Rückführung Papageien

Diskutiere Rückführung Papageien im Vogelschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; Ihr habt bestimmt von dieser Schweinerein schon in den Medien gehört. Wie der momentane Stand ist, habe ich in einer Zeitung gelesen und möchte...

  1. #1 Unregistered, 26. Juni 2002
    Unregistered

    Unregistered Guest

    Ihr habt bestimmt von dieser Schweinerein schon in den Medien gehört. Wie der momentane Stand ist, habe ich in einer Zeitung gelesen und möchte euch mal informieren:

    " Es war eine ganz offizielle Einfuhr von Vögeln. Alle Papiere für den Transport von Ghana nach England waren in Ordnung. Doch bei der Zwischenlandung in Düsseldorf wurde das Bodenpersonal misstrauisch. Die Transportkisten wurden geöffnet: Statt der erlaubten 20 Tiere pro Kiste waren 60 Tiere hineingestopft und alle ohne Futter und ohne Wasser auf den langen Transport geschickt worden. Ein Teil der Vögel war bereits tot. .
    Trotz sofortiger Hilfe überlebten am Ende von den 700 Mohrenkopf- und Timneh-Graupapageien des Transportes nur 354. Der Tier- und Naturschutzverein Velbert nahm die extrem menschenscheuen Vögel zur Quarantäne auf. Es sind offensichtlich alles Wildfänge. Der Importeur in England ist inzwischen vom Kauf zurückgetreten. Der Exporteur in Ghana will die Vögel auch nicht. So sind sie in Deutschland gestrandet. Aber das könnte ihre Rettung sein, denn Tier- und Artenschützer haben sich zu einer bisher einmaligen Aktion zusammengeschlossen: Die Vögel sollen wieder zurück nach Afrika und freigelassen werden!
    In einem Nationalpark der Elfenbeinküste sollen die Vögel in extra für sie errichteten Volieren für mindestens sechs Wochen fachkundig betreut und dann gezielt ausgewildert werden. Alle Behörden hier in Deutschland haben bereits grünes Licht gegeben. Aus Afrika liegen noch nicht alle Genehmigungen vor, doch man hofft, die Vögel nach Ende der Regenzeit im August gleich ausfliegen zu können. Es sind im Grunde genommen immer noch Wild-Tiere und wir möchten ihnen einen jahrelangen Knast in Menschenhand - auch wenn es sich um Volieren handelt - ersparen. Darum appellieren wir an alle Papageienliebhaber mitzuhelfen, diesen Tieren die Freiheit wieder zu geben. In Velbert rechnet man damit, dass für die Rückführung und Unterbringung der Tiere mindestens 5000 Euro aufgebracht werden müssen.

    Tiere in Not
    Tier- und Naturschutzverein Velbert Langenberg e.V.
    Uta Schokolinski
    Weststr. 14
    42555 Velbert-Langenberg
    Tel.: 02052 - 80552
    Fax : 02052 – 800495

    Spenden : Sparkasse Velbert
    Konto-Nr. 250 035
    BLZ 334 500 00 "


    --------------------------------------------------------------------------------
    Artikel aus "Ein Herz für Tiere" Ausgabe Nr.7 Juli 2002

    Wenn der ein oderandere von uns auch nur 1 Euro für diese Aktion über hätte, dann würden bald wieder einige Papageien in freier Natur leben.
    Gruß
    Guido
     
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  3. Pe

    Pe 2,2 SWO

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    Hallo Guido,
    über die Rückführung der Papageien wurde in anderen Foren schon heiß diskutiert, da dass Rückführen von der Papageien für die dort lebenden Papageien in Wildbahn gar nicht so risikolos ist. Die hier gestrandeten könnten inzwischen Krankheitskeime aufgenommen haben die den dortigen wildlebenden gar nicht bekommen. Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich diesen Beitrag verlinke, da ich persönlich ihn für sehr wichtig haltehttp://www.papageientreff.org/sh...p?threadid=3935


    quote:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Und wer von Ihrer Organisation übernimmt die Verantwortung, wenn sich tausende von Tieren in der freien Wildban mit Salmonellen, oder anderen Krankheitserregern (Circoviren, Polyomaviren, Herpesviren, Adenoviren, Paramyxoviren...) infizieren und dadurch getöten werden
     
  4. j-c-w

    j-c-w Foren-Guru

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  5. Gitti

    Gitti Guest

    Hallo,

    es gibt Neuigkeiten hinsichtlich der u.a. beschlagnahmten Mohrenköpfen, leider keine sehr guten!

