Giftige Jagdmunition

Diskutiere Giftige Jagdmunition im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; die munition tritt in den körper des rehes ein und auf der anderen seite wieder aus. ob du triffst oder nicht, bleibt dann das gleiche, die...

  1. aday

    aday Foren-Guru

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    Aber
    dank des geringeren "Saueren Regens" wird dieses Blei noch langsamer gelöst als in der Vergangenheit.

    Solange das Blei nicht in größeren Mengen aufgenommen wird, ist es auch nicht giftig.

    Auch wenn beim "einigen" Seeadler erhöhte Bleiwerte festgestellt wurden, so ist die Menge bei den allermeisten nicht toxisch gewesen. Die Untersuchungstiere stammten meist aus funden usw.
    Willst du den tausenden von Pendlern das Eisenbahnfahren verbieten weil eine enorm große Anzahl der Adler direkt durch die Bahnen "überfahren" wurden?

    Etwas Provokativ:
    Steigt alle um aufs Auto und fahrt dafür ein paar andere Tiere im Ausgleich platt wenn keine Bahn mehr fährt zum Schutz der Adler.
     
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  3. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Willst Du nun auch noch bestreiten, daß Blei in der Natur oder in den Mägen von Vögeln ungefährlich ist ?
    Dir ist schon klar, daß ein Vogel langsam an einer Bleivergiftung stirbt, oder ?


    Deine weiteren Einlassungen zu kommentieren sind ziemlich müßig, da sie nur vom Thema ablenken sollen und absolut nix damit zu tun haben.

    Im übrigen : Ich habe in 21 Jahren noch kein einziges Tier platt gefahren, wenn man mal von Insekten, die vor den Kühlergrill und die Windschutzscheibe fliegen, absieht.

    Wieviele Tiere hast Du schon mit Deiner Flinte umgebracht und in welchem Zeitraum ? Wieviel Blei hast Du dabei in die Natur gebracht ?
     
  4. tamborie

    tamborie Guest

    Na dann solltest Du Dich aber schleunigst bei Deinem U-Bahnfahrer bedanken!!! :dance:

    Tam
     
  5. aday

    aday Foren-Guru

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    Nein, das Bestreite ich nicht. Ich möchte dich aber darauf Aufmerksam machen, das nicht jedes Lebewesen Automatisch stirbt, wenn es Blei im Körper hat, sonst wärst du auch schon lange Tod. Es kommt auf die Menge an. Eine bestimmte Menge ist normal, dann gibt es noch die tolerierbare Menge (über normal aber in den Richtwerten).
    Karin, wenn du so schlau bist, wieviele von den Seeadlern sind den an Bleivergiftung gestorben? Wo liegt die Herkunft des Blei´s?

    Umgebracht? Das nennt sich erlegt!
    Aber rechne doch einfach mal selber:
    "Mit meiner Flinte" erlegt, im Jahr ca. 2-3Schuß bei ca. je 30gr. Blei.
    Büchse:
    -ca. 20 Schuß im Kaliber 9,3 x 62. davon ca. die hälfte Bleifrei, Blei also ca. 10x ungefähr je 8gr. (rest ist Kupfer)
    -ca. 15 Schuß im Kaliber 222Rem zu je ca. 2gr. (rest ist Kupfer)
    -ca. 10 Schuß im Kaliber 222Rem, Bleifrei (für Krähen und Elstern).
    -ca. 5 Schuß im Kaliber 22lfb zu je ca. 2,4gr.

    Und das auf einer Gesamtfläche von ca. 250ha (2,5Millionen m²), wobei mein Anteil ca. bei über 80% der Gesamtstrecke liegen dürfte. Nimm also einfach noch mal sagen wir mal 25% zu meinem Blei dazu und rechne das mal auf die Fläche. Vergleiche das dann mal mit den gesetzlichen Richtwerten und nehme mal die anderen Eintragsarten hinzu.
    Viel Spaß beim Suchen und Rechnen.
     
