Wie fest zwicken denn die Vögel ?

Diskutiere Wie fest zwicken denn die Vögel ? im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Liebe Vogelfreunde, vielleicht ist dies eine etwas blöde Frage. Aber ich habe immer mal wieder gelesen, daß Leute Angst um das Wohlergehen...

  1. Buchi

    Buchi Graugeierfan seit 1971

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    Liebe Vogelfreunde,

    vielleicht ist dies eine etwas blöde Frage. Aber ich habe immer mal wieder gelesen, daß Leute Angst um das Wohlergehen ihrer Kinder haben, wenn Großpapageien im gleichen Haushalt leben.

    Nun halten wir keine Aras, weil wir ihnen keinen artgerechten Lebensraum bieten könnten.
    Aber wenn ich mal vergleiche, wie fest Graupapageien mich bisher gebissen haben (egal, ob nicht zahmer Wildfang oder zutrauliche HZ), dann scheint es immer eine Grenze gegeben zu haben, wie fest sie zubeissen (können?) - zwar so stark, daß es erheblich blutet und auch ein Stückchen Fleisch von Finger, Hand oder Arm fehlt, aber nicht so fest und tief, daß ich es als ernsthafte Verletzung einschätzen würde.
    Wenn mich aber Pennanten oder Wellensittiche gezwickt haben, habe ich dies als genauso schmerzhaft (und bei den Pennanten auch genauso blutig) in Erinnerung.
    Wie fest ein Ara zwickt, weiß ich nicht, weil mir diese "Erfahrung" noch fehlt.

    Aber ich habe den Eindruck, daß gerade die größeren Vögel, auch wenn diese verärgert sind, bei weitem nicht immer mit "äußerster Kraft" zubeißen, sondern dies sehr wohl dosieren. Ausnahme ist vielleicht, wenn der Vogel um sein Leben fürchtet, oder die Brut verteidigt.
    Ich könnte mir von daher vorstellen, daß der durchschnittliche "Ara-Zwicker" genauso weh tut wie der durchnittliche "Pennant-Zwicker" - halt so dosiert, daß der Mensch genau kapiert, daß jetzt Schluß mit lustig ist.

    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ?
    Also ich meine, daß Vögel unabhängig von der größe in etwa gleich fest zuzwicken können ?
     
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  3. #2 Alfred Klein, 5. August 2003
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Das ist schon schmerzhaft, kein Zweifel. Die haben aber noch andere Tricks. Krallen ist gerne drin. So richtig mit den Füßen zupacken. Tut auch ganz schön schmerzhaft.
    Ernsthaft haben meine noch nie gebissen. Aras haben einen Schnabeldruck von 36kg/qcm, das bedeutet ein Finger ist kein Problem.
     
  4. Hexe71

    Hexe71 Guest

    Hallo!
    Ich habe schon ein paar Vergleichsmöglichkeiten, da wären Nymphen, Zwergara und Gelbbrustara.
    Es hat mich zwar noch keiner der Geier blutig gebissen aber schmerzhaft ist es alle male.:D
    Das der Gelbe viel mehr kraft in seinem Schnabel hat, ist ohne Frage klar.:D
    Aber sie scheinen wirklich alle einen gewissen Instinkt zu haben wie fest sie zu beißen dürfen, um zu verwarnen aber nicht zu verletzten. Jedenfalls schreie ich bei allen gleich laut!:D :D
    Ich hoffe auch nie etwas schlimmeres zu erleben!
    Doch habe ich so weit vertrauen in meine Geier das ich unter Aufsicht auch meine Kinder an die Tiere heran lasse.
    Mit dem Zukrallen, das macht eigentlich nur meine Gelbe.
     
  5. Karin G.

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    Hallo Buchi
    kann auch nicht mit ARA-Erfahrung dienen, aber die Edlen (zumindest unsere Rita) beissen auch heftig bis aufs Blut, meine Hände sind entsprechend "narbenverziert", vor allem der rechte Zeigefinger sticht da besonders hervor. Zum Glück war sie nur die ersten 3-4 Jahre so bissfreudig. Inzwischen werden wir weitgehend verschont bzw. wir wissen, wie wir uns zu benehmen haben.
    Übrigens beissen Welliweiber auch schrecklich, bleiben sogar am Finger hängen, hatte mal solche Prachtexemplare 8(
     
  6. Buchi

    Buchi Graugeierfan seit 1971

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    Also scheint was dran zu sein an meiner Vermutung: Die Geierchen beißen wirklich nur so fest zu, wie nötig ist, damit der Mensch es kapiert.
    Gerade die "Größeren", die wirklich noch wesentlich mehr Kraftreserven hätten, haben gelernt, mit ihrem Schnabel so umzugehen, daß die "anderen" - egal ob Mensch oder anderer Vogel - im Normalfall nicht ernsthaft verletzt werden können.

    Das Gleiche scheint mit auch für die Stellen, wo sie hinzwicken, zu gelten. In Hand oder Finger wurde ich schon oft kräftig gebissen - Ohr, Hals, Lippen u.ä. wurden beim Beißen schon vorsichtiger behandelt. Ins Auge gehackt hat mir noch kein Vogel - die wissen wohl auch genau, daß das gefährlich ist, und machen es deshalb nicht ?
     
