Vergesellschaftung nach über 30 Jahren und Tests

Diskutiere Vergesellschaftung nach über 30 Jahren und Tests im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo zusammen, zunächst mal herzlichen Dank für die Aufnahme in diesem Forum. Ich bin ganz neu hier & hoffe ihr könnt mir ein paar Tips geben....

  1. Juschka

    Juschka Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    zunächst mal herzlichen Dank für die Aufnahme in diesem Forum. Ich bin ganz neu hier & hoffe ihr könnt mir ein paar Tips geben.

    Seit 3 Jahren habe ich einen Graupapagei, ein Erbstück meines verstorbenen Großvaters. Das Schätzchen ist 33 Jahre alt, bis heute ist nicht klar ob es eine Henne oder ein Hahn ist. Da ich nun von einer Wohnung in ein Haus ziehe, mit mehr Platz & viel größerem Gehege möchte ich gerne einen Weggefährten für meinen Papagei suchen.

    Wie sind eure Erfahrungen? Das Tier ist jetzt über 20 Jahre in Einzelhaltung. Beim Tierarzt reagiert er sehr aufgeschlossen gegenüber anderen Artgenossen. Ich würde jetzt gerne einen DNA-Test machen lassen, um zu prüfen was ich da überhaupt Zuhause habe Männlein oder Weiblein. Würdet ihr gleich die ganze Palette durchtesten lassen? D.h. Auf Aspergillose, Viren etc?

    Wenn wäre ich auch eher an einem Tier aus der gleichen Altersklasse interessiert. Da wäre wohl eins aus dem Tierschutz ideal. Habt ihr Erfahrungen wie lange man den Tieren Zeit geben muss, um zu entscheiden ob das harmonieren könnte. Habe von einem Park gehört von Heike Mundt, wo sich die Tiere ihren Partner selber aussuchen können, indem man sie für eine Woche da lässt. aber das sind dann ja auch dort nur alles junge Hüpfer. Fragen über Fragen. Ich hoffe ihr habt ein paar Ratschläge für mich.

    Vielen Dank vorab!!! Lori & Juschka
     
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  3. #2 Nina33, 10. Dezember 2015
    Zuletzt bearbeitet: 11. Dezember 2015
    Nina33

    Nina33 Moderatorin
    Moderator

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    Hallo und herzlich willkommen hier bei uns im Grauenforum!! :bier:

    Das, was Du schreibst, hört sich für mich schon alles sehr stimmig an!! Ich finde es gut, dass Du einen Vergesellschaftungsversuch starten möchtest. Wenn der Kleine beim TA recht aufgeschlossen auf Artgenossen reagiert hat, stehen die Zeichen doch schon gut.

    Doch dafür brauchst Du wie schon selbst angemerkt erst den Nachweis über Hahn oder Henne mittels der DNA-Analyse. Diese kannst Du auch selbst durchführen, indem Du eine frische Feder ziehst, dabei den frischen Kiel nicht berührst, diese in Alufolie wickelst und zusammen mit einem Bestellformular zu einem der bekannten bekannten Labore (z. B. IMDB Bielefeld oder Tauros Diagnostik Bielefeld) schickst. Kostet so ca. 16-20€.

    Da Du aber gleich beim Tierarzt einen Check auf die bekannten Viren machen möchtest, kannst Du den DNA-Test da auch gleich mitmachen lassen. Wenn Du es 100%ig machen möchtest, in Hinsicht auch auf ein kommendes gegengeschlechtliches Partnertier, testet man auf die 5 bekannten Viren (= PBFD, Polyoma, Borna, Chlamydien, Herpes), siehe auch hier. Auf eine Aspergillosepilzerkrankung kann man nur verlässlich über eine Endoskopie testen lassen. Das würde ich mit dem vogelkundigen Tierarzt besprechen, ob das notwendig ist. Gibt es denn Anzeichen darauf (Kurzatmigkeit nach dem Fliegen oder beim Sitzen im Käfig, Hecheln, Schwanzwippen. Je nach Pilzbefall kann es zur Produktion von Giftstoffen im Organismus kommen. Diese führen zur Beeinträchtig der Leber- und Nierenfunktion und können zu schlechtem Gefieder, Abmagerung, Flugunlust, zentralnervöse Störungen, Durchfall und Erbrechen führen)? Wenn solche Anzeichen da sind, würde ich das natürlich mittesten lassen, damit dein Grauer bei positivem Befund mit Medis versorgt wird.

