Nachbehandlung einer Aspergillose

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  1. alex

    alex Stammmitglied

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    Hallo,

    ich suche Erfahrungsberichte zur Nachbehandlung einer chronischen Aspergillose. Mein Grauer war letztes Jahr sehr krank und wurde mit entsprechenden Pilzmedikamenten behandelt. Nun geht es ihm wieder den Umständen entsprechend gut. Konkret suche ich homöopathsche Mittel oder evtl. Therapiemöglchkeiten mit einem Pari Boy (nur Dampfvernebelung mit steriler Kochsalzlösung, keine Anwendung von Antimykotika). Denn leider hat er aber immer noch eine vereiterte Nasennebenhöhle (Nasen-Aspergillose). Er bekommt täglich homöopathische Nasentropfen (Euphorbium Comp.), die sehr gut helfen. Von Zeit zu Zeit muss ich seine Nase reinigen (mit Wattestäbchen mit Mini-Kopf), da sich riesige eitrige Gewebemassen ansammeln (ist aber schon sehr viel besser geworden). Hat vielleicht jemand Erfahrungen zur Nachbehandlung einer Aspergillose? Ich möchte nämlich vermeiden, dass er wieder Antimykotika bekommt, die sehr stark Leber und Nieren belasten. Mein Grauer bekommt nur das beste Futter (Ricos-Futterkiste und Reformhaus und viel Obst, Gemüse. Dazu jeden Tag frisch gepressten Apfel- oder Karottensaft und frische Beeren aus dem Garten.
     
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  3. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Alex,

    Du kannst sehr gut mit Nigersan, Mucokehl, Notakehl und Quentakehl (isopathische Präparate der Fa. Sanum-Kehlbeck nach Prof. Enderlein) inhalieren lassen.
    Wenn Du Dich dafür interessierst, maile mich an, dann würde ich Dir einen ausführlichen Therapieplan machen. Die Abfolge ist nämlich etwas kompliziert.

    P.S.: Auch schulmedizinische Antimykotika, die kunstgerecht per inhalationem verabreicht werden (Enilconazol, Handelsname Imaverol) belasten im Gegensatz zu oral gegebenen, systemisch wirkenden Antimykotika (deren Wirksamkeit zudem bei Luftsackaspergillose gegen Null geht, weil die Luftsäcke fast nicht durchblutet sind) weder Leber noch Nieren, weil sie so gut wie nicht verstoffwechselt werden und nur lokal wirken.

    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  4. alex

    alex Stammmitglied

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    Hallo Thomas,

    vielen Dank für Deine Tipps. Auf den Therapieplan von Dir würde ich sehr gerne zurückkommen. Über die von Dir genannten Mittel werde ich mich direkt infomieren. Ich versuche zur Zeit den Pari Boy Sole über ebay zu bekommen, den mir die Firma Pari Boy zur Behandlung meines Grauen empfohlen hat. Mein Grauer hat die schwere Erkrankung bereits mitgebracht. Er wurde unter katastrophalen Umständen gehalten. Ich bin direkt mit ihm zum TA und er hat Lamisil über 13 Wochen täglich bekommen (außerdem noch Baytril, weil er e-colis hatte). Die Verabreichung von Lamisil hat er erstaunlich gut verkraftet, aber leider sind ja die Nebenwirkungen nicht gerade gering. Da es ihm, abgesehen von der immer noch zeitweisen schweren Atmung und der eitrigen Nase, wesentlich besser geht, möchte ich ihn so therapieren, dass ihm - wenn möglich - der TA erspart bleibt.

    Viele Grüße
    Alex
     
  5. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Sanum-Therapie nach Prof. Enderlein

    Lieber Alex und andere Interessierte,

    wenn Ihr Euch über die Sanum-Therapie nach Prof. Enderlein informieren wollt, hier zwei Links:

    http://www.sanum.de/ und
    http://www.semmelweis.com/

    @ Alex: Wegen des Therapieplans melde ich mich nächste Woche bei Dir.

    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  6. #5 Angelika M., 22. Oktober 2004
    Angelika M.

    Angelika M. Stammmitglied

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    Hallo Thomas,

    eine meiner Nymphensittichhennen hat auch Aspergillose. Ich habe sie im Mai diesen Jahres als Abgabevogel bekommen. Da sie Beschwerden beim atmen hatte und sehr viel nieste und nicht lange fliegen konnte, bin ich mit ihr gleich zum TA und er stellte durch röntgen Aspergillose fest.
    Sie bekam Baytril, weil sie auch eine Entzündung im Rachenraum hatte und über mehrere Wochen Lamisil.
    Ihr geht es nach der Behandlung auch sehr gut. Jetzt sagte mir der TA, sie müßte, sobald die Heizungsperiode anfängt, wieder Lamisil nehmen.
    Gibt es da auch Alternativen zu Lamisil oder nur inhallieren?
    Kann Aspergillose eigentlich nie ganz ausgeheilt werden?
     
