Pdd

Diskutiere Pdd im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, ich habe in meinem Bestand PDD (wurde an einem obduzierten Vogel in der Vogelklinik in Oberschleissheim) diagnostiziert. Nun habe ich...

  1. Anita2

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    Hallo,

    ich habe in meinem Bestand PDD (wurde an einem obduzierten Vogel in der Vogelklinik in Oberschleissheim) diagnostiziert.
    Nun habe ich gesehen, dass einer der Jungvögel nun extrem viele Körner im Kot ausscheidet. Zum Teil besteht der Kot fast nur aus Körnern.
    Heißt das, dass die Krankheit nun ausgebrochen ist? Muss ich damit rechnen, dass der Vogel bald stirbt oder kann sich das auch wieder bessern (wenn auch nicht ausheilen)?
    Leidet der Vogel darunter, wenn er die Körner nicht verdauen kann bzw. hat er Schmerzen? Im Allgemeinen macht er (noch?) keinen schlechten Eindruck, bis eben auf die unverdauten Körner und das nervöse Schütteln des Kopfes.
    Bin mir aber unsicher, was tun. Auf weiches Futter und so stehen sie überhaupt nicht, auch Nudeln und so haben wir schon versucht.
    Kann mir von Euch jemand helfen?
     
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  3. #2 Alfred Klein, 16. August 2008
    Alfred Klein

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    Hallo Anita

    So wie Du es beschreibst scheint die Krankheit ausgebrochen zu sein.
    Machen kannst Du nichts außer zu versuchen dem Vogel anderes Futter, leichtverdauliches, anzubieten.
    Wenn es PDD ist wird sich das nicht mehr bessern und Du mußt Dich darauf vorbereiten Deinen Vogel zu verlieren. Ob er momentan Schmerzen hat vermag ich nicht zu sagen, jedoch werden diese wohl kommen wenn die Krankheit fortschreitet. Da kann man aber mit Metacam etwas helfen.
     
  4. Anita2

    Anita2 Mitglied

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    Hallo Alfred,

    die 2 anderen Vögel die ich durch diese Krankheit verloren habe, bei denen ging es sehr schnell. Innerhalb ein bis zwei Tage sind sie dann immer gestorben. Macht es Sinn, dieses Metacam jetzt schon zu geben? Wo bekomme ich das her?
    Die Eltern (beide ca. 7 Jahre) zeigen keine Symptome. (Das Weibchen hat von Anfang an als ich sie beim Züchter geholt habe, ständig den Kopf geschüttelt...). Ich finde es so schlimm, dass meine Vögel dieses PDD haben.
    (Wo die zwei doch so gerne Eier legen und brüten und auch immer richtig gute Eltern waren..., aber das macht ja keinen Sinn mehr, seit ich das mit PDD weiß)

    Vielen Dank für Deine Hilfe.
     
  5. oratrix

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    Hallo Anita!

    Wenn die Krankheit ausgebrochen ist, braucht der Vogel eine hochwertige, leichtverdauliche Nahrung....ansonsten wird er verhungern!
    Aus Erfahrung weiss ich, das Dr.Harrison optimal dafür ist.
    Um die Krankheit überleben zu können braucht er dringend Celebrex (ein Rheumamittel aus der Humanmedizin), frag doch bitte in Oberschleissheim nach. Je schneller er das Medikament bekommt, um so höher sind die Überlebungschancen. Bitte nicht lange warten........PDD muß kein Todesurteil sein.

    lg.Erika
     
  6. #5 charly18blue, 17. August 2008
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    Das ist mir neu, ich kenne keinen Vogel der PDD auf Dauer überlebt hat. Nahrungsumstellung und Medikamente wie Celebrex können dem Vogel eine Zeitlang helfen. Kommen aber Symptome wie ZNS, Blut im Kot etc. dazu, sollte man überlegen, ob es nicht besser ist den Vogel dann zu erlösen.

    Liebe Grüße Susanne
     
  7. oratrix

    oratrix Mitglied

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    Hallo Susanne!!

    Wie lang ist bei dir eine Dauer ?
    Reichen 4 Jahre? :)

    Ich habe drei Vögel die diese Krankheit überlebt haben........ZNS hatten 2 von ihnen, Blut im Stuhl, keiner!

    Desweiteren kenne ich einen Ara und einen Molukke die acht und 12 Jahre nach dem Ausbruch noch leben.

    lg. Erika
     
  8. #7 charly18blue, 17. August 2008
    charly18blue

    charly18blue Moderatorin
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    Bei älteren Vögeln kann bei einer Aufrechterhaltung des Immunsystems und Ernährungsumstellung kombiniert mit Medikamenten der Vogel u.U. schon einige Jahre überleben. Habe letztes Jahr ein Pärchen Pflegevögel -Edelapapgeien- daran verloren. Der Hahn starb nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind innerhalb von 4 Tagen, die Henne wurde nach einen halben Jahr eingeschläfert, weil es ihr rapide schlechter ging.

