Mohrenkopfpapageien richtig eingewöhnen?

Diskutiere Mohrenkopfpapageien richtig eingewöhnen? im Langflügelpapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo Zusammen, zunächst möchten wir uns hier bei Euch vorstellen. Wir, das sind zwei Zweibeiner, zwei Katzen und seit zwei Tagen auch zwei...

  1. Fraupe

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    Hallo Zusammen,

    zunächst möchten wir uns hier bei Euch vorstellen. Wir, das sind zwei Zweibeiner, zwei Katzen und seit zwei Tagen auch zwei Mohrenkopfpapageien.

    Die beiden Mohrenköpfe sind 2 und 3 Jahre alt und stammen aus einer Aussenvoliere eines Züchters.

    Bei uns haben die beiden Vögel ihr neues Zuhause in einer Zimmervoliere mit den Massen 2,20 B x 1,00 T x 1.80 H. Eine mindestens doppelt so grosse Aussenvoliere ist in Planung so dass die Vögel sich ab dem Frühjahr auch draussen so richtig austoben können.

    Wir wollten bewusst keine ganz jungen Vögel, da auch wir keine Teenies mehr sind und mit den Beiden könnte das "Altwerden" gut klappen.

    Wir kauften die Vögel folgendermassen: Den Hahn, 2 Jahre alt, handzahm, die Henne 3 Jahre alt, etwas scheu.

    Heute sind wir etwas verunsichert, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Beide Vögel sind extrem scheu und schreien, auch ohne das wir dem Käfig näher kommen, fast unentwegt. Die Katzen haben wir zunächst "ausgesperrt" um den Vögeln nicht noch mehr Stress zu bereiten.

    Als junges Mädchen hatte ich schon einmal Mohrenkopfpapageien, als ich sie übernahm waren sie 15 Jahre alt und handzahm. Schon nach wenigen Stunden wollten sie von mir gekrault werden.

    Jetzt neige ich dazu, davon auszugehen, dass dies auch - zumindest bei dem handzahmen Hahn - auch so sein könnte, ist es aber nicht.

    Ich kann kaum glauben, dass ein handzahmer Papagei, trotz so kurzen Zusammenlebens, derartig ängstlich, agressiv und laut ist. Sobald wir uns der Voliere auch nur nähern streben beide Vögel die Flucht an und schreien wie am Spies.

    Wir lassen den Vögeln Ruhe, nähern uns vorsichtig und leise sprechend, weichen zurück, wenn sie ängstlich und verstört reagieren.

    Was machen wir denn nur falsch? Oder brauchen sie viel mehr Zeit? Sind scheue und ängstliche Mohrenköpfe in dem Alter noch dazu zu bewegen zutraulich zu werden?

    Bereits jetzt vielen Dank für Eure Ratschläge.

    Gruß
    Manuela
     
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  3. #2 Tierfreak, 23. November 2008
    Zuletzt bearbeitet: 23. November 2008
    Tierfreak

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    Hallo Manuela,

    herzlich Willkommen hier im Forum, Namensvetterin :bier: :).

    Wir haben übrigens auch 4 Stubentiger und noch einiges anderes Getier :zwinker:.

    Zu deinen Fragen:
    Für Vögel, die aus einer Züchteraußenvoliere ins Wohnzimmer ziehen ist es schon eine enorme Umstellung und gerade für scheue Tiere ist es auch ehrlich gesagt nicht wirklich optimal und ziemlich stressig.

    Da eure jetzige Voliere von den Maßen her aber gut bemessen ist und ihr zusätzlich auch eine Außenvoliere auf Dauer bieten könnt, wo sie sich dann sicher wieder etwas wohler fühlen werden, sind die Optionen für die Beiden bei euch aber eigentlich ganz gut.
    Letztendlich liegt es halt an euch, was ihr von den Tieren erwartet.

    Ich persönlich würde in diesem Fall erst mal eher davon ausgehen, dass diese beiden Vögel mehr zum beobachten und weniger zum Schmusen geeignet sind, was durchaus auch seine Reize hat.

