Neuer Wellensittich ist einfach nur ängstlich

Diskutiere Neuer Wellensittich ist einfach nur ängstlich im Wellensittich Allgemein Forum im Bereich Wellensittiche; Hallo zusammen, bin auch ein Neuling hier im Forum und habe jetzt auch das 1. Mal alleine einen Wellensittich. Früher als ich noch bei meinen...

  1. Dana1978

    Dana1978 Mitglied

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    Hallo zusammen,

    bin auch ein Neuling hier im Forum und habe jetzt auch das 1. Mal alleine einen Wellensittich. Früher als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe hatten wir jahrelang immer Wellensittichpärchen, daher hab ich so ein bißchen Grundknowhow.

    Jetzt zu meinem Problem:

    Mein Mann und ich haben uns am Sonntag einen kleinen Wellensittichhahn beim Züchter geholt. Er ist ca. 8 Wochen alt und war der jüngste in seinem Gelege, der von seiner Geschwistern wohl auch immer ein wenig gehackt und unterdrückt wurde. Wir hatten uns das folgendermaßen vorgestellt: Wir halten ihn erst einige Wochen einzeln, damit er sich ein wenig eingewöhnt und vielleicht auch etwas zutraulich wird und kaufen ihm dann einen Kumpel dazu, damit er nicht so alleine ist. Jetzt sitzt er allerdings seit Sonntag immer nur ganz still auf einer Stange und hat noch kein einziges Mal "Pieps" gemacht, was mir zu denken gibt, da ich das von meinen anderen Vögeln früher nicht kannte. Auch hat er seinen Futter- und Trinknapf noch nicht angerührt, sondern pickt immer nur die Körner vom Boden auf. Auch die Kolbenhirse in seinem Käfig hat er noch gar nicht angeschaut, geschweige denn probiert. Es scheint, als sei er kein bißchen neugierig auf sein Umfeld und es wär ihm alles egal. Wenn ich dann allerdings kurz im Käfig das Futter nachstreue wird er immer gleich panisch und fängt an zu flattern.

    Jetzt überlegen wir natürlich ob wir ihm so schnell wie möglich einen Kollegen aus dem Tierheim holen sollten. Vielleicht einen, der schon ein wenig älter ist, neugierig auf das Leben und ein wenig selbstbewußter. Meint ihr, der würde ihn dann so ein wenig anleiten oder würde er ihn auch nur wieder unterbuttern? Oder sollen wir ihm einfach alleine noch ein bißchen Zeit geben und in Ruhe lassen?

    Wir sind echt verzweifelt und mittlerweile auch ziemlich ratlos.

    Danke für alle hoffentlich kommenenden Ratschläge!

    Viele liebe Grüße
    Dana
     
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  3. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Hallo,

    zunächst einmal herzlich willkommen im Forum. Für die Zukunft bitte beachten hier gibt es auch spezielle Forums für Vogelkrankheiten etc.

    Zum Problem. Alles normal. Wenn Du ein Kleinkind nimmst und es den Eltern und Geschwistern weg nimmst ist es auch verstört. So ergeht es jetzt auch Deinem kleinen Welli.
    Das Fangen, der Umzug das neue Zuhause, neue Leute. Das will alles erst einmal verkraftet sein.
    Keine hastigen Bewegungen in der Nähe des Käfigs, Futter auch auf den Boden. Und so ab 16 Uhr viel, viel damit reden, normale bis leise Lautstärke. Der Kleine braucht jetzt ca. 3-4 Wochen zur Aklimatisierung. In der ersten Woche nur füttern und reden, zum Ende der Woche wird er dann wohl auch etwas ruhiger und hört auf Deine Stimme, dann kann man beginnen, vorsitig einen Finger vor die Brust zu halten ob er darauf kommt, entscheidet der Welli.
    Grob sagt man in den nächsten 2 Wochen ( nach der ersten) gewöhn Ihr Euch an einander. Danach kann der erste Freiflug folgen, der Welli hatte Zeit aus dem Käfig heraus seine Umwelt schon leicht zu stutieren. Dann könnnt Ihr in der 6 Woche den nächsten holen, und das gleiche Pozedere läuft nochmals zwei Wochen, da wird dann der Neuankömmling einiges abschauen, wie auf den Finger kommen etc.. In der Zwischenzeit könnt Ihr ja beim Züchter den nächsten bestellen.
    Die Grundvoraussetzung ist das der Kleine Futterfest ist.

