futteransprüche und Lebensweisen usw.

    Zum anderen, Jungvögel der heimischen Wildvogelarten brauchen INSEKTEN, wie schon mehrfach erwähnt.

    Du zerkleinerst also Nussstücken damit die Meisenküken die Insekteneiweise für ihre Entwicklung brauchen, nicht an den Nüssen ersticken? Ist das vielleicht irgendwie widersinnig ? Aber Dir ist ja alles klar, wie Du selber schreibst.

    *
     
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  8. #7 Sowi, 20. Mai 2017
    Zuletzt bearbeitet: 20. Mai 2017
    Sowi

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    Wenn sie damit gefüttert würden, dann käme es zu massiven Fehlentwicklungen (Rachitis, Gefiederschäden, Organschäden etc.).
    Abgesehen davon machen die Vögel alles, was sie verfüttern mundgerecht für ihre Küken - besser, als wir es jeh könnten.
    Besser, als Nussmehl hinzulegen wäre, für die Altvögel ganz normal ganze Nüsse (die sind auch weniger anfällig für Schimmelbildung) und damit sie genügend Futter für ihre Jungen finden: Insektenhotels, Wildblumen, heimische Kräuter, ein Miniteich (passt auf jeden Balkon - zwecks Mückenbrut) und keine Spinnenweben an Fenstern und Türen entfernen, keinerlei Insektengifte und Insektenfallen verwenden - mit anderen Worten, ein insektenfreundliches Umfeld schaffen - dann finden die Vögel auch genug geeignetes Futter für ihre Kinder.
    Und wenn die Witterung so bescheiden ist, dass keine Insekten trotz bester Umgebung verfügbar sind, kann man diverse Insekten - je nachdem, was die jeweilige Vogelart bevorzugt im Handel erwerben und in einer Schale am Futterhäuschen zusätzlich anbieten.
    Bitte nicht in den Nistkasten werfen, denn da gammeln sie vor sich hin, wenn sie nicht verfüttert werden.
     
  9. astrid

    astrid Foren-Guru

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    Mandeln gehören nicht ins Wildvogelfutter.
     
  10. Iynx

    Iynx Mitglied

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    @Karin G. und @finchNoa@Barbie
    Ihr habt glaube ich beide etwas falsch aufgefasst von dem was ich schrieb, weil Ihr "mehrfach" betonend (durch Fettschrift-Hervorhebung oder Anführungszeichen) darauf hinweist, dass Küken mit 'Insekten' gefüttert werden müssen und nicht mit Nüssen.

    Meine Frage lautete "nicht" ob Jungvögel Nüsse fressen, oder etwas anders. Weil ich weiß was sie fressen, bzw. mit was die Altvögel sie versorgen. Ebenso wenig schrieb ich, dass die extrem zerkleinerten Nusstückchen als Futter für die Jungvögel gedacht sind. Oder wo lest Ihr das?

    Ihr habt anscheinend etwas in meine Frage hineininterpretiert, was überhaupt nicht zur Debatte stand und darauf dann reagiert ;-)

    Ich meinte das Ganze so:
    Weswegen ich die Nusstücke, während der Jungenaufzuchtszeiten zerkleinere, dient lediglich der alleinigen "Vorsoge"(!), falls nämlich die Altvögel eben doch ihre Küken auch zusätzlich einmal mit Nussstücken füttern sollten und das diese dann halt nicht gar daran ersticken (die Betonung liegt auf dem Wort "falls"). Ich las nämlich von genau diesem Vorkommnis in mehreren Artikeln im www (das Jungvögel mit zu großen Nusstücken gefüttert wurden und daran zu Grunde gingen).

    Genau das meinte ich grade eben, ich dachte diesbezüglich genauso wie Du. Aber in einigen Artikeln steht, dass genau das zum Teil eben nicht der Fall ist. Kameraaufzeichnungen belegen anscheinend mehrfach, wie Küken in Nistkästen mit viel zu großen Nusstücken gefüttert wurden und daran dann erstickten. Und genau darauf reagierte ich natürlich, mit starkem zerkleinern während der Jungenaufzuchtszeiten aller Nusstücke - die ja eigentlich für die Altvögel alleine nur gedacht sind.

    Danke für den Hinweis, das mache ich alles genauso. Füttere zusätzlich immer auch täglich, u.a. lebende Mehlwürmer und sonstige Klein-Insekten.

    Danke Sowi auch für Deine anderen freundlichen Erklärungen.