    Schaut mal unter http://www.papageientreff.org/showthread.php?s=&postid=33075#post33075, dort eigentlich auf Seite 3, ab dem 24.07.02!

    Falls jemand gespendet haben sollte für diese Mohren, kann er sich ja mit dem Verein Vogelschutz-Komitee in Verbindung setzen!

    Schade eigentlich, daß mein erster Beitrag hier gleich so eine "unerfreuliche" Nachricht ist!

    Trotzdem viele Grüße
    Gitti
     
  6. #5 Rene Scholz, 26. Juli 2002
    Rene Scholz

    Rene Scholz Guest

    da sieht man, das mit tierschutz geld gemacht wird.... super leute sind das :-(
     
  7. #6 Alfred Klein, 29. Juli 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Gitti, grüß Dich :)

    Nun, vom Vogelschutz- Komitee habe ich schon gehört.
    Soweit mir bekannt ist, sollen da auch schon Dinge gelaufen sein....
    Tierschutz, Gnadenhöfe und ähnliches sind anscheinend ziemlich gewinnbringend.

    Deshalb - von mir gibt es nur dann was, wenn ich ganz genau weiß, wo das Geld hingeht. Solche Organisationen sind mir einfach suspekt. Bekomme auch regelmäßig Bettelbriefe. Geglaubt habe ich bisher keinem.
     
  8. Gert

    Gert Stammmitglied

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    Arme Mohren oder arme Spender?

    Es ist wieder mal das Typische passiert: "arme, ach so süße" Tiere wurden illegal eingeführt, beschlagnahmt, großer Aufschrei in der Presse (es weiß ja auch keiner so recht, wohin mit den Tieren), fragwürdige Hauruck-Aktion einiger Tierschützer, Spendenaufrufe, Spenden und dann?

    Ich muß mich den scharfen Kritikern solcherart Aktionen anschließen, die wenig Sinn machen und eine Gefahr für die Tiere darstellen (sowohl für die, denen geholfen werden soll als auch für die, die dann plötzlich diese Rückführungen vor die Nase, respektive den Schnabel, gesetzt bekommen).

    Niemand kann sagen, wo genau die Wildfänge herkommen, in welchem gesundheitlichem Zustand sie sind, was sie sich eventuell in der Zivilisation eingefangen haben und dann weiterverbreiten oder ob im Auswilderungsgebiet latente Krankheiten vorhanden sind, denen die Rückführungen zum Opfer fallen, weil sie im Gegensatz zur lokalen Population keine Abwehrmechanismen dagegen haben.

    Fragen über Fragen, deren gewissenhafte Beantwortung, wenn überhaupt möglich, mehrere Diplom- und Doktorarbeiten umfassen könnte. Vergleicht mal diese Aktion mit einer gut vorbereiteten Auswilderung, wie sie Zoos oder Naturschutzorganisationen durchführen!

    Was aber tun mit den Tieren, die nicht zurückgeführt werden können? Auch wenn ich mir hier viele Gegner machen werde, sehe ich das ganz pragmatisch:
    Die Tiere können auf Dauer nicht beim Zoll bleiben, Auffangstationen sind Mangelware, Zoos und Tiergärten sind zwar meist willig, haben aber meist auch nicht den erforderlichen Platz. Also? Die Tiere zu einem guten Preis verkaufen und das Geld für in-situ-Projekte (Arten- oder Naturschutz) seriöser Naturschutzorganisationen einsetzen. Das soll natürlich nicht heißen, daß ich den Schmuggel von Tieren hier halbwegs legalisieren will, ganz im Gegenteil. Die Behörden sollten hier noch härter durchgreifen.

