Taubenkrankheit? Virusinfektion?

Diskutiere Taubenkrankheit? Virusinfektion? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, über mein Forum habe ich Kontakt zu jemandem der in seinem Aga-Bestand eine anscheinend hoch ansteckende tödlich verlaufende Krankheit...

  1. Die Mietz

    Die Mietz Schnatter-Mietz

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    Hallo,

    über mein Forum habe ich Kontakt zu jemandem der in seinem Aga-Bestand eine anscheinend hoch ansteckende tödlich verlaufende Krankheit hat. Ich konnte bisher im Netz noch nichts zu dieser Krankheit finden. Vielleicht habt ihr ja schon von der Krankheit gehört und vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit den Vögeln zu helfen oder zumindest das Leid der Vögel zu mindern.

    Sie war bereits bei zwei verschiedenen TA und diese haben Rücksprache mit einer Vogelklinik gehalten. Es sprechen alle von der Taubenkrankheit. Über eine solche Krankheit konnte ich bisher noch nichts finden. Ein Vogel ist bereits gestorben, zwei weitere zeigen Anzeichen: Nicht mehr fliegen können, Kopf schief halten, abnehmen, von der Stange fallen und auf dem Boden im Kreis laufen.

    Der tote Vogel wurde obduziert, hier das Ergebnis:

    Auszug Beitrag Spitzmaus:

    "Pathologisch-anatomische Diagnose:

    Leber geringgradig geschwollen, mittelgradig hyperämisch, rot gelbliche Farbe; Milz o.b.B.; Herz o.b.B.; Trachea, Lunge o.b.B.; Niere geringgradig geschwollen, normale Farbe und Konsistenz, Kropf und Mägen mit wenig Körnerfutter gefüllt, Darm o.b.B.; Gehirn o.b.B

    Parasitologischer Befund: negativ,

    Es waren keine Megabakterien nachweisbar und auch keine Keime. Salmonellen wurden auch keine gefunden.

    Der Vogel hat nur so einen schlechten Ernährungszustand aufgewiesen weil antscheint durch die Krankheit das Futter zu schnell verdaut wurde. Futter hat er reichlich von mir bekommen.

    Dazu haben sie geschrieben das die Uhrsache der Organschäden noch nicht geklärt sind. Wenn sie was finden bekomme ich noch einen zweiten Brief.

    Meine Tierärztin hat mich noch am gleichen Tag als ich den Brief bekam angerufen. Sie wird sich weiter drum bemühen und mir und meinen kleinen Helfen. Ich habe ihr eine Kopie des Schreibens geschickt. "
     
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  3. #2 DieJasminII, 24. November 2004
    DieJasminII

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    Paramyxovirusinfektion?

    Wie kam dieser Virus in den Bestand? Hatte Sie Wildvögel in Pflege?
    Ich wusste nicht, dass dieser Virus auf Sittiche übertragbar ist.
    So wie ich es nachgelesen habe, ist diese Krankheit nicht heilbar. :(

    Mein Gott, wie furchtbar!
     
  4. Die Mietz

    Die Mietz Schnatter-Mietz

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    Werde deine Fragen weiterleiten...

    Ja es ist wirklich furchtbar wenn es dieser Virus ist :traurig: Ich habe jetzt auch schon einiges über die Krankheit gelesen, man kann nur hoffen davon verschont zu bleiben!

    Hier die Infos:

    Aus Kaleta/Krautwald-Junghanns:

    quote:
    --------------------------------------------------------------------------------
    PMV-3 Infektionen der Papageien. Syn. ”Drehkrankheit”, Paramxovirus Type 3 infection of parakeets

    PMV-3-Infektionen kommen bei Psittaziden recht häufig vor. Die Serogruppe 3 enthält die Paramyxoviren der Pute und der Papageien, die sehr eng verwandt, aber nicht identisch sind. In einigen Papageienzuchten kommt das aPMV-3 endemisch vor. Bezüglich ihrer Pathogenität sind die Isolate sehr unterschiedlich. Neophema-Spezies, der Singsittich, Nymphensittiche und Agaporniden sind besonders betroffen. Finken sind ebenfalls empfänglich.