    @finchNoa@Barbie
    Ich werde von Dir in etwa so hingestellt, als sei ich zu doof, zu kapieren, dass Küken statt Nüssen, Insekten benötigen. Aber vermutlich war es ja nur ein reines Missverständnis und was ich mal hoffe, oder war es das nicht!? Denn warum sonst solch eine barsche Antwort? Jene mit dem "widersinnig" und "Insekteneiweise" im Satz. Was habe ich Dir denn getan, oder allgemein verbrochen, dass Du so unfreundlich und auch zynisch (Dein letzter Satz) obendrein auf mich reagierst? Man hätte ja erst einmal ganz normal nachfragen können, wie etwas gemeint war, bei irgendwelchen Unklarheiten und nicht gleich schroff reagieren müssen. Ich war Dir gegenüber ja auch nicht unfreundlich oder schroff, oder etwa doch!? Dann täte es mir Leid und ich würde mich natürlich dafür bei Dir entschuldigen. Aber ich denke es war eh nicht der Fall.

    "Sowi" z.B. antwortete und erklärte mir ja auch so Einiges. Er war jedoch sachlich und vor allem aber freundlich dabei. Daran sieht man, dass es auch sehr gut anders geht.

    Selbst NABU empfiehlt, auch Mandeln zu verfüttern: Winterfütterung

    So, ich hoffe es ist jetzt soweit alles veständlich aufgeklärt, was zu vermutlichen Missverständnissen führte.

    Ich hätte mir die Eingangs-Frage aber eh ersparen können. Denn schon einen Tag danach brachten die Meisen ihre Jungen mit. Am diesem und am nächsten Tag wurden diese noch vorwiegend von den Altvögeln gefüttert. Aber am darauf folgenden Tag dann, fraßen die Jungtiere schon alleine. Sie versuchten sich zuerst an geschälten Sonnenblumenkernen, diese waren aber noch nicht so ganz ihr Ding. Zu ihrem favorisierten Futter, sind inzw. die besonders klein zermalenen Nussstückchen geworden. Am liebsten fressen sie all das, was fast wie Mehl ist von der Substanz her. Sie picken es auf, Brösel für Brösel und schlucken es dann runter. Ich kann sie dabei aus unmittelbarer Nähe beobachten, habe u.a. Futterschalen direkt am Fenster angebracht.

    Und interessanterweise fressen auch die Altvögel seitdem die stark zerkleinerten Nussstückchen, als auch das Zermalene davon, dass von der Substanz her beinahe wie Pulver ist. Unabhängig aber von den Jungen, sprich sie Füttern diese nicht damit, machen den Jungen auch nicht vor wie sie das Zeug fressen müssen. Im Augenblick zumindest verhält es sich genau umgekehrt, jetzt bleiben die größeren Stücke liegen. Ok, nicht komplett, aber doch ein gewisser Teil davon.

    Ich hätte das gerne gefilmt und hier dann eingestellt. Das mit dem Filmen klappt aber leider nicht. Wegen Spiegelfolien an den Fenstern. Filme ich durch die Folie hindurch, erkennt man auf den Aufnahmen lediglich nur extrem dunkle, total verschwommene Schatten und weiter nichts, leider.

    Ende gut alles gut, denn meine Meisen verschmähen die ganz kleinen Nussstücke inzwischen ja nicht mehr :)
     
  11. #10 finchNoa@Barbie, 28. Mai 2017 um 09:33 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 28. Mai 2017 um 09:47 Uhr
    finchNoa@Barbie

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    ""Zitat von Iynx:
    Das ist mir klar. Aus genau diesem Grund mache ich ja grade ganz besonders kleine Stückchen aus den Nüssen, während der Jungenaufzuchtzeiten. Damit Jungtiere, falls sie damit gefüttert werden sollten, nicht daran ersticken können. Ansonsten könnte ich mir die Zerkleinerungsaktion ja sparen.""

    Also dann jetzt ganz ausführlich. Du hast doch überhaupt keine Kontrolle darüber wieviel "Deine" Meisen von den Nüssen wirklich an die Jungvögel verfüttern. Weiter schreibst Du das du auch gößere Nusstücken fütterst weil Du nicht alle gleichgroß zerkleinert bekommst. Wo also siehst Du da Deinerseits sinnvolle Vorsorge das die Küken erstens keine Nüsse oder wenn dann nur die kleinen Stücken bekommen ? Auch wenn Deine Frage NICHT war, ob Jungvögel Nüsse fressen dürfen, so dürfen sie es trotzdem NICHT.

    *
     
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