    Diese in-situ-Projekte haben mehrere Vorteile: der Verbleib des Geldes ist nachvollziehbar, die Mittel werden nachweislich dem Artenschutz vor Ort zur Verfügung gestellt, die lokale Bevölkerung (auch Fänger u. Wilderer) werden in die Projekte einbezogen, außerdem kann mit sehr viel weniger Geld als normalerweise bei einer solchen Spendenaktion zusammenkommt sehr viel mehr erreicht werden als eine zweifelhafte Rückführung von einigen Dutzend Mohrenkopfpapageien.

    Also, überlegt Euch gut wofür und an wen Ihr Eure nächste Spende schickt. Sollte jemand an einem solchen in-situ-Projekt Interesse haben, kann er sich gern an mich wenden.

    Gert
     
  9. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen (siehe auch mein beitrag zum entsprechenden Thread bei Papagein.org) und ein ganz dickes Ausrufezeichen dahinter setzen!!

    P.S: Für Interessierte, hier noch mal mein Originalbeitrag in Kopie:
    Hi,

    ich habe mich ehrlich gesagt nicht ganz durch alle Aussagen hier durchgelesen.
    Trotzdem möchte ich festhalten, daß es wie schon mehrfach erwähnt, keinesfalls
    anzuraten ist, diese Tiere wieder auszuwildern.
    Mich wundert nur, daß sich zu diesem Thema bisher offensichtlich weder ein Ökologe
    noch ein Parasitologe oder ein Ethologe geäußert hat oder auch nur zu Rate gezogen
    wurde.
    Das Risiko, hier potentiell ernsthaft gefährliche Parasiten oder Krankheiten zu
    verbreiten ist signifikant-selbst, wenn die Tiere von anderen Tieren isoliert waren,
    hatten sie doch reichlich Kontakt untereinander.
    Auch eine genetische "Verfälschung" der lokalen Populationen ist eine sichere Folge
    einer solchen Auswilderung und kann mit viel Pech sogar zu einer Schwächung der
    Überlebensfähigkeit der Population im Auswilderungsgebiet führen.
    Ganz abgesehen davon gibt es bei Papageien noch viel zu wenig Erkenntnisse über
    Futtertraditionen. Es ist aber anzunehmen, daß solche existieren und ob die
    wiederausgewilderten Vögel "ihre" Nahrung wie gewohnt vorfinden ist zumindest nicht
    garantiert.
    Hinzu kommt noch, daß Mohrenköpfe wo sie vorkommen in der Rgel häufig sind. Das
    heißt: Reviere besetzt! Unsichere Neuankömmlinge werden rumgescheucht und fallen
    mit hoher Wahrscheinlichkeit Prädatoren zum Opfer.
    Das nur als ganz kurzer lückenhafter Abriß der Gründe, warum solche Auswilderungen
    extrem kritisch zu sehen sind.
    Bei allem Mitleid mit den Einzelschicksalen. Die Unterbringung der Vögel in
    Zuchtpaaren oder Gruppen bei Vogelparks oder privaten Züchtern ist m.E nach die
    einzig gangbare Lösung.
    Entgegen der herrschenden Meinugn können isch übrigens durchaus auch ältere
    Mohrenköpfe noch gut eingewöhnen und zur Brut schreiten oder sogar zahm werden.
    Es dauert halt!
    Ist das Kind erstmal in den Brunnen gefallen, kann man es nun mal leider nicht mehr
    trocken herausholen.
    Eine Wiederauswilderung macht sich gut in der Öffentlichkeit, ist aber letzlich
    Schönfärberei und eher gefährlich als von Nutzen.
    Ok, in diesem fall mit der Einschränkung, daß Mohrenköpfe häufig und robust sind, so
    daß der Schaden solch eines events sich wahrscheinlich in Grenzen hielte. Es wäre
    aber auf jeden Fall ein Exempel, das zur Nachahmung reizt und schon daher
    gefährlich ist.
    Auch halte ich die Überlebenschancen der Vögel bei einer Auswilderung aus den oben
    angeführten Gründen für niedrig.
    Und nochmal: Warum wurde bisher kein Wissenschaftler, Leiter eines EEP oder
    ähnliche Person, die sich mit der Problematik professionell bafasst hat zum Thema
    Auswilderung befragt?? Das ist ein unverzeihbarer Lapsus!

