Ei für Kanarien?

Diskutiere Ei für Kanarien? im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo zusammen! Können Kanarien hartgekochte Eier essen? Wenn ja, wie oft? Gruß, Katharina :idee:

  1. Tweety

    Tweety Tier-Mama

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    Hallo zusammen!

    Können Kanarien hartgekochte Eier essen?
    Wenn ja, wie oft?




    Gruß, Katharina :idee:
     
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  3. Polo

    Polo Registrierter Benutzer

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    Hallo Tweety!

    Ei wirkt sehr brutfördernd, daher sollte es (wenn sie nicht gerade brüten wollen) nur ab und zu in kleinen Mengen gegeben werden. Grundsätzlich dürfen sie das aber fressen.
     
  4. Finni

    Finni Vogelvermittlung-Herne

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    Meine essen Eier auch sehr gerne. Bekomme aber nicht allzuviel, ab und zu mal eine Scheibe. Das es brutfördernd wirkt kann ich nicht bestätigen, hab ich aber auch gehört.
     
  5. D@niel

    D@niel Guest

    Hi,

    ich habe auch schon gehört, dass Ei brutfördernd sein soll (deswegen ja auch Eifutter bei der Jugenaufzucht geben?!). Meine Wellis bekommen das Zeugs auch recht selten, aber wenn fressen sie es wie die Wilden.
     
  6. Moni

    Moni Foren-Guru

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    Im Prinzip ist es nicht das Ei selbst, das brutfördernd wirkt, sondern die erhöhte Zufuhr an Nährstoffen, die dem Vogel signalisiert, hey, es wird Frühling, das Essen wird besser, lasst uns mal Nachwuchs machen :D Die selbe Wirkung würde man auch mit anderem reichhaltigem Futter erreichen.
     
  7. #6 Thomas B., 20. April 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo,
    generell tierisches Eiweiß (außer zur Brutzeit, da darf es etwas mehr sein) nur selten und sparsam füttern,da es die Nieren belastet. Ansonsten ist Eigelb von Zeit zu Zeit sehr gesund (Vit.A,D3).
    LG
    Thomas
     
  8. Tweety

    Tweety Tier-Mama

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    Hallo!

    Werde mal testen, ob Tweety und Speedy überhaupt Ei mögen.
    Natürlich nicht so oft.

    Danke!!!






    Gruß, Katharina :D
     
  9. #8 Yunipiep, 6. Mai 2005
    Yunipiep

    Yunipiep Guest

    Also meine Kanarien bekommen immer zu Ostern ihr Ei. Ich koche es dann fast hart, zerdrücke es mit der Gabel und vermenge es mit Semmelmehl. So hab ich es auch damals gemacht als sie Junge hatten. Geraspelte Mohrübe kann man auch ran machen, dann hält es aber nur 1 Tag. Nur mit Semmelmehl vermengt kann man es im Kühlschrank noch am nächsten Tag geben, man muß es natürlich erst mal bischen auf Zimmertemperatur kommen lassen. Mein alter Hahn stürzt sich immer fast auf diese Eiermischung, der andere ist da nicht so begeistert von. Hab eh das Gefühl das er sich nicht so bewust ist, was er ist.
    Mein Welli ist seit Jahren von diesem Ostermahl ausgeschlossen, da er mit dem Ei lieber die Tapete dekoriert, als es zu fressen.
     
  10. #9 Melchior, 7. Mai 2005
    Melchior

    Melchior Guest

    Hallo Katharina,
    bei meiner Hobby-Zucht habe ich auch schon hartgekochte Eier gegeben - fein gehackt. Mit wenig Erfolg. Die Eier werden schon angenommen, aber nicht gerne.
    Wenn ein Kanarie nicht schon als Jungvogel damit gefüttert wurde, rührt er Eier nicht an. Aber es gibt im Zoohandel fertige Eifuttermischungen mit Bisquitt und anderen Zutaten. Dieses Futter eignet sich ganz hervorragend als Beifutter und bei der Aufzucht. Ich kann es nur empfehlen !!!

    Gruß Melchior
     
  11. Rucola

    Rucola Guest

    Hallo Thomas,

    dazu hätte ich eine Frage. Könnte es evtl. sein, wenn ein Kanarie über einen längeren Zeitraum (so 2-3 Monate) täglich (rotes) Eifutter bekommen hat, dass seine Nieren geschädigt sind und/oder bleiben?