    Auf jeden Fall ist zu befürworten, dass das Partnertier etwa gleich alt, aber auf jeden Fall mind. geschlechtsreif ist. Bei Graupapageien ab dem 5./6. Lebensjahr. Pauschal ist nicht zu sagen, wie lange es dauern kann und ob die Vergesellschaftung überhaupt funktioniert. Bei einer Alleinhaltung von über 20 Jahren musst Du definitiv viel Geduld mitbringen. Gräulinge sind da schon sehr wählerisch. Du benötigst am Anfang zwei Volieren, sodass die Zwei sich sehen und hören können, aber jeder erst einmal sein eigenes Reich hat zum Zurückziehen. Wenn Du beide Vögel händeln kannst, sprich sie zurück in die Volieren setzen kannst, können die Beiden sich in deinem Beisein im Freiflug beschnuppern und kennenlernen. Irgendwann wird einer zu dem anderen in die Voliere klettern und wenn es nur darum geht, um zu schauen, ob der andere Futternapf nicht evtl. Besseres her gibt als der eigene. :zwinker:

    Wenn der Andere das akzeptiert, ist der Bann aber meistens gebrochen. Du selbst wirst merken, wann Du die Beiden getrost in eine Voliere lassen kannst.

    Eine Gemeinschaftsvoliere sollte auf jeden Fall mind. 2 m lang, 2 m hoch und 1 m tief sein und genügend Beschäftigung im Sinne von Spielzeug bieten. Da Graue sehr gerne nagen, bevorzugen unsere Holzspielzeug oder Äste, das /die nach Herzenslust zerlegt werden können.

    Ganz wichtig neben der Beschäftigung ist gute Ernährung, die sich aus täglichem frischen Wasser, Obst und Gemüse und einer hochwertigen Körnermischung ohne Erdnüsse (schon gar nicht Erdnüsse in Schale = Aspergillosegefahr) zusammensetzt. Ich biete zusätzlich noch Kochfutter und/oder gekeimtes Futter an. Andere Halter schwören auf Pellets statt Sämereien wegen des geringen Risikos der Aspergillosegefahr und des Verhinderns des Selektieren der Lieblingssaaten (einseitige Ernährung). Das musst Du für dich entscheiden. Ich selbst kann zu den Pellets nichts sagen, da ich sie nicht verfüttere und sie nicht natürlich finde. Für an Aspergillose erkrankte Tiere aber ein absolut guter Kompromiss. Um das Selektieren von Saaten zu verhindern und auch die nicht Favoriten gefuttert werden, spricht man von der 5%-Formel. D. h. pro Tier werden pro Tag ca. 5% des Körpergewicht Saaten + Obst, Gemüse usw. gefuttert. Das sind bei einem Graupapagei ca. 25g, hört sich wenig an. Reicht aber aus. Bei uns funktioniert das gut. Unsere Näpfe sind abends leer. Da Graue öfters unter Kalziummangel leiden, gebe ich auch neuerdings 1x Woche Calcivet ins Wasser oder übers Obst. Gibt es auch in Pulverform.

    Um ein geeignetes Abgabetier zu finden, könntest Du evtl. hier bei uns bei den Kleinanzeigen, bei Züchtern, in Tierheimen, Auffangstationen oder bei anderen Börsen (DHD, ebay Kleinanzeigen, deine Tierwelt o. a.) fündig werden. Aber achte auch hier darauf, dass das Tier gesund ist, bzw. optimalerweise auch auf die o. g. 5 Viren getestet ist, damit sich dein eigenes Tier nicht ansteckt. Sollte dein Vogel von einem der Viren befallen sein, bitte dann auch nur ein Tier mit gleichem Befall dazu setzen.

    Sicherlich ist auch eine Verpaarung in o. g. Park möglich. Ich bin mir jedoch unsicher, ob das für deinen Vogel, der so lange allein war, nicht eine Zumutung wäre, auf einmal mit mehreren Grauen in einer Voliere klarkommen zu müssen. Das könnte auch Stress bedeuten. Du kennst deinen Vogel ja nun schon drei Jahre und kannst besser einschätzen, ob es ein kleines Sensibelchen oder Draufgänger ist. Da würde ich in dem Park einfach mal nachfragen, wie das abläuft. Allerdings wirst Du preismäßig für ein Partnertier + Vergesellschaftungszeit sicher bei mind. 2.000€ liegen. Aber das weißt Du sicher schon.