  6. GeorgB.

    GeorgB. verstorben am 5.7.2013

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    Nach langer Abwesenheit gebe ich auch mal wieder meinen Senf dazu. aber nicht , ohne vorher nach allen Seiten gegrüßt zu haben.

    Ich bin nun wirklich nicht der erklärte Freund von Südwind, aber zu dem thema Bleischrot stelle ich mich ganz auf Ihre Seite. Wenn es denn überhaupt sein muß frage ich mich warum wechselt man nicht auf Stahlschrotmunition?

    Die Studien sind garnicht sooo neu. Das Ziel der Schrotschußabgabe besteht darin auf eine begrenzte Entfernung (ca. 35 m) möglichst viele Schrotkörner auf die Körperoberfläche zu bringen, um eine Schockwirkung mit möglichst tödlichem Ausgang zu erreichen. Selbst wenn die Schrotkörner nicht in die haut eindringen, kommt es zum schlagartigen Nervenschock mit herz-und Atemstillstand.
    Ist die Schußentfernung zu groß, (nicht wahr, liebe Jäger. ruhig mal an die Anweisungen halten) reicht die Auftreffenergie meist für eine tödliche Wirkung nicht mehr aus und die Körner streuen zu weit. Oft werden die Tiere von zu wenig Schrotkörnern getroffen, die damm im Tierkörper verbleiben. Gerade bei der Verwendung von Bleischrot kann es dann zu Bleivergiftungen, oder wie von Südwind beschrieben: durch versehentliche Aufnahme, kommen. Auch können durch die Streuwirkung nicht beschossene Tiere mit verletzt werden.

    Also lieber Gesetzgeber: bekannt ist euch das schon lange. Wenn ihr den (Sonntags)Jägern ihren zweifelhaften Spaß nicht verderben wollt, dann verbietet zumindest die herstellung von Bleischrot.

    MfG
    Georg
     
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  8. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Hallo Georg,

    Du hast mit allem, was Du hier sagst, Recht! Stahlschrote haben aber im Vergleich zu Bleischroten einige Nachteile, die nicht wegzudiskutieren sind. Es ist z.B. härter: Dadurch werden die Gewehrläufe deutlich stärker beansprucht und, ganz wichtig: Stahlschrote prallen viel leichter an Hindernissen ab. Diese Abpraller können nicht beschossene, aber daneben stehende Tiere treffen. Außerdem sind diese "Weicheisenschrote", wie man sie besser nennt, leichter als Blei und haben somit eine geringere kinetische Energie.
    Und trotzdem: Man weiß um diese Tatsachen und hat schon einige Schrote mit anderen Materialien auf dem Markt, z.B. aus Nickel oder Antimon. In Ba-Wü ist die Jagd an Gewässern mit Bleischrot inzwischen verboten und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Bleischrot allgemein verboten wird. Und ich denke, das ist auch gut so.
    Daß oft viel zu weit geschossen wird liegt weniger daran, daß der Jäger ein "Anbleien" (wie es so schön heißt) billigend in Kauf nimmt, sondern daß die Entfernungen fast immer deutlich unterschätzt werden. Dazu unpassende Flinten und wenig Übung ... der Rest ist klar.

    LG
    Pere :zustimm:
     
  9. GeorgB.

    GeorgB. verstorben am 5.7.2013

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    Hallo Pere.

    Ich danke Dir für die genauere Aufklärung über Stahlschrot. Das habe ich nicht gewußt. Mein Text hielt sich stark an die Vorlage eines Lehrgangs zum tierschutzgerechten Töten von Wirbeltieren von 2001. Ich hoffe auch das entsprechende Eratzmaterialien den Markt erobern. Leider kenn ich zviele (Sonntags) Jäger, denen es egal ist ob sich ein Tier unter schmerzvollen Qualen windet. Hauptsache sie haben Ihre Flinte abgeschossen und können sich mit Ihrem Treffer brüsten. Und eine schleichende Bleivergiftung? Toleriere ich nicht.
    Ebenfalls auch danke für Deine sachlich gehaltene Aufklärung, so mag ich das.

    MfG
    Georg :zustimm:
     
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