Unkontrollierte Flüge / Angstzustände

Diskutiere Unkontrollierte Flüge / Angstzustände im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, unser 14 Jahre alter Max (Rosenköpfchen), sehr zahm, zutraulich, verschmust....macht seit ein paar Tagen plötzlich auftretende,...

  1. #1 atlantius02, 16. Oktober 2006
    atlantius02

    atlantius02 Guest

    Hallo,

    unser 14 Jahre alter Max (Rosenköpfchen), sehr zahm, zutraulich,
    verschmust....macht seit ein paar Tagen plötzlich auftretende, unkontrollierte
    Flüge in der Wohnung. Plötzlich fliegt er völlig verängstigt los und
    fliegt gegen die Wand oder Jalosie vom Fenster und landet schließlich
    abgestürzt auf dem Boden, als wenn er nicht mehr sehen könnte?!
    Danach ist er ganz verängstigt, apatisch, atmet schwer und traut sich
    kaum zu fliegen. Wir halten ihn dann oder setzten ihn in seinen Käfig.
    Nach einer Weile hat er sich meistens beruhigt und fliegt auch wieder
    sicherer.
    Außerdem schläft er ziemlich viel. Er ist halt auch insgesamt etwas
    ruhiger geworden. Vielleicht liegt es auch an seinem Alter.

    Hat jemand eine Ahnung, ob er etwas mit den Augen hat oder was
    könnte es sonst sein? Sollten wir einen Tierarzt aufsuchen?

    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Liebe Grüsse....Klaus
     
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  3. Shanntal

    Shanntal Stammmitglied

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    Hallo, willkommen hier im Forum

    Das was du geschrieben hast, hab ich ebenfalls vor ein paar Monaten erlebt (Mai), kann es deswegen glaub ich gut nachvollziehen wie du dich fühlst.
    Meine ersten Gedanken damals waren, ob das nicht was psy. sein könnte, ich denke aber mittlerweile eher, dass es entweder Herzattacken oder auf einmal auftretende Schmerzen sind. Ich muss dazu sagen, das er Anfang Juli gestorben ist, allerdings an Nierenversagen.

    Hast du vllt noch andere Dinge beobachtet? Plötzlich besondere Vorlieben für Obst oder Körnersorten? Wie sieht es mit dem Gewicht aus? Trinkt er ungewöhnlich viel (>10mL), wie sieht es mit dem Kot aus? Verliert er weiterhin Federn oder hat das stark nachgelassen?
    Auf jedenfall solltest du das von einen Vogelkundigen TA abklären lassen, vor allem wenn das regelmäßig auftritt (tuts das?)

    wer anders noch "Ideen"?
     
  4. Naschkatzl

    Naschkatzl Foren-Guru

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    Hallo Klaus,

    erstmal herzlich willkommen hier im Forum der Agasklaven.

    Was Du da schreibst hört sich nicht so berauschend an, also ich an 'Deiner Stelle würde auf jeden Fall einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen und zwar schnellstens.
    Link zur Tierarztliste hat ja Shan schon gesetzt.

    Ich drück 'Dir auf jeden Fall alle Daumen und Krallen das es nichts ernstes ist.

    Halte uns weiter auf dem Laufenden.

    Grüssle
    Corinna
     
  5. Gabi

    Gabi Moderatorin
    Moderator

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    Hallo Klaus,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum, wenn auch der Grund dafür kein so schöner ist. :traurig:

    Unkontrollierte Bewegungen können viele Ursachen haben, ob nun durch eine Störung im Nervensystem, Mangelerscheinung (z.B. Vitamin B-Mangel), Vergiftung usw.... Deshalb ist eine Ferndiagnose in solch einen Fall auch nicht möglich und wie die anderen Dir schon rieten, geh bitte möglichst schnell mit dem Kleinen zu einem vogelkundigen TA. Ich betone es deshalb, weil kein anderer TA wahrscheinlich in diesem Fall helfen kann, wenn sie nicht auf Vögel spezialisiert sind.

    Was ich Dir ansonsten noch als Einziges raten kann (das ersetzt aber den TA-Gang nicht!), dem Kleinen ein hochdosiertes Vitamin B-Komplex zu geben. Das ist bei zentralnervösen Ausfallerscheinungen nie verkehrt und kann unter Umständen helfen, wenn Vit.-B-Mangel die Ursache ist. Mit B-Vitamine kannst Du zumindest nichts verkehrt machen, da diese wasserlöslich sind und sich deshalb bei Überdosierung nicht im Körper anreichern. Bekommen kannst Du es für Vögel z.B hier.

