Lutino und die Frage... Hahn oder Henne ?!?

Diskutiere Lutino und die Frage... Hahn oder Henne ?!? im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo, ich war vor einiger Zeit auf der Suche nach einem Lutinohahn. Dann habe ich einen Züchter gefunden, der mir einen Lutinohahn verkauft...

  1. Phönix28

    Phönix28 Mitglied

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    Hallo,

    ich war vor einiger Zeit auf der Suche nach einem Lutinohahn. Dann habe ich einen Züchter gefunden, der mir einen Lutinohahn verkauft hat. Eigentlich habe ich mit der Geschlechtsbestimmung bei jungen Wellis keinerlei Probleme... außer bei den Lutinos, also habe ich einfach mal auf die Aussage des Züchters vertraut.
    Anfangs war die Nasenhaut helllila bis hellbraun... nun mein ich aber das sich immer mehr das braun durchsetzt... also doch eine Henne ?!?!?
    Außerdem sagte der Züchter mir... wenn bei einer Verpaarung die Henne ein Lutino ist, dann wären die Lutinos die dabei raus kommen, alles Hähne und wenn der Hahn ein Lutino ist, wäre der Nachwuchslutino alles Hennen. Stimmt das oder ist das totaler Unfug ???

    Schöne Grüße
    Phönix
     
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  3. Kohlmeise

    Kohlmeise Stammmitglied

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    Es stimmt schon, dass ein Lutinohahn nur Lutinohennen bringt. Lutinohähne entstehen aber nur, wenn die Mutter Lutino ist und der Vater auch Lutino (dann fallen sowieso nur Lutinos) oder der Hahn spalterbig in Lutino, dann fallen in jedem Geschlecht die Hälfte als Lutinos.

    Gruß Kohlmeise
     
  4. #3 sigg, 1. September 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. September 2007
    sigg

    sigg Guest

    Das ist wieder einer der nicht durchblickt. Nennt sich sich doch wohl nicht Züchter?
    Geschlechtsgebunden.
    N= Normal
    L= Lutino
    N/L = Normal spalt Lutino
    N x L=
    50% Hennen Normal
    50% Hähne Normal/Lutino

    L x N=
    50% Hennen Lutino
    50% Hähne Normal spalt Lutino
     
  5. Phönix28

    Phönix28 Mitglied

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    danke erstmal :-)

    Wenn ich nun die Ausführungen von sigg richtig verstanden habe, dann müßte der Züchter von dem ich den Lutino habe ja recht haben.
    Die Henne war ein Lutino und der Hahn ein Normaler. Demnach stimmt es ja das der Lutino den ich aus der Verpaarung habe ein Hahn sein muss. Und dafür würd ich meine Hand ins Feuer legen, dass es eine Henne ist... Aber da muss ich mich ja dann irren.
     
  6. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo Phönix.



    ne, du hast es noch nicht verstanden.

    Inos (Lutinos), vererben geschlechtsgebunden, die Erbanlagen liegen auf dem
    X-Chromosom, Hahn hat XX, Henne hat XY. Es gibt logischerweise nie den Fall, dass da nur Ino-Hähne herauskommen. Ein Hahn der geschlechtsgebunden vererbt, braucht ein Allel von der Mutter und eins vom Vater, er braucht 2 X, die Henne braucht nur ein X, da reicht es, wenn der Vater nur in Ino spaltet und dann kommen nur Hennen heraus. Eine Henne kann, da sie nur ein X hat, nie spalten, logisch, genau so logisch, kann von der Henne auch kein COV ausgehen.


    1.0 Normal = XX
    0.1 Normal = XY
    1.0 Ino = XiXi
    0.1 Ino = XiY
    1.0 Normal/Ino = XiX


    Wenn der Vater 1.0 ein Normaler ist und die Henne 0.1 ein Lutino ist, dann gibts nur 2 Möglichkeiten, entweder es kommen keine Inos heraus vom Phänotyp, oder der Vater spaltet in Ino, dann kommen 25% 1.0 Inos und 25% 0.1 Inos heraus.

    XX + XiY =

    50% XiX
    50% XY

    XiX + XiY =

    25% XiXi
    25% XiX
    25% XiY
    25% Xy
     
  7. Kero

    Kero Stammmitglied

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    Oder ganz einfach gesagt. War der Vater ein Normaler nicht Spalt Lutino ist dein Vogel ganz sicher eine Henne!
     