    Wäre halt auch die Frage, ob der Hahn denn wirklich zahm ist, bzw. mal war.
    Wenn das der Fall ist, könnte es auch sein, dass er sich derzeit von der scheuen Henne mitreißen lässt und daher ebenfalls etwas scheuer im neuen Umfeld reagiert.
    Auch für zahme Vögel ist ein Umzug und Besitzerwechsel erst mal immer eine große Umstellung, sodass auch sie anfangs auch nicht immer gleich ihr eigentliches Verhalten zeigen.
    Wenn der Hahn wirklich mal in gewissen Maßen zahm war, ihr in diesem Fall weiterhin mit viel Gefühl und Rücksicht den Vögeln begegnet, kann es schon gut passieren, dass seine Zahmheit nach und nach wieder zum Vorschein kommt und auch seine Henne dann mit der Zeit ruhiger wird, weil sie evtl. merkt, dass er dem Menschen gegenüber ein gewisses Vertrauen entgegenbringt.

    Ich selbst habe damals auch zu meiner zahmen Henne Petri einen scheuen, älteren ehemaligen Wildfang aufgenommen. Robby hat sich nach und nach von ihr abgeschaut, dass wir nicht wirklich gefährlich sind und heute kann man ganz nah an ihn rangehen ohne dass er flüchtet.
    Er fliegt mittlerweile auch von sich aus in unsere Nähe und geht in unserer Anwesenheit auf dem Boden spazieren. Ab und an nimmt er auch ein Leckerchen aus der Hand, aber wirklich zahm in dem Sinn ist er halt nicht, aber für mich ist es schon weitaus mehr, wie ich je von ihm erwartet hätte, da er halt schon 17 Jahre alt war, als er hier einzog. Für uns ist es auch so absolut in Ordnung, Hauptsache er ist mit seiner Petri glücklich :).

    Da deine beiden auch keine ganz jungen Mopas mehr sind, würde ich vor allem bei der Henne keine zu großen Erwartungen haben, was das Zahmwerden anbelangt.
    Langflügel sind eh schwieriger zu Zähmen, wenn denn überhaupt, wenn sie schon ein gewisses Alter haben. Vielleicht gelingt es euch aber auch, wenigstens ein gewisses Vertrauen zu vermitteln, dass sie nicht mehr so panisch reagiert.
    Das kann allerdings schon einige Zeit dauern und man muss halt einige Geduld und Fingerspitzengefühl mitbringen. In ein paar Monaten kann die Welt aber schon je nachdem anders ausschauen :).

    Wenn der Hahn wirklich mal zahm war, bestehen schon Chancen, ihn zumindest wieder an die Fütterung aus der Hand zu gewöhnen.
    Kommt halt auch darauf an, wie zahm er wirklich mal war, z.B. ob er mehr nur Futter aus der Hand genommen hat oder auch auf die Hand kam, sich kraulen ließ usw. Unter Zahm verstehen halt viele auch unterschiedliches :zwinker:.
    Ob er mit der Zeit darüber hinaus wieder soviel Vertrauen aufbaut und sich auch kraulen lässt, ist schwierig zu sagen, je nach dem, wie lange er schon "verwildert" ist.

    Das macht ihr schon absolut richtig so, auch das die Katzen erst mal ausgesperrt werden ist für die Vögel sicher in der jetzigen Phase besser :zustimm:.
    Ich würde daneben auch ruhig erklären, was ihr gerade in ihrer Nähe tut, wie z.B.: "jetzt gibt es Futter", "nun machen wir sauber", "jetzt wird gesaugt" usw...
    Mit der Zeit merken sich die Papageien die Zusammenhänge und können sich dann auch die kommende Situation einstellen und reagieren dann gelassener :zwinker:.

    Ich würde mal versuchen, im oberen Dritten in einer Ecke einen kleinen Sichtschutz zu errichten, wo sie sich dann vielleicht erst mal nicht ganz so beobachtet und evtl. sicherer fühlen. Dazu könnt ihr z.B. einige Naturzweigbündel nebeneinander ans Gitter zu hängen oder auch eine Bambusmatte oder dafür nehmen ;).
     
