Wie weit sollten die Nistkästen auseinander sein?

Diskutiere Wie weit sollten die Nistkästen auseinander sein? im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, wir haben einen sehr großen Garten mit einigen Obstbäumen und Tannen in denen ich eventuell ein paar Nistkästen aufhängen will. Wie weit...

  1. Ghia16v

    Ghia16v Guest

    Hallo,
    wir haben einen sehr großen Garten mit einigen Obstbäumen und Tannen in denen ich eventuell ein paar Nistkästen aufhängen will.
    Wie weit sollten die Nistkästen auseinander sein?
    Wie hoch sollten die Nistkästen hängen?
    Wie groß sollten die Öffnungen der Nistkästen sein?

    Grüße aus Westfalen
     
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  3. Toby

    Toby Foren-Guru

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    Hallo,

    die Höhe, die Entfernung der einzelnen Kästen und auch der Lochdurchmesser sind abhängig von der Vogelart die darin brüten sollen bzw. im Garten vorkommen.
    Ist der Garten optimal für mehrere Paare kann man die Kästen 10m auseinander hängen, ist die Umgebung nicht so nahrhaft ist es besser wenn man die Kästen weiter auseinander hängt. Jedoch kann man durch mehrere Kästen einige Vögel für zwei Bruten im Garten haben. Da es selten vorkommt das sie zwei Bruten im gleichen Kasten machen ist es natürlich von Vorteil wenn andere Kästen vorhanden sind.
    Sperlinge und Stare brüten ggf. auch übereinander, so das hier der Abstand keine große Rolle spielt. Alle anderen haben schon größere Reviere und so müssen die Kästen weiter auseinander hängen.

    Die Aufhängehöhe kann zwischen 2 und 7m variieren. Sie müssen nur so aufgehangen werden das man sie gut reinigen kann und auch das sie sicher vor Mardern und Katzen hängen.

    Bei den Löchern nimmt man in der Regel einen Durchmesser von 3,2 - 3,4cm, hier gehen Trauerschnäpper, Kohlmeisen, Sumpfmeisen, Blaumeisen, Haubenmeisen und Sperlinge rein. Hat man viele große Meisen im Garten (z.B. Kohlmeise) sollte man evtl. auch Kästen mit einem Lochdurchmesser von 2,8cm aufhängen, da so auch die Blaumeisen etwas davon haben.
    Für Stare liegt der Lochdurchmesser bei 5cm.
    Für Rotkehlchen, Bachstelzen, Hausrotschwänze und Grauschnäpper eigenen sich die Halbhöhlen sehr gut.
     
  4. Ghia16v

    Ghia16v Guest

    Hallo Tobias,
    ich danke dir für deine ausführlich und für Laien wie mich verständliche Antwort!

    Gruß
    Frank
     
  5. ks870

    ks870 Stammmitglied

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    Hallo, ich habe heute drei Nistkästen gemacht und bei mir bei den Hühnern im Auslauf aufgehängt. Der ist recht groß und mit einigen Apfel- und anderen Bäumen bestückt....

    Ich habe jetzt die Löcher auf ca. 30 bis 32 mm gebohrt, da ich leider keinen kleineren da hatte, ist das jetzt schlimm? Sprich kann es jetzt sein, dass dann nur Spatzen reingehen?

    Ein Abstand von 7 m aufwärts dürfte reichen, wenn genügend Bäume usw zur Verfügung sind oder? (Wohne auf dem Land)

    DAnke

    gruß Simon
     
  6. Kadl

    Kadl Stammmitglied

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    Hallo Simon,

    Nistkästen mit einem Einflugloch von 32 mm werden auch gerne z.B. von Kohlmeisen und Kleibern angenommen. Auch Blaumeisen und andere Kleinmeisen nehmen solche Kästen an, können dort aber von größeren Vögeln verdrängt werden. Für sie sind Kästen mit 28 mm besser, da diese Öffnungen zu klein für z.B. Kohlmeisen sind. Haus- und Feldsperlinge bevorzugen zwar in der Regel etwas größere Einfluglöcher (35 mm), sind aber auch bei Dir nicht auszuschließen. Aber auch Sperlinge (vor allem die Feldsperlinge) sind in letzter Zeit seltener geworden und freuen sich über Nistplätze. Unter Umständen können sich auch Rotschwänze in Deinen Kästen ansiedeln. Sie bevorzugen aber normal ovale Einfluglöcher oder Nischenbrüterkästen.

    Bei mir im Garten gibt es sehr viele Spatzen. Meinen Höhlenbrüterkasten (32 mm) haben sie bis jetzt immer links liegen lassen und brüten alle unter den Dächern. Dafür war letztes Jahr ein Kohlmeisenpaar in meinem Kasten (wenn auch leider nicht erfolgreich).

    mfg

    kadl
     
  7. Eisvogel

    Eisvogel Foren-Guru

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    Hallo,

    es können bei der Größe auch alle fast alle anderen Arten reingehen, die bei einer kleineren auch reingehen (Blaumeise, Sumpfmeise).
    32mm eignet sich nicht nur für Sperlinge, sondern auch für Kohlmeisen, andere Meisenarten und Kleiber - der macht es sich ja sein Einflugsloch sowieso mit Lehm passend :)
    Ich schätze bloß, dass sich mehr Sperlinge in der Umgebung von Hühnern aufhalten könnten (Futter...) und deshalb eher diese hineingehen könnten... aber nur ne reine Vermutung.
     
  8. Eisvogel

    Eisvogel Foren-Guru

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    Ok, Kadl, du warst schneller :zwinker:
     
  9. ks870

    ks870 Stammmitglied

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    also ein Kasten hängt auch schon ein Paar Jahre unten (28mm) und bei dem waren auch schon Blaumeisen drinne. Aber als ich den gelert habe, hat es eher nach Spatzen ausgeschaut...also scheinbar gehen die auch bei kleineren Löcher rein.