    Ich hoffe, ich konnte Dir deine Fragen beantworten, ansonsten einfach fragen...:)
     
  4. papugi

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    hast du die moglichkeit ein foto der schwanzfedern von unten, direkt bei der kloake machen? und eins von dem ganzen vogel mit scharfe auf den kopf...?

    das gibt einen sehr guten hinweis auf den sex.
    Bei uns ist der preis von dna sexing durch feder von 24$ auf 15$ runtergesetzt..mit antwort auf e-mal und zertifikat per post...
     
  5. #4 muldentaladler, 17. Dezember 2015
    muldentaladler

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    30 jährige Graupapageien kann man durchaus verpaaren. Bei mir hat das auf Anhieb geklappt. Einfach in einer großen Voliere zusammengesetzt. Vorausgesetzt, sie sind gesund, können sie sogar erfolgreich brüten. Meine tun das und ich freue mich über das späte Glück der Beiden.
     
  6. #5 loraspatz, 6. Januar 2016
    loraspatz

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    Hallo Juschka,

    auch ich habe vor ein paar Jahren einen Grauen geerbt. Es handelt sich um eine Kongo-Graupapagei-Henne, die wohl zwischen 35 und 38 Jahren alt ist.
    Ich habe bisher nicht konkret einen Partnerhahn gesucht, da ich bei mir nur entweder einen zweiten Grauen oder meinen eigenen Partner halten kann ;-)
    Ich habe allerdings meine Süße mit anderen Vögeln zusammengebracht, um mal anzutesten, wie das werden könnte, weil ja auch meine immer einzeln gehalten wurde.
    Leider lief dabei etwas schief, denn sie war bei Bekannten mit einem Paar zusammen, hat sich mit dem Hahn zunächst auch ganz gut vertragen, das gefiel dessen Henne aber überhaupt nicht, und so gab es Zoff. Meine setzte sich zur Wehr, war beim nächsten Versuch aber dem Hahn gegenüber sehr vorsichtig, reagierte auf seine gutgemeinten Annäherungsversuche ängstlich, oder war unnötig aggressiv, was er zum Glück mit Fassung ertrug.

    Ich würde folgende Schlüsse daraus ziehen:
    Lass unbedingt feststellen, ob es sich um Hahn oder Henne handelt. (Ist deiner übrigens auch ein Kongo? oder Timneh?)
    Versuche es erstmal nur mit einem eher zurückhaltenden Gegenstück, nicht gleich mit mehreren oder einem ganzen Schwarm. Graue gehen untereinander oft ziemlich ruppig miteinander um, das kennt ein menschengewöhnter Vogel nicht!
    Setze nicht zwei Hennen zusammen, auch wenn es möglicherweise nicht so problematisch ist, wenn kein Hahn dabei ist. Hähne untereinander sind dagegen wohl friedlich.
    Ich denke, es ist bei den wählerischen Grauen wie bei den Menschen: es kann auf Anhieb passen oder wird auch durch Gewöhnung nie die wahre Liebe. Das war auch bei Bekannten von mir zu beobachten, die zwei junge Vögel direkt vom Züchter hatten. Von daher ist es auch schwierig zu sagen, wie lange es dauern könnte. Es kommt einfach auf die betreffenden zwei Charaktere drauf an. Und darauf, wie sie Menschen gegenüber eingestellt sind. Mit einem handzahmen Vogel ist es vermutlich einfacher. Meine ist zum Beispiel noch ein echter Wildfang und daher vielleicht nicht so leicht manipulierbar wie ein handaufgezogener.

    Wenn du schreibst, in welcher Ecke von Deutschland du wohnst, findet sich vielleicht sogar jemand in deiner Nähe, mit dem du bzw. ihr einen Versuch starten könnt.
    Vorausgesetzt, dass beide Vögel komplett auf die bekannten Viren gecheckt sind (Aspergillose wäre zumindest nicht ansteckend). Mit der Blutprobe kann man dann auch gleich eine Geschlechtsbestimmung machen, ohne dass Lori Federn lassen muss.

    Alles Gute euch beiden! Lora & Ariane
     
  7. papugi

    papugi Foren-Guru

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    Viele gute ratschlage..ich wollte auch etwas zufugen uber verpaarung.
    :nene:
    Leider ist Juschka seid dem tag ihres ersten postings nicht mehr zuruck gekommen..
    Sie hat also nur das posting von Nina gelesen....
     
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