  8. sigg

    sigg Guest

    "Wenn der Vater 1.0 ein Normaler ist und die Henne 0.1 ein Lutino ist, dann gibts nur 2 Möglichkeiten, entweder es kommen keine Inos heraus vom Phänotyp, oder der Vater spaltet in Ino, dann kommen 25% 1.0 Inos und 25% 0.1 Inos heraus."

    Nach deinem Beispiel 1 gibt es nur eine Möglichkeit, nicht 2! N x L
    Nicht so mißverständlich schreiben!
     
  9. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo Siggi,

    ja natürlich, 2 Möglichkeiten gibts nur, wenn ich nicht den Genotyp des Hahnes kenne und Küken erwarte, in dem Fall von Phönix,
    kann es ja nur 1.0 Normal/Ino(XiX) x 0.1 Ino (XiY) sein.



    @ Kero,

    ganz einfach gesagt, bekommt eine Ino-Henne Ino-Küken, dann gibts es Ino- Hähne und -Hennen.

    Bekommt eine normale Henne Ino-Küken, dann gibts nur Ino-Hennen.


    @ Phönix,

    die Mutter ist Ino, der Vater spaltet in Ino

    1.0 Normal/Ino x 0.1 Ino

    XiX x XiY =

    25% XiXi
    25% XiX
    25% XiY
    25% Xy

    Sieht vielleicht so besser aus, oben die Gamten vom Hahn, Grün ist der Nachwuchs

    .......................Xi...............X
    Xi.....................XiXi............XiX
    Y......................XiY.............XY


    einfache Vererbunglehre sieht so aus:

    1.0 Normal/Ino x 0.1 Ino

    25% 1.0 Ino
    25% 1.0 Normal/Ino
    25% 0.1 Ino
    25% 0.1 Normal

    Macht doch nichts, wenn du eine Ino-Henne hast oder hast du jetzt Hennenüberschuss?
     
  10. Cat_85

    Cat_85 Stammmitglied

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    Das heißt, das die Inos dominant vererben? Wenn ein Spalt-Hahn dann auch ein Ino ist?
     
  11. Kohlmeise

    Kohlmeise Stammmitglied

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    Hallo, langsam gibt mir das Spaß, was hier so angeboten wird. Das kann den besten Gentiker irre machen. - Kann den niemand mal was Grundsätzliches über die rezessiv vererbende geschlechtsgebundene Vererbung schreiben? Es ist doch so einfach. - Ich würd's ja machen, ich züchte aber keine Wellensittiche.

    Gruß Kohlmeise
     
  12. Cat_85

    Cat_85 Stammmitglied

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    Aha, rezessiv, danke. Mich hat das hier alles ein wenig verwirrt. Und das wo ich Genetik immer gut war. :o
     
  13. sigg

    sigg Guest

    Damit nichts mißverständliches aufkommt!
    Der Zusatz rezessiv nur bei der Verpaarung von zwei geschlechtgebundenen Farben. Sie können ja nicht beide zeigen, also weicht eine zurück und eine dominiert. Und das nur bei den Hähnen. Hennen sind niemals spalt. Bei einer Verpaarung mit Normal können wir uns das sparen, denn es schafft nur Verwirrung.
     
  14. Cat_85

    Cat_85 Stammmitglied

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    Aber wenn die Farbe oder andere Merkmale autosomal vererbt werden, dann wäre das wieder wichtig, ob rezessiv oder dominant. Ich finde das schon wichtig und gar nicht verwirrend. Wenn man sich damit auseinander setzt, dann schon richtig, finde ich. Weil alles andere gibt dann meiner Meinung nach noch mehr Verwirrung.
     
  15. sigg

    sigg Guest

    Bei mir wird es immer einfach serviert, damit es auch jedem leicht verständlich ist. Meine Einlassungen zur geschlechtsgebundenen Vererbung sind so und auch ohne Fachbegriffe richtig. Opaline, Albinos oder Zimter waren hier ja kein Gegenstand und welche dieser geschlechtsgebundenen Farben über eine andere dominiert.
    Es gibt ja auch noch den rezessiven Erbgang, der in diesem vorliegendem Fall ebenfalls überhaupt kein Rolle spielt, aber wenn rezessiv im Zusammenhang mit geschlechtsgebunden verwendet wird, nur verwirrt.
     