    Das dürften dann wohl die Ausnahmen sein.

    Liebe Grüße Susanne
     
  9. oratrix

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    Meine Vögel waren bei Ausbruch 8 Monate alt, eine Futterumstellung brauchte ich nicht vornehmen weil sie das Harrison vorher schon bekamen, und sie leben seit über drei Jahren ohne Medikamente.

    Wenn die Symptome frühzeitig erkannt werden, das Medikament anschlägt und man wärend der akuten Phase einige Dinge beachtet haben die Tiere eine reelle Chance, ohne Beeinträchtigungen weiterzuleben. Wie alt sie letztendlich werden kann niemand sagen...... kann man das bei einem Papagei überhaupt!? Wieviele sind ganz jung und plötzlich gestorben, auch ohne PDD.

    Wenn ich vor 4Jahren gesagt hätte: oh gott PDD, da kann man nicht's mehr machen.......hätte ich mit einem Schlag drei Vögel aufgegeben, die heute putzmunter sind.:traurig:

    lg. Erika
     
  10. #9 Alfred Klein, 17. August 2008
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    Hallo Erika

    Bei dem Fall bei mir war trotz aller Mühe alles umsonst.
    Zu dem unverdauten Futter kam dann Blut im Kot sowie eine schwere aufgesetzte bakterielle Infektion. Trotz Futterumstellung auf Breinahrung und alle möglichen Medikamente konnte ich den Tod meines Vogels nicht verhindern.
    Es kommt also wohl auch auf die Schwere der Erkrankung an, wenn es so läuft wie bei mir kann man gar nichts verhindern, dann ist der Verlauf immer tödlich.
     
  11. Anita2

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    Hallo,

    also die ZNS hatte das Weibchen schon damals, als ich sie vom Züchter bekommen hatte (vor ca. 7 Jahren). Die zwei noch lebenden Kinder von ihr, haben das auch von Geburt an (sind jetzt ca. 1 Jahr). Blut im Kot ist bisher nicht aufgetreten. Nur eben die ZNS und der Kot, der fast nur noch aus Körnern besteht. Weiß nun ehrlich gesagt nicht genau was ich ausser Nahrungsumstellung noch machen soll. Das mit Celebrex wäre ein Versuch wert. Allerdings: ist es ein Problem wenn das alle zu sich nehmen?

    Danke.
     
  12. oratrix

    oratrix Mitglied

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    Hallo Alfred!!
    Ja,leider schaffen es nicht alle!!
    Für deinen Vogel und dich tut es mir leid und ich Kenne Fälle bei denen die Krankheit den gleichen Verlauf hatte.

    Ich wollte nur aufzeigen, das es auch positive Fälle gibt und man nicht gleich bei der Diagnose die Flinte in's Korn
    wirft.

    lg.Erika
     
  13. oratrix

    oratrix Mitglied

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    @ Anita
    Ich würde das Celebrex nur der Kleinen geben.....die braucht es am Dringensten. Allerdings sollte das mit der Klinik abgeklärt werden......es muß schon genau dosiert werden. Wichtig wäre auch den Vogel jeden Tag zu wiegen, am besten jeden Morgen vor der Nahrungsaufnahme.
    Was frißt der Vogel denn jetzt?? Da heute Sonntag ist kannst du ja nicht viel ausrichten...biete ihm alles an was leicht verdaulich ist, bloß keine Körner.

    lg.Erika
     
  14. Luzy

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    Hi,
    Ich habe selber eine Amazone die mit nachgewiesener PDD schon seit 9 Jahren lebt. Sie bekommt Babybrei, Obst und Gemüse Nudeln, Kartoffeln usw. Leider frisst sie mir ums verrecken diesen Harrison brei nicht. Der wäre optimal. Für das, dass sie absolut abgemagert und schon unverdauute Körner ausgeschieden hatte und BLUT im Kot hatte (nach Metacam gabe übrigens!) geht es ihr jetzt wieder super. Sie war zeitweise richtig fett. Sicher bekommt sie nicht die für Amazonen optimale Ernährung und sie wird nicht solange leben, wie eine optimal ernährte Amazone... aber sie lebt immer noch! Ihr geht es gut so lange sie keine Körner bekommt. Nach der Mauser hat sie meistens einen Tiefpunk und sie kämpft immer wieder mit ASpergillose.