  7. alex

    alex Stammmitglied

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    Hallo Angelika,

    warst Du auch bei Dr. Pieper in Leverkusen? Mein Grauer hat nämlich auch Lamisil und Baytril bekommen. Auch geht es ihm wieder sehr gut. Ich habe nämlich das gleiche Problem wie Du, denn ich möchte nicht unbedingt nochmals Lamisil geben, wegen der starken Nebenwirkungen. Ich glaube Thomas seine Vorschläge hören sich sehr vielversprechend an.

    Gruß Alex
     
  8. #7 Angelika M., 22. Oktober 2004
    Angelika M.

    Angelika M. Stammmitglied

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    Hallo Alex,

    stimmt, ich war auch bei Dr. Pieper.

    Meiner Nymphensittichhenne geht es auch sehr gut und ich möchte nicht Lamisil einfach nur geben, obwohl sie es vielleicht gar nicht braucht.

    Deshalb bin ich auch über Alternativen sehr dankbar.
     
  9. alex

    alex Stammmitglied

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    Hallo Angelika,

    mir hat Dr. Pieper gesagt, dass man vorher noch mal Röntgen muss, bevor man nachmals eine Kur mit Lamisil macht. mein Grauer hat ca. 13 Wochen Lamisil bekommen (mit Unterbrechungen). Es ging ihm zwar gut (soweit ich das beurteilen kann), allerdings hat er bestimmt einige Monate starken Durchfall gehabt und hat nur wenig gefressen. Ich habe mal in der Roten Liste nachgeschaut, dort steht, dass Lamisil starken Durchfall verursacht und die Geschmacksnerven beeinträchtigt. Seit einigen Monaten ist aber wieder alles o.k. und er mamft auch wieder fleißig. Das ganze hat aber bestimmt ein Jahr gedauert.

    Gruß Carmen
     
  10. #9 Angelika M., 22. Oktober 2004
    Angelika M.

    Angelika M. Stammmitglied

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    Hallo Carmen,

    von vorher röntgen hat man mir nichts gesagt.

    Nebenwirkungen hat meine Hanni nicht gehabt, zum Glück. Außer, dass sie vielleicht davon ein bißchen müde wurde.

    Ich mußte ihr das Lamisil 3 mal 3 Wochen geben, mit jeweils 2 Wochen Pause dazwischen.
     
  11. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Angelika,
    Das ist dummes Zeug. Lamisil gibt man nicht zur Prophylaxe. Außerdem ist es, wie alle systemisch wirksamen Antimykotika, bei Luftsackaspergillose nahezu unwirksam. Da hilft nur Inhalieren, das ist das Mittel der Wahl.
    Schulmedizinisch mit Imaverol oder isopathisch mit Sanum-Präparaten.
    Die schulmedizinische Auffassung besagt, daß Aspergillose nie vollständig heilbar, sondern nur kontrollierbar ist. Für den Homöopathen gibt es keine "unheilbaren Krankheiten", sondern nur unheilbare Individuen.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  12. #11 Alfred Klein, 23. Oktober 2004
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Muß Thomas zustimmen.
    Ich würde auch nicht so rein auf Verdacht einen Vogel mit derartigen Hammermedikamenten zuknallen.
    Wichtig wäre jetzt während der Heizperiode eine beständige Luftfeuchte und öfters mal lüften. Ich denke das sollte gut helfen den Winter zu überstehen.
    Ebenso alles was dem Vogel hilft sein Immunsystem zu mobilisieren. Also eine gute Ernährung welche auf vielfältige Art Vitamine und Spurenelemente zuführt. Ebenso kurmäßig z.B. Echinacin.
    Aus dem Suchen im Web heraus weiß ich daß unter anderem Menschen mit einem kaputten Immunsystem (Aids) häufig an Aspergillose erkranken. Als Umkehrschluß sage ich mir daß das Immunsystem also seinen Beitrag dazu leistet die Aspergillose in Schach zu halten.
    Du hast es also in der Hand hier so viel als möglich zu tun um dem Vogel zu helfen. Frische Luft so oft als möglich, Sonnenlicht oder einen Ersatz dazu, Luftfeuchte regulieren und gesundes Futter mit viel Obst und/oder Gemüse geben. Da anerkanntermaßen die natürlichen Vitamine den synthetischen weit überlegen sind ist eine natürliche Versorgung den fabrikmäßig hergestellten Sachen vorzuziehen.
     
