junge Amsel im Garten - wirkt 'krank'

Diskutiere junge Amsel im Garten - wirkt 'krank' im Pflege und Aufzucht Forum im Bereich Wildvögel; hier im garten gibt es immer ziemlich viele amseln, darunter natürlich auch einige junge. eine von den jungen (hat das nest schon verlassen und...

  1. #1 Doppelgänger, 21.08.2016
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    hier im garten gibt es immer ziemlich viele amseln, darunter natürlich auch einige junge.
    eine von den jungen (hat das nest schon verlassen und auch schon längere schwanzfedern) wirkt irgendwie lethargisch, plustert sich häufig, flüchtet erst recht spät (man kann ihr relativ nah kommen) - und ich hab sie auch schon öfter mal niesen sehen.

    kann/muss/soll ich da irgendwas machen?

    vor ein paar wochen hatte ich einen ähnlichen 'fall'.
    zunächst fand ich es vor allem putzig, dass die amsel zahmer war als andere (man konnte sie allerdings nicht anfassen), dann hab ich ihr öfter mal ein bissschen was hingestellt falls ihr was fehlen sollte (wahrscheinlich gänzlich das falsche: haferflockenbrei, geschnittenen apfel, tofu als eiweißquelle etc.) von dem sie , soweit ich das mitbekommen habe aber nichts genommen hat.
    ne woche später hab ich sie dann tot im garten gefunden.
    genau wie die jetzige jungamsel hatte die auch hin und wieder geniest und hat einfach kränklich gewirkt.
    hat sich auch öfter geplustert, morgens immer dort gesessen wo die ersten sonnenstrahlen waren...

    WENN ich der jetzigen kränklichen amsel helfen wollte, müsste ich sie wohl fangen - aber ob das richtig wäre? bedeutet ja auch stress - und wie ich das anstellen sollte wüsst ich obendrein nicht.
    aber nachdem die 'vorherige' amsel gestorben war, hab ich mir halt vorwürfe gemacht, dass ich wahrscheinlich zu wenig unternommen habe bzw. mich auch nicht gebührend informiert hatte.

    zumindest das richtige essen würde ich der kleinen gerne anbieten. was wäre das denn?

    bin euch für jeden rat dankbar. tschö!
     
  2. #2 Sowi, 21.08.2016
    Zuletzt bearbeitet: 21.08.2016
    Sowi

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    Hallo Doppelgänger,

    so, wie Du es schilderst, scheint es ja eine übertragbare Problematik zu sein
    (Parasiten, Erkrankung etc.).

    Wenn Du einen vogelkundigen Tierarzt in der Nähe hast, wäre es denke ich
    eine gute Idee, sie einzufangen und zum Tierarzt zu bringen - auch im Hinblick
    darauf, dass Du rausfinden kannst, was da gerade umgeht und evtl. die Infektionsquelle
    ausfindig machen kannst.

    Wenn das mit dem Einfangen nicht geht, dann wäre es auf jeden Fall
    sinnvoll, solltest Du weitere tote Vögel finden, diese zur Untersuchung einzuschicken.

    Die untere Naturschutzbehörde oder das Veterinäramt müssten Dir
    Auskunft geben können, wo das in Eurem Bundesland gemacht wird.

    Was das Futter anbelangt schau mal hier:

    http://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/amsel.html


    Insekten, Würmer, Äpfel, Rosinen, Schnecken, Beeren, Haferflocken

    Auf Würmer würde ich verzichten - aber stattdessen kannst Du z.B. Pinkies anbieten. Und ein paar Bienendrohnenmaden sind für einen geschwächten Vogel wahre Energiebomben.

    Bei Beeren bieten sich frische Beeren der Saison an (Aronien, Heidelbeeren, Himbeeren etc.)