    Und was hat es mit dieser Eiweißsucht auf sich? Was findet da eigentlich physiologisch etc. genau statt?

    Wäre nett, wenn Du mir meine Fragen beantworten könntest.
     
  12. #11 Thomas B., 9. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Nierenfunktion und Eiweißstoffwechsel

    Hallo Stef,

    ich kann Dir jetzt nicht den ganzen Eiweißstoffwechsel erklären, das würde hier den Rahmen sprengen.
    Jedenfalls ist Endprodukt des Eiweißstoffwechsels im Körper der Harnstoff, der über die Nieren ausgeschieden wird. Wenn die harnpflichtigen Substanzen nicht mehr vollständig von der Niere ausgeschieden werden können, weil die Niere nicht mehr richtig arbeitet oder weil es ein Eiweißüberangebot gibt, wird Harnstoff (der normalerweise den weißen Anteil im Vogelkot bildet) als Kristall (sog. Urate) in den Gelenken und in den Nierenkanälchen abgelagert, und es kommt zu Gelenk- bzw. Nierengicht.
    Einer Erhöhung der Blutwerte (UREA, CREA) tritt allerdings erst dann auf, wenn die Ausscheidungsfähigkeit der Nierenkanälchen bereits < 30% abgesunken ist.
    Zu den Aufgaben der Niere kurz allgemein:

    1. Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten (harnpflichtigen Substanzen), v.a. aus dem Eiweißstoffwechsel:

    - Harnsäure als Endprodukt des Purinstoffwechsels
    - Harnstoff als Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels
    - Kreatinin als Produkt des Muskelstoffwechsels

    2. Entgiftungsfunktion:

    Ausscheidung von Fremdsubstanzen, z.B. Medikamente, Giftstoffe, nachdem sie in der Leber in unwirksame Formen umgebaut wurden.

    3. Aufrechterhaltung der Homöostase (Regulierung des inneren Milieus)

    - Regulation der Elektrolytkonzentrationen (Regulierung des Salzhaushalts, d.h. der Natrium-Kalium-Bilanz)
    - Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichts
    - Konstanthaltung von Wassergehalt und osmotischem Druck
    - Aufrechterhaltung des PH-Wertes (durch Ausscheidung von Ketonen). Pufferung zur Aufrechterhaltung des PH-Wertes erfolgt in der Niere über Aufnahme / Abgabe von H+-Ionen: Abgabe bei zu sauren Werten (PH-Wert unter/), Aufnahme bei basischen Werten (PH-Wert über7)

    Nicht carnivore Tiere wie Psittaciden und Kanarien sind nicht an die Verstoffwechselung hoher Mengen tierischen Eiweißes angepaßt. Man sollte deshalb eine Eiweißüberversorgung, die neben zu fettreicher Ernährung eine der Hauptursachen anthropogener Erkrankungen ist, unbedingt vermeiden.

    Wenn Deine Kanarien normalen Harn/Kot haben, würde ich mir keine übertriebenen Sorgen machen. Ernähre sie einfach künftig eiweißarm und mach mal eine homöopathische Kur zur Nierenstützung mit ihnen: Einen Monat lang im täglichen Wechsel je 5 Globuli Berberis D 4 und Solidago D 4 ins Trinkwasser.

    LG
    Thomas

    LG
    Thomas
     
  13. Rucola

    Rucola Guest

    Hallo Thomas,

    erstmal vielen Dank für Dein ausführliches posting.

    Nun hast Du Dir die Finger wund geschrieben, aber so die allgemeinen Nierenfunktionen und der allg. Proteinstoffwechsel war mir als Biologin eigentlich schon bekannt.

    Da mir aber medizinisches Wissen fehlt, wollte ich eigentlich nur wissen, ob die längere Gabe von Eifutter dazu führen kann, dass die Niere dauerhaft oder zumindest für länger geschädigt werden kann.

    Meine Frage deshalb, weil ich eine Henne habe , die letztes Jahr eben von der Brutzeit bis zur Mauser rotes Eifutter bekommen hatte.
    Die Brutzeit verlief letztes Jahr völlig normal, außer das sie natürlich durch die zu gute Fütterung nicht aufhören wollte zu brüten (mein Fehler).

    Dieses Jahr hat sie sehr unregelmäßig Eier gelegt (pro Brut immer mehere Tage Legepause zw. den Eiern) und noch dazu über drei Bruten verteilt drei Windeier dazu.