    Auch ich drücke die Daumen und wünsche Deinem Kleinen alles Liebe!

    (Ich verschiebe Dich mal ins Krankheitsforum, vielleicht bekommst Du dort auch noch einen zusätzlichen Rat.)
     
  6. #5 Cocco und ich, 17. Oktober 2006
    Cocco und ich

    Cocco und ich Mitglied

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    Hallo Klaus,


    ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Lass das bitte möglichst bald von einem vogelkundigen TA abklären.
    Außer dem schon erwähnten Vit. B-Mangel kann das durchaus auch eine Herzgeschichte sein.
    Mein alter Nymphenhahn zeigte vor ca. 3 Jahren genau die gleichen Symptome: plötzliches erschrecktes auffliegen, abstürzen, schweres atmen, danach abstützen mit den Flügeln damit er nicht umkippt. Bin sofort mit ihm zu einem vk TA, beim röntgen und den Abstrichen wurde aber nichts gefunden, weshalb der TA auf altersschwaches Herz tippte. Ich bekam ein Crataegus-Präparat (Weißdorn) für ihn. Danach hat sich sein Zustand deutlich gebessert !
    Ich geb ihm seither Crataegus immer kurweise ins Trinkwasser, zwischenzeitlich auch mal als homöopathische Globuli, da in den Tropfen Alkohol enthalten ist. Ich persönlich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass bei einem akuten Anfall die Tropfen (als direkter Pflanzenauszug) besser helfen als die Globuli. Kann natürlich jetzt Zufall sein.
    Der Nymph ist jetzt mind. 20 J. und lebt immer noch, trotz seiner Herzprobleme.
    Alles Gute für deinen Max.

    Viele Grüße Svenja
     
  7. #6 atlantius02, 18. Oktober 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. Oktober 2006
    atlantius02

    atlantius02 Guest

    Hallo,

    vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten. Ich habe mit einem vk TA telefoniert und er tippt ebenfalls, aufgrund meiner Schilderungen, auf ein altersschwaches Herz bzw. es können natürlich auch noch andere Gründe sein. Er hat mir erstmal die gleichen Medikamente empfholen. Zusätzlich auch noch Traumel und ein Vitamin-B-Präparat. Wenn es ihm schlechter
    gehen sollte, dann solle ich mich wieder melden.
    Da er jedoch 65 km entfernt wohnt,
    ist eine persönliche Anreise wohl zu stressig für unseren
    Max. z.Zt. geht es ihm ganz gut....ist nur immer oft müde und schläft daher viel. Ansonsten traut er sich auch wieder zu fliegen, frisst und trinkt gut , putzt sich und auch der Kot sieht gut aus.

    Hallo Svenja,

    kannst Du mir sagen wieviel Tropfen man von dem Crataegus-Präparat: Composition (mit Alkohol) täglich
    ins Wasser geben sollte, bzw. wie lange: 6 Wochen?
    und bei einem akuten Anfall?
    Bekomme ich das Mittel in der Apotheke und gibt es
    dies auch ohne Alkohl bzw. ist eigentlich der Alkohol
    schädlich für den Kleinen?
    Wo bekomme ich die homöopathische Globuli her?

    Vielen Dank für die Anworten im Voraus
    Liebe Grüße
    Klaus
     
  8. #7 Cocco und ich, 18. Oktober 2006
    Cocco und ich

    Cocco und ich Mitglied

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    Hallo Klaus,

    im Moment habe ich das Präparat "Crataegus (ad usum vet.)" der Fa. "DHU-Arzneimittel", es enthält Auszüge aus Weißdornfrüchten sowie Weißdornblättern mit Blüten. Ob du es auch in der Apotheke bekommst weiß ich nicht. Da das Präparat aber eigentlich für Hunde, Katzen, Pferde ist könnte ich mir vorstellen, dass du es bei jedem TA beziehen kannst. Leider enthält es sehr viel Alkohol.
    Ob es Crataegus auch gänzlich ohne Alkohol gibt, kann ich dir leider nicht sagen.
    Ich hatte vorher ein anderes Mittel ("Crataegus-Miniplex"), das weniger Alkohol enthielt, leider gibt es das wohl nicht mehr. Die Zusammensetzung davon war: Crataegus D1, Cactus D2, Veratrum album D4. Diese Mittel habe ich mir dann auch als homöopathische Globuli geholt. Die kann man in der Apotheke bekommen, notfalls auch bestellen, falls nicht vorrätig. Hersteller ebenfalls "DHU-Arzneimittel". Davon habe ich 3/3/2 Globuli ins Trinkwasser gegeben.

