Kanarien und Nymphensittich ?

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teggi

Guest
Hallo Zusammen,

ich habe vor ca. 1 Jahr zwei süße Kanarien bekommen (einer ist zugeflogen,
der andere vom Züchter). Derzeit habe ich von einer Nachbarin einen
Nymphen zur Pflege, sie ist durch Zufall an ihn gekommen, geht aber
überhaupt nicht richtig mit ihm um und vom Gefühl her würde ich sagen, sie
wäre ihn lieber los.

Da ich Vogel-Fan bin, würde ich den lieben Kerl gerne bei mir aufnehmen und
ihm ein gemütliches Zuhause geben. Die Kanarien und er sind derzeit in
einem Raum aber in separaten Käfigen weit voneinander. Ich habe sie gestern
nur getrennt rausgelassen, da die zwei Kanarien bei einem versehentlichen
Freiflug des Nymphensittichs in Panik ausgebrochen sind. Gibt es Hoffnung,
daß alle drei zusammenfinden ? Das Rufen und Antworten klappt schon ohne
Probleme, jedoch haben die Kanarien anscheinend Panik vor der Größe von dem
Nymphensittich.

Ich hoffe, daß mir jemand helfen kann, brauche aber schnell Antwort, da
schon am Dienstag der Vogel wieder zur Nachbarin soll !!! Dort ist er den
ganzen Tag alleine, hat kein Spielzeug (nur zwei Stangen und eine
Schaukel), keine Musik, keine Badewanne/Dusche und schon gar keine
Gesellschaft. Außerdem schuppt er sich ganz stark und läßt sich von mir am
Hals kratzen (vermutlich weils juckt).

Hilfe & Danke,

Heike
 
Moin Heike!

Ich habe Nymphen, Wellis und Kanaris eine zeitlang zusammen in einer Gartenvoliere gehalten und dabei gab es kaum Probleme: die Kanaris haben sogar versucht, den Nymphen
Federn zum Nestbau auszuziehen und die Nymphen haben das zwar abgewehrt, sind aber nicht weiter aggressiv gegenüber den Kanaris geworden (keine Verfolgung oder ähnliches).
Brüten konnten die Kanaris allerdings nicht, weil ihr Nistmaterial ein zu verlockendes Spielzeug für die Wellis war und diese die Kanariennester immer auseinandernahmen.
Grundsätzlich (d.h. es gibt natürlich auch mal Ausnahmen) sind Nymphen sehr friedliche Sittiche, die sich gut mit kleineren Vögeln wie Prachtfinken und Kanarien zusammenhalten lassen, wenn Käfig/Voliere groß genug sind.
Das Deine Kanarien jetzt beim Nymphenfreiflug in Panik gerieten, führe ich eher darauf zurück, das sie es einfach nicht gewohnt sind, das noch etwas anderes als sie selbst durch die Gegend fliegt. Das müßte sich eigentlich mit der Zeit geben und dann steht m.E. auch einem gemeinsamen Freiflug nichts mehr im Wege.
Allerdings: wenn Du Dich für den Nymphen entscheidest, solltest Du auch über die Anschaffung eines zweiten nachdenken. Nymphen sind wie alle Papageien sehr soziale Tiere, die einen Partner brauchen. Einzelnymphen können u.a. arge Schreier sein, weil sie ständig versuchen, mit Rufen zu einem Partner Kontakt aufzunehmen.
Meinst mit "schuppen", das er sich viel kratzt? Wichtig wäre zu wissen, ob Du kahle Stellen entdecken kannst und ob viele Federn ausfallen. Ursachen dafür gibt es viele, u.a. Mangelerscheinungen aufgrund ungenügenden Futters, was hier vielleicht wahrscheinlich ist. Wenn Nymphen auch als Steppenbewohner viel Samen und Körner fressen, so brauchen sie doch auch Obst, Gemüse und Grünfutter, um die Vitaminversorgung sicherzustellen. Ein Mineralstein und ein ab und zu über das Futter gestreutes Mineralpulver dient der
Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen. Auch Keim- oder Quellfutter
ist gut. Einmal in der Woche ein halber TL Quark oder Joghurt und/oder etwas Insektenfutter für Weichfresser versorgt ihn mit tierischen Proteinen. Das wären erstmal sein "Grundbedürfnisse" hisnichtlich der Ernährung.
Nymphen lieben es vor allem, abgesprüht zu werden (Blumenspritze), die wenigstens baden in Schalen oder Badehäusern.
Wenn Du ihn behältst, wünsche ich Dir viel Spaß und Freude! Weitere Fragen und Berichte, wie sich Nymph und Kanarien aneinander gewöhnen, sind stets willkommen!

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Tschüss Rüdiger
 
Hallo !

Tja, ich kann keinen "real"-Erfahrungsbericht geben - aber dafür eine gute Beobachtung. Der Züchter, von dem ich meine Nymphen habe (war der Vater meines damaligen Freundes) hat sowohl Nymphen, Wellis, z.T. Zebrafinken, Kanarien, ein Pärchen Prachtrosellas und Zwergwachteln zusammen in einer ca. 8-10 qm großen Voliere. Insgesamt waren es Schätzungsweise vielleicht 30 - 40 Vögel, je nachdem, wie viele Jungtiere da waren.