    Gruß
    Hans-Jürgen:0-
     
  4. Basstom

    Basstom Klasse-5-Dunst

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    Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. :)
    Im Grunde stimmt das so, wie Hans-Jürgen es geschrieben hat.
    Ich habe allerdings, wie einige andere auch, etwas andere Erfahrungen gemacht.
    Ich habe mich mit meinen Pieper vom ersten Tag an sehr viel beschäftigt. Dazu gehörte, dass ich den Käfig ab und zu geöffnet und ihnen einen Hirsekolben aus der Hand angeboten habe. Nicht zu oft, dabei ganz behutsam nähern und, wie Hans-Jürgen schon schrieb, dauernd mit den Piepern reden. Niemals lautlos nähern, das tun nur Feinde! Und immer wieder Ruhe für die Wellis, nicht überfordern.
    Ich habe mir auch erst im August 2002 nach sehr langer Abstinenz wieder Wellis zugelegt. Auch erst einen, der Zweite sollte nach einigen Wochen dazu. Nach vier Tagen war es dann aber bereits so weit, dass Lumpi dazugeholt wurde.
    Der erste Welli kam nämlich bereits am 2. Tag zum Hirsefuttern auf die Hand. Lumpi konnte sich das gleich abgucken und am nächsten Tag hatten die Beiden ihren ersten, problemlosen Freiflug.
    Es kommt auf viele Faktoren an, sehr auch auf den Charakter des Wellis. Ein guter Käfigstandort (mindestens Augenhöhe, zugfrei und mit gutem Blick auf das Geschehen) trägt auch zum Wohlfühlen der Pieper bei.
    Hier bei mir düsen jetzt 6 Wellis herum und alle kamen sie von Anfang an für Leckerbissen zu mir, mittlerweile auch einfach mal so zum Spielen. :)

    Ich würde mit der Anschaffung eines zweiten Piepers nicht zu lange warten, denn Wellis sind Schwarmtiere, die brauchen einfach mindestens einen Artgenossen. Dann verarbeiten sie den Umzugsstress auch besser. Für die Zähmung benötigt man dann zwar etwas mehr Geduld, aber für die Pieper ist es meiner Meinung nach besser so.
    Außerdem habe ich festgestellt, dass meine erst in einer größeren Gruppe so richtig zutraulich geworden sind.
     
  5. hjb(52)

    hjb(52) Guest

    Hallo

    die Ungeduld muß man dabei im Zaume haben,
    Tom es ist ein Unterschied ob jemand schon einige Erfahrung hat oder nicht.
    Warum lesen wir hier oft nach 8 Wochen der Anschaffung, wird nicht zahm, dann die Empf. Klickertraining.
    Den jungen kleinen Wellis wurde zuviel abverlangt durch Unwissenheit und dazu komt es zu Fehlern, die sich nicht sofort revidieren lassen. Derartige Berichte lesen wir doch laufen hier, nebst ihren Hilferufen.
    Man kann beides so halten, ich plädiere für jedenfalls sehr viel Ruhe und Sorgfalt.

    Gruß
    Hans-Jürgen:D :0-
     
  6. Dana1978

    Dana1978 Mitglied

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    Danke für eure Antworten

    Da unserer im Moment wirklich noch sehr schreckhaft ist, werden wir wohl wirklich erst mal in Ruhe abwarten, bis er sich eingewöhnt, den 1. erfolgreichen Freiflug hinter sich hat und nicht mehr hektisch anfängt zu flattern wenn ich nur das Futter wechseln will.

    Was meint ihr, sollte der neue Kollege dann ein eher älterer, jüngerer oder in etwa gleich alter Vogel sein? Unser Joey ist allem Anschein nach ein kleiner Hahn. Fotos folgen dann übrigens bald nach der Eingewöhnungszeit auch mal :).