    LG
    Sowi
     
  3. #3 Hennchen, 21.08.2016
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    Woran sie erkrankt ist, darüber mag ich nicht spekulieren.
    (es können alle Arten von Parasiten seinz.B. Luftröhrenwürmer, es können Viren oder Bakterien sein, sie kann auch durch einen Katzenbiss verletzt sein, dann hilft nur schnellste Antibiose)

    Kann sie denn schon fliegen/wird sie von den Eltern noch gefüttert?
    Wenn sie zulange weg wäre, könnte es dann natürlich sein, dass die Eltern - meist der Vater, sie nicht mehr annimmt und dann eine Auffangsstation der beste Ort für sie wäre.
    Nach "Ausfliegen" (eher aus dem Nest hüpfen) sind die Kleinen ja noch nicht richtig flugfähig und werden von dem Vater weiter gefüttert und geführt. In der Zeit lernen sie mehr und mehr das Fliegen und das selbständige Fressen.
    Hauptnahrung sind Regenwürmer, aber wenn sie noch gefüttert wird,nicht einfach so, sondern sie werden vom Vater gut durchgewalkt.
    Wenn man ein Jungamselchen päppeln muss, ehe man zum Tierarzt kommt, kann man das maximal einen Tag mit Katzenfutter machen. Länger sollte es nicht sein, weil es doch nicht so richtig "Wurn" entspricht und Schäden bei der Gefiederentwicklung geben kann.
    Nicht so einfach also.
    Das Fangen und zum wildvogelkundigen Tierarzt bringen,wäre, wenn sie noch nicht richtig flugfähig ist, noch das geringste Problem, dann könntest du sie in eine Ecke treiben und sie greifen, entweder direkt oder mit einem Tuch, das Du auch über sie werfen kannst.
    Den geringsten Transportstress haben sie in einem dunklen Karton oder einer abgedunkelten Transportbox.

    Wenn dem Vögelchen zu helfen wäre, es aber eine längere Behandlung bräuchte, würde es aber nichts mehr mit zurücksetzen.

    Amseln sind Reviervögel, die auch den eignen Nachwuchs irgendwann vertreiben. In dem Fall würden Arzt oder Klinik sie wohl an eine Auffang-und Auswilderungsstation weiterreichen.
     
  4. #4 Doppelgänger, 21.08.2016
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    dank euch beiden sehr für die antworten.

    ich hab jetzt die letzten paar stunden mal damit verbracht das amselchen im garten zu beobachten.
    soo lethargisch war sie jetzt (ist allerdings auch wärmer draußen) nicht mehr - im gegenteil: die ist die ganze zeit über mit pflaumenessen beschäftigt gewesen (zusammen mit ner anderen jungamsel).
    also appetit und ne gewisse energie scheint schon vorhanden, sie hat sogar kleine trauben, die ich ihr direkt vor die füße geworfen habe, gegessen. süß.
    war auch sonst recht viel unterwegs im garten.

    ABER niesen tut sie halt schon.

    mal was ganz abwegiges:
    könnten die pflaumen nicht gut sein? die sind dieses jahr nämlich sehr schimmlig.
    die hängen so 'schlecht' teilweise schon am baum, und so 15-20 stück fallen da am tag eben auch runter - und da ist dann etwa die hälfte richtig verschimmelt. nicht dass das viele rumzupfen an den pflaumen zu ner pilzerkrankung (auf der lunge) führt?
    ich hab jetzt vorsichtshalber direkt mal noch gründlicher 'abgesammelt'.

    bezüglich des einfangens nochmal: also das könnte schon möglich sein, ich bin heut ja doch schon wieder recht nah ran gekommen (auch wenn sie dann schon wegsaust, wenn ich zu nah bin).
    aber ich brings irgendwie nicht über mich.
    die kleine amsel wirkt ja doch recht glücklich (hat sich teilweise auch gezankt mit der anderen) und eben auch nicht wirklich schwach und isst ja auch ... andererseits eben das geniese. und plustern tut sie sich schon auch mehr als die andere. hmm.

    wisst ihr wo jungamseln nachts schlafen bzw. gibts ne möglichkeit was bereitzustellen das ihnen nachts bisschen über die kälte hilft?
    pappkiste mit eingang vielleicht? mit ner wärmflasche drin, oder so?
    ja, wahrscheinlich albern aber ich will der amsel ja irgendwie helfen.
     