  16. Cat_85

    Cat_85 Stammmitglied

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    Ich stell ja gar nicht in Frage, das deine Ausführungen richtig sind.
    Doch das was danach an Ausführungen folgte war verwirrend. Es wurde der Erbgang zwar gut aufgelistet, aber es wurde nicht erwähnt, ob ein Spalt-Hahn das Lutino zeigt oder nicht. Das wird nicht explizit erwähnt und war für mich sehr verwirrend. Ich musste mir das dreimal durchlesen, bis ich verstanden habe, das Lutinos rezessiv vererben.

    Also für alle, die noch zur Schule gehen und sich da nochmal mit Genetik befassen (müssen): Es ist immer wichtig, deutlich zu machen, welche Merkmale dominant, rezessiv oder codominant vererbt werden.
     
  17. sigg

    sigg Guest

    Ein Spalter zeigt nicht die Farbe, die er trägt. Darum heißt es ja Spalterbigkeit.
    Dafür muß man ja auch die Generation davor kennen, um zu sagen er ist spalterbig in..... Wie gesagt, nur die Henne zeigt die Farbe, die sie trägt, kann also nicht spalt in einer anderen geschlechtsgebunden Farbe sein. Nur der Hahn kann es sein.
     
  18. Barbarella

    Barbarella Mitglied

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    Es juckt mich so sehr, mal einen meiner Biokurse in Genetik mal auf eine solche Züchtung loszulassen...... :D
     
  19. Kohlmeise

    Kohlmeise Stammmitglied

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    Hallo Barbarella, dann lass doch mal los!

    Es ist schon wichtig zu wissen, dass der Albinofaktor (und um den geht es ja hier beim Lutino) als mutiertes Gen rezessiv zu seinem nichtmutierten (und nicht sichtbaren) ursprüglichen Gen als Teil der Wildfarbe vererbt. Daraus folgt, dass in Lutino spalterbige Hähne nicht wie Lutinos aussehen, eben weil der rezessive Faktor unterdrückt wird. - Wäre ein Faktor dominant, so sähe auch ein spalterbiger Hahn so aus wie der dominante Faktor vorgibt. Das ist der Unterschied. - Da ich kein WS-Züchter bin, kann ich keinen dominant geschlechtsgebundenen Faktor anbieten. Bei den Hühnern gibt es mehrere. Einer davon ist der Sperberfaktor. Da sind alle Hähne gesperbert, allerdings der spalterbige weniger stark und damit deutlich unterscheidbar.

    Gruß Kohlmeise
     
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  21. Mary B.

    Mary B. Guest

    Hallo zusammen,

    mal zu Info, es gibt 2 Ino-Arten, den NSL-ino und den SL-ino. Der NSL-ino ist allerdings sehr sehr selten. (NSL-ino = non sex-linked / SL-ino = sex-linked)

    NSL-ino (autosomal-rezessiver Erbgang)
    Ino (gonosomal rezessiver Erbgang)

    Wer sich mit der geschlechtsgebundenen Vererbung befasst, sollte auch wissen,
    dass, der Texas Clearbody dominant über Ino vererbt (multiple allele).



    Die Gene der geschlechtsgebundenen Farbschläge liegen auf dem X-Chromosom, der Hahn 2 (XX) und die Henne 1 (XY).
    Damit die Erbanalagen sichtbar werden, brauchen die Söhne je ein Allel von beiden Eltern und die Töchter nur ein Allel vom Vater.


    Am einfachsten läßt sich die geschlechtsgebundene Vererbung begreifen, wenn man die Vererbungsformel von Duncker anwendet. Dann versteht man z.B. auch, das X dominant über Xi vererbt und Y nicht dommaint über Xi.
    Mit X, meine ich das normale X der Hähne und mit Xi das Ino-Allel.

    Wenns zum crossing-over kommt, sind die Vererbungsformel von Duncker auch sehr hilfreich, um es besser zuverstehen. Voraussetzung für ein crossing-over ist gegeben, wenn der Hahn, in 2 der geschlechtsgebunden Mutationen spaltet. Hinweis -bei Vins steht ,dass die crossing-over Rate bei allen geschlechtsgebundenen Farbschlägen bei 3% liegt, dies stimmt nicht, trifft nur auf die Kombi Zimt und Ino zu.


    Ist jedenfals nicht langweilig die geschlechtsgebundene Vererbung. :D
     
  22. Cat_85

    Cat_85 Stammmitglied

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    @ Mary B: Das ist doch mal nett geschrieben. :D
     
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