    Was ich an deiner Stelle unbedingt machen würde: lass den Kot auf Hefen untersuchen. Durch die PDD bedingte Passsage störung kommt es oft zu einer Candidose im Magendarmtrakt (Hefepilzinfektion) und da kann es auch schon zu unverdauten Körnern im Kot kommen. Wenn Du ihm dann Nystatin oder Amphomoronal mit in den Brei mischt können die Symptome nochmal zurück gehen. Bei meinem Vogel war die Magen erweiterung nach der Futterumstellung röntgenologisch nicht mehr nachhweisbar. Allerdings war PDD histologisch durch Gewebeprobe aus dem Kropf nachgewiesen worden. Daher steht die Diagnose. Ich wünsch Euch alles Gute .:trost:
    WIrf die Flinte nicht gleich ins Korn.
    Meinem VOgel hat ein Paraimmunitätsinducer gut getan. Es wurde an zwei aneinandr folgenden tagen Zylexis s.c. gespritzt und nach einer WOche nochmal.

    ganz liebe grüße Luzy
     
  15. #14 Susanne Wrona, 19. August 2008
    Susanne Wrona

    Susanne Wrona Foren-Guru

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    Hallo,
    hatte meinen kleinen Nymph im Februar auch wegen PDD Verdacht in der Vogelklinik Gießen. Dort hatten sie gesagt, dass Vögel mit PDD noch etliche Jahre leben können und hatten mir auch Avi-food Pellets empfohlen. Ich habe damit gute Erfahrung gemacht. Die Futterumstellung hat allerdings 10 Tage gedauert. Der Verdacht auf PDD hatte sich bei mir allerdings Gott sei Dank nicht bestätigt. Aber mein Nymph wurde mit 84 g aus der Klinik entlassen, jetzt wiegt er 104 g. Damals hatte ich bei der Firma angerufen,die hatten mich mit einem Tierarzt verbunden, der ein Spezialist für Sittiche und Papageien ist, der hatte mir noch einige Tips zur Futterumstellung gegeben. Der kennt sich auch mit PDD aus.
    Ich gebe Dir mal die Service Hot-line von Avi-Food. Mo-Fr. 10-12 Uhr Die + Do. 19-20 Uhr Tel Nr.:089-854814-60
    Viele Grüße Susanne
     
  16. Anita2

    Anita2 Mitglied

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    Hallo,

    so, nachdem ich in der Zwischenzeit mit einer Sommergrippe gekämpft habe, muss ich mich endlich wieder mehr um die Vögel kümmern.
    Ich habe drüber nachgedacht: Ich würde es gerne versuchen, mit Babybrei füttern (z.B. Hirsebrei). Nun aber sind das ja alles Milchbreis. Ist das kein Problem auf Dauer?
    Wie soll ich bei der Futterumstellung vorgehen? Wenn ich Körner dazu füttere, dann fressen sie den Brei wohl nicht, gebe ich nur Brei, laufe ich die Gefahr, dass sie gar nichts fressen. Wie macht Ihr das denn immer?
    Werde mich auch noch nach den Avi-food Pellets schauen. Das eine Futter von Dr. Harrison bei Drüsenmagenerweiterung (das wär zwar echt nicht schlecht) ist mir wirklich zu teuer. Bei 4 Vögel... und wenn 400 g über 39 Euro kosten... Das ist etwas heftig...

    LG
     
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  18. Steffi E.

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    Hallo Anita,

    ich habe hier einen Graupapagei welchen ich aufpäppeln muss und ich habe den 7 Kornbrei gekauft. Dieser ist ohne Zucker, ohne Zusatzstoffe und ohne Milch (Laktose).

    Leider mag er diesen nicht sonderlich, aber ich versuche es täglich wieder.

    Ich biete ihm täglich öfter verschiedenes Futter an. Morgens immer erstmal Obst, dann 3-4 Stunden später bekommt er den Brei, gegen Nachmittag nochmal Obst und abends entweder ein Babygemüsegläschen, oder Babyobstgläschen (gibt es auch mit Getreide).

    Heute werde ich mal Kochfutter testen und Eifutter habe ich auch gekauft.

    Körner hat er immer zur Verfügung.

    Liebe Grüße und gute Besserung

    Steffi
     
  19. #17 Susanne Wrona, 29. August 2008
    Susanne Wrona

    Susanne Wrona Foren-Guru

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    Hallo Anita,
    das Futter hört sich teuer an, aber für meine 2 Nymphen brauche ich 1 Packung für knapp 10 Euro im Monat. Was hast Du denn für Vögel?
    Viele Grüße
    Susanne
     
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