  5. #5 Doppelgänger, 21.08.2016
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    nachtrag: sie kann schon fliegen (zumindest ein bisschen). gerade gesehen.
     
  6. #6 Hennchen, 21.08.2016
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    Wieweit Wildvögel mit verdorbenem Obst klarkommen sollten, kann ich Dir jetzt auch nicht sagen.

    Wo Jungamseln übernachten, hängt vom Alter ab.
    Wenn sie noch nicht fliegen können, unten im Gebüsch, sonst weiter oben.
    Wenn sie schon selbständig frißt, wird sie wohl nicht mehr ganz am Boden schlafen.(?)
    Aber immer so, dass sie auch schnell wegkommt.
    Das wär bei einer Kiste nicht so.

    Ich weiß, dass viele sagen, überlass es der Natur selbst. Aber ich finde schon rührend und nicht albern, was Du Dir an Gedanken machst, und solang ich mehr mit den Gartenvögeln im Hinterhof zu tun hatte, ging es mir kaum anders. Man schließt die Kleinen ja ins Herz, auch wenn man weiss, dass immer nur ein bestimmter Prozentsatz durchkommt.
    Und ich finde es auch nicht nur verkehrt, nicht nur das ökologische Ganze zu sehen, sondern immer auch das einzelne Lebewesen.
    (ich hab einer angeschlagenen älteren Amsel während der Mauser/immer im gleichen Gebüsch, schonmal mit Beo-Weichfutter über die Runden geholfen, eins von vielen solcher Erlebnisse.)

    Aber wenn die Kleine tatsächlich richtig krank ist und nicht nur schwächelnd, wirst Du so wenig dran ändern können.( mit der Zusatzfütterung von Pinkiemaden hab ich keine Erfahrung, wenn sie viel Obst dort haben und wenig tierische Kost, kann sowas sicher stärken)

    Entweder es ist etwas, was sie allein noch packt, oder Du musst für Dich entscheiden, ob Du versuchst, sie zu einem Tierarzt zu bringen, der Ahnung von Wildvögeln hat.Das Ganze kann so viele verschiedene Ursachen haben, was mit ihr los ist, kann tatsächlich nur in einer Untersuchung geklärt werden.

    Das wird ja wenn, wohl eh erst morgen laufen können. Ich weiß nicht, ob Du dann erstmal herausfinden musst, wo Du sie hinbringen könntest, dabei könntest Du den Tierarzt im Vorfeld ja schon zu der Situation befragen.
    Manche Tierärzte wissen ja auch, welche Krankheiten in ihrem "Einzugsgebiet" grad besonders umgehen und ob ein zum Arzt bringen dann Sinn machen würde.
    Ich wünsch der Kleinen jedenfalls viel Glück, und Dir, dass Du die Entscheidung für dich triffst, die sich richtig anfühlt.
     
  7. #7 Doppelgänger, 21.08.2016
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    exakt so ist es wohl.
    ich habs trotzdem mal probiert und ein paar pappkartons mit jeweils ein- und ausgängen dort aufgestellt wo sich die amseln am häufigsten aufgehalten haben - und dann beobachtet was mit einbruch der dunkelheit passiert.
    die kartons sind erwartungsgemäß nicht angnommen worden und die amsel ist schlussendlich etwas erhöht in die hecke hinter dem haus geflattert.
    am boden muss sie also zumindest nicht bleiben.

    ich glaub genau so werd ichs machen.
    das amselchen morgen gut beobachten (geht im moment zum glück) und parallel dazu schauen ob bzw. welcher der tierärzte in der umgebung ahnung von der materie hat, und was geraten wird.

    dank dir nochmal!
     
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