  7. loofri

    loofri Guest

    Hm ich hatte schon Nymphen, Wellis und Ziegensittiche am Finger hängen und kann sagen, dass sich die Wellis mit Vorliebe richtig tief festbeissen (also so, das man sie nur mit müh und not wieder vom Finger bekommt), bei Nymphen kommt es stark darauf an; da gab es mal einen, der sich direkt in der Nagelhaut festgebissen hat - das war dann die nächsten Wochen schön eitrig- entzündet :k
    Und zum schluss die Ziegen: Da hat mich noch keiner blutig gebissen... da leg ich aber auch keinen Wehrt drauf- ich bin überzeugt dass sie könnten wenn sie wollten....

    Und es stimmt: Meine Tierchen haben mich auch nie in Augennähe gebissen (wofür ich ziemlich dankbar bin...)
     
  8. #7 Drakulinchen, 7. August 2003
    Drakulinchen

    Drakulinchen Obstschnipplerin

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    Oh jaaaa- solch ein Wellensittich, der sich verbeißt und nicht mehr losläßt, das ist schon heftig - da ist mir ein kurzer Schnabelhieb von Erin, die mich nicht gut leiden kann, dann doch lieber - dauert nicht so lang...


    Liebe Grüße,

    Drakulinchen
     
  9. #8 Ann Castro, 7. August 2003
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Grundsätzlich kann man den Vögeln, genauso wie Hunden, eine Beissinhibition antrainieren.

    Also jedesmal, wenn sie zu fest werden, Hand entziehen (genaugenommen zu ihnenhin schieben bis sie loslassen müssen) und aufhören zu spielen. Das lernen sie relativ schnell.

    Dennoch, kenne ich keinen Papageienbesitzer, der nicht zu irgendeinem Zeitpunkt mal von seinen Tieren mehr oder minder fest gebissen, oder gehackt wurde. Auch gibt es Tiere, die man beobachten muss wenn man sie streichelt, weil ihre Laune sehr schnell umschlägt.

    Großpapageien können sehr gefährlich beissen - ich kenne eine Frau der hat einer ihrer Papageien eine Sehne aus der Hand geholt und durchtrennt. Die Hand ist nicht mehr ganz funktionsfähig. Dieverse Augenverletzungen sind auch bekannt.

    Was einem Erwachsenen nicht weiter schadet, kann für ein Kind wesentlich gefährlicher und traumatischer sein. Kinder sind keine Erwachsene! Man vergleiche nur mal die Finger!

    Ausserdem kann man sich nicht darauf verlassen, dass Kinder sich immer korrekt verhalten. Sie können hektisch sein, den Vogel nicht im Auge behalten, wenn sie sich in seiner Nähe aufhalten und sie können das Tier auch ärgern (auch wenn es gar nicht bös gemeint war).

    m.E. ist die Verletzungsgefahr, wenn man Kinder unbeaufsichtigt mit Großpapageien zusammen lässt nicht unerheblich. Geht dann doch einmal was schief, ist es meist das Tier, das darunter leiden muss, weil es eingesperrt wird oder gar im Tierheim landet.

    LG,

    Ann.
     
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  11. #9 Ann Castro, 7. August 2003
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Noch was...

    mir ist in Unterhaltungen mit Papageienbesitzern aufgefallen, dass "Biss" sehr unterschiedlich definiert wird.

    Mir hat allen ernstes vor kurzem jemand gesagt, der aufs Blut gebissen wurde - ach nein das wäre doch kein Biss, es hätte ja nur ein bisschen geblutet. ....

    Was muss denn passieren, damit es ein Biss ist? Muss der Finger ab sein???:~

    Ich bin da eher zimperlich: Für mich ist alles als Biss definiert was meinen schmerzempfindlichen Händchen unangenehm ist und/oder was mit Aggression einhergeht. Wenn so etwas anfängt ergreife ich sofort trainerische Gegenmassnahmen (ich drehe mich um und gehe weg), damit dieses Verhalten nicht eskaliert.

    Ich bin auch erst zweimal bis aufs Blut gebissen worden. Einmal von Nikita (Ara) (nachdem ich im Vogelzimmer mit dem Bohrer herumhantiert hatte, sie war wohl ziemlich nervös dadurch und ich hatte sie ncht genügend beobachtet) und einmal Lily (Graue), die durch eine Kletterleiter durchgerutscht war und sich ganz bös verkeilt hatte. Sie war in größter Panik.

    In meiner Bestrebung sie zu befreien, ehe sie sich verletzt, bin ich unvorsichtigerweise mit nackten Händen statt mit Handtuch, wie es die Vorsicht bei einem panischen Vogel eigentlich gebietet, zu ihr hin.

    Also war es genaugenommen in beiden Fällen meine Schuld. Aber was wäre gewesen, wenn in diesen Situationen ein Kind im Haus gewesen wäre, das vor mir zu dem Vogel hingegangen wäre - nicht auszudenken. Bei einem Kleinkind hätte so ein Fingerchen schnell mal ab sein können.

    LG,

    Ann.
     
  12. Hexe71

    Hexe71 Guest

    Hallo!
    Ich habe ja bereits gesagt, das ich meine Kinder nur unter Aufsicht zu meinen Geiern lasse. Die Außenvolliere ist sowiso immer abgeschlossen und in das Vogelzimmer dürfen sie auch absolut nicht alleine rein und sie haben sich auch immer daran gehalten.
    Denn das stimmt schon, das es für Kinder viel gefährlicher ist als für einen Erwachsenen, wenn die Geierchen mal richtig zu beißen. Und das möchte ich nicht gerade ausprobieren.
     
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