    Ihr Kot ist schon lange mal normal, mal sehr flüssig, selten aber richtiger Durchfall (also total flüssig). Grünes bekommt sie nur 1-2/Woche, keinen Salat.

    Ich bekomme das immer sehr schnell mit Zwieback etc. wieder hin, aber sie neigt eben sehr schnell zu flüssigem Kot.

    Nun hab ich mich in diesem Zusammenhang (Windeier trotz Calciumversorgung, UV-Licht und flüssigem Kot) gefragt, ob die Niere wohl letztes Jahr durch die viel zu lange Eifuttergabe viell. einen mitbekommen hat und ob man dann ggf. eine best. Diät (und diese dann evtl. immer ) anwenden sollte.

    LG
     
  14. #13 Thomas B., 9. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Liebe Stef,
    leider wußte ich ja nicht, was Du für Vorkenntnisse hast und daß Du Biologin bist. Die Vorkenntnisse hier im Forum sind ja sehr unterschiedlich.
    Deine Frage kann Dir niemand konkret beantworten. Es kann sein, daß Du einen Nierenscahden provoziert hast, der noch nicht so erheblich ist, daß er zu starken klinischen Problemen geführt hat, es kann aber auch sein, daß die Niere nur sehr gering oder gar nicht angegriffen ist. Das läßt sich nicht diagnostizieren, weil die Nierenwerte im Blut, wie bereits gesagt, erst zu einem sehr späten Zeitpunkt signifikant verändert sind und auch auf dem Röntgenbild nur schwere Schäden erkennbar sind (mit Uraten verstopfte Tubuli). Ich empfehle Dir, eine Zeitlang streng eiweißarm zu ernähren, also das Eifutter ganz wegzulassen und die genannte homöopathische Kur durchzuführen. Später kannst Du, wenn sich der Kot normalisiert hat, zu Mauser- und Brutzeiten wieder Eifutter in Maßen geben, aber nicht ständig. Auch eine Zeitlang Tyrode-Lösung wäre gut. Das ist aber alles aus Vorsorgegsichtspunkten, der genaue Zustand der Nieren läßt sich nicht diagnostizieren, schon gar nicht bei einem Kanarienvogel. Die "Windeier" haben übrigens mit einer evtl. Nierenschädigung nicht zu tun. Das ist eher ein Problem des Minralstoffwechsels auf der Resorptionsebene oder ein hormonelles Problem.
    LG
    Thomas
     
  15. Rucola

    Rucola Guest

    Lieber Thomas,

    vielen Dank für Deine Ratschläge und Informationen!!
    Jetzt bin ich schon etwas schlauer und beruhigter.

    Wo kann man sich denn ein bißchen mehr einlesen bezüglich des Calciumstoffwechsels bzw. Ca-Resorption bei Vögeln? Gibt es da Fachliteratur?
     
  16. Rucola

    Rucola Guest

    Hallo Thomas,

    unterscheidet sich der Calcium-Haushalt bei Vögeln und Menschen bzw. anderen Säugern überhaupt?
    Oder kann man das vom Menschen auf Vögel übertragen?
    Vögel sind ja doch manchmal etwas anders (Bsp. Harnsäure / Harnstoff).

    LG
     
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  18. #16 Thomas B., 11. Mai 2005
    Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Rucola,
    kurz zu Deinen Fragen:
    Die Vogelniere ist einfacher aufgebaut, und die Nierenparameter sind natürlich völlig andere. Das Grundprinzip (Gicht durch Harnstoffkristalle) ist jedoch gleich.
    Der Calcum-Vitamin-D-Stoffwechsel funktioniert auch vergleichbar.
    Ein spezielles Buch zu Vogelphysiologie kenne ich nicht. Man muß sich die Infos zusammensammeln aus den bekannten Büchern über Vogelkrankheiten (am Ausführlichsten natürlich Ritchie, Harrison and Harrison: Avian Medicine. Principles and Application) und über Tierphysiologie, wobei in letzteren Vögel oft unterrepräsentiert sind.
    LG
    Thomas
     
  19. Rucola

    Rucola Guest

    Hallo Thomas

    Vielen Dank, Du hast mir sehr geholfen!!

    Ja, das war ja mein Problem :D .

    LG


    P.S.: Sag mal schläfst Du auch mal irgendwann? ;) :D Tagsüber arbeiten und nachts noch im VF ...
     
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