    Die Virusverbreitung erfolgt durch Handel mit klinisch inapparent infizierten Ausscheidern. Zur Pathogenese liegen noch keine gesicherten Daten vor; vermutlich ähnelt sie derjenigen des aPMV-1. Die Virusauscheidung erfolgt mit dem Kot und Sekreten aus Nase, Rachen und Augen. Nach oronasaler Aufnahme kommt es zu einer Virämie und Besiedlung von Organen, besonders des ZNS und des Pankreas.

    Die klinischen Symptome bestehen anfangs meist aus leichten respiratorischen Beschwerden und Bewegungsunsicherheiten. Nach weinigen Tagen kommt es dann zu zentralnervösen Störungen wie Torticollis, Opisthotonus, Kreisbewegungen (Drehkrankheit) sowie Flugunfähigkeit. Oft besteht ein Kopfzittern, das sich bei Aufregung verstärkt. Ein- oder beidseitige Paralyse wird ebenfalls häufig beobachtet. In der Regel wird noch selbständig Futter und Wasser aufgenommen, wenn es in Reichweite angeboten wird. Daneben besteht oft eine Pankreatitis mit typisch hell (gelb-weiß) verfärbtem Kot, in dem der Stärkenachweis mittels Lugolfärbung positiv ausfällt.

    Eine spontane Regression der nervalen Symptome ist selten. Die betroffenen Psittaziden können jedoch bei guter Versorgung Wochen überleben. Auffallend sind lange anhaltende ZNS-Symptome und deutlich erhöhte Todesraten. Darüberhinaus können in einem Bestand klinisch gesunde Psittaziden vorhanden sein, die über längere Zeiträume Virusausscheider sind.

    Eine Verdachtsdiagnose ergibt sich aus den klinischen Befunden. Unter Umständen gibt es auch Hinweise auf eine Viruseinschleppung durch Neuzukäufe. Die Diagnose wird durch Virusisolierung aus Rachen- und Kloakenabstrichen abgesichert. Dabei ist eine Serotypisierung erforderlich, um die anzeigepflichtige Newcastle-Krankheit auszuschließen.

    Beim Einzeltier muß differentialdiagnostisch ein akutes Trauma sowie eine Pankreasinsuffizienz anderer Genese ausgeschlossen werden.

    Eine erfolgreiche Behandlung ist nicht bekannt. Tiere mit ZNS-Symptomen und allgemeiner Auszehrung werden mit Elektrolyten und Vitaminen sowie mit Breitspektrumantibiotika abgedeckt und evtl. zwangsgefüttert.

    Prophylaktisch sollten bei Zukauf von Psittaziden die allgemeinen Quarantänemaßnahmen eingehalten werden. Eine kommerziell hergestellte Vakzine gibt es bisher nicht. Bestandsspezifische Inaktivatvakzinen können hergestellt werden.

    Die für Puten zugelassenen, inaktiviertes Puten-PMV-3 enthaltenden Impfstoffe (Trituren® , Rhone Merieux) können zumindest mit einem Teilerfolg auch zur Immunisierung von Psittaziden eingesetzt werden.
    --------------------------------------------------------------------------------

    oder

    http://www.chevita.com/tauben/behan...ektionskrankheiten_paramyxovirusinfektion.htm
     
  5. #4 DieJasminII, 24. November 2004
    DieJasminII

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    Mein Gott, das ist so traurig. Es tut mir so schrecklich leid!
    Leider kann ich nicht helfen, aber es wird wohl dieser
    schreckliche Virus sein. :( :( :(
     
  6. Die Mietz

    Die Mietz Schnatter-Mietz

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    Also es gab keine Neuzugänge, aufgenommene Wildvögel oder so in der letzten Zeit bei ihr.

    Sie hat die Infos jetzt an die TA weitergeleitet, mal abwarten was sie dazu meint... Vielleicht sind die Untersuchungen ja schon gelaufen, man weiß ja wie das ist mit dem TA-Fachchinesisch, da versteht man wenn überhaupt eh nur die Hälfte :(
     
  7. #6 DieJasminII, 25. November 2004
    DieJasminII

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    Da hast du Recht, manchmal muss man 10 mal nachfragen
    bis der TA das Fach-chinesich übersetzt. Ich drücke dolle
    die Daumen.
     
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