    Viele Liebe Grüße
    Dana
     
  7. #6 ole olesson, 6. Januar 2004
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    Es spricht nichts dagegen, dem Vogel jetzt ...

    Hi Dana1978

    ... gleich Gesellschaft zu holen!

    Ob das neue Tier männlich oder weiblich ist, ist für den Fall, dass Du wirklich schon ein Hähnchen im Stall hast, echt schnurz.

    Die Tipps von hjb funzen auch bei zwei Wellis, wenn man nur erwartet, das sie sich an den nahen Menschen gewöhnen ...

    Jetzt hat der Vogel dauernd den Arsch auf´m Grundeis, weil alles das, was ihr tut, kennt er nicht und zudem ist er alleine!

    Ist ein zweiter dabei, dann wird er die Neuerungen todsicher tausendmal besser ertragen können.

    Zudem ist bei der vorgeschlagenen Vorgehensweise auch nicht gewährleistet, dass der "alte" Welli Euch gegenüber seine Zutraulichkeit behält, wenn in ein paar Wochen dann ein Neuer einzieht.

    Sehr viel wahrscheinlicher (über 95 %) ist es, dass er dann auch wieder scheu wird, denn es ist ganz selten, dass ein "Menschenvogel" sich nicht mehr mit Wellis versteht.

    Der muss dann schon mehrere Jahre rundumbetüttelt bei Omma Lenche gelebt haben, die ihn sich abends sogar vors Bettchen stellt, damit der Vogel was von ihrem Schnarchen hat.
     
  8. scotty

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    Hi Dana,
    Hab ein bissel geduld ;) wie würdest du dich fuhlen wenn du aus deine gewohnten umgebung raus gerissen wurdest :~
    genau wie der kleinen Joey sich jetzt fuhlt ;)
    Ich wurde aber auf jeden fall ein kleiner kumpel holen ;) er vermisst sicher seine alte freunde warte bitte nicht zu lange mit dem kumpel ja ;) :0-
     
  9. achel

    achel Foren-Guru

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    hallo dana, sei auch von mir herzlich gegrüßt bei den wellifans. eigendlich ist alles gesagt. mit geduld und spucke wird's. und vor allem nicht so lange warten und deinem pieper einen kumpel (ine) gönnen. :) :0-
     
  10. Krabbi

    Krabbi Foren-Guru

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    Hallo Diana

    Herzlich Willkommen auch von mir.

    Gemeinsam lässt sich alles dass, was jetzt an neuem auf den Welli einstürmt leichter ertragen. Hol ihm ruhig schnell einen Freund. Zu zweit fasssen sie auch Vertrauen, dauert vielleicht ein paar Tage länger. Geduld ist eh das Zauberwort, was in der nächsten Zeit an oberster Stelle stehen sollte.
     
  11. scotty

    scotty Foren-Guru

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    oops habe was vergessen 8o
    auch von mir herzlich willkommen ;)
     
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  13. Dana1978

    Dana1978 Mitglied

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    Auch euch...

    ... vielen Dank für eure Antworten und für die netten Willkommensgrüße :0-.

    Gestern sind wir schon ein Stückchen weiter gekommen. Joey sitzt nicht nur mehr im Käfig er fängt endlich an neugierig auf sein neues Zuhause und seine neuen "Mitbewohner" zu werden. Als wir uns gestern vor den Käfig gesetzt haben ist er sofort ans Gitter gesprungen, hat uns angesehen und wollte hinaus. Als mein Mann ihm dabei mal den kleinen Finger durch den Käfig gesteckt hat, hat er sogar versucht mit einem Fuß darauf Halt zu finden. Leider hat er immer noch nicht gesungen, aber dafür hat er mal kurz gezetert als ich gestern etwas Sand nachgestreut habe. Heute morgen hat er auch das erste Mal nicht geflattert als wir das Futter gewechselt haben, sondern ist auf seiner Stange sitzen geblieben und hat uns komisch beäugt.

    Es geht aufwärts :)

    Viele Grüße
    Dana
     
  14. Krabbi

    Krabbi Foren-Guru

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    Prima, die ersten Fortschritte stellen sich ein.
     
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