    Gruß

    Ingo
     
  10. Inge

    Inge ...

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  11. Jens-Manfred

    Jens-Manfred Guest

    ?

    Manchmal weiss man wirklich nicht, wem man was glauben soll oder darf oder muss.

    Ich habe mit Frau Schokolinski ( Tiere in Not Langenberg ) gute Erfahrung gemacht. In meinem letzten persoenlichen gespraech sagte sie, die vereinnahmten spenden liegen auf einem Notarkonto oder so, weil ein Gerichtsstreit laeuft und somit nicht ueber das Geld verfuegt werden kann.

    Eigentlich ist es mehr als traurig, dass mehrere Organisationen immer soviel Muehe, Arbeit und Zeit in die gleiche Aktion investieren und sich dann mit noch mehr Zeit und Muehe und Geld bekriegen, nur um zu sagen, seht ich habe es geschafft. 0l
    Wir alle verfolgen das gleiche Ziel:)


    Und tarurig ist auch, das von dieser hohen Anzahl an Voegeln nur 28 Mohrenkoepfe scheinbar ueberlebt haben, wenn der Berichtstimmt.
     
  12. Rosi.N.

    Rosi.N. Stammmitglied

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    Rückführung der Papageien

    Hallo
    Die Verbreitung von Halbwahrheiten Lügen und Mißverständnissen nimmt anscheinend kein Ende.
    1./Bis zum heutigen Tag haben von den 275 Mohrenköpfen und Timnehs die das VsK im Juni übernommen hat 271 überlebt.Sie befinden sich in einem guten Zustand und werden vorausgesetzt die politischen Unruhen an der Elfenbeinküste eskalieren nicht am nächsten Wochenende aus der derzeitigen Quaratäne entgültig in die Freiheit entlassen.
    2./Die Kosten bisher ca 40000 Euro hat das VsK alleine getragen.
    3./Der Verein Vogelschutz-Komitee (VsK)befindet sich nicht in einem Rechtsstreit um die eingeworbenen Spenden des Vereins Tiere in Not Langenberg.
    4./Das VsK weis bis auf einen Fall nicht wer an den Verein Tiere in Not Langenberg für die Papageien gespendet hat und kann und will darum auch nicht die zweckgebunden Spenden einklagen.
    5./Eine Spenderin klagt gegen den den Verein Tiere in Not Langenberg weil sie sich offenbar hintergangen fühlt sie fordert meines Wissens nach ihr Geld zurück.Dies macht sie aus eigenem Antrieb
    Die Spenderin wurde dazu nicht vom VsK aufgefordert.
    Wenn es dazu noch Fragen gibt dann fragt doch direkt nach und übt Euch bitte nicht in Spekulationen.
    Rosemarie Noeske (VsK)Vogelschutz Komitee
     
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  14. Utena

    Utena Guest

    Hallöchen!
    Soweit ich informiert bin sind die Mohrenköpfe nun schon in Afrika angekommen!
    Das mit den Spenden ist wirklich eine rießen Sauerei und wieder einmal Typisch!
     
  15. Rena1

    Rena1 Guest

    hi,alle zusammen:0-

    um mißverständnisse hier aufkommen zu lassen,möchte ich euch mitteilen,daß ich die spenderin bin,die klage erhoben hat.
    sichtlich der beweisführung war der verein tiere in not langenberg/velpen in keinsterweise an der rückführung der papageien beteiligt.
    die von mir gespendete 3ooo.-euro für aktion aufwind fälschlich.

    liebe grüße rena0l
     
Thema:

Rückführung Papageien