    Von dem Crataegus-Präparat das ich jetzt nehme, gebe ich 3-4 Tropfen auf ca. 50 ml Wasser, bei mir ist das ein halber Edelstahlnapf voll.
    Ich denke mal dass der Alkohol verteilt auf die Menge Wasser jetzt nicht sooo schädlich ist. Natürlich muss man immer Nutzen und Risiko abwägen. In unserem Fall überwiegt der Nutzen....
    Ich gebe ihm das Mittel dann immer 3-4 Tage, dann 2 Tage Pause usw. für ca. 4 Wochen. Mache dann eine Pause und schaue wie es ihm geht. Wenn es ihm wieder schlechter geht bekommt er das Mittel wieder.

    Bei einem akuten Anfall würde ich die Tropfen aber auf keinen Fall direkt verabreichen, da hätte ich doch wegen des Alkoholgehalts Bedenken. Ich warte halt immer bis es wieder vorbei ist und biete ihm das präparierte Wasser dann an. Mein Nymph ist halt auch überhaupt nicht zahm (hatte ein nicht so schönes Vorleben), jedes in die Hand nehmen stresst ihn nur noch mehr.....

    Ich hoffe ich konnte dir deine Fragen beantworten. Alles Gute.

    Viele Grüße Svenja
     
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  10. #8 atlantius02, 19. Oktober 2006
    atlantius02

    atlantius02 Guest

    Hallo Svenja,

    super, vielen Dank für die ausführliche Anleitung.
    Werde versuchen die Präparate zu besorgen und es
    in diesem Sinne ähnlich verabreichen. Hoffe es
    zeigt sich dann Besserung. Im Moment scheint es
    ihm ganz gut zu gehen. Werde dann später berichten.

    Liebe Grüße
    Klaus
     
  11. #9 atlantius02, 13. November 2006
    atlantius02

    atlantius02 Guest

    Augenkrankheit - Unkontrollierte Flüge/Angstzustände

    Hallo,

    wollte Euch kurz ein Feedback geben, wie es unserem Max
    nach den letzten 4 Wochen ergangen ist:

    Nach den "unkontorllierten Flügen / Angstzuständen" geben
    wir nach telef. Rat mit einem vogelkundigem Tierarzt (Schütz, Butzbach) unserem Max "Crataegus Weisdorn" Tropfen (ohne Alkohol) aus der Apotheke, täglich ein paar Tropfen ins Wasser. Zusätzlich noch Vitamin-Tropfen.

    Die "unkontrollierte plötzlichen Flüge / Angstzustände"
    sind seither nicht mehr wissentlich aufgetreten.
    Allerdings fliegt er immer unsicherer (hat täglich Freiflug in der Wohnung) und am Wochenende haben wir festgestellt, das er auf dem rechten Auge tatsächlich blind geworden ist:-( Unter einer Lampe konnte man deutlich sehen, dass das rechte Auge keinen dunklen Punkt mehr hat und fast weiss ist.

    Trotzdem kann er noch kleine Flüge machen und ist ansonsten wie immer. Viel schlafen, viel schmusen, Essen gut, Kot gut, ... usw.

    Der Tierarzt meinte telef. dass man mit dem Auge nix machen kann. Wahrscheinlich ist es auf sein Alter zurückzuführen. Er ist jetzt schließlich schon 14 1/2 Jahre alt. Er würde sogar Vögel kennen, die ganz blind geworden sind und noch in Ihrem Käfig leben.
    Ich hoffe nur dass nicht das andere Auge auch noch krank wird ("Grauer Star").
    Leider ist der Tierarzt 60 km entfernt und wir wollen unserem Max den Stress der Reise / Untersuchung ersparen. Er meinte könnte auch nur einen Check up machen, Röntgen usw.

    Habt Ihr ansonsten noch eine Idee was man tun kann oder kennt Ihr ähnliche Beispiele?

    Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus.

    Lieben Gruss
    Klaus
     
Thema: Unkontrollierte Flüge / Angstzustände
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