Mit dem Verständnis untereinander gab es überhaupt keine Probleme. Klar, das eine oder andere kurze Geschrei, aber ansonsten haben sie alle friedlich zusammengelebt.

Damit die Kanariennester nicht zerstört werden, hat er für sie kleine Körbchen relativ dicht unter die Decke in eine Ecke gehängt, wo sie dann das Nistmaterial reingetragen haben. Die einen Vögel hat das nicht gejuckt, die anderen sind nicht reingekommen.

Ich denke, an Deiner Stelle würde ich es probieren, sie von der Nachbarin wegzuholen.
Allerdings musst Du dann auch damit rechnen, dass der Nymphie auch einen 2. Artgenossen haben möchte.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück ! Halt uns auf dem Laufenden !
 
Hi Teggi.
Ich habe auch einen Nymphen zu einem bereits vorhandenen Kanari gekauft. Der Nymphe interessierte sich nicht für den Kanari, hat ihn aber dennoch stets beobachtet. Zu Kämpfen kam es nicht, jedoch der freche Kanari ist immer auf den Nymphen zugegangen und hat ihn angefaucht (oder um Futter gebettelt - sieht ähnlich aus). Ich würde es auf jeden Fall versuchen, wenn es nicht klappt kannst Du den Vogel ja an deine Nachbarin zurückgeben und ihr erklären was ein Vogel braucht um glücklich zu sein.
 
Hallo,

Ich habe auch kanarien,zebrafinken,jap mövchen,diamanttauben,zwergwachteln,wellensittiche und 2 nymphen,...
allerdings würde ich mich niemals trauen meine kanarienvögel zu den nymphen reinzusetzen,denn ein nymphenbiss kann eine kanarie doll verletzen oder die kanarie könnte ihren fuß verlieren etc..man sollte niemals die schnabelkräfte der nymphen unterschätzen...ein nymphensittich hat mal ein stück ohrläppchen von meiner ex freundin abgebissen,kein scherz jetzt :zwinker:

LG
 
Krumm- und Spitzschnäbel gehören nach wie vor nicht zusammen. Schon allein wegen der unterschiedlichen Verhaltensweise und der unterschiedlichen Futterbedürfnisse. 8(
 
Arneburg hat alles Wichtige und Richtige schon gesagt. Klar und deutlich.
Liebe Grüsse
Guido :0-
 
Krumm- und Spitzschnäbel gehören nach wie vor nicht zusammen. Schon allein wegen der unterschiedlichen Verhaltensweise und der unterschiedlichen Futterbedürfnisse. 8(

:zustimm: Von der Gefahr, auf die Casanova richtiger Weise hinweist, ganz abgesehen.
 
Seit vielen, vielen Jahren halte ich in meiner Voliere Krummnasen und Spitznasen zusammen. Eines kann ich sagen: Die Nymphen sind die friedfertigsten Vögel, die ich jemals kennen gelernt habe. Niemals haben sie auch nur andeutungsweise andere Vögel bedroht. Sie haben sich allerhöchstens ihren Individualraum (Hackweite) frei gehalten. Gleichzeitig haben sich Nymphen, Zebrafinken und Kanarienvöglis in ein und der selben Voliere ohne gegenseitige Belästigung vermehrt. Probleme haben gemacht Wellis, Pennantsittiche, Kanaris untereinander, Zwergwachteln untereinander und die Zebrafinken gegenüber kleineren Vögeln. Angemerkt sei dabei, dass es sich bei mir um eine große, bepflanzte Außenvoliere mit einem geringen Besatz handelt.

Dass sich kleine Vögel vor Nymphen erschrecken liegt daran, dass sie, wenn sie Nymphen noch nicht kennen, im ersten Augenblick für einen Greifvogel halten. Es gibt gewisse Ähnlichkeiten mit Falken. Die Furcht vor Falken ist den Vögeln angeboren.
 
Seit vielen, vielen Jahren halte ich in meiner Voliere Krummnasen und Spitznasen zusammen. ...

Das mag sein, Deine (Außen?-)Voliere dürfte aber auch eine entsprechende Größe und Ausstattung haben.
Die meisten User, die hier eine entsprechende Anfrage stellen, haben -das unterstelle ich jetzt einfach einmal - eine der "käuflichen" Zimmervolieren / Käfige für den Innenbereich.

Ich halte auch nichts von der Vergesellschaftung von "Spechten" und "Geiern". Hatte vor Jahren einmal erlebt, wie ein Wellensittch die Zehen seiner (Prachtfinken-)mitbewohner abgeknipst hatte und einen Gouldshahn skalpiert. Sah wirklich toll aus!
Die damalige Unterkunft hatte die Maße 200x100x80cm (LxHxT).
 
Thema: Kanarien und Nymphensittich ?

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