    Was meint ihr sollt ich die dann auf 32mm lassen oder verjüngen? Also dort unten sind jetzt 6 Nistkästen verstreut min. 3 mit 32mm und und min. einer mit 28mm. Die anderen zwei weiß ich nicht...


    Danke schon mal
     
  10. Kadl

    Kadl Stammmitglied

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    @ Alex:

    war wohl eine Sachen von Sekunden :zwinker:

    @ Simon:

    also Sperlinge bei 28 mm halte ich für unwahrscheinlich, kanns aber
    nicht ausschließen. Tatsachen entkräften sowieso alle Theorien...
    An Deiner Stelle würde ich die Kästen ruhig mit verschieden großen
    Einfluglöchern belassen. Wenn z.B. Kohlmeisen zu viele Kästen
    besetzen, könnte es passieren, dass sie sich lieber mit Revierkämpfen
    beschäftigen, als die Brut zu füttern. Und wie gesagt, in Kästen mit
    kleineren Löchern sind kleine Vögel vor größeren Arten sicher.

    mfg

    Kadl
     
  11. ks870

    ks870 Stammmitglied

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    aber sind dann meine mindestens 3 mit 32mm doch eher zu groß oder? Glaube dann verjünge ich sie noch. Gibt es einen Radius der für Meisen aber nicht für Spatzen ist? z. b. 29mm?
     
  12. Kadl

    Kadl Stammmitglied

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    Also bei 28 mm würde ich Sperlinge ausschließen. Allerdings sind sie wohl auch für Kohlmeisen zu eng. Für Blaumeisen und Tannenmeisen z.B. reicht es aber leicht aus. Ich würde es, wenn Du verengen möchtest, auf 30 mm reduzieren. Die dürften für Sperlinge auch zu eng sein und könnten für Kohlmeisen noch reichen. Habe für ein ähnliches Problem mal diesen Tipp bekommen. Allerdings habe ich das Loch (32mm) nicht verkleinert und bis jetzt sind keine Sperlinge in den Kasten gegangen.

    mfg

    kadl
     
  13. ks870

    ks870 Stammmitglied

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    ja danke für die Antwort, werde mal schaun was ich mache:~
     
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  15. swift_w

    swift_w Foren-Guru

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    Nistkastenabstände und Flugloch-Durchmesser

    Hallo zusammen,

    über die Nistkästen-Abstände wurde schon alles gesagt. :zustimm:

    Hier mal meine Tipps / Erfahrungen über verschiedene Flugloch-Durchmesser:

    Schon als Schüler bekam ich einen "dicken Hals" als Feldsperlinge in unserem Garten ein Trauerfliegenschnäpperpärchen nach 2 Wochen aus einem Nistkasten Bohrung 32 mm vertrieben.
    In den 80ger Jahren vertrieben sie aus der Hälfte aller Nistkästen Kohl- u. vor allem mehrere Blaumeisen; stopften alles zu; nahmen alles in Beschlag.

    Habe ja gar nichts gegen 1 Feldsperlingspaar in einem Nistkasten von 10.

    Gegen diese "Konkurrenzvögel" brachte ich 2 Blaumeisenkästen an mit Bohrung nur 26,5 bis 27 mm !

    Die schlanken Feldsperlinge passen sogar schon durch ab 28 mm Bohrung !!
    Hausperlinge meines Wissens erst ab 32 mm.
    Kohlmeisen und Trauerschnäpper passen ab 30 mm durch;
    Problemvogel: Feldsperling.

    Bohrungen mit 28 mm verwende ich nicht, weil in diesem
    "kritischen Übergangs-Bereich" trächtige Kohlmeisen und Feldsperlinge in den Fluglöchern stecken bleiben können !

    Habe einmal einen umgekommenen Feldsperling in dieser Lage gefunden !

    Bohrungen, die an Holzkästen zu groß geraten sind, kann man mit einer angeschraubten Holzblende (ca. 11 x 8 cm, ca. 1-2 cm dick) und gewünschter Bohrung verkleinern.
    Weitere Vorteile:
    Der Mini-Vorbau mit kleiner Bohrung dient auch als Schutz gegen "Beutegrabscher".
    Außerdem ist der Kasten variabel.
    Gehen keine Blaumeisen rein, kann man Ende April immer noch abschrauben, und in die vorhandene Bohrung z.B. bei 35 mm können dann immer noch andere einziehen.
    Besonders wünschenswert die weniger häufiger vorkommenden Insektenfresser Trauerfliegenschnäpper und Gartenrotschwanz (Rote-Liste-Art)

    Für Trauerschnäpper u. Gartenrotschwanz häng ich erst spät - ca. 20. bis 25.April -
    noch 3 Nistkästen raus mit Ovalöffnung 30 x 45 mm oder Bohrung 35 mm.

    Habe ca. alle 2 Jahre damit und mit dem großen Kastenangebot Erfolg mit einer Trauerschnäpperbrut.
    Gartenrotschwanzbrut leider nur einmal in 1989; sehr selten bei uns.

    Links:
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=161878
    http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=156939

    VG
    Swift_w
     
  16. georg_47

    georg_47 Guest

    Hallo zusammen
    Bei mir mämmerte immer wieder in der Vergangenheit der Buntspecht
    an dem Loch des Nistkastens herum. Da habe ich vor einem Jahr ein
    Alu- blech mit einer 28 mm Bohrung drübergeschraubt und seitdem
    habe ich nur noch Blaumeisen darin. Zur Zeit haben sie gerade mit
    Nestbau zu tun.
    Gruß Georg
     
Thema: Wie weit sollten die Nistkästen auseinander sein?
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