  4. Fraupe

    Fraupe Neues Mitglied

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    Hallo Manuela,

    auch von mir :bier:

    vielen lieben Dank für deine ausführlichen Schilderungen. Den Tip mit dem "Sichtschutz" werde ich kurzfristig in die Tat umsetzen, tolle Idee. Eigentlich ganz einfach, muss einem nur erst einmal einfallen!

    Die Vögel sollten nie Kuscheltiere werden, dafür haben wir ja unsere Katzen:zwinker:

    Klar wäre es toll, wenn auch die Vögel mitspielen und kuscheln würden, das war allerdings nie der Grund für den Kauf. Wir geniessen beide die Anwesenheit von Tieren, ihnen dabei zuzuschauen wie sie gemeinsam spielen, streiten, sich lieben, dass macht für uns die eigentliche Freude aus.

    Das werden wir sicher bei den beiden Mohren erleben auch ohne dass sie auf uns rumturnen.

    Ich denke nur, dass eine gewisse Zahmheit allen Beteiligten viel Stress ersparen kann. Es tut mir leid, wenn ich sehe, dass die Tiere sich nicht wohl fühlen, dann versuche ich natürlich mit meinen Mitteln ihnen entgegen zu kommen. Es kann immer mal sein, dass wir im Falle von Krankheit, Unfall, etc. zum TA müssen, ich würde es gerne vermeiden die Vögel bis zur Erschöpfung durch die Voliere hetzen zu müssen... Du weisst sich was ich meine!

    Wir werden uns bemühen, und die Zeit ein wenig arbeiten lassen.... Alles wird sicher gut.

    Noch einmal vielen Dank für Deine Tipps.

    Ich halte Euch auf dem Laufenden.

    Gruß
    Manuela
     
  5. Tierfreak

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    Huhu Manuela,

    eure Einstellung finde ich klasse :zustimm:.
    Ich finde es auch herrlich, einfach auch mal nur zu beobachten.
    Dabei lernt man die wirklichen, natürlichen Eigenarten und Verhaltensweisen der Tiere viel besser kennen und eigentlich ist es für sie auch natürlicher, wenn sie untereinander schmusen, anstatt nur am menschlichen Rockzipfel zu hängen, was auch auf Dauer oft Probleme mit sich bringt.
    Daher kann auf Dauer ein weniger zahmes Paar auch durchaus unkomplizierter sein, wie zu zahme Papageien die total fehlgeprägt sind.

    Die beiden werden sich mit der Zeit schon einleben und dann nicht mehr ganz so panisch reagieren und vielleicht klappt es ja wirklich letztendlich besser mit den beiden, wie man derzeit vielleicht denkt :zwinker:.
    Bei scheuen Vögeln würde ich im Notfall so vorgehen:
    Ein dickeres Handtuch parat legen und die Transpotbox bereit halten, den Raum ziemlich abdunkeln und dann vorsichtig an den betreffenden Vogel heranschleichen, ihm das Handtuch überstülpen/ihn darin leicht einwickeln und ihn dann halt in die Transportbox setzen. So kannst du den Vögeln längere Scheuchaktionen ersparen und die Handtuchaktion haben sie meist schnell vergessen ;).
     
  6. tina_267

    tina_267 Mitglied

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    sooo einfach

    :zwinker: huhu
    hallöchen... also ich habe ja zu meinen langflügeln noch 2 graue. davon wurde mir auch einer als handzamh verkauft, aber nachdem er einige zeit in der großvoliere war, war dies bis heute nicht der fall (meine mit kuscheln kommen o.ä.) aber er kommt mit seiner partnerin klar und das soll ja auch so seinh. (nichr mit mir nur kuscheln):prima:
    wenn ich mit ihm mal zum TA muß, stülpe ich die box drüber und er klettert rein.:freude: gaaanz einfach. du machst das schon
    lg
     
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