tote igel?

Diskutiere tote igel? im Greifvögel und Eulen Forum im Bereich Wildvögel; hallo greifvogelfreunde, hallo buteo, ich arbeite auf einem parkähnlichen friedhof (40ha) mit sehr alten baumbestand im herzen von kiel...

  1. #1 mario aus kiel, 24.06.2007
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    hallo greifvogelfreunde, hallo buteo, ich arbeite auf einem parkähnlichen friedhof (40ha) mit sehr alten baumbestand im herzen von kiel (schleswig-holstein). sehr häufig finde ich tote igel, also nur die haut mit stacheln in mehreren stücken. könnte es sein das mein arbeitsplatz im revier eines uhus liegt? habe im winterhalbjahr mehrmals in der dämmerung einen großen vogel fliegen sehen. hätte aber auch ein bussard sein können da sich diese auch im winter bei uns aufhalten.war für mich in der dämmerung schlecht zu erkennen. nur denke ich für einen bussard war es eigentlich zu dunkel. gibt es auch noch andere kennzeichen für den aufenthalt eines uhus? außerdem brüten bei uns auch noch waldohreulen und natürlich auch der sperber. im sommer ist auch immermal ein turmfalke an unserer kapelle zu sehen, hat jedoch eine große fluchtdistanz. könnt ihr mir weiter helfen? gruß mario
     
  2. #2 Peregrinus, 24.06.2007
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    Hallo Mario,

    der Uhu ist teilweise ein bedeutender Prädator des Igels, ganz im Gegensatz zu allen anderen Greifern. Bussard, Sperber, Turmfalke und Waldohreule scheiden aus.

    Gewölle und Mauserfedern könnten die Anwesenheit eines Uhus verraten.

    VG
    Pere ;)
     
  3. #3 VogelJosch, 24.06.2007
    VogelJosch

    VogelJosch Guest

    Ich sah auch schonmal einen Uhu auf einem Igel sitzen...am Rande einer Dorfstrasse, kurz nach Einbruch der Dämmerung!
     
  4. #4 mario aus kiel, 25.06.2007
    mario aus kiel

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    vielen dank für eure antworten.nur hat mir hier keiner genau gesagt ob bei einer igelatzung nur die haut mit stachel über bleibt.ich kann wohl verstehen, das ihr an eure uhus keine igel , sondern eintagskücken , kaninchen und ratten verfüttert.nur habe ich gehofft hier jemanden zu finden, der auch freilandstudien betreibt und mir da genauer weiter helfen kann. trotzdem vielen dank.ich finde es sehr wichtig das es das vogelforum gibt. es gibt immer wieder bereiche in dennen man sich nicht aus kennt und man(ich) gerne mal die fachleute befragt. gruß mario
     
  5. eric

    eric Guest

    Bis jetzt hab ich nur Uhugewölle mit Igelstacheln und zerpflückte Igel selber gefunden. Auf Fotos hab ich aber schon solche vom Uhu ausgeschälten Igel gesehen. Auch in der Literatur wird es so beschrieben.
     
  6. Nika

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    Hab mal einen Igel gesehen, der zur Beute eines Habichts wurde.
    Da blieb auch nur die Haut mit den Stacheln übrig.

    LG
     
  7. #7 Kanadagans, 26.06.2007
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    Hallo!

    Eine interessante Sache, zu der ich gleich eine Frage anbringen möchte...
    Es war zu Anfang meiner Lehre als Landschaftsgärtner, 1993, als wir im hiesigen Jungfernheidepark, der etwa 30 ha Fläche aufweist, einen historischen Weg restaurierten, der durch eine bis dahin als Damwildgehege dienende Fläche führte, deren ein Drittel von Wiese, die anderen Drittel von einem über 150jährigen Buchenbestand bestanden war.

    Hart am Rand des Buchenwaldes fand ich bei Streifzügen während einer Pause einen Baumstumpf im etwa 40 cm hohen Gras, auf dem ich Stacheln, Haut und Kieferteile mit Zähnen eines Igels fand...
    Hier wurde also eindeutig ein Igel erbeutet und zerlegt... Nun weiß ich ja, daß der Habicht, wo es geht, in Deckung rupft, und nicht relativ exponiert auf einem Baumstumpf, was eher zu einem Falken passen würde...
    Hierzulande gäbe es ja aber nur Wanderfalken, die eines Igels Herr werden würden, und ein solcher, denke ich, passt nicht so ganz in sein Beutespektrum, oder?

    Es gab und gibt auch ein Paar Kolkraben in dem Park, doch auch die fressen ein Igelaas doch eher vor Ort... Könnte aufgrund des exponierten Fundes der Igelreste eventuell auch ein Uhu in Frage kommen?
    Mir wäre in Berlin kein Vorkommen bekannt, und es ist ja auch schon 14 Jahre her, doch was meint ihr, könnte der Urheber gewesen sein?

    Danke für eure Meinungen, Andreas
     
  8. eric

    eric Guest

    Angenommen es handelte sich um einen bereits verendeten Igel, kämen natürlich auch andere Greife als Aasfresser in betracht wie Bussard, Milane.
    Um einen Uhu als solchen sicher zu bestätigen bräuchte es mehr, wie Mauserfeder, Gewölle etc.
     
  9. #9 Kanadagans, 27.06.2007
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    Hallo Eric!

    Danke für die Antwort... Ja, mit solchen kann ich dann auch leider nicht aufwarten =/...
    Milane schließe ich aus, da ich höchstens an Seen mal einen Schwarzmilan nach toten Fischen patrouillieren sehe, und auch nie welche höre, Bussarde dagegen kämen in Frage, doch denke ich, hätten die beim Kröpfen am hellen Tag Ärger mit dem Rabenpaar bekommen...
    Ein Großteil des Parks ist Bestandteil des ehemaligen Forstes Jungfernheide, es gibt auch abgelegene Ecken mit viel Unterholz, und über 200jährigen Buchen, doch ist dies alles ja kein Indiz, leider =/...
    Da das ganze auch schon einige Jährchen her ist, und ich nie was über einen Berliner Uhu vernommen habe, denke ich, daß sich das auch nicht mehr klären lässt. Dennoch danke!

    Grüße, Andreas
     
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