Blinde Drossel eingeschläfert - Frage zur Euthanasie

Diskutiere Blinde Drossel eingeschläfert - Frage zur Euthanasie im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, ich hatte vor einigen Tagen in diesem Forum bereits davon berichtet, dass ich eine junge Wacholderdrossel gefunden habe, der ein Auge...

  1. #1 blue, 17. Mai 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. Mai 2007
    blue

    blue Mitglied

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    Hallo,
    ich hatte vor einigen Tagen in diesem Forum bereits davon berichtet, dass ich eine junge Wacholderdrossel gefunden habe, der ein Auge fehlt und deren anderes Auge offensichtlich auch nicht in Ordnung ist. Leider ist dieser Beitrag und die Anwort, die ich erhielt, nicht mehr auffindbar.
    Wie auch immer, ich bin dem sicher guten Rate gefolgt und habe die kleine Drossel zum Tierarzt gebracht. Dieser hat gründlich untersucht (das hätte ich der Drossel auch schon gerne erspart, aber es musste ja wohl sein) und mir dann gesagt, dass das eine Auge ganz zerstört und das andere auch nicht in Ordnung ist bzw. dass der Vogel sozusagen blind sei. Er sah keine vernünftige Perspektive für das Tier, in Freiheit schon gar nicht, aber auch nicht in einer Voliere. Ich habe dann natürlich der Euthanasei zugestimmt und gefragt, wie diese vor sich geht. Er schilderte mir, dass das mittels einer Narkose geschieht bzw. in diesem Falle einer bewussten Überdosierung. Das Mittel würde direkt in die Bronchien gespritzt. Der Vogel würde betäubt und würde nichts spüren.
    Durch eine Glastür, die sich zwischenzeitlich auch öffnete, sah ich anschließend, dass eine Arzthelferin für eine kurze Zeit ein Papiertuch oder ähnliches über das Tier hielt. Dann wurde etwas hantiert und schon wenige Minuten später verließ sie das Behandlungszimmer mit dem in Papier eingewickelten Vogel zur "Entsorgung".
    Ich habe keinerlei Misstrauen gegen den Tierarzt, möchte nur gerne verstehen, was abgelaufen ist. Die Sache hat mich emotional doch mehr berührt, als ich erwartet hätte und eine Auseinandersetzung mit dem Thema in Gang gebracht. Meine Hauptfrage, die mich seitdem bewegt ist natürlich die, ob der Vogel beim Spritzen des Mittels in die Bronchien schon betäubt war oder nicht. Wer kennt sich da aus und kann mir sagen, was erfahrungsgemäß der Fall ist. Ich möchte den Tierarzt deswegen jetzt nicht noch einmal ansprechen. Er scheint mir sehr kompetent (ist auch auf Augenerkranungen spezialisiert), hat auch nichts berechnet, sondern quasi gedankt, dass ich mich um das Tier gekümmert habe.

    Danke für Antworten.

    Hier ist der Beitrag,den du geschrieben hattest.Gruß,BEA
     
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  3. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hallo,

    ich denke schon, dass der TA das richtig gemacht hat.
    Bei meinem Wellensittich wurde auch eine Überdosis Narkosemittel gespritzt und er ist ganz ruhig eingeschlafen. In wenigen Augenblicken war er tot.
     
  4. blue

    blue Mitglied

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    Hi Dagmar,
    danke für Deine Antwort. Ich nehme an, dass Du bei Deinem Wellensittich selbst dabei gerwesen bist. - Wurde denn der Vogel irgendwie durch etwas betäubt, was er einatmete, bevor er die Spritze erhielt? Ich stelle es mir einfach sehr schmerzhaft vor, etwas ohne vorherige Betäubung in die Bronchien gespritzt zu bekommen.

    Grundsätzlich bin ich schon überzeugt, dass der Tierarzt das richtig gemacht hat. Es geht mir nur darum, genau zu wissen, wie sowas vor sich geht, bevor es vielleicht das nächste Mal notwendig wird.

    Liebe Grüße
     
  5. #4 phorkyas, 17. Mai 2007
    phorkyas

    phorkyas Stammmitglied

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    Hi,

    soweit ich das bisher verstanden habe ist es so, daß die Tiere erstmal narkotisiert werden und dann eingeschläfert werden. Demnach dürfte der Vogel bei der Spritze, die in die Bronchien gesetzt wurde nichts gespürt haben.

    LG Natalie
     
  6. Hobbit

    Hobbit Hauptsache Federn!! :-)

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    Hallo,

    ich nehme mal an, dass das Tuch in ein Mittel getaucht worden war, das den Vogel narkotisiert hat (so wie in den Krimis, wenn einer entführt wird, ich glaube das heißt Chloroform?). Das würde zumindest das "Rumhantieren" erklären.
    Normalerweise ist es so wie schon gesagt wurde: erst kommt die Narkose, dann das Euthanasiemittel. Letzteres- wo wurde mir mal erzählt- ist wenn es direkt gespritzt wird sehr schmerzhaft, da es direkt ins Herz gespritzt wird und dieses betäubt, so dass es aufhört zu schlagen.
    Es ist allerdings schon etwas her dass mir das so genau erklärt wurde. Vielleicht gibt es ja mittlerweile auch andere Methoden:?

    Ich kenne das auch so, dass für Wildtiere nichts berechnet wird. Wahrscheinlich damit sich niemand, der eins findet, davon abhalten lässt es zum TA zu bringen, auch wenn er kein Geld hat.
     
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  8. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hallo,

    wenn ein Euthanasiemittel gespritzt wird, dann erfolgt zuvor eine Betäubung, indem ein Betäubungsmittel gespritzt wird. Wenn jedoch gleich eine Überdosis Betäubungsmittel gespritzt wird, muss ja nicht vorher nochmal extra betäubt werden.
    So kenne ich das aus Patientenbesitzer-Sicht.
     
  9. #7 Vogelklappe, 17. Mai 2007
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Es gibt zwei Injektionsmethoden, die bronchiale kann schmerzhafter sein, ist aber schneller wirksam, die i.v. (intravenöse) erfordert aber längeres Fixieren und setzt gerade Wildvögel unter mehr Stress. Der Schilderung nach war die Euthanasie vorbildlich, weil der Vogel vor dem Bronchialeinstich zusätzlich inhalativ betäubt wurde. Einen solchen Tierarzt kannst Du sicher auch fragen, was er genau verwendet hat.
     
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