  13. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Erreger, Immunsystem und Lebenskraft

    Hallo Alfred,
    Genauso ist es. Wie Pasteur auf dem Sterbebett zu seinem lebenslangem Streit mit Bernard gesagt haben soll: "Bernard hatte Recht. Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles".
    Das Beispiel AIDS, wo man ja von "opportunistischen" Infektionen spricht (man meint damit: Infektionen mit ubiquitären Keimen, die normalerweise nicht pathogen werden können, weil das Immunsystem sie in Schach hält), muß man nur logisch-konsequent zuende denken, wie Alfred es hier tut. Nur tun das leider so wenige Menschen. Einer ungebrochenen Lebenskraft und einem 100%ig funktionierenden Immunsystem kann auch der aggressivste Keim nichts anhaben. Deshalb ist JEDE Infektion mehr oder weniger "opportunistisch", nicht nur bei Immunschwäche infolge AIDS. Das erklärt auch, warum selbst in den Zeiten der schlimmsten Seuchen (Pest, Cholera) immer einzelne Menschen verschont blieben, obwohl sie mit den Kranken Kontakt und 100 Möglichkeiten, sich "anzustecken" hatten.
    Und das erklärt auch, warum es, wenn auch selten, die für Schulmediziner oft "unerklärlichen Spontanremissionen" der sogenannten "unheilbaren Krankheiten" gibt, selbst bei Krebs, Aids und PDD. Das Immunsystem war stark genug und hat es letztlich doch gerichtet.
    Wer das verstanden hat, hat den wesentlichsten Grundgedanken der Homöopathie erfaßt, die ja den Focus nicht auf die Bekämpfung der Erreger, sondern auf die Stärkung der Lebenskraft legt.
    Liebe Grüße,
    Thomas
     
  14. #13 Alfred Klein, 23. Oktober 2004
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Da muß ich Dir widersprechen.
    So lange der Keim dem Immunsystem unbekannt ist können keine Abwehrkörper gebildet werden. Demzufolge kann ein agressives Virus wie Grippe durchaus in der Lage sein eine Infektion hervor zu rufen. Oder denke mal an SARS.
    Da anscheinend verschiedene Viren immer gefährlicher werden sehe ich hier durchaus auch einen Handlungsbedarf. Dieser ist die Schutzimpfung.
    Das hinkt nun aber das Grundprinzip ähnelt in manchem der Homöopathie. Die krankmachenden Stoffe werden in stark verdünnter oder inaktiver Form verabreicht. Dieses hilft dem Organismus darauf zu reagieren und eine eigene Abwehr zu bilden.
    Es wird also die Lebenskraft gestärkt um dem Infekt entgegen treten zu können. Lebenskraft bedeutet für mich also auch daß mein Körper gegen viele Fälle gerüstet ist und das Abwehrprogramm steht. Natürlich gehört dazu auch daß meine Funktionen soweit in Ordnung sind daß sie derartige Belastungen auch verkraften. Das kann man glaube ich mit einer gesunden Lebensweise erreichen.
    Ich glaube da habe ich noch Nachholbedarf. ;)
    Gute Nacht.
     
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  16. Thomas B.

    Thomas B. Guest

    Hallo Alfred,
    Du denkst m.E. doch noch zu "erregerzentriert".
    Das gilt nur für die Bildung spezifischer Antikörper, die aufgrund einer Antigen-Antikörperreaktion gebildet werden. Das ist aber nicht die ganze körpereigene Abwehr. Es gibt auch noch die unspezifische Immunabwehr, Leukozyten, Makrophagen, T-Helferzellen....
    Ebendiese, und nicht spezifische Antikörper, werden z.B. durch Echinacin stimuliert.
    Ich bleibe dabei: Einem Menschen oder Tier, dessen Lebenskraft und Immunsystem 100%ig in Schuß sind, kann auch SARS oder eine neue Grippevirenmutation nichts anhaben.
    Das Thema Impfungen ist ein ganz heikles und wieder eine andere Baustelle, die ich jetzt hier nicht eröffnen will. Über die Sinnhaftigkeit von Impfungen und ob sie das Immunsystem nicht eher schwächen als stärken, gibt es unterschiedliche Ansichten. Es gibt jedenfalls zahlreiche Erkrankungen, die als Folge oder besser in der Folge von Impfungen auftreten, und damit meine ich nicht nur die klassischen Impfreaktionen. Die homöopathischen Repertorien sind voll von Beschwerden infolge oder nach Impfungen.
    Aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema, und vielleicht auch arg off topic.
    Liebe Grüße und gute Nacht,
    Thomas
     
  17. #15 Angelika M., 23. Oktober 2004
    Angelika M.

    Angelika M. Stammmitglied

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    Hallo Thomas, hallo Alfred,

    vielen Dank für eure Antworten und Vorschläge. Ich habe mir schon gedacht, dass Lamisil zur Vorbeugung nichts ist.
    Aber ich als Laie muß ja erstmal dem TA vertrauen.
     
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